Crowdfunding beendet
Käthe Kollwitz sagte einst: Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst Zwecke hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind! Daran knüpfen das Maler- und Galeristen-Ehepaar Evelyn und José Ocón (Kontraste, Erwitte) und die Nürnberger Textildesign-Künstlerin Jutta M. Leykauff als zudem überzeugt engagierte Aktivisten an, starten diese Kampagne für die Arbeit des freien investigativen Journalisten Erich Neumann, koordiniert über jurawatch e. V.!
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17.12.2021

Tag 17 des thematischen Adventskalenders

Jutta M. Leykauff
Jutta M. Leykauff3 min Lesezeit

Unwille bei Behörden, Justiz und Politik, sich der Beendigung und Aufarbeitung von untragbaren, zum größten Teil selbst zu verantwortenden Zuständen zu stellen, zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Advents-Kalender.
Sein heutiges 17. Themen-Türchen widmet sich einer ganzen Ethnie, die seit langer Zeit und immer noch an den Rand gedrängt und missachtet wird: Sinti und Roma.
Die Gräuel des Holocaust gehen weit über die jüdischen Opfer hinaus, betreffen diese Minderheit, wie zudem weitere, die endlich ebenfalls ihrer Anerkennung bedürfen, wie selbst die große Esther Bejerano († 10. Juli 2021) als Auschwitz-Überlebende einforderte!

Gleiche Chancen für Roma und Sinti sind eine Säule der Menschlichkeit – ein Appell!

Rund 500.000 Roma – so die offiziellen Zahlen, Insider sprechen aufgrund fehlender Registrierungen sogar von einer Dunkelziffer 1. 0 bis 1.5 Mio.! – aus ganz Europa wurden von den Nationalsozialisten in 11 europäischen Ländern dahin geschlachtet.
Das entspricht mindestens einem Viertel ihrer Gesamtbevölkerung. Die entmenschte Rassifizierung der Roma und anderer Minderheiten war der erste Schritt, um diesen abscheulichen Verbrechen den Weg zu ebnen.
Heute müssen wir die Notwendigkeit erkennen, uns in Erinnerung an ihre historische Verfolgung den Herausforderungen zu stellen, vor denen sie heute noch stehen und die zu oft übersehen werden.
Die Augen davor zu schließen, ist eine Menschenrechtsverletzung, ein Verbrechen an der Menschlichkeit.
Sinti und Roma sind nach 7 ½ Jahrzehnten täglich mit Diskriminierung, Gewalt, Hass und Rassismus konfrontiert. Und Viele haben immer noch keinen Zugang zu Grundnotwendigkeiten wie menschenwürdige Wohnungen, Bildung und Gesundheitsfürsorge.
Noch heute sind in Deutschland und seinen Nachbarländern die Roma vergessene Opfer des Holocaust. Zudem hat seit Kriegsende der Rassismus, der nach den Gräueln des Nationalsozialismus niemals ausgelöscht war und im Verborgenen weiter wirkte, ständig zugenommen.
Nun zeigt er sich sowohl in Politik, als auch in unserer Gesellschaft, ja, schlimmer: Er ist sogar “gesellschaftsfähig“ geworden.
Darum gilt es, dass wir uns heutzutage an unsere gemeinsamen europäischen Werte erinnern müssen, um somit Gleichheit und Nichtdiskriminierung kraftvoll und leidenschaftlich zu verteidigen.
Es ist unsere Pflicht, die der Deutschen und aller EU-Mitgliedstaaten, wirksame Maßnahmen zur Erinnerung an historische Gräueltaten sicherzustellen, für den Schutz historischer Stätten zu sorgen und zu erhalten sowie Bildung und Forschung in diesem Bereich zu fördern.
Und es ist die Pflicht eines Jeden von uns, unsere Mitbürger mit Würde und Respekt zu behandeln, insbesondere bei den Verletzlichsten in unserer Gesellschaft.
Eine größere Sache steht bzgl. Sinti und Roma an, um einen von Rassismus getriebenen Behörden-/Justiz-/Politskandal der Gegenwart aufzuklären, bei dem alle Kontrollmechanismen versagten.
Wir wünschen Erich Neumann allen nur erdenklichen Erfolg und breiteste all-seitige Unterstützung, um der so geschundenen Ethnie insgesamt Reputation und Wiedergutmachung zu ermöglichen.
Esther Bejarano (jüdische Auschwitzüberlebende)
Barbara (Maryam) Naziri (Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin mit iranischen Wurzeln)
21. März 2019 Zum Internationaler Tag gegen Rassismus.

“Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber Ihr macht Euch schuldig, wenn Ihr Nichts über dies Zeit wissen wollt, Ihr müsst Alles wissen, was damals geschah. Und warum es geschah!“, ist eines meiner Zitate.
Analog dazu ist es mir ein Herzensanliegen, dass Stimmen wie die von Erich Neumann gehört werden, welche an diese Zeit erinnern und die Indikatoren beim Namen nennen, wie es heute wieder bereits um sich greift!.
Darüber hinaus ist es Verpflichtung für uns Alle, dafür einzutreten, dass die Attacken gegen ihn und andere Aufrechte nicht ungesehen und ungeahndet bleiben.
Wir dürfen nicht nur auf die Missstände im Ausland verweisen und uns abarbeiten, sondern müssen – und
wohl sogar zunächst – vor der eigenen Haustüre kehren. Weiterhin viel Kraft wünsche ich Erich Neumann selbst und uns Allen die Entschlossenheit, ihm solidarisch zur Seite und für unser Aller bessere Zukunft einzustehen.
Esther Bejarano, 02. November 2016

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