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Von Gebäck zu Gebäck kreuz und quer durch Frankreich. Ein Buch für alle frankophilen Kuchenfans und für alle, die gerne gute Geschichten lesen...

LA FRANCE EN PÂTISSERIE ist eine Reise kreuz und quer durch Frankreich, von Gebäck zu Gebäck und zurück an den Schreibtisch. Ein Buch mit 14 Kapiteln voller unterhaltsamer Geschichten, interessantem Hintergrundwissen, erprobten Rezepten und spektakulären Fotografien im Stil der 70er Jahre. Kein schnödes Backbuch, sondern eine innovative kreative Kooperation von Johannes J. Arens (Text), Jennifer Braun (Fotografie) und Monika Koch (Gestaltung). ///// LESEPROBE hier: www.bit.ly/3qEqjxb
Finanzierungszeitraum
18.11.20 - 18.12.20
Realisierungszeitraum
Ende Februar 2021
Website & Social Media
Mindestbetrag (Startlevel): 9.630 €

Wir drucken regional! Nix Internet, nix Super-Special-Angebot, sondern ganz solide in einem handwerklichen Betrieb in zweiter Generation.

Stadt
Köln
Kategorie
Food
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22.11.2020

L'état et moi

Johannes J. Arens
Johannes J. Arens4 min Lesezeit

Der Autor in Citeaux, Burgund (Oktober 1983)

„Wollt ihr nicht auch mal woanders hinfahren?“, wurde ich in den vergangenen Jahren gelegentlich gefragt. „Schon“, antwortete ich dann, „aber solange es noch so viel zu entdecken gibt Frankreich …“

Die strukturierte Erschließung des Nachbarlands begann im Jahr 2006 mit einem ersten mehrtägigen Ausflug in die Champagne. Drei Jahre später waren es soweit, erstmals verbrachten wir unseren kompletten Jahrsurlaub in Frankreich. Zwei Wochen an der Loire, sechzehn Schlösser und diverse Kathedralen in 14 Tagen. Seitdem gab es nur eine einzige Ausnahme, als wir vor ein paar Jahren eine Freundin in Dänemark besuchten und eine Woche im charmanten Aarhus, eine weitere in einem romantischen Ferienhaus auf dem Land verbrachten. „Das war wunderschön“, sagten wir danach zueinander, „aber anders.“

Denn seit jener Tour im Herzen Frankreichs haben wir eine ganze spezielle Reisemethode entwickelt. Die unterbrachen wir nur 2013, als wir eine Woche lange von Colmar aus das Elsass erkundeten. Ansonsten gilt die eiserne Regel: maximal zwei Nächte an einem Ort, danach geht’s weiter. „Ist das nicht anstrengend“, werde ich gelegentlich gefragt. „Ja“, sage ich dann, „aber ausruhen kann ich mich ja auch zuhause.“ Ein bis zwei Regionen schaffen wir auf diese Art pro Jahr, mit einem oder zwei Zwischenstopps auf dem Hin- und dem Rückweg.

Zehn Unterkünfte notierte ich beispielsweise für die Loire-Tour und auf allen Reisen unzählige interessante Begegnungen, weil wir, wo es geht, private Unterkünfte und Pensionen buchen. Die schönsten Anekdoten ergeben sich zumeist beim Frühstück, das in Zeiten von seltsam seelenlosen Airbnb-Buchungen leider immer seltener zum Angebot dazugehört. Einmal, in Montlouis sur Loire tischten Gastgeber gleich acht verschiedene Marmeladen von Früchten aus dem eigenen Garten auf, ein anderes Mal im Perigord kam der Joghurt aus dem benachbarten Ziegenstall und vor ein paar Jahren im Cantal wurden wir Zeuge, wie die anwesenden Französ*innen sich aufgeregt über die korrekte Qualität des Tomme fraîche für die Truffade aus Kartoffel und Käse stritten, jeweils bemüht uns Nichtwissende vom jeweiligen Standpunkt zu überzeugen. Wer will da woanders Urlaub machen?

Ferien in Frankreich haben in meinem Teil der Familie eine längere Tradition. Das Interesse wurde mit den Flitterwochen meiner Eltern eine ihrer gemeinsamen Leidenschaften. Und auch wenn wir in meiner Kindheit nicht wirklich oft Urlaub machten, die wenigen Fahrten ins Burgund und den Elsass haben mich geprägt.

Innerhalb der eigenen Partnerschaft musste das erst erarbeitet werden, weil mein Mann mit jährlichen Pauschalurlauben in Griechenland, der Türkei und auf Ibiza groß wurde und auch ich diese für mich neue Form des Reisens nach Gran Canaria, Malta oder Ischia durchaus genoss. Die Wende kam mit einer ARTE-Dokumentation über gotische Kathedralen und dem bereits erwähnten Ausflug in die Champagne, dann mit einem weiteren Film über Renaissance-Schlösser und der Loire …
Wie bei meinen Eltern ist auch bei uns die Leidenschaft für ein Land und eine bestimmte Art des Reisens zu einem gemeinsamen Projekt geworden (und ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich derartige Parallelen zugeben kann). In 2020 hatten wir unsere Erkundung auf dem Festland, ohne Korsika und Outre-mer, eigentlich abschließen wollen. Das letzte Stück wollten wir entlang der Grenzen zur Schweiz und zu Italien bereisen, entlang der Côte d’Azur und die Rhône wieder hoch Richtung Norden. Und auch über „danach“ hatten wir schon gesprochen. Österreich vielleicht oder doch wieder Skandinavien? „Ich weiß was“, sagte ich 2019 nach unserer Tour durch das Languedoc, „danach fangen wir einfach wieder von vorne an und fahren dahin, wo es uns besonders gut gefallen hat.“

Danach aber kam erst einmal COVID-19 und bereits im März unser Beschluss, alle Pläne für das laufende Jahr auf Eis zu legen – angesichts der im September vor allem im Südosten Frankreichs wütenden Pandemie, ganz offensichtlich die richtige Entscheidung.

Das letzte Stück Frankreich und alle Wiederholungen müssen also noch ein Weilchen warten, bis dahin gibt es erst einmal das eine oder andere Stück Gebäck.

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La France en Pâtisserie
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