Die Messier-Objekte sind die schönsten Ziele des Deep-Sky. Für Hobby-Astronomen gibt es aber kaum praxistaugliche Hilfsmittel, um alle 110 Sternhaufen, Nebel und Galaxien aufzusuchen, zu fotografieren und zu beobachten. Der MESSIER-GUIDE bietet genau das in einer praxistauglichen Form. Kurze Texte, Daten, Karten, Fotos und Zeichnungen sind zu einem einzigartigen Werkzeug kombiniert - mit wasserabweisender Oberfläche und praktischer Ringbindung - für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet
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23.03.2020

Feature #4: Marathon-Anleitung aus erster Hand

Ronald Stoyan
Ronald Stoyan2 min Lesezeit

Haben Sie schon einmal versucht alle 110 Messier-Objekte in einer Nacht zu sehen? Das ist nur Ende März möglich. Der Messier-Marathon ist eine besondere Herausforderung - und ein Riesenspaß.

Für einen erfolgreichen Marathon ist eine gute Vorbereitung essentiell. Das gilt insbesondere für die Reihenfolge, in der die Objekte angegangen werden - denn die falsche Reihenfolge kann wertvolle Zeit kosten und man verpasst dadurch einzelne Objekte. Die Reihenfolge ist aber von der geographischen Breite abhängig. So sind bei uns überhaupt nur 108 der 110 Objekte beim Marathon erreichbar. Die meisten im Internet kursierenden Listen stammen von amerikanischen Beobachtern und gelten für Breiten um 40° Nord. Sie sind für Beobachter im deutschsprachigen Raum nutzlos oder sogar irreführend.

Mir ist es deshalb wichtig, dass der Messier-Guide maßgeschneiderte Tipps für einen Messier-Marathon vom deutschen Sprachraum enthält. In der Online-Umfrage zur Ausgestaltung des Guide hatten viele von Ihnen nochmal auf das Thema hingewiesen.

Zwar habe ich schon drei Mal einen Marathon abgehalten, dabei stand aber mein persönliches Ergebnis im Vordergrund. Es war mir deshalb wichtig, noch einmal einen "Recherche-Marathon" durchzuführen, um im Guide eine optimale praxiserprobte Reihenfolge angeben zu können.

Vergangene Nacht erlaubte das gute Wetter den Marathon zum nahezu idealen Zeitpunkt. Konform mit den Bedingungen der Ausgangssperre in Bayern führte ich den kosmischen Dauerlauf als berufliches Vorhaben sowie allein und weitab aller menschlichen Ansiedlungen durch. Im Zentrum des Interesses stand diesmal nicht mein Ergebnis, sondern die beste und eleganteste Reihenfolge für die Leserinnen und Leser des Messier-Guide.
Ich verwendete ein 15x56-Fernglas, um gleichzeitig den Feldstecher-Anblick der Messier-Objekte noch einmal miteinander vergleichen und für die Sichtbarkeits-Ampel im Buch einordnen zu können. Insgesamt schaffte ich 105 Objekte (nicht gesehen: M 74, M 69, M 70, M 55, M 30).

Mit den Ergebnissen der Nacht bin ich in der Lage, im Guide passgenaue Tipps und eine optimierte Reihenfolge zu geben - für Ihren ersten oder nächsten Messier-Marathon in hoffentlich bald wieder normalen Zeiten.

Fragen oder Kommentare? Schreiben Sie uns auf der Pinnwand!

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