Crowdfunding beendet
»Nachts im Labor« hinterfragt den wissenschaftlichen Sinn und die ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen, ohne deren Grausamkeit darzustellen. Stattdessen rücken wir den Lebenswillen, den Zusammenhalt und den Mut der Tiere in den Fokus: als Individuen mit Gefühlen und Bedürfnissen. So bietet unser Buch auf gleich mehreren Ebenen einen geeigneten Einstieg in diese so wichtige Thematik.
10.610 €
Fundingsumme
257
Unterstütz­er:innen
30.04.2022

Alles neu macht der Mai!

Marco Mehring
Marco Mehring3 min Lesezeit

Ihr Lieben!
Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, hat sich die Veröffentlichung von »Nachts im Labor« ein wenig verschoben. Durch verschiedene, plötzlich auftretende Faktoren, die ich euch hier gerne ausführlich beschreiben möchte, waren die Zahlen, mit denen wir im »Crowdfunding« kalkuliert hatten, hinfällig geworden. Wir mussten uns im Zuge dessen nach einer neuen Druckerei umschauen, die unseren Anforderungen (100% veganer Druck, d.h. mit veganen, mineralölfreien Farben & mit pflanzenbasierter Klebebindung) gerecht wurde.
Inzwischen haben wir, nach zahlreichen Anfragen, eine Druckerei gefunden, und es kann endlich los gehen:
»Nachts im Labor« wird Anfang August das Licht der Welt erblicken.

Wir bedanken uns ganz herzlich für eure Geduld!

Marco Mehring, Lena Wenz und das Team von »compassion media«

Hier die Gründe für die Verzögerung:

Papierfabrikenstreik in Finnland:
112 Tage dauerte der Streik, 180 bis 220 Millionen Euro hat er gekostet: Erst vor 4 Tagen, am 26.04.2022, wurde ein Streik bei einem Papier- und Zellstoffhersteller in Finnland beendet. Der Produktionsausfall beim Zellstoff brachte auch für andere Papierhersteller in Europa in der Folge Herausforderungen in der Rohstoffbeschaffung mit sich.

Der Krieg in der Ukraine:
Den Krieg, den auch wir natürlich mit großer Sorge und tiefem Mitgefühl für das Leid der Bevölkerung beobachten, wirkt sich auch auf die Papierversorgung aus: Sowohl Russland als auch die Ukraine haben als Rohstofflieferanten (Stärke, Holz, Zellstoff) und Produktionsstätten eine große Bedeutung. Die Einschränkungen in der Produktion bzw. Stilllegung von Werken werden die ohnehin angespannte Versorgungslage also weiter verschärfen – auch für westeuropäische Papierfabriken, die ihre Rohstoffe aus Russland beziehen. Hinzu kommt, dass erste namhafte internationale Papierhersteller angekündigt haben, ihre Zellstoff- und Papierproduktion in Russland und der Ukraine zu stoppen. Der Wegfall dieser Mengen kann durch andere Hersteller nicht aufgefangen werden, was die Versorgungslage weiter verschärft.

Energiepreise:
Die aus den Nachrichten bekannten kriegsbedingten Effekte auf die Energiepreise haben drastische Auswirkungen auf den Papiermarkt. Quasi über Nacht sehen sich die Papierhersteller weiteren massiven Energiepreiserhöhungen gegenüber. Zum großen Teil können sie die Preise nur wochenweise vereinbaren, was bereits zu sehr kurzfristigen Energiekostenzuschlägen, die nicht selten rund 30 Prozent des ursprünglichen Preises ausmachen, geführt hat. Diese Zuschläge gelten dann auch für unmittelbar zur Lieferung anstehende Aufträge. Die Alternative für viele Papierhersteller wäre die Einstellung der Produktion, die ansonsten nicht mehr wirtschaftlich dargestellt werden kann. Leider sind vereinzelte Papierfabriken diesen Weg schon gegangen.

Transportkapazitäten:
Ebenfalls eine Folge des Ukraine-Krieges ist die weitere Verknappung von Transportkapazitäten. Ukrainische und auch russische Lkw-Fahrer waren häufig als Subunternehmer auf Europas Straßen unterwegs. Es liegt auf der Hand, dass deren Ausfall angesichts der ohnehin schon knappen Kapazitäten zu weiteren Herausforderungen führt.
Die allermeisten Transporte von Zellstoff und Papier finden in der gesamten Lieferkette per Lkw statt. Die enorme Preisentwicklung beim Diesel wird zu einem weiteren Kostendruck führen.  
Vor dem Hintergrund dieser Aspekte ist eine Entspannung der Versorgungslage in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Papier wird sehr kurzfristig weitere Preissteigerungen erfahren, die vermutlich noch deutlicher ausfallen als bisher. Die Möglichkeiten einer Kompensation der Preisentwicklung sind in allen Stufen der Lieferkette mittlerweile ausgeschöpft. 

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NACHTS IM LABOR
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