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Projekte / Wissenschaft
„Öko? Logisch!“ - Was für immer mehr Menschen beim Essen gilt, soll nun auch in der historischen Forschung ankommen! Deshalb absolviere ich ab März einen fünfmonatigen Forschungsaufenthalt in Südspanien, um den Ursprung und die Entwicklung des Ökolandbaus in Andalusien zu erforschen. Archivarbeit steht ebenso auf dem Programm wie der Austausch mit Wissenschaftlern und die Durchführung von Interviews.
1.550 €
1.500 € Fundingziel
11
Fans
28
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Forschungsaufenthalt in Andalusien zum Ökolandbau

Projekt

Finanzierungszeitraum 11.01.17 15:58 Uhr - 09.02.17 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 02. März bis 01. August 2017
Fundingziel 1.500 €
Stadt Sevilla
Kategorie Wissenschaft

Worum geht es in dem Projekt?

Mein Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Geschichte des ökologischen Landbaus in Andalusien, einer Region im Süden Spaniens. Dafür werde ich von März bis August 2017 einen fünfmonatigen Forschungsaufenthalt in Andalusien durchführen. Für diese Reise freue ich mich über Deine Unterstützung!

Worum geht es in meiner Doktorarbeit?
In meiner Doktorarbeit gehe ich der Entstehung und Entwicklung des ökologischen Landbaus in Andalusien von den 1980er Jahren bis 2010 nach. Besonderes Augenmerk lege ich dabei auf die Erforschung von transnationalen Verflechtungen und von Transferprozessen. Eine solche Verflechtung besteht etwa durch länderübergreifende Kampagnen von Gewerkschaften und Verbänden. Transferprozesse betreffen beispielsweise das Verständnis von Ökolandbau, das durch eine einheitliche europäische Gesetzgebung oder auch durch Zuwanderer nach Andalusien übertragen wird. Hierbei ist es interessant zu prüfen, inwiefern diese Prozesse ein- oder wechselseitig sind.

Was passiert während des Forschungsaufenthaltes?
Ich werde jeweils sechs Wochen in Córdoba, Sevilla und Málaga verbringen sowie abschließend drei Wochen in Valencia verweilen. In Córdoba sichte ich Dokumente im Archivo Histórico de Estudios Campesinos und besuche das Archiv der Regionalzeitung Diario Córdoba. In Sevilla folge ich einer Einladung des Fachbereichs für Zeitgeschichte der Pablo de Olavide Universität. Hier besteht die Möglichkeit, mich mit Experten zur Umwelt- und Agrargeschichte Andalusiens über mein Projekt auszutauschen. Außerdem werde ich auf hilfreiche Publikationen in der Bibliothek der Consejería de Agricultura (das andalusische Landwirtschaftsministerium) zurückgreifen. In Málaga werde ich in das Archiv der Zeitung Diario Sur gehen. Darüber hinaus dient der Aufenthalt in dieser Stadt als günstige Ausgangsbasis (zentrale Lage in Andalusien) für den Besuch von Interviewpartnern (vornehmlich deutschsprachige Zuwanderer sowie andalusische Landwirte). In Valencia durchforste ich abschließend das Archiv der Sociedad Española de Agricultura Ecológica, eines Verbandes für ökologische Landwirtschaft.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Durch den Forschungsaufenthalt möchte ich zunächst einmal einen elementaren Bestandteil meiner Dissertation sicherstellen: die Beschaffung von Quellenmaterial. Dieses erhalte ich durch die Archivarbeit und das Durchführen von Interviews.

Des Weiteren ist es mein Ziel, mit der Realisierung des vorliegenden Projekts ein größeres Publikum für meine Dissertation zu begeistern und die interessierte Öffentlichkeit an meiner Forschung teilhaben zu lassen. Somit verstehe ich meine Aktivität auf Sciencestarter zugleich als Schritt in Richtung Open Science (Offene/Öffentliche Wissenschaft).

In diesem Sinne sind die Ergebnisse meines Forschungsaufenthaltes für alle von Interesse, die sich auf irgendeine Weise mit Andalusien, Ökolandbau und/oder Agrarpolitik beschäftigen. Auch historisch interessierte Konsumenten von Bio-Produkten können zu neuen und spannenden Erkenntnissen gelangen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Der Forschungsaufenthalt in Andalusien ist Teil eines innovativen Dissertationsprojektes, das Du auf diese Weise unterstützen kannst.

Die Dissertation präsentiert erstmals eine Verbindung andalusischer und spanischer Regional-, Umwelt- und Agrargeschichte in Verknüpfung mit der europäischen Agrarpolitik. Anders als in zahlreichen bestehenden Arbeiten ist dabei nicht die konventionelle Landwirtschaft, sondern der Ökolandbau zentraler Bezugspunkt der Untersuchung.

Die Produktion von Lebensmitteln betrifft uns alle! Grundsätzlich sollte die Gestaltung von Landwirtschaftspolitik auf der Erfahrung langfristiger Betrachtungen und nicht nur als Reaktion auf kurzfristige Trends erfolgen. Mein Dissertationsprojekt soll in diesem Sinne aktuelle Debatten über die Ausrichtung der EU-Agrarpolitik mit fundierten historischen Erkenntnissen bereichern, was letztlich der Allgemeinheit zugute kommt.

Leider beschäftigt sich die Geschichtswissenschaft an deutschen Universitäten so gut wie gar nicht mit spanischer Zeitgeschichte - und das trotz der historischen Verbindungen von Deutschland und Spanien, und trotz der seit mittlerweile mehreren Jahrzehnten existierenden Millionen deutscher Spanienurlauber. Als Doktorand ist es dementsprechend schwierig, eine zeitweilige Förderung, geschweige denn eine Stelle an einem Lehrstuhl zu bekommen. Durch die Unterstützung meines Projektes kannst Du somit auch einen Beitrag für den Erhalt historischer Spanienforschung leisten!

Vielleicht hast Du auch selbst Verwandte, Freunde oder Bekannte, die in Andalusien in größerem Umfang ökologische Landwirtschaft betreiben. In diesem Fall freue ich mich nicht nur über eine finanzielle Unterstützung, sondern auch über Deine Hinweise und Kontakte!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Dein Geld wird einen Teil meiner Lebenshaltungskosten vor Ort decken sowie in die Anschaffung einiger Materialien investiert.

Die derzeitige Planung sieht wie folgt aus:
- Lebenshaltungskosten: 1.250 Euro (5 x 250 Euro)
- Diktiergerät: 75 Euro
- Hand-Scanner: 100 Euro
- Visitenkarten: 30 Euro

Die anfallenden Kosten für den Transport (Flüge und Reisen innerhalb Spaniens) sowie die Unterkünfte werden mithilfe einer Förderung der Research School der Ruhr-Universität Bochum gedeckt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Ich bin Doktorand an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der spanischen Zeitgeschichte sowie europäischen und lateinamerikanischen Umweltgeschichte. Für Musik und Literatur aus Spanien kann ich mich ebenso begeistern wie für aktuelle Fragen der Umweltpolitik.

Ich habe Geschichte und Spanisch (B.A.) in Bonn sowie Geschichte (M.A.) in Münster studiert.

Neben meiner Leidenschaft für Geschichte beschäftige ich mich schon seit einigen Jahren hobbymäßig und ehrenamtlich mit Gemüseanbau.

Impressum
Andreas Jünger
Kessenicher Str. 108
53129 Bonn Deutschland

Partner

Der Forschungsaufenthalt wird unterstützt von der Research School PLUS der Ruhr-Universität Bochum.

This research stay is supported by the Ruhr University Research
School PLUS, funded by Germany’s Excellence Initiative [DFG GSC 98/3].

Kuratiert von

Sciencestarter

Sciencestarter ist die deutschsprachige Crowdfunding-Community für die Wissenschaft. Gegründet wurde Sciencestarter von Wissenschaft im Dialog (WiD) im Herbst 2012, um kleineren wissenschaftlichen Projekten eine schnelle und einfache Umsetzung zu ermöglichen und gleichzeitig den Austausch zwis...

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