Crowdfunding beendet
Unser Pleta Geschirr steckt in Nepal fest. Im letzten Jahr konnten wir alle unsere 13 Arbeitsplätze in Nepal sichern und weiter plastikfrei produzieren. Doch der Transport eines Containers kostet pandemiebedingt nun 3 Mal so viel als zuvor. Das können wir nur mit Dir gemeinsam stemmen. Komm mit an Board.
9.741 €
Fundingsumme
176
Unterstütz­er:innen
Michael Schmidt
Michael Schmidt Projektberatung "Eindrucksvoll wie hier die Kraft der Crowd sichtbar wurde."
24.11.2021

Die Situation in Nepal...

Fynn Kawe
Fynn Kawe3 min Lesezeit

... Erdbeben
Am 25. April 2015 - heute vor 2.405 Tagen - erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala, das schwerste Erdbeben in 80 Jahren, Nepal. Fast 9.000 Menschen starben, 20.000 Menschen wurden verletzt, 800.000 Gebäude, darunter unzählige Kulturgüter, stürzten zusammen und die Infrastruktur wurden Teils schwer beschädigt. Am 12. Mai 2015 folgte dann das stärkste Nachbeben, welches eine Stärke von 7,2 erreichte, und das mindestens 150 weitere Todesopfer forderte. Das Erdbeben leitete eine zwei Jahre andauernde humanitäre Katastrophe ein, die am 23 September 2015 durch ein Indisches Embargo* verschärft wurde. Von den 300 Tankwagen, die täglich die indisch-nepalesisch Grenze passieren, kam nur noch eine Handvoll durch. Dies verursachte eine Kraftstoffkrise, die den Wiederaufbau verzögerte und die bereits vom Erdbeben geschwächte Wirtschaft weiter in den Ruin trieb. Zum Höhepunkt der humanitären Krise verfügten 43% der urbanen Bevölkerung nicht einmal mehr über eine vernünftige Toilette. Am 30. November 2015 warnte UNICEF davor, dass mehr als 3.000.000 Kinder unter 5 Jahren akut durch einen harten Winter, Lebensmittel-, Medizin-, Impfstoff- und Treibstoffknappheit gefährdet sind. Die genaue Zahl der Kinder (u5), die im Winter 2015/2016 auf Grund der humanitären Katastrophe ums Leben kamen ist nicht bekannt, jedoch starben im Winter des Vorjahrs, als die Versorgung noch stabiler war, bereits 5.000 Kinder an einer Lungenentzündung. Zudem leiden durch das Erdbeben 2,8 Millionen Nepalesen —10% der Gesamtbevölkerung— an Wasserknappheit und das in ein Land das über so große Frischwasser Mengen verfügt, dass es zum Spielball zwischen seinen mächtigen Nachbarn Indien und der Volksrepublik China geworden ist. Nepal hatte sich noch nicht von den Erdbeben erholt als die Corona-Pandemie begann. Folge unserem Block um unseren Post zur Coronalage in Nepal nicht zu verpassen.

*Die indische Regierung begründete das Embargo mit der angeblichen Unfähigkeit der Nepalesischen Regierung den verschiedenen Volksgruppen gerecht zu werden und insbesondere die Unabhängigkeit der Madhesi Region zu blockieren. Die nepalesische Regierung hat dies vehement bestritten und seinerseits Indien vorgeworfen Einfluss auf Nepals Außenpolitik zu nehmen, und als Vergeltung für Verhandlungen und Einigungen mit der Chinesischen Führung.

... Corona
Dem Internationale Politik und Gesellschaft Journal zufolge wurde „Kaum ein Land weltweit […] von der Pandemie so stark getroffen wie Nepal.“ Viele Erkrankte haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, ein Problem, das durch die jährliche Monsumzeit, die von Mitte-Ende Mai bis Mitte September anhält, noch verschärft wird. Nepal hat seit dem 27. Januar 2021 Impfstofflieferungen von COVAX und seinen zwei mächtigen Nachbarn Indien und der Volksrepublik China, die um Einfluss in Nepals ringen, erhalten. Die Verteilung der Impfstoffe stellt Nepal jedoch vor große Herausforderungen, da viele Dörfer abgelegen liegen, über Straßen nur schwer erreichbar sind und die Kühlkette nicht sichergestellt werden kann. Zudem haben viele Dörfer kaum Zugang zu Nachrichten und können somit nur schwer über Impfkampagnen und Verhaltensregeln informiert werden. Aus diesem Grund sind bisher erst 1/4 aller Nepalesen vollständig gegen Corona geimpft (John Hopkins University, 2021). Mehr als 800.000 Nepalesen sind bisher bestätigt an Corona erkrankt und ca. 11.500 gestorben wobei die Dunkelziffer deutlich höher sein dürfte. Auch unsere Arbeiter*innen sind sind nicht verschont geblieben und sind zum Teil an COVID-19 erkrankt. Zum Glück hatten unsere Mitarbeiter*innen keine schweren Verläufe und haben sich weitestgehend erholt.

27.12.2021

Danke

Laura Schwenk
Laura Schwenk1 min Lesezeit
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