Crowdfunding beendet
Eine schwere politische und wirtschaftliche Krise hat Brasilien erschüttert und ermöglicht, dass rechtsextreme Politiker die Macht übernehmen. Nun werden Aktivisten ermordet und Minderheiten müssen um ihr Leben fürchten. Mit der Kraft ihrer Stimmen kämpfen Musikerinnen gegen Unterdrückung und für die Demokratie ihres Landes. Mit mutigen Frauen und ihrer kraftvollen Musik zeigt Portraits of Resistance die Realität eines politisch geteilten Landes und den Beginn einer feministischen Revolution.
2.803 €
Fundingsumme
57
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 Portraits of Resistance - Dokumentarfilm
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 10.03.20 21:30 Uhr - 16.06.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.07.2020 - 15.08.2020
Startlevel 2.500 €

Mit dem ersten Ziel möchten wir einen Teil der Reisekosten für unser Team finanzieren und anfallende Technikkosten decken.

Kategorie Film / Video
Stadt Berlin

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Worum geht es in dem Projekt?

Brasilien erlebt seit der Wirtschaftskrise 2014 eine Rückkehr in reaktionäre und konservative Ideologien. Freiheit und Kultur sind massiv eingeschränkt und AktivistInnen werden verfolgt und sogar ermordet.

Portraits of Resistance erzählt durch sensible Beobachtungen der Protagonisten und durch die Untersuchung der politischen Rolle von Musik, wie sich Musikerinnen mit ihrer Arbeit gegen diese Unterdrückung in der brasilianischen Gesellschaft wehren. Musik spielt eine große Rolle in der Ermutigung und Aufklärung der Frauen Brasiliens, die außerhalb der Mainstream Medien nicht viele Möglichkeiten haben sich zu informieren. Vor allem in den Favelas, wo Funkmusik und Rap sehr populär sind, sind Sängerinnen große Vorbilder und haben dadurch die Möglichkeit, Frauen über ihrer Rechte zu informieren, über häusliche Gewalt aufzuklären und in einem offener Raum über Sexualität zu reden.

Durch Archivmaterial und spannende Gespräche mit ProfessorInnen und ExpertInnen, erfahren wir wie Musik schon immer in der Geschichte der brasilianischen Demokratie präsent gewesen ist. Seit der Zeit der Kolonialisierung war Musik eine wichtige Waffe in dem Kampf für soziale Rechte, zum Beispiel beim Capoeira und der Samba Musik. Dann, während der Militärdiktatur von 1964, wurden viele Künstler und Künstlerinnen, die dem Regime gegenüber kritisch waren, gefoltert und ermordet.

Heute, im Jahr 2020, erlebt das Land eine Rückkehr in die dunklen Zeiten von Zensur und Populismus. Der Kullturminister zitiert in einem Video über sein Projekt für die Kulturförderung des Landes sogar den Nationalsozialisten und engen Vertrauten Adolf Hilters, Joseph Goebbels.

In den letzen drei Jahren wurden dutzende Werke zensiert, weil sie Themen wie Sexualität, Religion, Gender, Feminismus oder Kritik am Staat thematisiert haben. Weiterhin steht Brasilien heute an Platz vier, wenn es um die Ermordung von Menschenrechts-AktivistInnen geht. Dazu zählt die Stadträtin Marielle Franco, die, weil sie eine starke Verteidigerin von Menschenrechten und Minderheiten war, vor einem Jahr in Rio de Janeiro mit vier Kopfschüssen niedergestreckt wurde. Zwei der porträtierten Musikerinnen im Film waren ihre enge Freundinen und werden selber ständig bedroht.

Durch das Porträtieren der starken und ambitionierten Musikerinnen wollen wir den unterdrückten Menschen in Brasilien ein Gesicht geben. Die Portraits sollen die Schwierigkeiten von Frauen illustrieren, die in einer Gesellschaft leben, die sie ständig einschränkt und ihrer Menschenrechte beraubt. Ihre Geschichten warnen vor den Gefahren rechtsradikaler Regierungen und sensibilisieren uns, sich gegen Hasspredigten zu engagieren. Wir begleiten die Künstlerinnen bei ihren Auftritten, ihren politischen Aktionen & Konflikte und auch in ihrem Alltag mit Freunden und Familie. Wir erleben ihre Ängste und lassen uns durch ihre Musik und ihren Widerstand inspirieren.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir möchten Portraits of Resistance weltweit präsentieren und dafür mit NGOs & Kulturorganisationen Screenings organisieren. Wir nutzen jegliche Art der Veröffentlichung: Im Internet und als Teil einer Festival- oder Kurzfilmkompilation. Außerdem werden wir den Film in einem Fernsehprogramm platzieren. Dabei ist uns vor Allem der Schwerpunkt Brasilien wichtig, wo wir den Film in vielen Städten zeigen werden.
Unsere Zielgruppe sind nicht nur das Publikum mit Interesse an Politik und Frauenrechten, sondern auch die Menschen, die nicht so einfach in Kontakt mit politischen Medien kommen. Vor Allem die Gruppen, welche dringend Unterstützung brauchen um ihre eigene Stimme zu finden. Sie werden sehen, dass es sich immer lohnt, gegen Intoleranz und Gewalt zu widerstehen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Brasiliens politische Situation ist klar: Menschen werden unterdrückt und besonders Frauen erleben täglich Sexismus und Ausgrenzung. Dazu kommen Rassismus, Homophobie und Zensur. Wer nicht in das System passt, wird entbehrlich.

Die Frauen, die jeden Tag in dieser Realität leben, finden keine Möglichkeit sich frei zu äußern oder ihrer Situation zu entkommen. Was bleibt ist Furcht. Doch es gibt Ausnahmen, denn einige mutige Brasilianerinnen kämpfen mit ihrer Musik gegen die Unterdrückung und lassen sich nicht durch Morddrohungen oder Gewalt aufhalten.
Diesen Frauen wollen wir eine Stimme geben. Sei es über die große Leinwand oder den Smartphone-Bildschirm, Filme informieren und inspirieren. Gerade heute, in Zeiten von Populismus und Ausgrenzung, spüren wir die Verantwortung, dem Protest der Musikerinnen Ausdruck zu verleihen.

Mit deiner Unterstützung werden ihre Geschichten gehört. Werde Teil des Widerstands!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Bei einer erfolgreicher Finanzierung haben wir die Möglichkeit, unseren Film zu realisieren, indem wir für den Dreh nach Brasilien fliegen und die Postproduktion danach in Deutschland umsetzen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Regisseurin & Produzentin
Luiza Quintanilha, Filmemacherin in Leipzig & Berlin. Geboren 1997 in Rio.

Produzent & Kamera
Ferdinand Kowalke, Filmemacher in Leipzig, Kassel & Berlin. Geboren 1989 in Oberhausen.

Produktionsleiterin
Naimmy Runge, Cultural Producer und Illustratorin in Berlin. Geboren 1996 in Rio de Janeiro.

Ton
Beryl Kappelmann, Künstlerin und Medien Studentin. Geboren 1996 in Tanheim.

Sound Design
Alma Weber, Filmemacherin und Animatorin. Geboren 1988 in Weimar.

Die Musikerinnen:

Bia Ferreira

Doralyce

Virótica

Elisa Lucinda

...und noch mehr. Wir aktualisieren diese Liste regelmäßig, deswegen kannst du uns für Updates auf Instagram oder Facebook folgen - @portraits_of_resistance

Projektupdates

15.06.21 - Dear friends, family and supporters, after a...

Dear friends, family and supporters,

after a long time of wait because of the Corona crises, we are happy and hopeful about the end of this year. We expect to be able to fly to Brazil till then and make our film happen.
A big part of our team is already vaccinated and we hope that Brasil soon also sees better times.

Thank you for your patience and support! Soon we can make this project come to life!

Stay safe,
the film team

06.04.20 - Liebe(r) Unterstützer(in), wir freuen uns...

Liebe(r) Unterstützer(in), wir freuen uns sehr über ihre Unterstützung, trotz der komplizierten Lage. Aufgrund der Corona-Krise müssen auch wir uns anpassen und mit der Produktion anders umgehen als ursprünglich geplant. So wird unsere Startnext-Kampagne bald verlängert werden.Das Projekt hört nicht auf! Wir arbeiten felißig an der Vorproduktion und die Situation in Brasilien wird wegen der Corona-Krise nur schlimmer. Auf Instagram posten wir Artikeln & News @portraitsofresistancefilm

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Portraits of Resistance - Dokumentarfilm
www.startnext.com

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