Projekte / Umwelt
Um der Household Air Pollution (HAP) und der Regenwaldabholzung entgegenzuwirken hat RecyCoal ein nachhaltiges Konzept entwickelt, indem Kohle aus kommunalen Abfällen hergestellt wird. So werden die bestehenden gesundheitlichen und ökologischen Probleme reduziert und den Betroffenen eine neue Chance auf ein besseres Leben gegeben.
976 €
850 € Fundingziel
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28
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Projekt erfolgreich

Projekt

Finanzierungszeitraum 07.06.18 18:52 Uhr - 15.07.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.06.18 - 14.07.18
Fundingziel erreicht 850 €
10 Tonnen = 500€; Materialtransport = 50€; Biomasse = 30€; 60 Flexscheiben = 90€; Arbeitshandschuhe = 15€; Workshops = 159€; 3 Schutzbrillen = 6€
Kategorie Umwelt

Worum geht es in dem Projekt?

Mehr als drei Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Weltbevölkerung – kochen mit festen Brennstoffen und Holz gilt als der wichtigste. Trotz zahlreicher Verbote der Rodung zur Brennholzgewinnung werden jährlich fast drei Millionen Hektar des bedrohten Regenwalds in Afrika abgeholzt. Die Folgen sind Wüstenbildung, Erosion und Verlust der Artenvielfalt.

Zusätzlich gilt das Kochen mit Holz innerhalb des Hauses als eine der Hauptursachen für schwere und tödliche Atemwegserkrankungen. Laut WHO stirbt alle acht Sekunden ein Mensch an den Folgen dieser vermeidbaren Rauchbelastung. Insbesondere Frauen und Kinder sind gefährdet, eine Stunde im Dunst des Kochfeuers entspricht dem Rauch von 400 Zigaretten. Umso schlimmer ist es, dass Familien trotzdem ein Drittel ihres Monatseinkommens für die Brennstoffe ausgeben müssen. Geld, welches ansonsten für Bildung oder zur Verbesserung ihres Lebensstandards ausgegeben werden könnte.
RecyCoal hat sich diesem Problem gewidmet.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel von RecyCoal ist die Herstellung eines in Relation zur konventionellen Holzkohle günstigeren Substituts, welches durch Pyrolyse von ungenutzter Biomasse gewonnen wird. Bei diesem Ansatz werden die meisten Schadstoffe bereits während des Pyrolyseprozesses eliminiert, wodurch bei der anschließenden Verwendung der RecyCoal-Kohle weniger toxische Rauchgase entstehen. Wir haben ein nachhaltiges Konzept zur Lösung der obengenannten Probleme entwickelt, indem wir Kohle aus kommunalen Abfällen herstellen. Durch die Verwendung dieses alternativen Brennstoffes können die bestehenden gesundheitlichen und ökologischen Schäden reduziert werden.

Neben den gesundheitlichen und ökologischen Vorteilen bietet RecyCoal zudem die Möglichkeit, ein zusätzliches Einkommen durch den Verkauf der hergestellten Briketts zu generieren. Dazu ist nur ein niedriges Investitionsvolumen notwendig, die Amortisationsdauer beträgt lediglich einen Monat. Die Kosten für die Anfangsausstattung setzen sich aus den Preisen für ein Ölfass, eine Brikettpresse und einen Nachbrenner zusammen. Auch die laufenden Kosten für die benötigte Biomasse, das Bindemittel sowie die Verpackung und den Transport sind vergleichsweise niedrig. Daher lassen sich die hergestellten Briketts zu einem geringeren Preis als die herkömmliche Holzkohle verkaufen und stellen aus ökonomischer Sicht ebenfalls eine attraktive Alternative dar.

Zielgruppe sind sogenannte „Farmers´ Cooperatives“: Zusammenschlüsse mehrerer Kleinbauern unter der Leitung eines Vorstands, in denen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Hier ist die zentrale Produktions- und Vertriebsstelle unseres Unternehmens. Wir bilden die Kooperativen darin aus, unser Pyrolysesystem zu fertigen und zu betreiben. Sie kaufen das Material von den bereits zusammenarbeitenden Kleinbauern an, pyrolysieren es und verkaufen die produzierte Kohle dann auf dem lokalen Markt. So profitieren aufgrund von finanzieller Stabilität und einer gesünderen Alternative zu Brennholz am Ende sowohl die Kleinbauern, deren Familien und die Farmers' Cooperatives von unserem System.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Household Air Pollution ist ein weltweites Problem, dem leider wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Oftmals wird über stark medienprominente Krankheiten wie HIV berichtet und HAP rückt in den Hintergrund, obwohl die Mortalitätsrate hier um ein Vielfaches größer ist.
Wir wollen diesem Problem entgegenwirken und mit RecyCoal möglichst viele Leute erreichen. Das Geschäftsmodell ist zudem leicht skalierbar, indem die Anfangsausstattung um weitere Ölfässer oder einen professionellen Abfall-Schredder ergänzt wird. Auch eine Expansion in weitere Regionen ist möglich, dank der einfach anzupassenden Produktionsbedingungen und die Vielzahl an möglichen nutzbaren Rohmaterialien. Dazu stellen wir ein Handbuch bereit, welches sowohl das nötige technische Know-How als auch das grundlegende ökonomische Wissen vermittelt.
Für diese Anfangsinvestition und die erste Implementierung in Kigali, Ruanda brauchen wir Ihre Unterstützung.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wenn wir es schaffen die finanziellen Mittel so zu akquirieren, wie wir es uns vorstellen, könnten wir noch diesen Sommer unser Geschäftsmodell final implementieren und den ersten Menschen in Kigali helfen.
Das Geld würde zum einen für Kosten, die beim Bau des Pyrolysesystems anfallen, benutzt werden. Dies beinhaltet z.B. Werkzeuge, Stahlfässer, Schrauben und Sicherheitsausrüstung. Zum anderen benötigt das Team vor Ort Geld, um z.B. Transportkosten zu den einzelnen Farmers' Cooperatives zu decken oder für eine Unterkunft in Kigali.

Wer steht hinter dem Projekt?

RecyCoal besteht aus 10 motivierten Studierenden der RWTH Aachen. Da die Studiengänge der Mitglieder von Elektrotechnik über Maschinenbau bis hin zu Biotechnologie reichen, ist das Team interdisziplinär aufgestellt. Dies ermöglicht uns immer wieder Diskussionen mit Input aus unterschiedlichen Perspektiven.

Impressum
Enactus Aachen e.V.
Stephan Saß
Kackertstr. 7
52072 Aachen Deutschland

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