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Projekte / Bildung
Zwischen Verfolgung und Selbstbehauptung
Wir brauchen eure Unterstützung für die Herausgabe eines Sammelbands zur Geschichte der Schwulen und Lesben im Ruhrgebiet, ein Projekt von Dr. Frank Ahland und des Arbeitskreises Schwule Geschichte Dortmunds im SLADO, unterstützt vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher. Das Buch wird von Frank Ahland herausgegeben und enthält 13 Beiträge unterschiedlicher Autorinnen/Autoren.
Dortmund
1.985 €
1.600 € Fundingziel
22
Fans
39
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Zwischen Verfolgung und Selbstbehauptung

Projekt

Finanzierungszeitraum 29.06.16 12:46 Uhr - 19.09.16 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum bis Herbst 2016
Fundingziel 1.600 €
Stadt Dortmund
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

Nach jüngsten Erkenntnissen wurden in den Jahren 1933 bis 1945 rund 600 Männer mit dem dem Vorwurf, gegen § 175 RStGB verstoßen zu haben, in das Dortmunder Polizeigefängnis Steinwache eingeliefert. Obwohl die Haftbücher der Forschung seit Jahrzehnten zur Verfügung standen, blieb die Tatsache bisher unbeachtet. Die Geschichte der Homosexuellen und der Homosexualität an der Ruhr ist noch immer ungeschrieben. Weder gibt es eine Darstellung für die Gesamtregion, noch liegen Studien auf lokaler Ebene vor. Wobei die Kenntnis dieser Geschichte selbst unter Lesben und Schwulen nur gering ist.

Erstmals trafen sich daher zwölf Wissenschaftler_innen und dem Thema verbundene Personen auf Einladung des Arbeitskreises Schwule Geschichte Dortmunds im SLADO und des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher im November 2015 in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Dortmund. Sie berichteten über ihre Forschungsprojekte, über Gespräche mit Zeitzeugen und ihr ehrenamtliches Engagement.

Der zeitliche Bogen reicht von einem feministischen, lesbian-like lebenden Netzwerk um 1900 bis zu den Diskursen über Körper und Männlichkeit in der Zeitschrift Rosa Zone in den 1990er Jahren. Thematisch befassen sich die Beiträge neben solchen Formen der Selbstbehauptung nicht zuletzt mit Ausgrenzung und Verfolgung vom Nationalsozialismus bis hinein in die Bundesrepublik und mit dem Gedenken und dem Erinnern daran. Dabei werden die Pläne zur Neugestaltung der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache erörtert, aber auch die auf männliche Opfer orientierte Gedenkpraxis feministisch hinterfragt.

Der Tagungsband bildet die Vielzahl der Beiträge ab und möchte, ebenso wie die Tagung, Impuls und Initiativgeber für eine verstärkte Hinwendung zu einem der weißen Flecken innerhalb der Forschungslandschaft des Ruhrgebiets sein. Auch wenn sich seit der endgültigen Aufhebung des § 175 im Jahr 1994 vieles zum Positiven verändert hat, ist der Forschungsbedarf mit Bezug zur Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität nach wie vor groß.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel ist es, die Ergebnisse der Fachtagung vom Herbst 2015 in Buchform einem breiteren Publikum zur Verfügung zu stellen. Zielgruppe sind alle, die meinen, dass die Geschichte Diskriminierter erforscht und dargestellt werden soll.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Zur Geschichte der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität gibt es immer noch zu wenige Publikationen. Die vorliegenden Aufsätze erforschen schwul-lesbische Lebenswelten im Ruhrgebiet von 1900 bis in die 1990er Jahre. In dieser Bandbreite ist das bislang einmalig. Nur für wenige andere deutsche Regionen liegen vergleichbare Studien vor. Mit der Unterstützung sorgt ihr für mehr Sichtbarkeit einer Minderheit. Ihr tragt mit dazu bei, dass bekannt wird, wie sehr Schwule und Lesben über lange Zeit verfolgt und diskriminiert worden sind. Erst durch den historischen Blick erfahren wir: Wo stehen wir heute, was haben wir erreicht, wo wollen wir vielleicht noch hin?

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld soll verwendet werden für:
- Grafik und Bildbearbeitung
- Druckkosten für eine Auflage von 1000 Exemplaren
- Verschenken des Buches an ausgewählte öffentliche Bibliotheken (100 Exemplare + Porto)

Wer steht hinter dem Projekt?

Dr. Frank Ahland und der Arbeitskreis Schwule Geschichte Dortmunds im SLADO. Die Tagung kam zustande mit Unterstützung von: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher, Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW, Schwules Netzwerk NRW, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und dem Lesben- und Schwulenzentrum Dortmund. Der Sammelband soll im Berliner Vergangenheitsverlag erscheinen, der bereits einen Großteil der Kosten für das Buchprojekt selbst trägt.

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