Steam Noir: Revolution
„Steam Noir: Revolution" ist ein Kartenspiel von Daniel Danzer, illustriert von Felix Mertikat, Schöpfer der Comicbook-Serie "Steam Noir - Das Kupferherz", in dessen Steampunk-Welt das Spiel angesiedelt ist. Wir möchten Spielern, Comic-Fans und Steampunks das Spiel in einer Ausgabe verfügbar machen, die genauso wird, wie wir sie uns vorstellen.
19.275 €
7.000 € Fundingziel
457
Unterstützer*innen
Projekterfolgreich
22.04.2013

Hannover spielt! - Bericht

Daniel Danzer
Daniel Danzer4 min Lesezeit

Oben Bojan und Jessica - Session Report s.u.

Kurz: Es war super. Mehr Fotos auf Facebook: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.445901242153189.1073741825.404423879634259&type=1

Am Freitag kam ich in Hannover an, checkte im Hotel ein und begab mich gleich mal auf Laden-Cruising: Comix ist ja legendär - und man sollte vorher abgezähltes Geld mitnehmen sowie seine Kreditkarte vergessen, damit man nicht total blank, aber mit vollen Taschen wieder rauskommt. Total nette Leute, und ein "Malcolm Max" für mich.
http://www.comix-hannover.de/

Fantasy-In war der zweite Stop - hier schlägt das (Rollen-)Spielerherz höher. Miniaturen aller möglichen Tabletop-Systeme, Brettspiele, im Keller johlende Kids beim Kartenspielturnier ... ein paar schöööne Angebote (Originalversion "Glory to Rome" für 10 Öcken!).
http://www.fantasy-in.de/ladenlokal-in-hannover/shop/f552.html

Nun direkt zur Bürgerschule Nordstadt - in direkter Nachbarschaft zu einem ehemals besetzten, nun rechtmäßig bewohnten Haus mit der schönen Aufschrift "Die Revolution ist großartig; Alles andere ist Quark." Das alte Backsteingebäude (Baujahr 1885) bietet viel Raum für jede Art Alternativkultur - dieses Wochenende alles, was spielt.
Der Abend begann mit Daniel Stankes herrlich verschrobener "Rede" zum 20. Jubeläum der Veranstaltung. Die Öffnung des zunächst reinen Rollenspiel-Events hin zu Brett- und Kartenspielen fand quasi parallel auch beim Haupt-Unterstützer der Veranstaltung, dem Pegasus-Spieleverlag statt, der ebenfalls 20-jähriges feiert.
Büffet war super - und viele supernette Menschen unterwegs. Schöner Plausch mit Andreas und Michael von Pegasus sowie Laura von den "Kleinen Helden" (ebenfalls hier auf startnext unterwegs).

The next day
Tja, jetzt war Tisch suchen dran, dann aufbauen, ein paar Fotos schießen, und vor allem am Stehtisch vielen Leuten "Steam Noir: Revolution" erklären, demonstrieren, und spielen. Es strömten die Massen ins Haus, verteilten sich aber recht homogen in das Dutzend Räume, viele waren für spezielle Rollenspiele eingetragen, und so war im großen Brett- und Kartenspiel-Raum nicht die ganze Zeit die totale Überfüllung. Außer Pegasus waren die Promoter für Abacus, Eggert und PD Games da sowie Malte Kiesel vom Spieltraum Osnabrück mit gefühlten 2000 Spielen. Von "Bohnanza" über Brügge" bis "Here I Stand" - ein "Hanabi" musste ich sofort mitgehen lassen. Malte und auch Andreas ließen sich "Steam Noir: Revolution" genauer erklären, ebenso wie Björn K. aus H. und viele viele mehr.
Super spannend und witzig war die Partie mit Ray und seiner Frau, die ganz aus dem Bauch spielte (und klar siegte). Hier Rays Bericht in seinem Blog - mit einem schönen Pitch des Spiels:
http://www.rayreviewsgames.com/2013/04/hannover-spielt-2013.html
Abends um halb zehn dann Abfahrt - da ging dann erst die Abend-Session los, gefolgt von der Nachtsession ... wer kann, sollte das Wochenende nix anderes tun als dort mitzumischen, ich musste abends noch nach Göttingen und tags drauf nach Hause.

Besondere Partie:
Jessica und Bojan kennen sich gut (den genauen Beziehungsstatus habe ich nicht gefragt ;-) ), daher kam der kommunikative Aspekt sehr stark zum Tragen. Ich als drittrer Spieler hatte da meine liebe Not, denn die Absprachen waren schon sehr offen. "Wen hast du? Studenten?" "Nö, gar nicht, hast du Arbeiter?" "Ja, aber brauchen wir das gerade" "Ich finde schon". "Okay, Arbeiter". Gleich im ersten Monat fand aber auch eine Kaiserkarte ihren Weg zur Wertung, und mein Kalendarischer Orden tat sich etwas schwer. Im zweiten Monat mutmaßten sie, ich müsste die Suffragetten als Siegergruppe haben (ich hatte sie als zeitweilige Unterstützung), und meine Reaktion bestätigte ihren Verdacht. Ich hatte zu dem Zeitpunkt 11, die anderen beiden 13 und 15 zusätzliche Punkte. Die Suffragetten lagen zwar etwas hinten, aber alle Fraktionen hatten schon Punkte gemacht. Es war wahrscheinlich, dass keiner der beiden die Suffragetten als Sieger hatte - ich entschied mich, fortan als Verräter zu spielen. Eine zweite Kaiserkarte ging am Ende des Monats noch zur Wertung (siehe Foto oben) - er lag jetzt bei 22. Sofort schrillten bei den beiden die Alarmglocken - jetzt galt es, die Suffragetten nach vorne zu bringen, damit ich damit aufhörte! Also sprachen sie sich darüber ab, und ich versuchte, meine Handkarten zu optimieren. Was leider nicht wirklich gelang. Gerade gut genug, dass ich das typische Phänomen des dritten Monats für mich nutzen konnte, dass nämlich die beiden natürlich am Ende schon für sich alleine spielen mussten, und die Koalitionen endeten. So gelang es mir, den Kaiser noch zwei Wochen siegen zu lasen - einmal bei Gleichstand und mit Hilfe der unbedingt gegen Bojan agieren müssenden Jessica. Da nun beide die Suffragetten als Zeitweilige Unterstützung hatten, bekamen beide 3 Punkte - und am Ende war die Überraschung, dass ich den Kalendarischen Orden hatte, nicht schlecht. Ergebnis: Kaiser 44, Arbeiter ebenfalls 44, Studenten (Bojan) 33, Kalendarischer Orden 24. Die beiden anderen Fraktionen blieben unberücksichtigt, der Kaiser gewinnt schlägt bei unentschieden die Revolution nieder - ein hauchdünner Sieg meines Opportunismus! Mit 24 Punkten letzter zu sein habe ich auch noch nie erlebt, glaube ich.
Eine super spannende Partie!

Fazit: "Hannover spielt!" war ein sehr schönes "Raus aus dem Alltagsgeschäft"-Erlebnis. Jetzt geht es wieder mit Normalarbeit sowie Regellayout, Übersetzung, etc. pp weiter.

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