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Projekte / Journalismus
Informationsportal ├╝ber rechte Kundgebungen
"Reportagen und Liveticker von dort, wo es brennt. Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" lautet unsere Beschreibung auf Twitter. Als wir im M├Ąrz 2015 unser Projekt starteten, hatten wir keine Ahnung, zu was es sich ein halbes Jahr sp├Ąter entwickeln sollte. Wir twitterten von fremdenfeindlichen Kundgebungen in Dresden, Bautzen, G├Ârlitz und Freital. Im August erreichten wir mit unseren Tweets aus Heidenau drei Millionen Menschen. Jetzt wollen wir gemeinsam mit Euch Stra├čengezwitscher ausbauen.
4.130 ÔéČ
3.000 ÔéČ Fundingziel
47
Fans
114
Unterst├╝tzer
Projekt erfolgreich
 Informationsportal ├╝ber rechte Kundgebungen

Projekt

Finanzierungszeitraum 17.12.15 15:55 Uhr - 18.02.16 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 2 Monate nach Crowdfunding
Fundingziel 3.000 ÔéČ
Stadt Dresden
Kategorie Journalismus

Worum geht es in dem Projekt?

Zuletzt gab es jede Woche bis zu 30 rechte Versammlungen in Sachsen. Die Gefahr wird gr├Â├čer, dass immer mehr rechte Demos ohne Beobachtung bleiben. Dabei gibt es viele Twitter-Nutzer, auch au├čerhalb von gr├Â├čeren St├Ądten, die auf rechte Umtriebe aufmerksam machen wollen. Doch oft fehlt die Aufmerksamkeit f├╝r ihre Tweets, fehlt ein Netzwerk, das die Beobachtung koordiniert. Wir wollen genau hier ansetzen. Mit unserer gr├Â├čer werdenden Reichweite, unseren Kontakten, unserem Vorwissen.

Mit unserem neuen Projekt wollen wir eine Plattform schaffen, auf der sachsenweit alle Informationen zu rechten (Facebook-)Seiten und zu Asyl-Kundgebungen gesammelt werden ÔÇô und nat├╝rlich deren Gegenaktionen. Auf dieser Plattform wollen wir Informationen zu den jeweiligen Aktionen ver├Âffentlichen. Twitter-Nutzer k├Ânnen sich dann in Absprache mit uns als Reporter eintragen, um vor Ort zu berichten. Gemeinsam mit Euch wollen wir auf dieser Plattform also alle Informationen ├╝ber rechte Aktionen in Sachsen b├╝ndeln. Wir wollen gemeinsam die Ausma├če der Fremdenfeindlichkeit in Sachsen begreifen, so genau wie m├Âglich beobachten und m├Âglichst viele Leute dar├╝ber informieren.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Einerseits soll die Plattform Informationen und Anhaltspunkte zu weiteren Recherchen liefern. Um etwas gegen rechte Proteste zu tun, m├╝ssen wir zun├Ąchst einmal wissen, wo sich die Rechten organisieren. Andererseits wollen wir mit Eurer Hilfe und mit der Hilfe aktiver Twitter-Nutzer eine m├Âglichst umfassende Berichterstattung auf die Beine stellen. Eine Berichterstattung mit journalistischem Anspruch von m├Âglichst vielen Anti-Asyl-Aktionen in Sachsen. Die Plattform soll nicht nur interessierten B├╝rgern dienen, sondern auch eine Anlaufstelle sein f├╝r Medien, die ├╝ber die Situation in Sachsen berichten wollen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterst├╝tzen?

"Mit einer Abschlusskundgebung endete diese Versammlung kurz vor 20 Uhr st├Ârungsfrei." So beschrieb die Polizei G├Ârlitz eine Demo am 14. November, zu der eine rechte Facebook-Seite aufgerufen hatte. Wir hatten einen Angriff mit Pyrotechnik im Video auf Twitter dokumentiert. Die Polizei ignorierte diesen Vorfall, in anderen Medien wurde der Angriff nur in einem Nebensatz erw├Ąhnt.

Im Dresdner Stadtteil Laubegast versammelten sich im November fast t├Ąglich unangemeldet Menschen vor einer geplanten Fl├╝chtlingsunterkunft, um gegen den Bezug zu protestieren. Darunter waren auch Kameradschaftler. Die Polizei bezeichnete die Demonstrationen als Ansammlungen ÔÇô und verzichtete auf eine st├Ąrkere Pr├Ąsenz vor Ort. Als sp├Ąter ein 18-j├Ąhriger Twitter-Nutzer angegriffen wurde, berichteten die regionalen Medien nur sehr eingeschr├Ąnkt dar├╝ber. Ein weiterer Fall f├╝r Stra├čengezwitscher.

W├Ąhrend des PEGIDA-Jahrestages am 19. Oktobergriffen Rechtsradikale die Polizei und Gegendemonstranten an. Wir filmten und fotografierten die Angriffe und informierten Tausende ├╝ber Twitter. Sp├Ąter konnten wir zeigen, dass der Polizeibericht auch hier gro├če L├╝cken hatte.

Die Beispiele zeigen: Ohne uns w├╝rden viele Angriffe und Aktionen der Rechten nicht an die ├ľffentlichkeit kommen. Mit Eurer Unterst├╝tzung und ├╝ber dieses Crowdfunding bauen wir nun eine Plattform auf, die unsere Berichterstattung professionalisiert. Wir schaffen einen Ort, an dem wir gemeinsam mit Euch die Rechten im Blick behalten k├Ânnen. An dem wir Informationen sammeln, filtern, ordnen und zuverl├Ąssig an ein gr├Â├čeres Publikum weitergeben.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das gesammelte Geld flie├čt in den Aufbau des Portals: Programmierung, Layout und die Kosten f├╝r das Hosting.

Wer steht hinter dem Projekt?

Alexej Hock (26) und Johannes Filous (27) haben das Projekt im M├Ąrz 2015 gegr├╝ndet. Als Stra├čengezwitscher anfing, sa├č Alexej bereits an seiner Diplomarbeit an der TU Dresden. Nach der Endphase im August, als er gef├╝hlt die H├Ąlfte der Zeit aus Heidenau und Dresden berichtete und in der anderen H├Ąlfte am Schreibtisch sa├č, ist Alexej nun in Berlin und sammelt weitere journalistische Erfahrung. Sein Ziel: Ein Volontariat.

Johannes studiert Medizin an der TU Dresden und teilt sich seine Freizeit als Stra├čenzwitscherer und Drummer der Ska-Band Offbeat Cooperative. Stra├čengezwitscher entstand auch aus der Ohnmacht ├╝ber die menschenverachtenden Spr├╝che, die man in Dresden seit Pegida immer h├Ąufiger und in den unterschiedlichsten Bev├Âlkerungsschichten h├Ârt. F├╝r Johannes waren diese Spr├╝che besonders erschreckend. Mit Stra├čengezwitscher will er die ├ľffentlichkeit darauf aufmerksam machen.

Lange Zeit twitterten wir anonym. Wir hatten Angst. Als uns der Preis f├╝r Zivilcourage vom "F├Ârderkreis Denkmal f├╝r die ermordeten Juden Europas" verliehen wurde, stellen wir uns die Frage: K├Ânnen wir f├╝r Zivilcourage ausgezeichnet werden, wenn wir uns verstecken? Unsere Antwort: Nein. Wenn es nicht mehr m├Âglich ist, offen zu beschreiben, was man sieht ÔÇô dann ist das eine Gefahr f├╝r unsere Gesellschaft. Je mehr von uns Gesicht zeigen, desto besser. Auch daf├╝r soll diese Plattform stehen.

(Vorschaubild und Profilbilder: Jan Zappner; Galeriebilder: Stra├čengezwitscher)

Impressum
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45128 Essen Deutschland

Einzeln vertretungsberechtigt:
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Steuernummer 112/5754/1437
Handelsregister Essen
HRB 25135

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Wir von CORRECTIV wollen Crowdfunding f├╝r journalistische Projekte vereinfachen und versprechen drei Sachen: Wir pr├╝fen alle Projekte vorab, ob sie umsetzbar sind. Wir garantieren den erfolgreichen Abschluss aller gef├Ârderter Recherchen. Wir helfen Geldgebern dabei, Steuern zu sparen. ...

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