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Projekte / Umwelt
Unsere Vision: Wir wollen die Plastikflut im Badezimmer Schritt für Schritt eindämmen. Mit natürlicher Kosmetik in einer nachhaltigen Verpackung. Natürlich. Achtsam. Lebensnah. Wir machen Schluss mit Plastik und füllen unser Natural Body Wash in Glasflaschen ab. Zertifizierte Naturkosmetik ohne Mikroplastik, Silikone, Parabene und Mineralöl. Mit Aloe Vera aus kontrolliert biologischem Anbau und 100% vegan. Finde die Balance zwischen einem entspannten und einem plastikfreien Leben - mit Takuna.
7.585 €
15.000 € 2. Fundingziel
194
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
20.04.19, 17:22 Florian Strobl

Wahnsinn! Wir konnten bereits ein Drittel unseres gesamten Fundingziels innerhalb von 5 Tagen einsammeln! Ein ganz großes Dankeschön an alle bisherigen Unterstützer*innen! Gemeinsam schaffen wir es, die Plastikflut im Bad einzudämmen.

Heute wollen wir einige Gedanken zu dem Thema Glas vs. Plastik mit euch teilen. Die Frage, welches der Materialien nun weniger negative Umwelteinflüsse hat, ist gefühlt so alt wie die Menschheitsgeschichte selber. Okay, das mag übertrieben sein, aber jede*r, der sich mit dem Thema Verpackung beschäftigt, wird früher oder später mit dieser Fragestellung konfrontiert. Und eines vornweg: Eine allgemeingültige, allumfassende Antwort gibt es (leider) nicht.

Warum ist das so? Der ökologische Fußabdruck eines Produktes/Verpackung versteht sich als die Summe aus zahlreichen verschiedenen Umweltwirkungen. Diese können z.B. den Einfluss auf verschiedene Umweltmedien (z. B. Atmosphäre, Wasser, Boden), den Verbrauch von Ressourcen (z. B. fossile und metallische Rohstoffe, Fläche, Wasser) oder den Beitrag zu Umweltprozessen (z. B. Klimawandel) beschreiben.

Wenn man sich nun die Umwelteinflüsse von Glas und Plastik genauer anschaut, sieht man, das keines der Materialien in ALLEN Bereichen immer gut oder immer schlecht ist. Man kennt diese Problematik z.B. auch bei Papier- vs. Plastiktüten oder bei verpacktes Bio-Obst vs. unverpacktes konventionelles Obst.

Die erste Erkenntnis lautet also: Es gibt nicht die eine perfekte Lösung, die in allen Umweltbereichen immer am Besten ist.

Vielmehr muss jede*r für sich selber entscheiden, welche Kompromisse man eingehen möchte. Angesichts der Müllberge auf Land, den Müllstrudel im Meer und den Mikroplastikpartikeln im Eis haben wir uns dazu entschieden, unser Natural Body Wash in Glas abzufüllen. Das primäre Ziel von Takuna ist es, Plastikmüll im Badezimmer zu vermeiden bzw. den Output von Plastik in die Umwelt (als Müll oder Mikroplastik) zu reduzieren. Und zwar mit einer einfachen Lösung, die viele Menschen sofort (!) anwenden können. Nicht irgendwann, nicht morgen, sondern heute.

Für den Versand verwenden wir ausschließlich recyceltes und plastikfreies Material und verschicken unsere Pakete klimaneutral. Dies ist der erste Schritt Richtung Plastikvermeidung. Darauf aufbauend wollen wir dann kontinuierlich unser Konzept verbessern (z.B. eine Refill Station für unsere Flaschen), um den ökologischen Fußabdruck noch weiter zu reduzieren.

Einfach zu behaupten, von Anfang an 100% nachhaltig und plastikfrei zu sein, wäre Greenwashing. Und wir haben genug von GREENWASHING in der Werbung. Wir wollen echtes GREEN WASHING im Bad.

Liebe Grüße,
Florian


Noch ein paar Fakten zu Glas vs. Plastik:
Plastik hat in Deutschland eine Recyclingquote unter 50 Prozent, bei Glas liegt sie bei über 85 Prozent, bei fachgerechter Entsorgung sogar bei 100 Prozent (denn Glas bleibt Glas, d.h. kein Downgrading). Über den Daumen lässt sich sagen, dass der Energiebedarf um etwa 0,2 bis 0,3 Prozent sinkt, wird ein Prozent Altglas dem Schmelzofen hinzugefügt. Einschmelzen von Altglas reduziert daher den CO2 Output und spart Rohstoffe wie Quarzsand, Soda und Kalk ein.

Quellen:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/recycling-verbesserungsbedarf-bei

https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/glas-altglas#textpart-1