Projekte / Film / Video
KIM (18) ist kurz vor dem Durchbruch in die internationale Sprintelite. Sie galt schon immer als etwas anders. Doch als Gerüchte über das Ausbleiben ihrer Periode aufkommen, wird vermutet, dass sie intersexuell sein könnte. Kim muss den Test zur Verifikation ihres Geschlechts machen. Dabei gerät sie immer tiefer in eine Identitätskrise und wird zunehmend sozial isoliert. Ein Film über die Auswirkungen der tradierten Geschlechtertrennung in Mann und Frau auf Menschen wie Kim.
3.005 €
5.000 € 2. Fundingziel
34
Fans
53
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Third Place

Projekt

Finanzierungszeitraum 15.01.18 18:45 Uhr - 25.02.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 19.03.2018 - 30.03.2018
Fundingziel erreicht 3.000 €
2. Fundingziel 5.000 €
Mit dem ersten Fundungsziel wollen wir unseren Film realisierbar machen: Technik, Transport, Versorgung und die Motivkosten werden damit größtenteils abgedeckt.
Mit dem zweiten Fundingsziel wollen wir den Film fertig stellen und verbreiten! Hier decken wir Postproduktion, Kopien und Festivalauswertung ab.
Stadt Berlin
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Unser Film will aufklären und aufmerksam machen - aber vor allem Raum für Menschen wie Kim schaffen.

Das zweiteilige Geschlechtersystem hat bisher wenig Raum für die Anerkennung von Menschen, die nicht eindeutig dem einen oder anderen Geschlecht zugeordnet werden können - oder für diejenigen, die sich aus freier Entscheidung keinem der zwei Geschlechter zuordnen wollen. Der Film soll dazu beitragen, Verständnis für offenere Geschlechterdefinitionen in unserer Gesellschaft zu schaffen.

Gerade in der Sportwelt sollen faire Wettbewerbsbedingungen durch die radikale Geschlechtertrennung erhalten werden. Die Probleme, die dabei für Menschen wie Kim entstehen, thematisieren wir in unserem Film.
Wir streben ein hohes Maß von Realismus an und haben für unser Drehbuch sehr ausführlich recherchiert und mit Experten gesprochen.

Hier könnt ihr noch mehr über die einzelnen Themen unseres Filmes erfahren.


1. Geschlechtsverifikationstests im Sport

Seit den Olympischen Spielen 1900 in Paris nehmen Frauen offiziell an Sportwettbewerben teil. In den 60er Jahren fanden dann die ersten Geschlechtstests statt, da einige Frauen nicht der genormten Vorstellung des weiblichen Körpers entsprachen.

Wirkte eine Frau überdurchschnittlich muskulös oder kräftig gebaut und war sie zudem erfolgreich, galt sie als zu männlich und war somit verdächtig. Mit einem Testverfahren sollte nachgewiesen werden, ob die getestete Athletin wirklich eine Frau ist. Der erniedrigende Test stürzte viele Athletinnen in schwere Krisen - manche führte es sogar an den Rand des Suizids.


2. Intersexualität

Manche der getesteten Frauen waren intersexuell und wurden daher vom Wettbewerb ausgeschlossen. Intersexuelle Menschen lassen sich nicht eindeutig zu einem der beiden der gesellschaftlich anerkannten Geschlechter zuordnen. Um das zweigeteilte Geschlechtersystem erhalten zu können, wird das Geschlecht häufig schon im Babyalter operativ angepasst - obwohl die meisten intersexuellen Menschen ein normales Leben ohne körperliche Einschränkungen führen könnten. Von der Gesellschaft nicht wahrgenommen und ignoriert, sind sie gezwungen ihr Leben in einer Art sozialem Limbus zu führen.


3.Coming-of-Age/Identitätsfindung

Kim ist zwar Leistungssportlerin, aber auch eine ganz normale Teenagerin in der Übergangsphase zum Erwachsensein. Sie entdeckt ihre eigene Körperlichkeit und Sexualität. Der besondere Druck dieser Lebensphase intensiviert die Krise von Kim, als ihr Umfeld spekuliert, dass sie intersexuell sein könnte.

Kim beginnt an ihrem Geschlecht zu zweifeln. Sie macht die Erfahrung, dass ihr Körper und ihre Identität nicht deckungsgleich zu scheinen sein. Dies führt zu dem ersten Riss in Kims absolut geglaubter Welt. Coming-Of-Age-Motive verdichten sich stets zu der schmerzlichen Erfahrung des Zusammenbruchs der sicher geglaubten, eindeutigen Welt.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser Film geht jeden etwas an: Egal wie alt, oder welche geschlechtliche Identität!

Warum? Das zweigeteilte Geschlechtersystem formt auch heute noch auf fundamentale Weise die stabile Ordnung der Gesellschaft und damit die soziale Identität ihrer Mitglieder. Kims Krise offenbart die Macht eines Modells, welches nur unter Ausschluss einer bestimmten Gruppe von Menschen fortbestehen kann. Die Sportwelt hält der Gesellschaft den Spiegel vor, wenn sie zwanghaft versucht das zweigeschlechtliche System zu bestätigen und zu erhalten. Wir wollen Raum für Menschen schaffen, die nicht in dieses zweigeteilte System passen.

Die filmische Form gibt uns die Chance sich in Kims Situation einzufühlen und ihre Geschichte zugänglich und nah zu erzählen.

Neben der Auswertung auf den etablierten Festivals ist daher die Zusammenarbeit mit Trägern politischer Bildung und Vereinen geplant.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir machen aufmerksam!

Die Situation intersexueller Menschen ist in der Öffentlichkeit extrem unterrepräsentiert. Dabei sind sie nur eine von vielen Gruppen, welche keinen Raum zwischen den anerkannten Geschlechtern zugesprochen bekommen.

Obwohl nicht nachgewiesen wurde, dass intersexuelle Sportlerinnen einen Wettbewerbsvorteil haben, wird immer noch in Kauf genommen, dass junge Athletinnen durch die Zwangstests in tiefe, identitäre Krisen gestürzt werden. Das wollen wir ändern.

Um dieser sensiblen Thematik in unserem Film gerecht zu werden, brauchen wir eure Unterstützung!

Wir machen es anders!

Wir wollen nicht nur mit unserer Geschichte neue Perspektiven ergründen. Auch die Arbeitsweisen bei der Produktion selbst sollen anders als bei herkömmlichen Produktionen gestaltet werden.


Nachhaltigkeit beim Dreh:

Im Film gilt so sehr wie an kaum einer anderen Stelle: Zeit = Geld. Die enge Taktung und der Stress am Set sorgen dafür, dass das Wichtigste bei der Arbeit oft verloren geht: das gute Gefühl. Wir sind überzeugt, dass es sich am Ende in der Qualität des Films widerspiegelt, wenn alle Mitwirkenden, von der Kamera über den Ton bis zur Regie, mehr Freiräume erhalten und sich entfalten können.
Unsere Vision ist, dass Filmproduktionen wirkliche Gruppenleistungen werden und - insbesondere bei einer überschaubaren Teamgröße - alle Mitwirkenden im Produktionsprozess mitreden und eigene Vorstellungen einbringen können.


Egal ob betroffen, sozial engagiert oder einfach filmbegeistert - es gibt viele Gründe warum ihr uns unterstützen solltet. Fest steht: ohne Eure Hilfe schaffen wir es nicht dieses Projekt zu verwirklichen!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wir selbst arbeiten ehrenamtlich und mit viel Herz für das Projekt. Doch beim Film entstehen nun mal unvermeidliche Kosten im Laufe der Produktion. Das geplante Budget soll sich demnach folgendermaßen verteilen.

30 % Ausleihen des Equipments (Kamera, Licht, Ton)
25 % Postproduktion
20 % Szenenbild
10 % Versorgung der Crew und der Schauspieler
10 % Transport
5 % Maske und Kostüm

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind eine gemischte Gruppe junger Filmstudent/innen aus Berlin. Wir haben alle unterschiedliche Hintergründe, aber eins gemeinsam: Wir wollen Filme produzieren, die ein Gemeinschaftswerk sind. Wir wollen, dass alle Mitwirkenden in den Produktionsprozess aktiv eingebunden sind. Wir wollen unabhängige Filme drehen, bei denen die Aussage des Films im Mittelpunkt steht und nicht deren kommerzieller Erfolg!

Bereits im Sommer 2017 haben wir nach diesen Prinzipien unseren Film DIE ABREISE gedreht. Dieser wird im Frühjahr 2018 den internationalen Festivallauf antreten und auf dem 39. Max Ophüls Preis seine Premiere feiern. Die Erfahrung beim Dreh hat unsere Vision bestätigt und gezeigt, dass ein Film in wirklicher Gemeinschaftsarbeit entstehen kann. Wir freuen uns riesig, unsere Arbeitsweisen und Vorstellungen in unserem neuen Projekt - Third Place - weiterzuentwickeln!

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