Crowdfunding beendet
Durch ein großes Netzwerk zweisprachiger Engagierter aus unserer Gesellschaft will Triaphon die medizinische Versorgung von PatientInnen mit Fluchthintergrund verbessern. Im Notfall kann eine mangelnde Verständigung verheerende Folgen haben. Daher haben wir als Non-Profit-Organisation eine computergesteuerte 24/7 Telefon-Dolmetsch-Hotline aufgebaut. Sie verbindet jederzeit und direkt mit unseren SprachmittlerInnen in Bereitschaft und ermöglicht so eine Behandlung auf Augenhöhe.
16.539 €
Fundingsumme
378
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 Triaphon
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 09.04.18 10:42 Uhr - 09.05.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 2018
Startlevel 10.000 €

Wir können Triaphon weiter aufbauen und dem Wunsch vieler unserer SprachmittlerInnen nachgehen, erste größere Schulungen anzubieten. Wir freuen uns darauf!

Kategorie Social Business
Stadt Berlin

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Stellen Sie sich vor, Sie sind im Ausland und haben ein akutes medizinisches Problem. Sie gehen in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses, können sich dort jedoch weder mit den Pflegenden an der Anmeldung noch mit den ÄrztInnen verständigen.

Dieses Szenario erleben täglich Menschen in den Krankenhäusern unseres Landes und weltweit; meist sind Menschen mit Fluchthintergrund oder kurz zurückliegender Migraton betroffen. Diese Situatonen führen zu großer Frustration auf Seiten der PatientInnen, deren Angehörigen und des Klinikpersonals. Eine ausreichende Qualität der medizinischen Versorgung ist ohne funktionierende Kommunikaton nicht sicherzustellen. Als junge ÄrztInnen aus den Bereichen Kinderheilkunde und Allgemeinmedizin stehen wir täglich diesen Anforderungen gegenüber.

Wir haben uns daher entschlossen, aktiv zu werden und haben einen gemeinnützigen Telefondolmetschservice für die Notaufnahme aufgebaut. Das Besondere ist, dass unser Dienst rund um die Uhr erreichbar ist und eine Verbindung ohne Zeitverzögerung aufgebaut wird. Es gibt keine technischen Hürden, so dass unser Dienst auch für ganz kurze Telefonate genutzt werden kann, wie beispielsweise bei der Triage durch das Pflegepersonal.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Die Zielgruppen des Projektes sind Menschen mit Fluchthintergrund bzw. Migrationshintergrund, das Krankenhauspersonal und alle SprachmittlerInnen. Primäres Anliegen ist es kostengünstige, qualitativ hochwertige und ständig verfügbare Sprachübersetzungen für Menschen mit Fluchthintergrund in der medizinischen Akutversorgung anzubieten. Langfristig streben wir eine unabhängige Finanzierung, Ausbau der Sprachen, weitere Schulungen der SprachmittlerInnen und eine Erweiterung des Nutzerkreises an. Außerdem wollen wir die Austausch- und die Vernetzungsmöglichkeiten unserer hochengagierten Triaphon-Community weiter ausbauen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Das Engagement der SprachmittlerInnen, teilweise wegen eigener Erfahrungen zur Sprachbarriere, ist bemerkenswert. Bei den regelmäßigen Vernetzungstreffen zeigt sich stets ein reger Austausch zwischen den SprachmittlerInnen unterschiedlicher Kulturen. Zu sehen, welche Erleichterung und Dankbarkeit uns durch die Möglichkeit der Kommunikation in Notsituationen von den PatientInnen entgegengebracht wird, ist eine riesige Motivation für alle Beteiligten. Auf Seiten des Klinikpersonals beobachten wir seit Einführung des Projektes eine deutlich positivere Stimmung gegenüber Menschen mit Fluchthintergrund. Das Projekt wirkt also indirekt gegen Vorurteile, baut neue Netzwerke auf und schafft (Sprach-)Barrieren ab.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Jede finanzielle Unterstützung ermöglicht es uns, den genannten Visionen ein Stück näher zu kommen. ;-) Konkret gehören dazu:

  • Finanzierung des Sprachenausbaus: Einige weitere Sprachen sind derzeit im Aufbau. Das ist mit einem hohen organisatorischen Aufwand und Kosten verbunden. Neue Triaphon-SprachmittlerInnen werden bei Infotreffen und durch unser Team geschult und bekommen für ihr ehrenamtliches Engagement eine Aufwandsentschädigung.
  • Finanzierung weiterer Schulungs- und Fortbildungsangebote für unsere SprachmitterInnen.
  • Ausbau der Triaphon-Community: Auch in Zukunft möchten wir Meetups der Triaphon-Community mit neuen Interessierten, UnterstützerInnen und Klinikpersonal organisieren. Bisher haben sie ausschließlich in Hamburg und Berlin stattgefunden, in Zukunft möchten wir euch auch an anderen Orten in Deutschland regelmäßig zum Austausch treffen!
  • Technischer Ausbau: Triaphon wurde unter höchstem Engagement eines Teams aus ehrenamtlichen Programmierern und einer UX-Designerin programmiert. Nun benötigen wir Gelder, um das System (die Telefonanlage) weiter auszubauen. Außerdem soll Triaphon für unserer SprachmittlerInnen noch benutzerfreundlicher gestaltet werden.
  • Verstärkung des Teams: Durch den erfreulich hohen Zuspruch der Triaphon-Idee gibt es für unser kleines hochmotiviertes Team eine Menge zu tun. Eine finanzielle Unterstützung für den weiteren Ausbau des Teams würde uns dabei sehr helfen.
Wer steht hinter dem Projekt?

Triaphon wurde von zwei ÄrztInnen mit dem Ziel initiiert, die medizinische Versorgung von Geflüchteten zu verbessern; dies beginnt bei der Kommunikation auf Augenhöhe. Sowohl das Organisationsteam als auch die Community setzen sich aus engagierten Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe zusammen. Einige haben selbst Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung. Alle begeistern sich für eine gemeinsame Vision: Eine menschliche Akutversorgung ohne Sprachbarrieren.

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Triaphon
www.startnext.com

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