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Projekte / Fotografie
Und Fotos zum Roman
Vor kurzem tauchte dieses Video auf, das mein Vater gefilmt hatte als ich Zehn Jahre alt war. Darin behaupte ich Schriftstellerin werden zu wollen. Das hatte ich vollkommen vergessen. Ich bin stattdessen erstmal Fotografin geworden. Was ich erzählen wollte habe ich zuerst in Bilder gefasst. Später aber doch in Worte. Bald erscheint mein Debutroman im Rowohlt Verlag. Die Bilder gehören aber auch zu den Worten und sollen als hochwertiges Kunstdruck-Buch zeitgleich im Kehrer Verlag erscheinen.
Berlin
10.010 €
10.000 € Fundingziel
173
Fans
60
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Und Fotos zum Roman

Projekt

Finanzierungszeitraum 30.04.14 16:42 Uhr - 12.07.14 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum vier Monate
Fundingziel 10.000 €
Stadt Berlin
Kategorie Fotografie

Worum geht es in dem Projekt?

"Macht Bücher!" Hat mein Lehrer für Fotografie Arno Fischer gesagt.

„Der Klaus is jut“ hatte Arno noch gesagt und damit den Klaus Kehrer Verlag gemeint.
Ich habe mich also mit Klaus getroffen und dass wir uns schon mal begegnet sind, fiel ihm bei einer Rhabarberschorle wieder ein. Vor vier Jahren hatte ich mich beim Fotobuchfestival heimlich in eine Veranstaltung gemogelt. Ich wollte nur eins: Zehn Minuten mit dem Kehrer sprechen. Ihm mein Buch zeigen und weiter ging mein Plan nicht. „Bleib hier an der Tür stehen, da kommt er gleich durch, dann schnapp ich ihn dir kurz“, flüsterte die Tochter des Organisators und schnappte mir den Kehrer heraus aus der Verlegertraube. Klaus nahm mich mit zu seinem Fototisch. Er sagte damals dasselbe wie jetzt. Und ich hatte leicht schwebend den Saal verlassen. Die Bilder seien sehr gut und reif für ein Buch. Ich solle die Druckkosten vorher sammeln und würde das schon schaffen und entgegen kommen würde er mir auch.
Ich war schon mit der Möglichkeit, dass es gehen könnte vollkommen zufrieden. „Du musst es auch machen!“ sagte dann jemand, der so was sonst nie sagt. Ich musste zugeben, dass ich es mir einfach nicht zugetraut hatte. Scheitern wollte ich nicht. Lieber meinen Traum behalten. Klaus wusste, dass es soweit sein würde irgendwann. Wir schrieben uns jedes Jahr eine Mail. Jetzt ist es vielleicht soweit.

„Und jetzt machste noch dein Fotobuch fertig. Dann kannste weiterschreiben." Hätte Arno gesagt wenn er von meinem Roman erfahren hätte.

Wer sich an den Druckkosten beteiligen kann, würde ein Fotobuch realisieren an dem ich fünfzehn Jahre lang gearbeitet habe.

Wenn die Summe nicht zusammenkommt, kriegt jeder sein Geld zurück.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Mein Aufruf soll treffen, wer aus meinen Fotos ein Buch haben will, wem meine Texte gefallen, wer sich mit mir verwandt fühlt und wer genügend Butter auf dem Brot hat.

Der Roman erscheint auch wenn das Fotobuch nicht erscheint. Dass der Roman das erscheinen des Fotobuches beflügelt, ist hierbei mein Gedanke.

Auch private Lesungen für eine Spende von 300,-€, oder der Ankauf von signierten Bilden sind den Druckkosten zuträglich.


Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Sieben Jahre Luxus
Ein Fotobildband

„Jeder Fotograf hat sieben Jahre“ sagte eine bekannte Fotografin. Ich wusste sofort, dass sie Recht hatte und überlegte sie zu fragen, was sie mit den restlichen Jahren ihres Lebens gemacht hatte. Wir standen vor einer Galerie und ständig wurde sie von Studenten umlagert. Ich konnte sie nicht fragen. Es hätte außerdem nach einer provokanten Teenagerfrage geklungen. Ich war aber schon 29 und hatte zwei Kinder. In dem Alter darf man sich nichtmehr bockig weigern genauso zu denken wie die Erwachsenen von denen man umgeben ist. Ich überlegte stattdessen ob ich mich selbst innerhalb dieser Sieben Jahre befand, oder am Anfang, oder am Ende? Oder ob sie vielleicht schon vorbei waren? Auf dem Heimweg redete ich alleine in Gedanken mit der Fotografin. Ich stand an der S-Bahn Brücke und sah hinunter in die Spree. Tatsächlich wusste ich jetzt genau was sie geantwortet hätte auf meine Frage: „Was haben Sie denn nach den Sieben Jahren gemacht?“ Sie hätte mich streng angesehen, von oben herab, weil sie nicht nur berühmt, sondern auch groß war: „Danach hab ich angefangen zu arbeiten.“
Mit 27 hatte ich mein bestes Foto gemacht. Es war ein phantastischer Moment. Ich stand am Fotoabholtresen und blätterte die kleinen Abzüge durch. Dann kam ein Bild wie ein Trommelwirbel. Von dieser Situation auf der nebligen Wiese, als ich den Rücken meiner Freundin fotografierte, während sie eine Wurzel hinter sich her schleifte, musste es drei oder vier Bilder geben. Ich sah, dass gleich etwas Großes kommen könnte. Und dann war es wirklich da. Es war wie ein Scheinwerferspot, der aus dem Himmel auf mich gerichtet wurde. Mir fiel wieder ein, dass mich der Lichtstrahl für eine Hundertfünfundzwanzigstel Sekunde schon beim fotografieren getroffen hatte. Aber das war so kurz, dass ich es gleich wieder vergessen hatte. Jetzt war das Bild in der Welt. Für immer. Ich fühlte mich wie eine Heldin als ich auf die Straße trat. Als wäre ich leicht in die Luft gehoben worden und die ganze Prenzlauer Alle würde mir zujubeln und applaudieren weil ich die Auserwählte war, die diese Bild machen durfte. Es war perfekt.
Es fühlte sich so gut an etwas Schönes geschaffen zu haben. Seitdem war ich auf der Jagd. Ich wollte noch mehr davon. Ich dachte nächste Bild würde noch besser und dann würde es immer so weiter gehen. Aber alle Bilder die ich danach machte schienen mir nur noch Trostpreise zu sein. Das Foto von der Frau mit der Wurzel hatte sich in meinen Augapfel gebrannt und manchmal wenn ich durch den Sucher sah, spürte ich wie ich das Motiv ins Muster dieses perfekten Bildes einzupassen versuchte. Es hatte mein Sichtfeld eingeschränkt. Es war wie ein blinder Fleck in meinem Auge geworden.
Als die Fotografin mir die sieben Jahre gegeben hatte, wurde mir klar, dass ich aufhören konnte auf das beste aller Bilder zu warten. Ich hatte es schon gemacht. Es war genauso traurig wie großartig. Alle meine anderen Fotos konnten froh sein, wenn sie daneben stehen durften.
Wo genau die sieben Jahre geblieben sind weiß ich nicht, aber dass sie vorbei waren erkannte ich mit Mitte Dreißig. Mein perfektes Bild war ganz gut angekommen, aber eine erfolgreiche Fotografin hatte es nicht aus mir gemacht. Ich lebte von meinen Jobs und bezahlte davon die Filme und die Fototechnik. Ich behauptet es nicht anders haben zu wollen. Ich behauptete keine Fotos für andere machen zu wollen, sondern für mich nur. Ich fotografierte meine Kinder und sah dabei wie mein Zeitfenster von Bild zu Bild langsam zuklappte, so wie die beiden Kindheiten zu Ende gingen die ich festzuhalten versuchte.
Erschrocken stellte ich eines Tages fest, dass ich meine Kinder konditioniert hatte. Sie waren aufgewachsen mit meiner Kamera im Genick. Meine Tochter war mit Sechs Jahren ein Profimodel geworden und hörte auf sich zu bewegen sobald ich die Kamera auf sie richtete. Sie wusste was ich sehen wollte von ihr. Das wird alles bald vorbei sein, dachte ich und wollte nicht wissen womit ich diesen Luxus irgendwann bezahlen muss.
Ich wollte den schweren Weg nicht gehen. Ich wollte nicht anfangen zu arbeiten.
In der Kunsthochschule hatte ich mich schon gegen das Arbeiten entschieden. Ich hätte Zeichnen lernen können. Beim hundertsten Stillleben hatten die Flasche, die Wurzel und der Schädel das richtige Gewicht. Die Dinge standen auf dem Papier so dass es ihnen zu glauben war. Ich verstand, dass ich eine Zeichnerin werden könnte, wenn ich jetzt anfinge zu arbeiten. Ich entschied mich dagegen.
Meine Fotofrist war also abgelaufen und ich hatte keine Lust dagegen etwas zu unternehmen. Ich fing an zu schreiben und stellte fest, dass es fast so ist wie fotografieren. Ich hatte bewusst versucht dem Betrachter nicht vor die Füße werfen was ich ihm zeigen wollte. Ich wollte ihm zutrauen es selbst herauszufinden. Gelungen ist es mir seltsamerweise nur in den unbeachteten Bildern. Ich darf auch dem Leser nicht erklären was ich ihm sagen will. Er muss es sich selbst erklären dürfen. Aber auch das gelingt mir schonwieder nicht. Vielleicht ist das mein Prinzip: eine nicht funktionierende Methode beizubehalten. Alles andere wäre ja Arbeit. Meine Künstlerfreunde sagen: Kunst ist auch Arbeit. Aber mir kommt es nicht so vor. Es ist nicht wie eine Nachtschicht im Krankenhaus. Es ist ganz leicht. So unendlich leicht, dass ich mir nichts leichteres vorstellen kann. Schreiben und fotografieren ist wie essen und schlafen und Sex.
Mein Lehrer für Fotografie, Arno Fischer hat gesagt: „Fotografen sind wie Schmetterlinge. Sie flattern von Blüte zu Blüte, aber sie arbeiten nicht.“ Es wäre schön wenn das auf meinem Grabstein stehen könnte: „Gearbeitet hat sie nie.“


www.foto-haus.info
Dass die Bilder und die Leseproben auf meiner Webseite zur Überzeugung reichen werden, ist für die kommenden Monate meine Hoffnung.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Der Kehrer Verlag bekommt die Druckkosten, gestaltet und vertreibt das Buch.
Wer das Fotobuch mit 60,-€ unterstützt bezahlt damit circa zehn Euro mehr als er für Roman und Fotobuch im Laden bezahlen würde. Aber im Laden gäbe es keinen signiertes Foto dazu. Und im Laden wird es das Buch nur geben, wenn die Druckkosten zusammen kommen.

Es fühlt sich vermessen an soviel Geld zu verlangen und ich werde sehr eingebildet sein wenn es klappt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehe ich.
Und hinter mir steht Klaus Kehrer mit seinem tollen Verlag und seinem klugen Gespür für Kunst und für Menschen die sie machen.
http://www.kehrerverlag.com/html/de/aktueller_verlagstip.html

Bitte schreib mir doch eine Mail, oder ruf mich an, wenn du mehr, oder weniger spenden willst, oder mit der Überweisung und Registrierung nicht klarkommst.
Tel.:01732406262
Mail.: franziska@foto-haus.info
Die Spende kann auch auf mein eigenes Spendenkonto überwiesen werden:
Kto.:4114615801
Blz.: 100 500 00
Berliner Sparkasse

Ich schicke dir eine Bestätigungsquittung für die Steuer.
Bitte schreib deine Adresse in den Verwendungszweck.

Projektupdates

05.07.14

05.07.14

16.05.14

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