Crowdfunding beendet
Henriette Bosmans - Doodenmarsch, Maria Herz - Rundfunkmusik, Viktor Ullmann - Kaiser von Atlantis, Ilse Weber - Ich wandre durch Theresienstadt. Diese Komponist*innen und viele andere wurden vom NS-Regime verfolgt und Millionen von ihnen ermordet. Geblieben sind ihre Geschichten und ihr einzigartiges musikalisches Erbe. Ein Opernprojekt vom demokratischen, jungen Ensemble operationderkuenste gegen das Vergessen und für ein neues Einander-Zuhören.
5.073 €
Fundingsumme
116
Unterstütz­er:innen
Joy Lange
Joy Lange Projektberatung "Eindrucksvoll wie hier die Kraft der Crowd sichtbar wurde."
Datenschutzhinweis
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 Wann wohl das Leid ein Ende hat?
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 Wann wohl das Leid ein Ende hat?
 Wann wohl das Leid ein Ende hat?
 Wann wohl das Leid ein Ende hat?

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 27.07.21 10:29 Uhr - 26.08.21 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 27.08.2021 - 28-08.2021
Startlevel 5.000 €

Die Materialkosten für Kostüm- und Bühnenbild, sowie die An- und Abreisekosten der beteiligten aus ganz Deutschland sollen damit gedeckt werden.

Kategorie Musik
Stadt Berlin

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Warum kennen wir sie nicht - und warum hören wir sie nicht? Sie wurden verfolgt, ihre Musik verboten und viele von ihnen von den Nazis verschleppt und ermordet. Die Auseinandersetzung mit den Schicksalen jüdischer Komponist*innen, die während des Zweiten Weltkrieges lebten, ist immer noch ein weitgehend blinder Fleck in der Aufarbeitung von Musikgeschichte. Wer
sind die verfemten Komponist*innen, deren Werke und Biographien weder auf der Bühne, noch in den Geschichtsbüchern auftauchen?

Dieser Frage geht das junge Musiktheaterkollektiv operationderkuenste nach. Ausgangspunkt der Suche ist Viktor Ullmanns Kammeroper "Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung", die er während seiner Zeit im Ghetto Theresienstadt schrieb. Versponnen wird das Werk mit Ilse Webers Gedicht- und Liederband "Ich wandre durch Theresienstadt" sowie Henriёtte Bosmans "Doodenmarsch" und Musik der bisher kaum bekannten Komponistin und Pianistin Maria Herz. Schilderungen des Naziterrors, von Hilflosigkeit, Trostgesängen und dem Bedürfnis nach Liebe verbinden sich zu einem schauderhaften Spiel zwischen Tod und Leben, bis sich der Kaiser von Atlantis im Spiegel erkennt: BIN ICH DENN NOCH EIN MENSCH ODER DIE RECHENMASCHINE GOTTES?

Über 140.000 Juden schickten die Nationalsozialisten während der Kriegsjahre 1941-45 in das Ghetto Theresienstadt. Ca. 110.000 Menschen wurden weiter nach Osten, in die dortigen Vernichtungslager transportiert. Geblieben sind ihre Geschichten und ihr einzigartiges musikalisches Erbe - ein Opernprojekt gegen das Vergessen und für das einander Zuhören.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir möchten mit diesem Programm Aufmerksamkeit für die verfolgten Künstler*innen während des Naziregimes schaffen und den künstlerischen Verlust dieser Zeit aufzeigen. Hierbei war es uns ein Anliegen paritätisch vorzugehen und Musik von drei Künstlerinnen zu ergänzen. Gerade in den letzten Jahren erstarkt der Antisemitismus wieder, wogegen wir als junge Kunst- und Musikstudierende ein Zeichen setzen wollen. Im brutalistischen Ambiente des Parkdecks hinter dem Gebäude in der UdK Berlin in der Bundesallee möchten wir gegen das Vergessen anspielen. Wir wollen das Vermächtnis dieser Komponist*innen am Leben erhalten und ihren Mut präsent halten. Der demokratisch-partizipative Arbeitsprozess im Ensemble soll zuerst die Sensibilität und Wichtigkeit für die Notwendigkeit des Kampfes gegen Antisemitismus wecken, um damit ein Werk zu schaffen, was dem Publikum und der Öffentlichkeit eine lebhafte und ästhetische Erfahrung der unterdrückten Kunst ermöglicht. Wir wollen gleichermaßen Opernenthusiast*innen, wie auch all jene, die noch keinen Bezug haben dazu einladen, sich von dieser besonderen Produktion inspirieren und berühren zu lassen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Das Projekt ist außerdem auch ein künstlerisches Forschungsprojekt, das versucht, die Sackgassen des modernen Opern- und Konzertbetriebs zu durchbrechen – durch größere Teilhabe an konzeptionellen, musikalischen und künstlerischen Entscheidungsprozessen aller beteiligten Personen.

Durch Eure Unterstützung werden der Austausch und das Miteinander überhaupt erst ermöglicht.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit eurer Unterstützung ermöglicht ihr, dass für die einzelnen Teilnehmer*innen keine Kosten entstehen. Bei uns werden keine großen Honorare ausgezahlt, sondern wir möchten durch dieses Projekt einen Beitrag zur Kulturlandschaft leisten und in freundschaftlichem Miteinander das machen, was auch der Grund für unser Studium ist: Spaß haben am gemeinsamen Musizieren. Deshalb soll niemand Kosten für Fahrten oder Verpflegung übernehmen müssen. Hinzu kommen die Material oder Leihkosten zur Herstellung und Besorgung der Ausstattung.

Große Posten:
- Fahrtkosten für 40 Personen - von überall nach Berlin, wo die Erarbeitungsphase und die Aufführungen stattfinden und dann wieder zurück nach Hause
- Materialkosten für das Anfertigen von Kostümen und Bühnenbild
- Verpflegung des Ensembles

Kleinere Posten:
- Hygienemaßnahmen
- GEMA- und andere Gebühren
- Druck- und Portokosten für Programme, Eintrittskarten, Plakate etc.
- Saaldienste/Technische Verantwortliche
- Instrumentenausleihe
- Technisches Equipment

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind das hochschulübergreifende Studierendenensemble operationderkuenste. Gegründet vor drei Jahren, haben wir uns zum Ziel gesetzt, die im Musikbetrieb vorherrschenden hierarchischen Strukturen zugunsten einer demokratischen Kollektivstruktur aufzubrechen.

Merle Böhnhardt (Regie, freiberuflich)
Fernanda Jardi (Bühnenbild, freiberuflich)
Robin Klein (Bühnenbild/-technik, Beuth Hochschule für Technik Berlin)
Lukas Kleitsch (Tonmeisterliche Leitung/Awarenessbeauftragter,
UdK Berlin)
Emil Riedel (Violoncello, HfMDK Frankfurt a. M.)
Charlotte Riemann (Grafikdesign, UdK Berlin)
Luise Sandberger (Bühnenbild, UdK Berlin)
Hannah Schmeiser (UdK Berlin)
Giacomo Schmidt (Gesang, HfMT Köln)
Simon Scriba (Musikalische Leitung, UdK Berlin)
Sophia Stiehler (Violine, HMT München)

Hinzu kommen Musiker*innen / Solist*innen / Chorist*innen
aus mehr als 10 verschiedenen Hochschulen.
Außerdem unterstützen uns die Akademie der Künste, sowie die Universität der Künste Berlin.

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