Wir wollen mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Mikroplastik an unseren Küsten lenken und dafür selbst Hand anlegen. In einer großen gemeinsamen Aktion, wollen wir vom 01.-07. Juni 2020 auf vielen Traditionsseglern in Nord- und Ostsee gleichzeitig und flächendeckend sogenannte “Manta Trawls” einsetzen und das Wasser nach Mikroplastik filtern. Nach der Analyse wollen wir die Ergebnisse veröffentlichen und unsere Erkenntnisse in der Phänomenta Flensburg für alle nachvollziehbar und zugänglich machen.
3.332 €
4.000 € Fundingziel 2
62
Unterstützer*innen
Projekterfolgreich
09.05.2020

Kreativer Schlagabtausch in Altenholz

weniger ist meer
weniger ist meer2 min Lesezeit

Nach gefühlt längerer Lethargie-Pause, weil wir uns von diesen Corona-Ausbreitungs-Einschränkungs-Maßnahmen und diesem Gefühl, von einem nicht enden wollenden Sonntag, doch in unserer Motivation ein bisschen haben bremsen lassen, geht’s nun weiter. Wir, Caro und Lauren, waren am Dienstag noch einmal bei Hydro-Bios in Kiel oder besser Altenholz an der Kieler Förde, um André und Carsten unseren Mantatral-Rahmen - den Prototypen davon - vorzustellen. Sinn und Zwecke: Damit das Netz rahmen-gerecht geschneidert werden kann. Zu viert haben wir über diesem Rahmen sinniert und die beiden haben uns ordentlich hinterfragt. Und das ist auch extrem gut so, denn sollte nicht jeder sich an einem Montag- oder auch Dienstagmorgen fragen, ob das alles so richtig ist, was man gestern noch angenommen hat? Wie wäre es damit, Details zu überdenken, neue Herangehensweisen zu hören und alles aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten?

Zu aller erst: Um Kanten zu vermeiden, an denen Mikroplastik während des Trawlvorgangs hängen bleiben könnte, sollte das Netz außen am Rahmen befestigt werden. Wir hatten das Netz der Einfachheit halber innen befestigt und nicht bedacht oder in Erwägung gezogen, welche Messungenauigkeiten damit verbunden sein können. Doch es ergibt natürlich Sinn.
Nun heißt es Abwägen und Ausprobieren und eigentlich alles umkrempeln. Das Netz muss in den Rahmen eingespannt, also von außen befestigt werden. Damit das Netz mit dem Rahmen verbunden werden kann, muss entweder außen am Rahmen eine Nut (eine Aussparung, damit eine Verdickung am Netzende dort versenkt werden kann) eingearbeitet werden oder eine Kante angebracht werden, über die das Netz gezogen werden kann, um dann und mit einer Schelle gesichert zu werden. Wir haben jedenfalls noch einiges zu überlegen, um dieses Manta-Trawl langlebig und gut zu gestalten:
Wie stellen wir eigentlich sicher, dass das Holz sich nicht verzieht oder rottet? Ölen? Lacken?
Welches Holz ist eigentlich sinnvoll? Fichte? Lärche? Was kann sich jedermensch einfach besorgen? Was ist nicht zu teuer?
Aus welchem Material sollten die Schrauben und Winkel sein? Reicht NiRo oder V4A aus dem Baumarkt oder lieber doch vom Schiffsausrüster?

Unser Prototyp wurde von uns nach knapp 90-minütigem kreativem Schlagabtausch bei André im Büro zurückgelassen. Wir sind mehr als gespannt, wie er nach dem „Bastelurlaub“ bei Hydro-Bios aussieht. Bestimmt besser denn je. Mantatrawl-Evolution in vollem Gange.

Impressum
Lauren Grüterich
Beinghausen 3
51688 Wipperfürth Deutschland