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Die Zukunft des Tempelhofer Feldes ist nicht entschieden. Ein riesiges Areal mitten in der Stadt als Freizeitfläche zu nutzen ist ungewöhnlich und umstritten. Die Bürgerbeteiligung ist bis heute ein Zeichen engagierten Volksbegehrens. Doch was hat es eigentlich mit diesem Feld auf sich? Wir schauen unter den Asphalt und legen filmisch und interaktiv 80 Jahre Geschichte frei. Nebenbei mischen wir noch die Filmbranche auf und plädieren für Gemeinfreiheit statt Exklusivität!
16.066 €
32.000 € 2. Fundingziel
151
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 Field Trip
 Field Trip
 Field Trip
 Field Trip

Projekt

Finanzierungszeitraum 23.04.19 12:55 Uhr - 31.05.19 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Mai 2019 - August 2019
Fundingziel 16.000 €

Hilf uns, noch 4 Geschichten für euch zu veröffentlichen. Das Material wird sonst nie das Licht der Welt erblicken – wichtige Stimmen bleiben ungehört!

2. Fundingziel 32.000 €

Jetzt können wir 8 Geschichten veröffentlichen! Alle Menschen, die uns ihre Geschichte erzählt haben, werden gehört! Damit ist 'Field Trip' fertig gestellt!

Kategorie Film / Video
Stadt Berlin
Worum geht es in dem Projekt?

Field Trip ist ein interaktiver und künstlerischer Web-Dokumentarfilm, der zu Aktivismus aufruft. Seit fünf Jahren sind wir auf dem Tempelhofer Feld unterwegs und sammeln diverse und ungehörte Stimmen zum Feld.

Wir haben mit einer ehemaligen polnischen Zwangsarbeiterin gedreht, die das Feld nur verschneit und im Bombenhagel erinnert. Einem knapp 90jährigen, der als Jugendlicher bei der Luftbrücke Kohlen mit auslud. Den Gärtnern der ersten Stunde. Einem türkischen Exil-Regisseur, der im Geiste der Gezi-Proteste einen Film über das Feld und die Bürgerbeteiligung drehen möchte. Einem Architekten, der nachhaltige Randbebauung will und einem Investoren, der das meiste des Feldes bebauen will. Einer lässigen Bloggerin bei einem Picknick als Zeichen. Einem afghanischen jungen Mann, der in der Notunterkunft der Hangars einer ungewissen Zukunft entgegenlebt. Einer syrischen Familie in den Tempohomes, die einen Neuanfang versuchen. Einer Frau, die als Mädchen über Tempelhof die DDR für immer verließ. Einem französischen Choreographen, der hunderte Berliner zum Tanzen bringt...

und vielen, vielen anderen!!!

Unser Film ist nicht linear, sondern kann wie Wikipedia per Mausklick durchwandert werden – wann immer eine Animation erscheint, hast du die Möglichkeit, von einer Episode in eine andere zu springen! Warum erzählen wir den Film interaktiv? Weil das Tempelhofer Feld mehr ist als die Summe seiner Teile! Erst in den Resonanzräumen erzählt sich seine Geschichte.

Ein weiteres Feature ist, dass wir unser audiovisuelles Material komplett freigeben – zum Weiterverwenden und Teilen. Hierzu muss nur die CC BY SA Lizenzierung eingehalten werden: also Verweis auf die Quelle (uns) und Weitergabe zu gleichen Bedingungen (also auch gemeinfrei!)! Bisher hat der Großteil unserer Protagonist*innen dieser Veröffentlichung zugestimmt. Auch unsere interaktive Software ist Open Source, d.h. ihr könnt sie für eure eigenen interaktiven Projekte benutzen! Seid ihr kein Coder und wollt wissen, wie genau? Dann bucht dies als Geschenkoption in unseren Dankeschöns, als Q&A mit unserem Creative Technologist!

Außerdem haben wir eine Telefonnummer eingerichtet, unter der jeder, also auch du, eine Audionachricht mit seiner eigenen Geschichte oder Vision zum Tempelhofer Feld hinterlassen kann: 030-54907590! Ausgewählte Geschichten werden eingebunden!

Unsere Idee ist, eine lebendige Dokumentation des Feldes zu kreieren, bei der jeder mitmachen kann. Das Feld geht uns alle etwas an: es ist ein Spiegel für Gesellschaftsentwicklung! Gestern, heute und morgen!

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir richten uns an alle Menschen, denen die Freiheit des Feldes am Herzen liegt, und die einmal richtig tief in seine Historie eintauchen möchten. Wir möchten, dass unsere User*innen das Feld erkunden können, von ihm lernen können und Gesellschaftsentwicklung künstlerisch erleben können.

- Wir richten uns an politisch Interessierte Berliner und Nicht-Berliner
- Wir richten uns an alle deutschen und internationalen Tourist*innen, die wissen wollen, wo sie da eigentlich gerade ihren Grill aufstellen (polnische Sprachfassung ab September 2019, englische und französische Sprachfassung ab Oktober 2019)
- Wir richten uns an Historiker*innen und geschichtlich Interessierte, die historische Ereignisse wie zweiter Weltkrieg, Luftbrücke und Kalter Krieg an einem Ort gespiegelt sehen möchten
- Wir richten uns an Stadtentwickler*innen, Urbanist*innen und gesellschaftliche Aktivist*innen, die das Feld mitgestalten wollen und eigene Geschichten beizutragen haben
- Wir richten uns an alle Menschen, die einen brisanten Ort in einer neuen Erzählform erleben möchten
- Wir richten uns an Journalist*innen, Künstler*innen und Filmemacher*innen, die unser Material weiterverwenden möchten: in Filmen, Installationen, Hörspielen – so dass das Feld und seine Geschichten immer weiter leben
- Wir richten uns an Schulen und Bildungseinrichtungen, die Ereignisse auf dem Feld und historische Epochen in ihrem Unterricht behandeln

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir sind keine feelgood-Reportage, sondern arbeiten seit Jahren mit Herzblut und oft ohne Geld an einer neuartigen Erzählweise für einen ganz besonderen Ort. Wir glauben, dass es wichtig ist, immer wieder auf das Tempelhofer Feld zu schauen: die Debatte um Bebauung ist nicht vorbei. Es ist wichtig, das Feld in seiner politischen und historischen Dimension zu begreifen, um zu wissen, wofür man kämpfen möchte! Mit Field Trip wirst du das Feld noch einmal völlig neu erleben.

Als Web-Dokumentarfilm, der auf Grund der Interaktivität keine Kinoauswertung haben kann, fallen wir für Filmförderungen in der Regel aus dem Raster. Von Kulturförderungen werden wir wieder zur Filmförderung geschickt. Wir sitzen zwischen allen Stühlen! Zudem veröffentlichen wir unser Material unter Creative Common-Lizenzen. Die Zeit der Exklusivität von Filmmaterial sollte vorbei sein! Denn was mit öffentlichen Geldern finanziert ist, sollte auch an die Öffentlichkeit zurückgeführt werden. Außerdem sollten auch kleine, unabhängige Produktionen die Möglichkeit haben, frei filmisch arbeiten zu können (und zum Beispiel Archivmaterial verwenden können) – nicht nur große Mainstream-Produktionen. So generieren wir jedoch keine Einnahmen und fallen ohne recoupment-Plan wieder bei vielen Förderungen raus. Wenn du uns unterstützt, hilfst du einem gemeinfreien Projekt, dessen Material weltweit zur Weiterverwendung freigegeben wird! Sprich: auch du kannst unser Filmmaterial kostenlos benutzen!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Für unseren lang ersehnten Release am 12. Mai 2019 werden wir bereits 8 Episoden geschnitten, Animationen gezeichnet und interaktive Übergänge zwischen den Episoden geschaffen haben. Dann haben wir einfach kein Geld mehr, um weiter zu machen – aber noch sehr viel Material von tollen Protagonist*innen auf den Festplatten. Wir wünschen uns, sie alle fertig stellen zu können! Dafür brauchen wir dich! Wir möchten nochmal doppelt so viele Episoden schneiden, wie bisher – und damit nicht nur unser Projekt fertigstellen, sondern auch der Diversität an Stimmen Gehör verschaffen!

Diese Stimmen setzt du beim 1. Fundingziel frei:

1) Die Geschichte von einer Flucht über Tempelhof aus der DDR - Brigitte erzählt ihre bewegenden Erinnerungen von 1961
2) Das Portrait der Gärten Allmende Kontor und Schillergarten - Protagonist*innen nehmen uns mit auf die grüne Reise 2017
3) Als Tempelhof noch ein Flughafen war – von Träumern und Fernweh 2004
4) Die Geschichte einer Flucht aus Syrien – mit Mansour, einem syrischen Koch in den Tempohomes, 2019

Diese Stimmen setzt du beim 2. Fundingziel frei:
5) Die Pressesprecherin Maria in der Notunterkunft Tempelhof, 2015 – ein Ausnahmezustand
6) Die Massen des Nationalsozialismus auf dem Tempelhofer Feld 1933 und ein neuer Rechtsruck 2019
7) Annie - von der Investmentbankerin in London zur DJane in Berlin
8) Napuli - eine Sudanerin, die Fluchtbewegung heute und ein Vergleich zur Luftbrücke damals

Dieses Material wird sonst wahrscheinlich nie verwendet werden! Viele Jahre Dreharbeiten wären umsonst und unser Projekt kann nicht den Impact entwickeln, den es gerne hätte! Je mehr Episoden interaktiv miteinander verknüpft sind, umso mehr lernst du das Feld kennen! Desto kontrastreicher – manchmal witziger, manchmal ergreifender – werden auch die Übergänge und desto vielschichtiger das Verständnis der Parallelwelten.

Hierfür braucht es nicht nur den Cutter und die Regisseurin für den dramaturgischen Schnitt, sondern auch unseren Illustrator für die Zeichnung und Animation der interaktiven Übergänge zwischen den Protagonist*innen. Auch unser Designer muss die neuen Episoden auf der Web-Oberfläche gestalten und unser Creative Technologist sie einbinden, testen und das Material im Backend für euch zum Download zur Verfügung stellen! Ich, die Producerin, muss mich um die Koordination und um die Lizenzierung von Archivmaterial kümmern, das die Episoden oft ergänzt. Eine Episode kostet im Durchschnitt 4.000 Euro in der Postproduktion, wenn wir alle Low Budget arbeiten. Das bedeutet, euer Geld fließt in die Fertigstellung und Postproduktion von bereits gedrehtem Material, das ihr damit befreit!

Bitte hilf uns mit deiner Unterstützung, alle Geschichten an euch weiterzugeben und das Projekt damit fertigzustellen!

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind ein vierköpfiges Kernteam mit Sitz in Berlin und einer Gruppe weiterer Medien-Künstler*innen, Historiker*innen, Dolmetscher*innen etc. Außerdem wurden wir bereits von verschiedenen Stiftungen unterstützt.

Als Field Trip GbR sind wir Eva Stotz, unabhängige Regisseurin und Produzentin mit Fokus auf gesellschaftsrelevante Themen. Sie drehte bereits 2004 einen Film über das Tempelhofer Feld, als es noch Flughafen war. Frédéric Dubois, deutsch-kanadischer Journalist mit Fokus auf interaktives Storytelling. Er ist Co-Autor und Projektmanager zugleich. Joscha Jäger, Creative Technologist, der die Software geschrieben hat. Er ist unser Motor für den Open Source- und Creative Commons-Gedanken und freut sich, ein großes Filmprojekt unter diesem Spirit mitzugestalten! Svenja Klüh, Producerin – leidenschaftliche Initiatorin der Kampagne und unermüdlich auf der Suche nach Unterstützung für dieses einzigartige Projekt!

Wer steht noch hinter uns und hat die Reise bis hierher begleitet?

Unterstützt haben uns bisher allen voran das Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ), die Rudolf Augstein Stiftung, die Stiftung Luftbrückendank, die Checkpoint Charlie Stiftung und die Landeszentrale für politische Bildung. Die erste Reise der polnischen Zwangsarbeiterin seit 1945 wurde vom Emigranten-Programm des Berliner Senats unterstützt. Der Tagesspiegel als Medienpartner wird den Release von Field Trip redaktionell begleiten. Alle unsere Partner*innen und Unterstützer*innen wirst du auf unserer Website finden nach Release: www.fieldtrip.berlin

Durch die Unterstützung unserer Partner*innen konnten wir den Weg bis hierher finanzieren – mit Ach und Krach, vielen Tropfen auf den heißen Stein und viel ehrenamtlichem Engagement. Lass es uns zu Ende bringen! Werde Teil eines Teams, das nicht aufgibt!

Website & Social Media
Impressum
Field Trip GbR, c/o ronjafilm
Eva Stotz
BG: Peter kommt auch, Am Weichselplatz 3
12045 Berlin Deutschland

www.fieldtrip.berlin