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CORRECTIV: Crowdfunding für Journalismus auf Startnext
Kooperationen

CORRECTIV: Crowdfunding für Journalismus auf Startnext

Anna Theil
05.09.2016
4 min Lesezeit

Wir haben 2014 eine Kooperation mit dem gemeinnützigen Recherchebüro CORRECTIV gestartet, um gemeinsam Crowdfunding für Journalismus-Projekte weiterzuentwickeln und vor allem investigative Recherchen mit den Lesern zu ermöglichen. Seit der Gründung verfolgt das CORRECTIV-Team ein wichtiges Ziel: Sie wollen möglichst vielen Bürgern Zugang zu Informationen geben. Dabei hat das Non-Profit-Recherchezentrum den Anspruch gründlich zu recherchieren, Missstände aufzudecken und unvoreingenommen darüber zu berichten.

Die Recherchen von CORRECTIV umfassen ein weites Themenspektrum, von TTIP über Fußballdoping bis hin zur wahren Geschichte über den Abschuss des Flug MH17, für die sie 2015 den Grimme Online Award erhalten haben. Bislang finanziert CORRECTIV ihre Arbeit über Stiftungen und Beiträge von Mitgliedern, so dass Crowdfunding ein weiterer sinnvoller Baustein war, um die Mitglieder und Leser auch bei der Auswahl und Finanzierung der Recherche-Projekte einzubinden. Über ihre Crowdfunding-Plattform konnte CORRECTIV inzwischen 23 Recherche-Projekte mit rund 60.000€ erfolgreich finanzieren.

"Intensive Recherchen sind unverzichtbar, um unsere Gesellschaft aufzuklären. Wir wollen möglichst vielen Reportern dabei helfen, im direkten Kontakt mit Lesern eigene Geschichten zu finanzieren." David Schraven, Geschäftsführer von CORRECTIV

CORRECTIV wechselt von einer eigenen Plattform auf eine Partner Page auf Startnext

Bislang war CORRECTIV eine Plattform im Startnext Netzwerk und von Beginn an mit uns in einer Kooperation verbunden, das heißt: Die Recherche-Projekte waren sowohl auf CORRECTIV als auch auf Startnext sichtbar. Ab sofort wird CORRECTIV von einer eigenen Plattform auf eine Partner Page auf Startnext wechseln.

Was ist neu und was bleibt?

Ein großer Vorteil der Umstellung von der eigenen Plattform auf die Partner Page ist, dass die CORRECTIV-Community von der laufenden Weiterentwicklung von Startnext und neuen Funktionen wie zum Beispiel deutsch-englischen Projektseiten, responsivem Design oder dem Messaging System automatisch profitiert. Es fallen damit keine Kosten für die Wartung und Pflege einer komplexen Internetplattform an und das Team von CORRECTIV kann sich damit noch intensiver auf die Betreuung, Beratung und begleitende Kommunikation der Projekte konzentrieren.

Alle bisherigen CORRECTIV-Projekte sind wie bisher schon auf Startnext und vor allem auf der Partner Page von CORRECTIV sichtbar. Dort habt ihr die Möglichkeit, euch mit eurem eurem Recherche-Projekt für die Betreuung vom CORRECTIV-Team zu bewerben. 

Das Versprechen von CORRECTIV 

CORRECTIV möchte Crowdfunding für journalistische Projekte vereinfachen und garantiert den Projektstartern und Unterstützern deshalb drei Dinge: 

  1. Alle Projekte werden vorab auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Wichtige Faktoren sind: Sind die vorgeschlagenen Stories realisierbar? Beruhen sie auf vernünftigen Kostenschätzungen und Rechercheplänen? Erst wenn das erfahrene Journalisten-Team von CORRECTIV überzeugt ist, dass die Geschichten funktionieren, wird das Projekt in die Finanzierungsphase geschickt und die Crowd zur Finanzierung eingeladen. 
  2. CORRECTIV garantiert den erfolgreichen Abschluss aller geförderter Recherchen. Das bedeutet, dass das Team den Reporten zur Seite steht und sie bei Anfragen an Behörden, beim Beschaffen von Infos und bei technischen Problemen unterstützt. Und sollte dennoch ein Journalist - warum auch immer - seine Geschichte nicht zum Ziel führen können, springt CORRECTIV ein und führt die Arbeit zu Ende.
  3. Das Team hilft außerdem Unterstützern dabei, Steuern zu sparen: Da CORRECTIV bei den ausgewählten Crowdfunding-Projekten eingebunden ist und gemeinnützig ist, haben die Unterstützer die Möglichkeit eine Spendenbescheinigung zu bekommen, die sie beim Finanzamt einreichen können. 

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem CORRECTIV-Team und viele spannende Journalismus-Projekte! 

Was ist eine Partner Page? Für alle, die Partner Pages auf Startnext noch nicht kennen, wollen wir kurz die Idee erklären: Städte, Stiftungen, Universitäten, Förderinstitutionen oder Unternehmen können Partner Pages auf Startnext anlegen, um damit öffentlich sichtbar zu machen, welche Ideen sie auf Startnext unterstützen oder empfehlen. Für Projektstarter hat das den Vorteil, dass die Sichtbarkeit ihrer Projekte erhöht wird, da die Page-Initiatoren gute Multiplikatoren sind und das Projekt in ihrem Netzwerk teilen.

© Foto: Correctiv-Projekt Klage gegen Bundesrechnungshof

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