Login
Registrieren

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen.

Projekte / Community
#dScholarship
Das #dScholarship ist das erste demokratische Stipendium. Ein Experiment und erster Schritt zum Bedingungslosen Grundeinkommen. Wir wollen wissen: Arbeiten die Menschen anders, kreativer, effizienter, wenn man sie von Existenzängsten und Druck befreit?
Berlin
20.939 €
18.000 € Fundingziel
457
Fans
205
Unterstützer
Projekt erfolgreich
21.11.15, 12:53 Van Bo Le-Mentzel
Hallo liebe Mäzene. Einige von Euch haben es bestimmt mitbekommen. Ja, es ist vollbracht, nach der Gastprofessur in Hamburg bin nun für einige Monate untergetaucht. Weil ich einen Kinofilm gemacht habe. Das klingt superschräg, und ich wunder mich selbst darüber, dass das möglich war, jetzt wo ich Euch das schreibe. Es ist ein Friedensprojekt. Ein Film, der meine jüdischen und muslimischen Freunde zusammenrücken lässt und versucht, Vorurteile gegenüber dem Unbekannten abzubauen. Ein Film über den Koran! Ja, es ist wahr. Ich hätte am Anfang des Jahres nie damit gerechnet, dass ich mich mal mit dem Koran beschäftigen würde. Mir war der Koran und der Islam immer sehr fremd und suspekt. Doch meine Meinung darüber hat sich nun gewandelt und ich möchte gerne meine Erkenntnisse mit Euch teilen mit diesem Film. Es ist mein Beitrag zur aktuellen Islamdebatte: #3MIN of FAME, LOVE and PEACE. Er wird in den nächsten Wochen in mehreren Kinos gezeigt in Berlin, Frankfurt und Köln. Und wenn Ihr Lust und Zeit habt, würde ich mich freuen, Euch am Montag, 23. November 2015 um 10 Uhr zur Presseaufführung zu begrüssen im CINEPLEX NEUKÖLLN. Da sind noch einige Tickets frei. Die Abendveranstaltung um 18 Uhr ist restlos ausverkauft. Den Film gibt es ab dem 1. Dezember gebührenfrei im Internet zu sehen: www.3min-film.de Dieser Film eröffnet vielleicht ein neues Kapitel in meinem Leben und ich bedanke mich von Herzen bei Euch, dass Ihr es mir möglich gemacht habt, mich so frei zu bewegen dieses Jahr, dass ich den Mut fassen konnte, etwas völlig neues auszuprobieren. Dieser Film, der bereits große Aufmerksamkeit gewonnen hat und sowohl im RBB zibb als auch im Feuilleton der Berliner Zeitung Anerkennung fand. Dieser Film ist auch Euer Verdienst. Also lasst uns diesen Erfolg gemeinsam feiern. Am Montag gibt es ab 22 Uhr eine Afterpremiere Party in der Trompete Bar (Eintritt frei): https://www.facebook.com/events/1501758430118922/
01.05.15, 06:44 Van Bo Le-Mentzel
Der Februar sei Holger Kienle, Denis Bartelt, Anna Theil, Christof Struhk und ganz besonders Jan Fritsche gewidmet, weil sie ihn mir ermöglicht haben. Es ist Dienstag, 24. Februar. Ich sitze in einer Bäckerei in Hamburg. In wenigen Minuten startet mein Kurs an der Hochschule, wo ich eine Gastprofessur inne habe. Ich hole wie jeden Montagmorgen hier in der Bäckerei zwei Croissants mit Sesam für das offene Frühstück und check noch schnell Emails auf meinem iPhone. Ich las eine Email von einer Frau namens Anja Gladkich. Wer war das denn nochmal? Achja, die Frau, die mich darum bat, bei einer Jugendweihe zu sprechen. Ich glaube, ich habe ihr zugesagt. Ich musste mich setzen und mir schossen Tränen in die Augen. Anja war bei der dclass Konferenz in Berlin. Doch eins nach dem anderen: Im Februar standen alle Zeichen auf Bildung. Denn am 21. Februar habe ich mit ca 300 freiwilligen Menschen gemeinsam eine zweitägige Konferenz in Berlin umgesetzt: Die dclass - New Education for a New Economy. Es kamen mehrere Dutzend SprechnerInnen, die meisten aus dem Bildungsbereich. Die Höhepunkte des ersten Tages waren für mich persönlich die Beiträge von Hirnforscher Gerald Hüther, den ich beim Vision Summit im letzten Jahr kennengelernt habe. Meine 12 jährige Cousine Sidney, die ich dafür gewinnen konnte, auf der Bühne über ihr Hobby "Minecraft" zu sprechen. Sehr stolz war ich darauf, Maurice De Hond aus Amsterdam einladen zu können, der in Holland über 20 Steve JobsSchools Grundschulen gegründet hat. Maurice sieht in der Opensource Software die Lösung für viele Probleme. Der niederländische Medienstar zeigte mir auf dem iPad seiner 6-jährigen Tochter Daphne Comuerspiele, mit denen man Programmieren auf spielerische Art lernt. Meine Bedenken gegenüber dem vermeintlichen Suchtpotenzial ist durch seine kleine Einführung gesunken. Ben Paul, Deutschlands bekanntester Studienabbrecher stellte die Frage "Warum tust du das was du tust?" und die ehemalige Grundschullehrerin und Existenzgründerin Anna Kaiser und die junge Unternehmerin Milena Glimbovski waren für mich die Überraschungen des Tages. Kaiser überzeugte mit einer perfekt durchstrukturierten Rede über die Herausforderungen an die Arbeitswelt. Man hätte ihr Speakout auch "zur Lage der Nation" nennen können. Und Glimbovski, die Gründerin des "Original Unverpackt" Laden in Berlin gewann unsere Herzen mit ihrer offenen Art. Ein wenig schockte mich ihr Zugeständnis, dass sie vor Auftritten wie diesen Ritalin-Pillen schlucken muss, weil sie sonst ihre Gedanken nicht mehr fassen kann. Die Presse schenkte der dclass viel Aufmerksamkeit: RadioEins lud mic gleich zwei mal ins Studio nach Potsdam. Der Tagesspiegel machte gleich eine Videoreportage und die Berliner Zeitung brachte am darauffolgenden Montag eine halbseitige Berichterstattung. Damit haben die für mich wichtigsten Medienvertreter Berlins eine Vor- und Rückschau gegeben, die sehr wohlwollend war, vielleicht ein wenig zu wohlwollend. Am zweiten Tag wurde wenig kuratiert und nach dem Barcamp Prinzip konnte jeder eine Bühne bekommen, der wollte. Und da freute ich mich ganz besonders über Michael Bohmeyer, der die dclass auserkor, um ein weiteres Grundeinkommen zu verlosen. Die über 50 RednerInnen konnten in einem der sieben Räume in einem Kreuzberger Gewerbehof ihr zehnminütiges Statement beisteuern. Das war die Idee, keine Präsentationen, keine Powerpoint, keine Technik, keine (bzw. kaum) Fakten. Einfach nur Du und Deine Meinung. Ich nenne dieses Vortragsformat "Speakout". In dem Startnext Lab, welches der Abiturient Can Dermisli und ich betreute, durfte ich dem Speakout von dem gerade mal 12 jährigen Linus lauschen. Er kam mit seiner Mutter und wollte uns unbedingt mitteilen, warum er nicht mehr in die Schule geht und nun zu Hause Kuchen backen will. Bei solchen Äußerungen hätten sich bei mir vor noch einigen Jahren die Nackenhaare gesträubt. Doch heute verstehe ich, dass Schule in der westlichen Welt völlig überbewertet ist. Im Gegenteil, sie richtet meines Erachtens mehr Schaden an, als dass sie Vorteile bringt. Der Psychoanalytiker Arno Gruen geht in seinem Buch "Wider den Gehorsam", dass der blinde Gehorsam der Anfang ist vom Sterben der eigenen Persönlichkeit. Der Schweizer, der als Jude den Zweiten Weltkrieg überlebt hat, geht mit allen Menschen, die Gehorsam einfordern (also Lehrern, Arbeitgebern und vor allem Eltern) hart ins Gericht. Der Gehorsam killt die Menschen. Von verändert sich gerade meine Meinung gegenüber dem deutschen Bildungssystem, welches weltweit einen guten Ruf genießt und in der Wirtschaft ja Platzhirsche wie Daimler oder BMW hervorgebracht hat. Aber ist das die Wirtschaft, die die Antworten geben kann für die Gesellschaft von heute und morgen? Ganz besonders gerührt hat mich ein Satz, der ganz zum Ende des ersten Tages auf der Bühne gefallen ist. Er kam von der wohl ältesten und lebendigsten Unternehmerin Deutschlands: Gertrud Rosemann (92 Jahre!). Sie sagte einen Satz, den ich nicht vergessen werde: "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.". Die dclass war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung und vermutlich hätte ich diese Konferenz nicht machen können ohne das dScholarship. Es war nicht so, dass ich sehr viel Zeit in die Umsetzung reinstecken musste. Das war ja auch Teil des Konzeptes, mich als Initiator möglichst überflüssig zu machen. Es dauerte einige Wochen, doch dann geschah es. Es formierte sich ein Kernteam bestehend aus ca. sieben Menschen, die das Ruder übernahmen und ganz eigenständig mit einer eigenen Agenda die Führung übernahmen. Treibende Kräfte waren die Künstlerin Stephanie Bothor, der Crowdmanager Shai Hoffmann, der technische Leiter Moritz Jüdes, unsere Orgameisterin Amira Jehia und der Kommunikationschef Oli Pritzkow. Ich kam zur dclass wie ein Besucher. Dennoch hätte die dclass ohne das dScholarship nicht stattfinden können, denn die Planung erforderte sehr viel Aufmerksamkeit meinerseits. Wir haben bei der gesamten Konferenz das Gute Karma Prinzip gelebt, welches drei Regeln hatte: 1. Jeder darf machen, worauf er Lust hat und muss niemanden um Erlaubnis bitten. 2. Wenn jemand Fehler macht, muss er dafür gerade stehen, die anderen helfen ihm aber dabei. 3. Jeder soll das bekommen, was er will – sei es Aufmerksamkeit, Ego, Herausforderung oder im Gegenteil Ruhe, Abgeschiedenheit und Verständnis. Das sorgte für erstaunlich wenig Reibereien in einem Team, welches bis auf einige wenige ehrenamtlich arbeitete. Die Machtmenschen haben sich von allein aussortiert. Was sind die Früchte der dclass? Eine Schule in Berlin testet nun demnächst die iPad-Methode von Maurice De Hond. Das Folgeprojekt der dclass ist keine zweite dclass. Sondern heißt TEDx Neukoelln und wird veranstaltet von einem Abiturienten. Amira Jehia hat durch die dclass neue Jobperspektiven gewonnen und fühlt sich seit langem wieder erfüllt durch ihre neue Arbeit. Jehia ist nun in einem Verein untergekommen, der das Grundeinkommen voranbringt. Moritz Jüdes hat durch die dclass ein festes Team gewonnen, welches mit ihm das Startup "Socialee" gegründet hat. Ich habe durch die dclass den Berliner Ausnahmekünstler Willy Kramer kennengelernt, mit dem ich Musik mache. Und ich freu mich darüber, dass einer der dScholarship Stifter namens Jan Fritsche so aktiv dabei war (mit einem Speakout). Den Rhythmus der wöchentlichen dclass Treffen hat sich beibehalten. Und es kamen noch weitere wöchentlichen Jourfixe dazu. Sie sind für mich wie die Stammkneipe des guten Karmas. Wenn Du, liebe Leserin, lieber Leser, einfach mal reinschnuppern magst, dann schau doch mal hier in die aktuellen Termine: www.facebook.com/karmahafen. Natürlich gab es auch einige Dinge, die liefen nicht rund. Mich plagt ein schlechtes Gewissen: Ich habe mich finanziell ein wenig verrechnet und zu viel Geld verschenkt. Eine Rechnung von einem Filmemacher, der uns sehr geholfen hat, steht noch offen. Das muss ich nun ratenmäßig abstottern. Eine Bloggerin beschwerte sich darüber, dass wir zu sehr in einer Blase sind. Ein Teammitglied kam mit unseren offenen chaotischen Teamstruktur überhaupt nicht zurecht und fühlte sich nicht genug wertgeschätzt. Wir haben geflucht und geschimpft über den Filmverleih von "Alphabet" (Erwin Wagenhöfer), die sich geweigert haben, uns zu unterstützen. Doch im Großen und Ganzen kann ich die Ben Paul Frage ganz klar beantworten. Warum ich das tue, was ich tue? Diese Frage beantwortet die Mail von Anja Gladkich. Die Frau, die mich zum Weinen brachte. Sie schrieb: "Am 23.02.15 um 00:03 schrieb Anja Gladkich > Lieber Van Bo, > > ich bin unheimlich bewegt von meinen Erlebnissen der letztenbeiden Tage (...) Es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen, sie werden denGefühlen nicht gerecht, es klingt so furchtbar kitschig. (...) Jedoch ist mir vorhin, als ich nach dem Abschluss aus demStartnext-Lab herauskam etwas für mich so fundamentales widerfahren – ich kannnicht aufhören zu weinen (positiv!), das ich einfach nicht umhin kann, dies mitDir zu teilen, denn, so wie ich es sehe, verdanke ich es Dir. > Ich muss ein bisschen ausholen. Ichhatte immer einen starken Gerechtigkeitssinn und ein großes Unverständnis fürdie schlechten Dinge in dieser Welt. Ich verstehe nicht, warum wir nicht alleeinfach nur anständig und umsichtig miteinander sein können. Damit einher geht fürmich ein großes Ohnmachtsgefühl. Wer bin ich denn die Welt zu verändern? Wosoll ich denn anfangen? Und überhaupt, für sowas bin ich gar nicht gut genug! MeineAntwort bestand für mich darin, zu versuchen, einfach in meinem direkten Umfeld(Familie, Nachbarn, Freunde…) zu versuchen, diesen Anstand und diese Umsichtumzusetzen, die ich mir für die Welt wünsche. Dort, wo mir etwas auffällt undeinfällt, einen kleinen Beitrag zu leisten (Spenden für die Zivilgesellschaftin Syrien) und alles andere, die großen unlösbaren Probleme, auszublenden. Ichschaue keine Nachrichten. Ich ertrage das nicht. > > > Ich bin schon länger fassungslos undwütend über den Nahostkonflikt. Darüber, dass man dort eine Mauer baut undMenschen jede Lebensperspektive nimmt. Als aber die Spannungen nach derErmordung der jungen Israelis eskalierten, saß ich weinend vor den Bildern derbombardierten palästinensischen Zivilbevölkerung. Ich konnte mich nichtlosreißen von den Kindern. In jedem von ihnen – ob sie an der Hand Ihrer Elternflüchteten, angstvoll schauen oder verletzt ins Krankenhaus gebracht wurden –in jedem von ihnen sah ich meins und mir brach das Herz. Ein Bild hat sichbesonders eingebrannt, das allerschlimmste. Eine Mutter hält in sprach- undtränenloser Trauer ihr in ein weißes Tuch gehülltes Kind im Arm. Kein dunklesHaar, keine braunen Augen, nur ein Bündel in der Größe meiner Tochter. Ich kannihren Schmerz nicht erfassen, nur die Ahnung davon macht mich fertig, und ichkann nichts tun für sie, für keinen von ihnen. Ich saß nur weinend vor demBild, konnte nicht arbeiten, nicht schlafen. (...) Ich kam zum Limit meiner Schmerzgrenze, meinerWut. An einem absoluten Tiefpunkt. > > > Während dieser Zeit schrieb ich Dir. Anders als vieleandere, denen ich mit meinem Anliegen (der Jugendweiherede) schreibe, hast Dugeantwortet. Und nicht nur das, sondern sogar zugesagt. Gleich darauf kam dieMail, wo Du mir von der #DCLASS schriebst und mich batest, Dir Feedback dazu zugeben. Das habe ich versucht, auch wenn ich nicht ganz durchgesehen habe, undhabe seitdem interessiert verfolgt, wie das weiterwächst, und was ich dazubeitragen kann. (...) Auf dieKonferenz habe ich mich seitdem, seit Du/Ihr mir im Dezember das Ticket gemailthabt, gefreut. > > Ich war nicht gefasst darauf, wie sehr Ihr mich bewegenwürdet. Ich war vor allem nicht gefasst auf die Heilung, die einsetzte. Esklingt so bescheuert, Van Bo, es tut mir leid, dass ich das nicht andersausdrücken kann. Seitdem ich das erste Mal von Dir zurück hörte, fing meinGlaube in diese Welt wieder zu wachsen an. Dass vielleicht doch nicht allesverloren ist, dass auch das Gute noch zu finden ist. Die Konferenz war eineFortsetzung davon und eine Erweiterung. Denn ich habe für mich verstanden,hoffentlich nachhaltig, dass ich aufhören muss, mir die Frage zu stellen, wases wohl bringen soll, was ich wohl leisten kann. Ich muss einfach tun und fürmich wissen, dass das genug ist und richtig: tun, was ich tun kann. Ich dankeEuch allen, allen Beteiligten für dieses Geschenk. > > Du fragst Dich, ist das nun endlich der Punkt? Damit habenwir doch angefangen? Pass auf, jetzt kommt’s. Ich gehe also raus, aus demStartnext-Lab, mit diesen Gefühlen im Bauch. Durch meinen Kopf hallt DeinWunsch, Deine Spannung wieder, dass doch etwas entstehen möge, aus diesen Tagenund ich trage den Entschluss in mir, auch dazu beizutragen. Ich krame geradenach meinem Autoschlüssel, da fragt mich eine höfliche Stimme: „Excuse me, whatis going on in here?“ Es sind zwei Frauen, eine weißhaarige, neugierige Ladyund eine junge, zurückhaltende Schönheit. Ich erzähle ihnen von der Konferenz,den Themen, von Dir, was Du hier geschaffen hast und von dieser ungeheurenInspiration, die heute viele Leute hier erfasst hat. Ich gebe ihnen einen derZettel mit, der da noch mit Masking Tape am Schaufenster klebt, damit sie dieWebseite – und bald vielleicht auch die Speakouts – finden und daran teilhabenkönnen. Sie sind unheimlich angetan und bedanken sich auf das herzlichste. Siewollen sich das auf alle Fälle näher ansehen. Die Lady steckt den Zettel einund wir umarmen uns. Es ist uns einfach danach. Ich frage „But what do YOU do here? What madeyou come to this place, at this time?“ “Oh, we’re on a one week visit in Berlinand we stay here”, sagt sie, “I come from Isreal, I’m a teacher. This” – und siedeutet auf die Schönheit “is my student. She is Palestinian.” > > DANKE! > > Anja" Wie sagte Gertrud Rosemann so schön: Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist. Der Dank gilt allen Unterstützern und Karma Helfern der dclass Konferenz. Und auch den dScholarship Stiftern, die meinen Sohn mit Windeln versorgt haben und insbesondere der Person, die mir die Mobilität im Februar ermöglicht hat: Annette Scharlach. Weitere Links: www.dclass.de http://www.berliner-zeitung.de/berlin/erste-d-class-konferenz--im-heimathafen-neukoelln-auf-der-suche-nach-sinn-und-nachhaltigkeit,10809148,29927386.html
03.03.15, 19:58 Van Bo Le-Mentzel
Der Januar sei Jennifer Wood, Ursula Scherzinger, Ali Azimi und Marc Solterbeck gewidmet – weil sie ihn mir ermöglicht haben. Januar, mein erster Monat als D-Scholarship-Fellow - eine Lektion über Enttäuschung und Vertrauen Berlin, 3. Februar 2015 Es ist 8:49 Uhr, Prof. Henri schläft in seinem blauen Kinderwagen. Ich sitze in der Espresso Lounge - wie an fast jedem blaugrauen Morgen - in der Bergmannstraße. Doch diesmal verknote ich meine Beine ineinander. Ich friere. Mir ist kalt und ich wundere mich darüber, warum mich gestern abend im ICE ein Schüttelfrost heimgesucht hat. Und das, obwohl ich dick bekleidet war, ohne Sorgen war und gar im Gegenteil: Ich war erleichtert. Denn gestern konnte ich eine mittelgroße Katastrophe abwenden. Ich war gestern (so wie an jedem Montag) in Hamburg an der Uni. Dicke Luft. Krisenmeeting. Einige Studenten haben sich beschwert. Viele kämen mit der Freiheit, die wir zum zentralen Kern unseres Lehransatzes machten, nicht zurecht. Einer forderte sogar Hausaufgaben und 90 Minütige Vorlesungen. Glücklicherweise hat die Mehrheit dagegen argumentiert und als wir über die Einführung von Anwesenheitspflichten und Pflichtaufgaben abgestimmt haben, hat dann interessanterweise keiner mehr die Hand gehoben. Es ist so eine Sache mit der Freiheit. Es haben sich einige wenige darüber beschwert, dass sie nichts machen. Sich nicht herausgefordert fühlen, sich künstlerisch nicht weiterentwickeln. Ein Student namens Stefan Auster*, der Architekt, der noch nebenbei als Nachhilfelehrer arbeitet, pflichtete bei: "Dann geh doch in die Werkstätten oder besuche die anderem Klassen in der HFBK, wenn Du Dich langweilst." Der Stefan ist ein guter Mann, obgleich er von den letzten vier Montagen nur an einem Tag da war. Warum? Leute wie Stefan machen eigenständig Projekte. Ihm muss keiner in den Hintern treten. Doch was ist mit den anderen? Ist das meine Aufgabe: Den Menschen in den Hintern zu treten? Nun gut: Ich verfolge ja seit kurzem die Philosophie: Jeder soll das bekommen, was er will. Aber er muss auch mit den Konsequenzen leben! Also habe ich mir ein intensives Coachingprogramm ausgedacht: Friends Of Tens. Eine Art kreatives Bootcamp. Zehn Wochen lang. Für zehn Studierende. Ohne Unterbrechung begleite ich zehn Studierende in ihrer künstlerischen Entwicklung. Ich vergebe jede Woche eine Aufgabe, die so umfassend ist, dass der sogenannte "Tenner" tatsächlich auch eine Woche braucht, um sie zu lösen. Wer pausiert, fliegt aus dem Programm. Die Belohnung: Wer die zehn Wochen durchhält, wird mit einer zehnmonatigen Freundschaft belohnt, wo ich dem Tenner Hilfe jeglicher Art zusage. Das kann ein kreatives Coaching sein, das kann eine Karriereförderung sein bis hin zu Kapitalbeschaffung für Projekte. Ich bin nun eine Art Business Angel - nur für's Studium: Ein Education Angel. Ein Coach für das edukative Abenteuer: Ein Adventure Capitalist. Meine Hoffnung: Wer erstmal in diesen Wochenrhythmus gekommen ist, wird auch nach zehn Wochen weiterhin produktiv bleiben. Ich bin eigentlich gegen solche Drills. Aber die Leute sollen das bekommen, was sie wollen. Man könnte die ersten vier Wochen auch als eine Niederlage deuten. Es war nicht so, dass meine "Crowducation"-Erfindung einhellig Zuspruch fand und sofort aus jedem Studenten ein Genie machte. Ich bin mir auch nicht sicher, ob mein bedingungsloses Vertrauen in diese fremden Talente goutiert wird, oder gar als blockierend wahrgenommen wird. Wie dem auch sei. Nach einem Momat eine eher enttäuschende Bilanz. Grenzen Manchmal muss man auch Grenzen setzen, das ist auch eine Sache, die ich in diesem Monat erfahren habe. Eines Abends begegnete ich einem zersausten Mann auf einem schwarzen Holländerfahrrad. Ich war schon fast zu Hause. Der Mann hatte einen Zettel in der Hand und brüllte die Fußgänger mit einer vernuschelten Aggressivität an. Die meisten duckten sich weg. Er tat mir leid. Auf dem Zettel stand eine Adresse: Mehringdamm, Mehringhof. Der Mann schrie mich an: "Wo ist das. Wo verdammt nochmal ist das? Ich kann nicht lesen. Wo ist das? Ich muss noch vor 21 Uhr einen Schlafplatz bekommen. Ich haue Ihnen in die Fresse." Da ich ja als alter Marketingfuchs gelernt habe, dass Kunden nie das brauchen, was sie suchen, sondern eigentlich etwas anderes, habe ich ihn natürlich nicht zum Mehringhof gelotst, sondern gefragt, was er denn im Mehringhof zu finden hofft? Eine Obdachlosenznterkunft. Aha. "Ich bin behindert, ich kann nicht lesen. Helfen Sie mir!" Da ich wusste, dass es im Mehringhof keine Obdachlosenunterkunft gibt, wohl aber in der Gneisenaustraße hinter der Tankstelle viele Obdachlose vor einem Familienzentrum rumlungern habe ich ihm den Weg dorthin beschrieben. Das Zentrum lag schräg gegenüber. "Ich weiss nicht was gerade aus ist und wo links ist" schnauzte der Mann mich an und forderte: "Können Sie mich hinbringen und es tut mir leid, dass ich geflucht habe." Also gab ich mir einen Ruck und begleitete ihn dahin. Es waren nur zwei Blocks an Fußweg und ich dachte mir, dass es eine gute Idee ist, als Obdachloser ein Fahrrad zu fahren. "Das habe ich mir gekauft von meinem Betreuungsgeld. Bitte, wenn Sie mich am Montag anrufen, dann will ich Ihnen einen Euro geben, weil Sie mir helfen'" sagte er und nahm die Nase zwischen Zeigefinger und Daumen und rotzte eine ungehörige Portion sozialen Abschaum aus der angeschwollenen roten Nase. Ich lächelte und lehnt sein Angebot ab und kam mir in dem Moment vor wie ein Heiliger. Als wir in dem Familienzentrum waren, lernte ich Uwe, den Schichtleiter kennen. Ah ein Profi. Ein Sozialpädagoge. Jemand, der erfahren ist im Umgang mit solchen Fällen. Ich war froh darüber, meine Pflicht getan zu haben und veranschiedete mich von dem Mann mit der Holländerfahrrad. "Ich heisse Mahnke." sagte er zu mir und schaute mich böse an. Ich habe diesen Blick als Freundschaftsangebot gedeutet und verweigerte ihm die Hand zum Abschied zu geben. Als ich gehen wollte, hörte ich beiläufig im Gespräch zwischen Uwe und Mahnke, dass Mahnke nicht in dem Zentrum übernachten könne. Es sei keine Obdachlosenunterkunft, sondern ein Wohnheim für Alkoholiker, und alle Zimmer sind besetzt. Das heisst, er müsse mit dem Kältebus abgeholt werden und in die nächste Obdachlosenunterkunft nach Reinickendorf gebracht werden. Das wäre nicht das Problem. Notalls würde es auch ein Krankenwagen oder die Polizei tun. Das Problem wäre das Fahrrad. Das müsste natürlich hierbleiben. Das wollte Mahnke verständlicherweise nicht. Mobilität ist ein hohes Gut. Darauf sollte man nie freiwillig verzichten. "Bitte bringen Sie mich hin!" forderte Mahnke Uwe auf. Dass das unmöglich war, begriff auch Mahnke schnell. Also kam ich wieder ins Büro und bot an, ihn zumindest zum Bahnhof Yorckstraße zu begleiten. Das wäre etwa 20 Minuten zu Fuß. Es war kalt und dunkel und ich vermisste meine Frau. Ich versprach Mahnke, ich geh mal schnell nach Hause und hol mein Fahrrad und dann bring ich Dich zum Bahnhof Yorckstraße. "Nein, gehen Sie nicht. Bitte bleiben Sie hier. Und bitte verzeihen Sie, dass ich so geflucht habe." sagte Mahnke und setzte sich auf den Stuhl neben mich, das kam mir zu nah. Ich stand auf und ging und nickte dabei Uwe zu. "Ich habe Angst, dass er nicht wiederkommt." sagte Mahnke mit einer leisen brummigen Stimme. Ich entgegnete ihm mit einer Zuversicht, die mich selbst ein wenig verwunderte:"Mahnke, du musst mir jetzt einfach vertrauen. Ich komme wieder." Als ich zuhause war, sagte ich meinem Schatz noch kurz Hallo, erklärte ihr die Situation und stieg auf mein rotes Postfahrrad und fuhr zum Familienzentrum. Es hat sich nach einer intensiven Telefoniererei herausgestellt, dass Mahnke einem bestimmten Behindertenheim in Prenzlauer Berg angehört. Aus welchen Gründen auch immer hatte er für eine Nacht Hausverbot bekommen. Doch er wolle da nicht zurück, sagte Mahnke. Ich eskortierte ihn auf den dunklen Straßen Kreuzbergs zum Bahnhof Yorckstraße und wunderte mich, wie gut und sicher Mahnke fuhr. Und das, obwohl er einen Flachmann geleert hatte in der letzten halben Stunde. Am Fahrstuhl bat mich Mahnke, mit ihm mitzufahren. Er wolle in Schöneberg in eine Klinik für Behinderte. Die Adresse wisse er nicht. Ob ich mit ihm diese Klinik aufsuchen könne. Das hätte mich sicherlich noch mal zwei Stunden Zeit gekostet, die ich meiner Familie wegnehmen würde. Er meinte, er war da schon mal, da irgendwo in der Fregestraße. Soll ich das tun? Er würde das ohne Hilfe sicherlich nicht finden. Und Mahnke wirkt angsteinflößend. Verständlich, wenn Passanten ihm ausweichen würden. Ich schrieb mit einem blauen Filzmarker auf einen Zettel: Hilfe, ich bin behindert und kann nicht lesen. Ich suche eine Klinik in Schöneberg. Ich schrieb es mit grossen Lettern, sodass man den Zettel auch aus Entfernung lesen kann, eine Alkoholfahne als Distanz musste die Typo schaffen. Ich drückte ihm den Zettel in die Hand und wünschte ihm Glück. Eine gestalterische Lösung für eine soziale Angelegenheit. Noch nie hatte das Modewort Social Design besser gepasst zu meinen Tätigkeiten wie diese. Es ist durchaus möglich, dass Mahnke das Krankenhaus nicht einfach findet. Vermutlich nur auf Umwegen. Doch er wird es schaffen. Das traue ich nicht nur ihm zu, sondern auch den Menschen auf der Straße. Dass es jemanden geben wird, der ihn nicht hängen lässt. Mahnke bat mich noch ein weiteres Mal, ihn zum Bahnhof Schöneberg zu geleiten. Ich sagte entschieden: Nein, das schaffst du ohne mich. Er drehte sich um und die Fahrstuhltür schloss. Ich wollte ihm noch zuwinken, doch er drehte sich nicht um. Womöglich habe ich ihn enttäuscht. Ich dachte auf der Heimfahrt darüber nach, dass das Leben voller Enttäuschungen ist. Wir enttäuschen andere. Andere enttäuschen dich. Doch die Person, die dich am meisten enttäuschen kann, bist du selbst. Und der einzige Weg da raus ist mehr Vertrauen. Auch gegenüber Wildfremden manchmal. Darin, dass sie ihr Ziel aus eigener Kraft stemmen können. Und vor allem in dich selbst, dass alles gut ist wie du bist. Auch wenn es Enttäuschungen gab. Video: https://vimeo.com/116524480 Meine Utopie-Interviewserie von Filmfabrique für LemonAID Weiterer Dank: • an Silke Helfrich, die mir die Januar Monatskarte für Bus und Bahn gestiftet hat und meine Mobilität ermöglicht hat. • an Holger Koch, Frank H., Ronald Engert, Martin Jäger und Milena Steinmetzer für die Windeln * Name geändert
10.01.15, 21:52 Van Bo Le-Mentzel
Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich dank des #dScholarships tun und lassen, was ich will. Ich bin von niemandem finanziell abhängig und habe keine Pflichten. Wie fühlt sich das an, fragen mich viele: Diese grenzenlose Freiheit. Nun, hierzu muss ich gleich eingestehen: Freiheit ist das nicht gerade, was ich fühle. Es gab sogar ein, zwei Nächte, in denen ich unruhig geschlafen habe. Ich dachte, das #dScholarship würde mir diesen sagenumwobenen schwerelosen Zustand bereiten können, in denen die Ideen nur so sprießen. Ein Zustand, den der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi Flow nannte. Ich fühle mich gut, ja auch meist glücklich, vor allem dann, wenn ich das Gefühl habe, dass unser Sohn Henri und ich in Schwingung kommen. Nachts wacht der mittlerweile 14 Monate alte Freigeist nur noch zwei Mal auf. Er lässt sich sogar von mir beruhigen und nicht nur von seiner wundervollen Mutter. Wenn er dann auf meiner Brust wieder einschläft und ich ihn mit dem Auf- und Absenken meines Brustkorbes in die Wogen wiege, dann stelle ich mir vor, er sei ein kleines Schiffchen in einem sicheren Hafen. Das ist der Moment, den ich mit Glück meine. Mittlerweile ist es mir größtenteils gelungen, mich von dem Erwartungsdruck meiner StifterInnen zu lösen. Doch die innere Dankbarkeit lässt sich nicht wegknipsen. Ich fühle mich meinen zweihundert Stiftern dankbar, denn sie glauben an mich. Es ist gar nicht so sehr das Geld. Es ist eher der Vertrauensvorschuss, der mich beseelt. Als ich vor einem Jahr den Gründer eines Berliner Kaufhauses Christoph Struhk von dem #dScholarship erzählte, sagte er ohne eine Wimper zu zucken: Du wirst in nur wenigen Stunden das gesamte Geld zusammenhaben und ich werde Dir ohne Frage einen Teil dazu beisteuern. Struhk ist ein großer Bewunderer der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens, und offensichtlich muss ich einen Nerv bei diesem Mann, den ich zuvor noch nie gesehen habe, getroffen haben. Wie wir alle wissen, hat er sich geirrt. Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis das Stipendium beisammen war. Doch auf seine Zusage war Verlass. Im Internet sieht man uns beide in einen kurzen Film, aufgezeichnet in seinem Büro am Moritzplatz in Kreuzberg, eine sechs Quadratmeterkiste auf Rollen. Das Jahr beginnt mit vielen Neuigkeiten: Ich habe ein neues Hobby entdeckt: Dichten. Anstelle einer Neujahresrundmail habe ich ein Video aufgenommen am schönen Gleisdreieckpark in Schöneberg vor einer U-Bahnbrücke. Ich nenne das Vierminuten-Gedicht "Glaubensbekenntnis", und ich baue auf dem auf, was meine vielen Unterstützer angefangen haben: Vertrauensvorschuss geben. Es haben sich in wenigen Tagen mehrere Hundert Menschen angeschaut. Ich hoffe, dass ich damit vielen Menschen Mut machen konnte, einen neuen Weg einzuschlagen, falls sie sich bislang nicht getraut haben. Eine weitere Neuigkeit, vielleicht eine, die mein Leben verändern wird: Ich werde Professor! Die Professoren Jesko Fezer und Friedrich Von Borries von der staatlichen Kunstuniversität HFBK haben mich berufen. Für ein halbes Jahr, als Vertretung einer schwangeren Professorin. Was für ein Timing! Hier sind zwei Aspekte, die mir daran so gut gefallen: 1. Die Professur ist zeitlich begrenzt. Wachstums- und akademische Karrierepläne sind somit ausgeschlossen. Stellt Euch vor, wie ein Professor Lehre betreiben könnte, wenn er weiß, es gibt kein "Morgen". Er kann seine komplette Kreativität in die Lehre stecken und muss keine Kraft und Zeit ins Netzwerken und in den Status Quo investieren (hierfür geht fast die Hälfte der Zeit drauf, auf Kosten der Studierenden). 2. Ich brauche das Geld nicht! Dank des #dScholarships kann ich mit dem Professorenhonorar frei hantieren. Ich werde es unter den 18 Studierenden aufteilen. Jeden Monat gibt's Cash von mir auf die Kralle. Meine Vorprofessorin hält das (wie vermutlich fast alle Professorenkollegen auf dieser Welt) für die falsche Entscheidung. Doch die Sache mit dem Geld ist mir wichtig: Erstens ist das ein Sozialexperiment. Wie verhalten sich Studenten, wenn sie für das Studieren Geld von ihrem Prof bekommen? Wie werden sie das Geld einsetzen? Wird es Machtkämpfe geben? Fühlen sich die Studenten gar von mir korrumpiert? Wem steht eigentlich dieses Honorar zu? Ohne Frage arbeiten die Studierenden ja auch, zumindest in Stunden gemessen mindestens soviel wie die Profs. Warum sollten sie nicht dafür bezahlt werden? Weil sie ja von dem Studium profitieren? Ist das so? Verdient ein Student mit Master of Arts-Stempel mehr Geld als jemand ohne HFBK-Zertifikat? Lernt er denn überhaupt etwas, was er nicht durch die Praxis schneller lernen würde? Woher kommt eigentlich das viele Geld? Es sind über 20.000 Euro, die in den nächsten Monaten von der Freien Hansestadt Hamburg auf mein Konto fließen werden. Es gehört doch dem Steuerzahler, oder? Und wieso müssen eigentlich die Steuerzahler das private Vergnügen von 18 Studierenden aushalten inklusive deren Profs? Gibt es vielleicht eine Verantwortung den Steuerzahlern gegenüber, also dem Volk? Ich nenne sie ja die Crowd. Als mich vor einigen Wochen der Präsident der HFBK zum Kennenlerngespräch in seine denkmalgeschützte Präsidalkammer einlud, bat er mich darum, mich den 18 Studenten verplichtet zu fühlen. Ich trage große Verantwortung. Ich sehe das auch so, allerdings denke ich nicht, dass meine Verantwortung mit den Mauern der HFBK aufhört. Ich fühle mich der Crowd verpflichtet. Das sind die Steuerzahler, die Nachbarn also, die Eltern der Studierenden, die Arbeiterklasse und allen, die halt Steuern zahlen. Und ich fühle mich den Menschen verpflichtet, die es mir überhaupt erlauben, dieses Experiment mit dem Geld machen zu dürfen. Also den #dScholarship Stiftern im Besonderen. Für mich stand es ohne Frage: Meine Lehre wird nicht an den Mauern der HFBK aufhören. Ich will sie öffnen. Jeder, der an der HFBK mit uns Design studieren mag, ist willkommen. Ich nenne das Crowducation. Mithilfe des Internets werden wir Möglichkeiten finden. Das heißt, auch die #dScholarship StifterInnen und alle anderen aus der Crowd können mitmachen. Es gibt eine Facebook Gruppe, wo wir transparent machen, was uns beschäftigt und was wir gerade lernen: http://www.facebook.com/crowducation Eine offene Seite und derzeit arbeiten die Studierenden an unserem Seminarraum auf der Dachterasse. Es soll eine #OpenAcademy werden. Das sehen nicht alle gern. Party machen ist beispielsweise laut aktueller Anordnung an der Uni untersagt. Da habe ich gelernt, was der Unterschied zwischen Hamburg und Berlin ist. Sollen sie mich feuern. Ich werde den Studierenden nicht verbieten zu feiern, zu lieben und zu leben. Damit würde ich ja 80% des Studiumszweckes verhindern. Wie wir alle wissen, sind ja alle wichtigen Vorträge und Inhalte bereits im Internet abrufbereit. Für umme. Die Uni ist zum Austausch da, nicht zur Wissensvermittlung. Ich hatte am 5. Januar (letzten Montag) meinen ersten Tag als Prof an der HFBK. Mann, ich war nervös, habe mir extra von meiner Frau ein neues Outfit verpassen lassen, weil ich dachte, dass ich mit meinen zerrissenen Jeans und zerschlissenen Karma Chakhs den Studierenden zu wenig Wertschätzung entgegen bringe. Wir haben erstmal das gemacht, was man machen sollte, wenn man gemeinsam arbeiten will: Frühstücken. Dann haben wir aufgeräumt. Kaputte Stühle entsorgt. Müllecken entfernt. Plakate und Altlasten aus dem Vorjahr von der Wand genommen. Garderobe eingerichtet, damit es zumindest einen Ansatz von einer Willkommensgeste gibt. Die Couch aus dem Untergeschoss in unseren Seminarraum getragen und zu einer Lounge gruppiert. Wir haben eine Wand gebaut, wo wir Ideen sammeln. Es gab Leute, die mitgemacht haben, die Muffins gebacken haben, es gab Leute, die nur zugesehen haben und nicht mitgeholfen haben. Ja so ist es halt mit den Menschen. Es gibt Engagierte und die anderen. Diesen Raum gilt es zu verstehen und zu gestalten. Die #OpenAcademy nimmt Formen an. Mit großem Bauchweh habe ich mich in einer Studienratssitzung unter den Profs für eine Aufgabe bereit erklärt, für die noch ein freiwilliger Prof gesucht wurde: Mappensichtung. Ich werde bald zu den Menschen gehören, die mit ihrem Daumen darüber entscheiden, wer die 80 von den 100 Bewerbern sein werden, die nicht zum Club gehören dürfen. Frontex nur auf Intellektuell sozusagen. Genau das, was ich eigentlich bekämpfen will. Elitenbildung. Ausschluss. Exklusivität. Status Quo Erhalt. Doch aus Respekt vor meinen Professorenkollegen habe ich dem zugestimmt. Ich wundere mich, dass diese sich noch nicht gewundert haben, warum man im 21. Jahrhundert sich überhaupt mit einer Mappe bewerben muss. Wenn es nach mir ginge reicht ein Link zu einem Online Portfolio oder die Google Beiträge eines Bewerbers. Diese Art der Mappenbewerbung kommt aus einer Zeit, als es noch kein Internet gab und keine Filme. Wie soll ich denn als Kreativer eine gestaltete Internetseite, einen Blog, eine Crowdfunding-Kampagne, eine Petition, eine Facebookgruppe, ein instagram-Portfolio oder einen Film zeigen in einer Mappe? Oder ein Animated GIF, eine App, eine Minecraft-Welt vorführen, wenn mir das Medium Internet verweigert wird? Die Bewerber sollen ihre Internetseiten ausdrucken und Filme als CD der Mappe beilegen. Diese Aufforderung muss aus einer Zeit stammen, als es noch CD Laufwerke gab. Also ich hab keines mehr an meinem Laptop. Tja, was mache ich denn da bloß in dieser Mappenkommission? Mitmachen, nicht aufmucken, nicht auffallen, meine Kollegen nicht verärgern? Ich weiß es einfach nicht. Das richtige Leben im Falschen System funktioniert nicht, wusste schon der Philosoph Adorno. Ich hatte die Freiheit zu entscheiden, niemand zwingt mich in die Mappenkommission. Aber irgendwie hat mich mein Pflichtgefühl dazu verleitet, meinen Profkollegen zu helfen. Sie sind ja auch die Crowd. Heute in der Berliner Zeitung lese ich einen Kommentar von Arno Widmann über Freiheit, anlässlich der Charlie Hebdo Massaker in Paris, wo die Pressefreiheit das große Thema ist. "Die Freiheit ist nicht einfach da. Sie ist keine Festung (...). Die Freiheit ist ein Prozess, an dem mehr und mehr Bürger teilnehmen. Jeder, der neu hinzukommt, muss die Freiheit als eine Chance erleben, sich einzubringen. (...) Er wird aber auch lernen, dass die Freiheit auch immer die der Andersdenkenden ist." Weiterführende Links: Christof Struhk Interview: http://youtu.be/OqrvdctNi1E Glaubensbekenntnis Speakout: http://m.youtube.com/watch?v=Jg27QbmzCCU&feature=youtu.be Die Berliner Zeitung schreibt über meine Professur http://mobil.berliner-zeitung.de/kultur/van-bo-le-mentzel-der-professor--der-jedem-studenten-eine-eins-gibt,23785224,29467728.html
13.12.14, 21:00 Van Bo Le-Mentzel
Einladung zur Antrittsvorlesung nach Hamburg 17. Dezember 17 uhr in der HFBK Hamburg. Jetzt ist es offiziell. Vor etwa drei Monaten haben mich Professoren von der Hochschule der Bildenden Künste Hamburg berufen, an ihre Uni zu kommen, um die Grundklasse in "Design" zu unterrichten. Leute, ich, ein Ex-Graffiti-Sprüher, ein Ex-Flüchtling, ein Ex-Sozialhilfeempfänger werde in 2015 Professor. Oder genauer: Gastprofessor, ich vertrete eine Professorin, die in den Mutterschutz geht. Ich werde in Berlin bleiben und montags nach Hamburg pendeln und habe mir auch ein neuartiges Lehrkonzept ausgedacht, gemeinsam mit iversity.org. Lasst Euch überraschen. Würde mich sehr freuen, wenn die Hamburger unter Euch zu meiner Antrittsvorlesung kommen. Mehr Infos hier: https://www.facebook.com/events/1512311632370206 Foto: Tim Albrecht
09.12.14, 21:40 Van Bo Le-Mentzel
Welches Plakat ist Euer Favorit? Bitte sucht Euch eins aus, was Euch anspricht. Und zwar so sehr, dass Ihr es zu Hause aufhängen würdet. Dieses Plakat soll diese Veranstaltung bewerben: #DClass Conference Berlin am 21./22. Feb 2015 (Achtung neues Datum!) in Berlin. Mehr Info hier: http://www.dclass.strikingly.com (beta-Version) Fast 50 Leute aus der Crowd haben schon abgestimmt. Mach Du auch ein Kreuz! Danke an: 1) Susann Binder http://tinyurl.com/lsaqjo6 2) Jeannette Lindner http://tinyurl.com/lfs5byl 3) Oli P. http://tinyurl.com/pdrblgl 4) Laura Kato http://tinyurl.com/njtsmyc 5) Ali Azimi http://tinyurl.com/ohbj69g 6) Oli P. http://tinyurl.com/pnrjn2f 7) Oli P. http://tinyurl.com/kb7jnd9 8) Sascha Gallisch http://tinyurl.com/leu738j 9) Joachim Klöckner http://tinyurl.com/kpnt94o 10) Johanna Steuth http://tinyurl.com/qxdfjsy 11) Dominik Wigger http://tinyurl.com/mx2fjwc 12) Holger Koch http://tinyurl.com/ndsuj3z 13) Angelique Matagari http://tinyurl.com/kbpmy8f 14) Leoni Spiesecke http://tinyurl.com/pcjvzuv 15) Jakob Listabarth http://tinyurl.com/n6f9bas 16) Moritz Jüdes & Erik http://tinyurl.com/l7mn9f5 Es gibt keine Verlierer. Jede(r), die/der mitgemacht hat, bekommt ein Freiticket geschenkt. Es sind super Plakate dabei! Bitte hier einfach als Kommentar Euren Favoriten rauspicken. Am besten hier auf facebook: http://tinyurl.com/kjclq4w Hinweis: Das hier ist keine Abstimmung, sondern dient als Entscheidungshilfe. Bin mächtig stolz auf Euch, die Crowd! Euer Van Bo
05.12.14, 20:46 Van Bo Le-Mentzel
Deadline: Montag 8. Dez 17 Uhr Einfach Eure Ideen posten auf www.facebook.com/buildmorebuyless und mit #dclass versehen, sonst finden wir es nicht. Oder an prime@web.de Ihr könnt gerne dieses Bild hier als Vorlage nehmen, müsst Ihr aber nicht. Das Briefing habe ich hier: www.titanpad.com/dclassplakat Nicht wundern: Das Datum hat sich geändert. Die Konferenz findet nun am 21./22. Februar statt, und nicht im Januar! Bitte leitet das weiter an Eure Netzwerke, die Lust haben, zur Konferenz zu kommen (denn jeder, der eine Idee einreicht, bekommt ein Ticket geschenkt: 490 Euro!)
01.12.14, 21:50 Van Bo Le-Mentzel
Hallo Leute, es ist soweit! Wir planen die D CLASS CONFERENCE. Wer möchte mitmachen? Erstes Treffen für das Kernteam am Mittwoch 3. Dezember 19 Uhr im uppers Café, Yorckstr 3 (3 Min Fußweg vom U-Bhf Mehringdamm). Wer mitmachen möchte, aber nicht in Berlin ist, trägt sich bitte hier in die Liste ein: www.titanpad.com/helperslist Es gibt eine erste beta-Version der Website (nur der Keynote Teil ist soweit fertig). Gebt mir bitte mal Feedback. Wie findet Ihr das? Vermisst Ihr was? www.dclass.strikingly.com
28.11.14, 17:44 Van Bo Le-Mentzel
Ich bin bereit für das allererste Projekt im Rahmen des dank Euch realisierten #dScholarships. Ich plane eine zweitägige Konferenz namens D CLASS CONFERENCE - New Education for a New Economy. Mit vielen inspirierenden Speakern u.a. Ben Paul (Anti-Uni), Stefania Druga (HacKIDemia), Milena Glimbovski (Original Unverpackt) und Menschen aus der Online-Tutorial Szene (iversity). Ich suche noch Speaker für den 30.1. und freiwillige HelferInnen. Wer mag mitmachen und helfen? prime@web.de
27.11.14, 21:21 Van Bo Le-Mentzel
Das #dScholarship zieht neue Kreise: Heute bin ich auf dem Talksofa von Kurt Krömer und spreche über meine Arbeit, die Hartz IV Möbel, die Karma Chakhs und natürlich auch über das #dScholarship. Was Kurt Krömer, Karel Gott und der TV-Produzent Rademacher dazu sagen, erfahrt Ihr heute abend. 23:30 uhr, ARD. Bin schon ganz aufgeregt. http://www.rbb-online.de/kroemer/archiv/Fo8.html
25.10.14, 20:20 Van Bo Le-Mentzel
Das allererste #dScholarship hat nach 6 Monaten rund 20.940 Euro (von 18.000) eingespielt von 214 Stiftern. Hier mein Danke video. Mehr Statistik: 25 Menschen haben eine Woche gestiftet (375 Euro), eine Person gar einen ganzen Frühling (3 Monate=4.500 Euro), 80 Eiskugeln gehen an meine Frau ("Cool, da sehe ich ja auch wie eine Joghurtkugel aus nach dem Jahr" ruft meine Frau gerade aus der Küche) und fast 90 Packungen Windeln für unseren Sohn. Ich denke in diesem Fall werde ich es nicht verhindern können, dass die meisten Unterstützungen "beschissen" werden. Ihr seid die Besten!
11.10.14, 01:13 Van Bo Le-Mentzel
Schwerpunktthema der TV-Sendung: Ist Arbeit Segen oder Fluch. Ausgestrahlt am 7. Oktober im WDR / SWR. Im Netz könnt Ihr Euch die einstündige Sendung hier anschauen: https://www.planet-wissen.de/sendungen/2014/10/07_unsere_arbeit.jsp Mich persönlich hat die Qualität der Beiträge positiv überrascht. Vor allem der Beitrag über die Meetings in einem Konzern fand ich ernüchternd. Die Antworten von Ulrich Renz waren sehr differenziert und ich halte viel von ihm. Interessant war, dass wir während der ganzen Stunde darüber gesprochen haben, dass viel zu viele Menschen Arbeiten verrichten müssen, die ihnen nicht gerecht wird udn dabei die Kabelträgerin völlig übersehen im TV-Studio: eine schwarzhaarige sehr traurig dreinschauende Jugendliche, die echt während der gesamten Sendung eine Fresse gezogen hat. Ihr Job: Kabel zusammenrollen. Tja, wer macht denn diese anspruchslosen Arbeiten, wenn jeder immer nur Erfüllung sucht bei der Erwerbsarbeit?
23.09.14, 13:56 Van Bo Le-Mentzel
Liebe StifterInnen. Heute biete ich Euch einen Workshop an. Für alle, die • selbst ein Crowdfunding machen wollen • eine Crowd aufbauen möchten für ein Projekt/Firma • selbst mal Crowdfunding-Coaches werden wollen Dieser Intensivkurs für Einsteiger geht drei Stunden und kostet 250 Euro. Man kann aber auch anstelle von Euro auch mit Karma "zahlen". Das kann bedeuten, dass Ihr mal jemand anderes ein Coaching in Crowdfunding gebt oder startnext mal helft bei irgendeiner Aktion usw. Ihr habt ja bereits indirekt über das #dScholarship einen Beitrag für das Gemeinwohl gemacht. Von daher würde ich mich dafür stark machen, dass ihr keine 250 Euro zahlen müsst. (Hallo Anna Theil – Du bist ja auch in diesem Verteiler – das ist hoffentlich okay für Dich?). Das Geld fließt zu 100% an startnext, naja nicht ganz, 19% geht an das Finanzamt und was bekommt der Referent? Ich nehme davon nichts (ich arbeite ja nicht mehr für Geld). Und startnext nutzt das Geld, um das startnext LAB damit aufzubauen, eine Art Austauschplattform zum Thema Crowdfunding. Die Idee, dass man wählen kann zwischen Euro und Karma habe ich mir mal ausgedacht vor ein paar Jahren. Das Karma-Deal Prinzip ist fester Bestandteil einer neuen Wirtschaftsform, die ich Karma Economy nenne. Im betahaus gibt es deswegen den Build or Buy Shop. Ich finde das schöner, weil es niemanden ausschließt, und Menschen mit wenig Geld die Möglichkeit gibt, trotzdem teilzuhaben, ohne ihnen einen Ermäßigten-Sonderstatus zu geben. Zur Anmeldung geht es hier lang: https://www.startnext.de/Crowdbuilding_Workshop/topic/tyNavigationTopicID_329/shop_art_id/7877/tpl/startnext_shop Und schickt Eure Karma Deals an anna.theil@startnext.de und dann seid ihr dabei. Schreibt zum Beispiel: Hallo Anna, ich bin Stifter des #dScholarship und mein Beitrag ist es, Van Bo zu ermöglichen, dass er ehrenamtlich für Euch arbeiten kann. Und gerne weiterleiten an Eure Kolleginnen und Freunde.
22.09.14, 10:31 Van Bo Le-Mentzel
Christof hat eine ganze Woche gestiftet (375 Euro) und war auch recht großzügig mit einer Spende für startnext. Leute wie Christof sind sehr wichtig für die Stadtentwicklung in Kreuzberg. Ohne Struhk hätte es wohl auch nicht die Prinzessinnegärten gegeben, für die er die Immobilienpacht vorbereitet hat. Sein Unternehmen modulor ist eine völlige Neuerfindung von Retail und als Fan des Bedingungslosen Grundeinkommen hat Christof nicht lange gezögert und mir sofort Unterstützung zugesagt. In dem Video bekommt Ihr einen kleinen Einblick in seine Gedankenwelt. Viel Spaß.
18.09.14, 00:34 Van Bo Le-Mentzel
In wenigen Stunden ist es soweit, um 19 Uhr heute wird in Berlin-Neukölln bei einem Fest auf einem Parkhausdach – dem legendären Klunkerkranich – per Zufallsprinzip vier Menschen mit einem Grundeinkommen für ein Jahr beschenkt. Das Geld hat Michael Bohmeyer, einer unserer Stifter, via Crowdfunding gesammelt. Ich finde seine Aktion ganz grandios, weil es so ähnliche Ziele wie das #dScholarship verfolgt, aber auf eine eigene Weise sehr kreativ ist. Bei ihm handelt es sich um ein Gewinnspiel, bei dem jeder 12.000 Euro gewinnen kann. Alles was ihr tun müsst, ist Euch binnen der nächsten Stunden auf www.mein-grundeinkommen.de eintragen und die Frage beantworten: Was würde ich mit Grundeinkommen machen? Ich werde die Hälfte des überschüssigen Geldes in sein Projekt stecken. Ich habe jetzt schon mal 1.000 Euro in sein Projekt gesteckt, denn vielleicht bekommen wir heute noch ein fünftes Grundeinkommen zusammen? Macht mit, Leute und schaut beim Klunkerkranich-Fest vorbei. Ich habe mich bereit erklärt dort mit allem, was ich kann, zu helfen. Habe also die Verlosung organisiert (es ist ein Glücksrad) und helfe bei der Moderation. Sehen wir uns morgen da? Ich würde mich freuen. https://www.facebook.com/events/1458456897747639
24.08.14, 21:22 Van Bo Le-Mentzel
Was soll ich mit dem überschüssigen Geld aus www.startnext.de/dscholarship machen? a ) Behalten (für eventuelle Rechnungen z.B. Zahnarzt/Notfälle) b ) Aufteilen unter den 200 StifterInnen c ) Reinvestieren in das dScholarship (z.B. um Projekte wie die d-Class Konferenz zu ermöglichen) d ) überweisen auf www.mein-grundeinkommen.de e ) Den nächsten #DScholarship Fellows schenken f ) ...? Ich brauche monatlich 1.500 Euro, um finanziell abgesichert zu sein (d.h.: 18.000 Euro für das ganze Jahr). Es sind nun aber schon 18.500 Euro drin und es kommen schätzungsweise noch 4.000 Euro rein. Nicht wundern, Eure Kommentare landen aus technischen Gründen hier auf der Pinnwand (und nicht im Blog) Van Bo
17.08.14, 00:33 Van Bo Le-Mentzel
Das #dScholarship ist gefundet, und nu? Wie geht's weiter. Nur eins ist im Moment klar: Ab dem 1. Januar 2015 werde ich ein Jahr lang nicht für Geld arbeiten. Erstmal möchte ich mit Euch feiern. Und zwar beim nächsten Get Together in den Prinzessinnengärten. Bitte meldet Euch hier an, damit ich weiß, auf wieviele Menschen ich mich freuen darf: https://www.facebook.com/events/1476224472625560/# (Wer nicht bei facebook ist, einfach mail an mich prime@web.de) Wer Interesse hat, selbst mal ein #dScholarship zu bekommen, sollte unbedingt kommen, weil ich Euch die Checkliste präsentieren will, die Euch zeigt, inwiefern das #dScholarship zu Euch passt (oder doch lieber andere Stipendien). Ich freue mich auf Euch. Übrigens an dem Tag findet tagsüber im betahaus nebenan das "People in Beta" Festival statt, wo ich auch zum #dScholarship einen Vortrag halten werde (kostet aber 45 Euro Eintritt).
12.08.14, 11:50 Van Bo Le-Mentzel
Die rbb Abendschau will über das erste #dScholarship einen Beitrag machen und gerne ein oder zwei StifterInnen interviewen. Wer mag? Gedreht wird voraussichtlich am 25. August (Termin steht aber noch nicht). Bitte email und Handynummer an mich und ich leite das dann an die Redakteurin Susanne Papawassiliu weiter.
09.08.14, 22:34 Van Bo Le-Mentzel
Unglaublich, ein Stifter hat auf einen Schlag die fehlenden 1.000 Euro mit einem Schlag in den Topf gesteckt. Ich muss die Person unbedingt kennenlernen. Doch zuerst lasst uns gemeinsam einen Videospot drehen. Schick mir ein Videoselfie, in dem Du (in englisch) in einem Satz sagst: "If I had one year off, I would ..." Wir reihen diese Statements aneinander und wollen damit am 30. August im betahaus ein wenig feiern. Ihr bekommt hierzu noch eine Einladung in einer gesonderten Mail. Bitte Euer Video entweder direkt an mich prime@web.de oder über wetransfer oder dropbox. Schaffst Ihr das noch an diesem Wochenende? Das wäre prima. Wer länger braucht, sagt kurz bescheid, damit wir warten können.
31.07.14, 22:07 Van Bo Le-Mentzel
Wow! 80% des #dScholarship ist finanziert. Victoria Ringleb aus Jena (die Frau ganz rechts oben in der Fotocollage) hat die 16.000 Euro Marke geknackt. Liebe Victoria, das freut mich sehr, auch noch mit einer ganzen Woche (375 Euro) hast Du das Stipendium unterstützt. Und das, obwohl ich Dich einmal ganz arg versetzt habe. Die Fotocollage zeigt eine Podiumsdiskussion in Berlin (Orange Lab), zu der Cornelia Horsch vom Internationalen Designzentrum vor einigen Wochen einlud (rechts neben mir). Victoria leitet einen sehr großen Verband: Den Verband Deutscher Designer, der die Lobby der Designer darstellt. Hm. Ob Victoria wohl weiß, wie ich zum Thema Urheberrecht stehe, die der Verband ausweiten will?
23.07.14, 22:46 Van Bo Le-Mentzel
15.000 Euro haben wir nun schon zusammen. Was sagt denn eigentlich das Finanzamt dazu? Höchste Zeit, meinen Steuerberater aufzusuchen. Patrick Strasser ist aus dem Dunstkreis von den Teekampagne-Machern und ein Social Enterpreneur Unterstützer. Doch wie schätzt er den Erfolg eines #dScholarships ein? Muss man Crowdfundinggelder versteuern? Was sagen Finanzprüfer zum Thema Crowdfunding? Dieser Spaziergang verrät es. Logo: Jakob Listabarth
21.07.14, 16:32 Van Bo Le-Mentzel
Gestern abend um 21 Uhr haben wir auf der Bühne des Berlin Ensemble Theaters in 38 Minuten die Aufzeichnung der KURT KRÖMER LATE NIGHT SHOW abgedreht. Und zum allerersten Mal gab es Standing Ovation! Das lag nun nicht an mir, aber die Show war wirklich lustig und ich habe mich kaum eingekriegt vor Lachen. Nervös war ich schon ein wenig, weil ja Kurt Krömer sich gerne ein wenig lustig macht über seine Gäste. Auf der Couch saß rechts von mir der Schlagerstar Karel Gott. Und später kam der Traumschiff-Produzent Wolfgang Rademann. "Der Tag der Legenden" witzelte ein gut gelaunter Kurt Krömer, und als es um mich ging, hat er das Zitat aufgebracht von Peter Parker, um das ich mich auch oft bemühe: "Mit großen Fähigkeiten kommt große Verantwortung." Und er ließ mich das Konzept der Karma Chakhs erklären (Siehe www.startnext.de/karma-chakhs ) und hackte ordentlich auf Converse rum. Dann wollte er wissen, warum ich die Hartz IV Möbel gemacht habe. Krömer stellte würdigend heraus, dass das alles Projekte sind, mit denen ich kein Geld verdienen will. Als dann Karel Gott fragte, wovon ich denn leben soll, lieferte das mir die Steilvorlage für das #dScholarship. Am Ende schien Kurt so beeindruckt, dass er mich unbedingt umarmen wollte. In diese Umarmung schlossen wir Karel Gott mit ein und unter tosendem Applaus zelebrierten wir einen kurzen Moment des Friedens. Big hug. Ich habe es gespürt: Kurt Krömer findet das richtig geil, was wir hier anstellen und an keiner Stelle unseres ca. 8 minütigen Gespräches hat er mich lächerlich aussehen lassen. Diesen "Big hug" will ich nun an Euch weitergeben, weil ohne Euch das alles nicht geht. Fühlt Euch also ganz lieb umarmt von Kurt Krömer und mir für dieses mediale Interesse. Die Sendung wird am 27. November ausgestrahlt und dem #dScholarship einen schönen Schwung ins neue Jahr geben. Draußen haben mir einige Zuschauer auch zugerufen und positives Feedback gegeben. Kurt Krömers Frau meinte zu mir, dass das eines der besten Shows war, die Kurt in der Staffel gedreht hatte. Als Karel Gott zum Abschluss "Sag einfach ja" sang, waren wir alle in bester Love, Peace and Harmony-Laune. Das Foto zeigt den Erfahrungsbericht von Denise Lillge, die ein Ticket gewonnen hat. Die Show ist seit Wochen ausverkauft gewesen. Es gibt sehr viele Dinge auf der Welt, die man nicht mit Geld kaufen kann. Danke an Denise und alle anderen für das Teilen. Nach der Show hat mir Kurt Krömers Frau auch noch gesteckt, dass sie Kurt Krömer das #dScholarship auch als Stifter unterstützen mag. Leute, ich glaube, wir alle legen hier gerade den Grundstein für etwas ganz Großes...
17.07.14, 22:55 Van Bo Le-Mentzel
So ganz offiziell ist noch nicht, aber sein Producer hat es mir gesteckt: Kurt Krömer ist total angetan von unserer Karma Ökonomie und will mehr wissen über das #dScholarship. Deshalb werde ich am Sonntag in seiner KURT KRÖMER LATE NIGHT Show auf der Bühne sitzen. Neben dem Biene Maja-Komponisten Karel Gott und dem Traumschiff-Erfinder. Vielleicht gewinnen wir ihn ja sogar als Stifter? Oder wird er mich nieder machen, wofür er so bekannt ist? Ihr werdet es herausfinden. Ich darf eine Person mitbringen. Wer also Interesse hat, kann am Ticket-Gewinnspiel mitmachen. Einfach diesen Post auf facebook teilen mit einem persönlichen Satz: Meine Meinung zum #dScholarship ist ... (Wichtig, wenn ihr den hashtag #dScholarship nicht benutzt, kann ich Euren Post nicht finden) Am Samstag 23 Uhr werde ich per Los den Gewinner bekannt geben. Die Tickets sind begehrt (weil restlos ausverkauft!). Daten: KURT Krömer Late Night am So 20. Juli (ca. 19:30) Berlin Ensemble, nahe Bahnhof Friedrichstrasse Ausstrahlung im ARD im November 2014. Mann, bin ich aufgeregt.
15.07.14, 22:37 Van Bo Le-Mentzel
Warum schenken Menschen einem Wildfremden Geld? Ich habe meinen Stifter Michael Bohmeyer auf einer Brücke in Kreuzberg getroffen und ihn genau das gefragt. Bohmeyer lebt bereits eine Art #dScholarship offen aus seit Januar diesen Jahres. Schaut Euch an, was das mit ihm gemacht hat und zu welcher Idee geführt hat. Der Programmierer Bohmeyer will, dass auch andere ein Jahr lang bedingungslos leben und sammelt nun auch Geld. Sein Projekt heißt www.Mein-Grundeinkommen.de und seine Idee ist noch genialer als das #dScholarship. Denn während meine Stifter hier ja eine Beziehung aufbauen können zu mir, bevor sie stiften, so ist es bei Bohmeyers Projekt bedingungsloser. Dort zahlt man nämlich Geld ein für eine Person, die noch nicht feststeht. Per Los wird eine Person gezogen, die sich über 10.000 Euro freuen darf. Auch genial: Es gibt keine Jury (Ihr wisst, ich boykottiere Jurys), sondern der Zufall entscheidet. Doch seht selbst! Danke an Jakob Listabarth für das Logo! PS: Wie findet Ihr das Video? Zu lang? Vermisst Ihr was? Zu langweilig? Zu oberflächlich? Gebt Feedback, liebe Crowd.
14.07.14, 22:58 Van Bo Le-Mentzel
Jakob Bendt trifft zum Lunch auf Familie Le-Mentzel. Bendt aus Hamburg hat mit Freunden eine Firma gegründet, die nicht nur gut aussieht und gutes anstellt mit dem Gewinn. (Ein kleiner Prozentsatz wird den Bauern vor Ort gespendet, auch wenn keine Gewinne abfallen!). Sein Getränk schmeckt auch ganz vorzüglich. Nicht so süß wie andere Limonaden (Ich bevorzuge Leitungswasser). Danke lieber Jakob, dass Du mir eine ganze Woche unseres Lebens ermöglichst! Mann, irgendwie habe ich Lust bekommen, auch mal Lemonaid zu helfen ... Foto: Luise Mentzel
01.07.14, 10:20 Van Bo Le-Mentzel
Der Filmemacher und Umweltaktivist Konstantin Muffert (www.walkampagne.de) aus Hamburg hilft dem #dScholarship auf die Sprünge und stiftet so viel, dass wir aus der 6.000er Zone wegkommen und nun bei 7.000 Euro glatt sind. Damit steuern wir nun auf die 50% Marke zu (9,000 Euro). Doch noch bleibt alles offen, ob wir es schaffen können. Es ist bemerkenswert, dass Muffert selbst aus seiner Privattasche Geld locker macht für andere Crowdfunding-Projekte, denn er selbst sammelt gerade Geld für einen Aufklärungsfilm in Kanada mit Andreas Hoppe. Es geht um den Teersandabbau der Ölindustrie, die eine große Gefahr für Wale und Umwelt ist. 50.000 Euro braucht Muffert. Ich würde Muffert so gerne helfen, dass er sein Projekt realisieren kann. Habt ihr eine Idee, wie man mehr Aufmerksamkeit auf sein Filmprojekt lenken kann? Oder wie seht Ihr das, ist es sinnvoll 50.000 Euro für eine Dokumentation auszugeben oder wünscht Ihr Euch, dass das Geld womöglich auch für andere Zwecke verwendet wird? Direkt für die Wale? Checkt bitte www.walkampagne.de und gebt mal hier für den Muffert ein Feedback, wie man das noch besser machen kann?
29.06.14, 19:42 Van Bo Le-Mentzel
Das Vice Magazin hat mich kürzlich zum Interview gebeten und in ihrem Online Format "Motherboard" gefragt, wer denn die Drecksarbeit macht, wenn jeder nur noch das macht, worauf er Lust hat. Meine Antwort war: "Tja, gute Frage. Wer macht die Drecksarbeit heute? Man zahlt Menschen, die auf Geld zum Überleben angewiesen sind, ein kleines Geld, und dann machen die alles: Klos putzen, in Bergwerken Erze abgraben, Sexarbeit, Baumwolle pflücken und in Indien fangen arme Frauen neuerdings in Fertilisationskliniken an Babys auszutragen für westliche Karrierefrauen. Das ist für mich keine Alternative. Auch wenn es so aussieht, diese Menschen machen das nicht freiwillig. Sie machen es, weil sie sonst verhungern. Ich bin gespannt, ob ich im nächsten Jahr freiwillig auch unschöne Arbeiten erledigen würde. Letztendlich ist alles eine Frage der Einstellung. Als wir Schuhe verpackt haben für die Karma Chakhs habe ich diese eigentlich stupide Arbeit zum Event erklärt: Packaging Party mit Musik und Buffet. In Seoul zur Fußball-WM haben die Menschen freiwillig die Straßen gesäubert nach dem Public Viewing, es war ein Riesenhappening. Kulturarbeit macht Spaß, Zwangsarbeit nicht. Also lasst uns genau darüber nachdenken: Wie kann man unschöne Arbeiten zu einer Kultur erklären? Und für den Rest sollten wir Maschinen entwickeln." Interview: Christine Kewitz Fotos: Benjamin Heck Das vollständige Interview hier: http://motherboard.vice.com/de/read/crowdfunding-fuer-ein-demokratisches-stipendium
25.06.14, 12:24 Van Bo Le-Mentzel
Crowdfunding in aller Munde! RBB hat sich interessanten Crowdfunding Projekten angenommen und sieben außergewöhnliche Projekte vorgestellt. Das #dScholarship ist eines davon! Das hat mich sehr gefreut und Ihr könnt auch froh darüber sein, dass ihr hier bei einem Projekt ganz vorne mit dabei seid, welches hoffentlich noch viele Nachahmer findet. Hier nochmal der Beitrag als freier Youtube Film. Danke an den Mister ..... (der nicht genannt werde will), der das Video online gestellt hat.
24.06.14, 18:22 Van Bo Le-Mentzel
Mit einem großem Kloß im Hals habe ich heute von Kaileigh Fryers To-Do-Liste erfahren. Kaileigh ist eine Schülerin in Australien, die letztes Jahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Erst nachträglich haben die Eltern einen Zettel entdeckt mit 50 Dingen, die Kaleigh unbedingt machen wollte in ihrem Leben. Der 50. Wunsch ist gar noch frei. Für Kaileigh ist es zu spät. Für uns noch nicht. Lasst uns unsere Zeit sinnvoll nutzen, liebe Crowd. Was ist Eure Liste? Darf ich Euch helfen, diese Wünsche zu erfüllen? Mehr dazu hier: http://www.welt.de/vermischtes/article128095032/Die-unerfuellten-Traeume-der-verstorbenen-19-Jaehrigen.html 50 Dinge, die ich machen muss in diesem Leben Von Kailaigh Fryer 1. Spanisch lernen 2. Als Rucksacktourist Südamerika auf einem Motorrad bereisen 3. Einen Marathon laufen 4. Meditieren / sich spirituell zurückziehen 5. Eigenes Geschäft eröffnen 6. Surfen lernen 7. Ein Lied schreiben 8. Einen Oldtimer wiederherstellen/aufpolieren 9. Gitarre spielen lernen 10. Einen Roadtrip (Autoreise) mit Freunden unternehmen. Mit dabei: Nur ein kleiner Koffer mit Klamotten und eine Gitarre. 11. Hinter einem Wasserfall laufen 12. Unterrichten/Lehren 13. Übersee Freiwilligenarbeit leisten 14. Mit jemandem den man liebt im Regen tanzen 15. Blut spenden 16. Eine Liste schreiben mit 365 Dingen, die einem Freude bereiten und ein Jahr lang jeden Tag ein Foto von einem dieser Dinge machen 17. Neuseeland besuchen/bereisen 18. Eine Pizza in Italien essen 19. Fallschirmspringen 20. Ein Buch schreiben 21. 2 Wochen lang vor 6 Uhr morgens aufstehen 22. Die Nordlichter sehen 23. Auf ein Blind Date gehen 24. Einen Salsa-Tanzkurs mitmachen 25. Mit Delfinen schwimmen 26. Mit einem Löwen/ einer großen Katze kuscheln 27. Eine Safari in Afrika machen 28. Eine außerkörperliche Erfahrung erleben 29. Make a difference – Etwas verändern in der Welt 30. Ein Mentor sein 31. Einen Baum pflanzen 32. bei einer Demonstration mitmachen 33. Durch die Karibik segeln 34. Draußen schlafen mit jemandem, den man liebt 35. Früchte pflücken gehen 36. Ein Waisenhaus eröffnen 37. Die besten 100 Bücher aller Zeiten lesen 38. Gastgeber einer Benefizveranstaltung/Spendensammlungsaktion sein 39. Ein Kind adoptieren 40. Ein Sammelalbum vervollständigen 41. Einen Kaffee mit einem alten Menschen trinken und sich dabei über dessen Leben unterhalten 42. Jemanden inspirieren 43. Einen Ausflug auf einer Harley machen – ohne Ziel 44. Ein Weihnachtsessen für Obdachlose veranstalten 45. Ein Kunstwerk für das eigene Haus erschaffen 46. Zum Karneval in Rio gehen 47. Nach Santorini reisen 48. Nach Kroatien reisen 49. Eine Show im Moulin Rouge in Paris sehen
22.06.14, 22:15 Van Bo Le-Mentzel
Wow! Nur noch Okt, Nov und Dez fehlen, dann ist die Mobilität für mein #dScholarship abgesichert. Einen großen Dank an die StifterInnen bisher, die mir so großzügig eine Monatskarte gesponsert haben: Nick Puhlmann, Sebastian Schmidt, Thorsten Strunz. Annette Scharlach hat sogar zwei Monate gesponsert und Peter Palmreuther gleich drei Monate (Juli bis Sept). Die einzige Person von Euch, die ich schon kennenlernen durfte ist Silke Helfrich (bekannt als Autorin des Buches #Commons )Silke war die Erste und hat das Monatsticket für Januar finanziert.
18.06.14, 00:37 Van Bo Le-Mentzel
Auf den ersten Blick hört es sich verrückt an, doch der Schweizer Moneycoach nimmt an, dass Menschen ohne Erwerbsarbeit einer Nichterwerbsarbeit nachgehen würden. Koenigs Ansicht nach ist das Problem der tief sitzende Glaube, dass man ohne Geld sterben würde. Sein Lösungsansatz ist interessant. Koenig verteufelt nicht das Geld an sich. Er sieht es als problematisch an, dass Geld Sicherheit suggeriere. Doch bietet Geld nicht auch Sicherheit an? Und ein Leben ohne Geld kann für viele Menschen vor allem in gesundheitlichen Notsituationen durchaus auch das Ende der Existenz bedeuten, oder? Ein Film von Thomas Jonatowski.
16.06.14, 21:51 Van Bo Le-Mentzel
Am letzten Samstag fand das allererste #dScholarship Get Together (Treffen) statt in Berlin. Ich habe mit acht Leuten gerechnet. Es kamen über 20 und einige sind weit gereist (Der Stifter Ali Azimi von IDEA PUNKS kam nur für dieses Treffen aus Hamburg). Im Kreis saß eine völlig gemischte Gruppe aus Charakteren, die nicht unterschiedlicher sein konnten: Eine amerikanische Bildhauerin (in Rente), ein Deutsche Bank Pressesprecher (der vormals Staatssekretär in Berlin war), ein GE-Manager, ein junges chinesisch-deutsches Startup, eine Mitarbeiterin aus der Arbeitsagentur, ein Krautreporter-Unterstützer, Marketingangestellte, Erwerbslose, Gutverdiener, junge und alte. Mit dabei auch der Karma Chakhs Crowductor Shai Hoffmann und die Crowdfunding-Expertin Anna Theil (Geschäftsführerin von startnext.de). Besonders gefreut habe ich mich über ein Geschenk: Ein T-Shirt mit einem Herz-Aufdruck von der (Crowdfunding) Künstlerin Stephanie Bothor von Paradis Sauvage (Foto). Der Internetunternehmer Michael Bohmeyer kam mit seiner 2 jährigen Tochter und erzählte uns davon, dass er seit Januar praktisch eine Art dScholarship bekommt (er wird von seinem Startup monatlich ausgezahlt). Das führte bei ihm nicht dazu, dass er faul auf der Haut liegt. Bei einem kleinen Radiosender engagiert er sich ehrenamtlich und mit der Seite mein-grundeinkommen.de versucht er anderen Menschen ebenfalls ein Grundeinkommen zu ermöglichen. Es war ein für mich sehr wichtiges Treffen, weil ich in den letzten Tagen zu vielen Skeptikern begegnet bin, die dieses Projekt als überflüssige Spielerei ansehen. Wir haben zwar über die Details gestritten, doch die große Idee wurde hier nicht mehr in Frage gestellt. Die PR-Frau Aboli wünscht sich, dass ich keine bestehenden Projekte fortführe, sondern mich völlig frei mache, um auf neue Ideen kommen zu können. Deshalb fand sie es nicht gut, dass ich schon in diesem Jahr konkreter werde mit meiner Jahresplanung in 2015. Doch ich musste einsehen, dass der ursprüngliche Plan nicht aufgeht. Freunde, es ist völlig unrealistisch, dass ich 18.000 Euro zusammenbekomme, ohne meinen Stiftern einen einzigen Hinweis zu geben, worin ich meine Zeit investieren will in 2015. Deshalb habe ich mich entschieden, mich für den Januar 2015 festzulegen. Der Rest bleibt frei von Bedingungen. Ich werde im Januar die "D-Class" veranstalten, new education for the new economy. Eine Art Sommerschule im Winter, die an unterschiedlichen Orten (startnext lab, DAN ACADEMY) Wissen rund um Crowdfunding, Social Media, Networking und Werbung 2.0 vermittelt. Und ich werde ein neues Pitchvideo drehen, wo ich auch die StifterInnen zu Wort kommen lassen werde, weil das jetzige Video zu ichbezogen ist. Besonders aufgebaut haben mich Eure Worte: "Du wirst es schaffen. Wir helfen Dir." Als nach knapp drei Stunden wir unser Get Together aufgelöst haben, sah ich, wie die Leute Kontakte ausgetauscht haben, angeregt geredet haben, sich gegenseitig einluden in ihre Netzwerke. Vielleicht entstehen woanders nun durch dieses Treffen neue Projekte, neue Ideen und neue Freundschaften. Ich hatte am Ende des Tages das Gefühl, dass etwas in der Luft liegt. Veränderung. Und ich war so stolz, auf mich und auf uns alle. Weil wir heute womöglich neue Zeichen setzen. Für ein neues Denken. Für eine gerechtere (Arbeits)welt. Ich bin gestärkt aus dem Wochenende in eine neue Woche gestartet. Und ich habe meinen Kampfeswillen wieder zurück. Alleine kann ich es nicht schaffen. Aber nun weiß ich: Ich bin nicht allein.
16.06.14, 16:38 Van Bo Le-Mentzel
Beim #dScholarship geht es ums Geben. Die StifterInnen (ihr) geben dem Stipendiaten (ich) die Möglichkeit, ohne Druck zu existieren. Und ich gebe meine Zeit frei für andere Menschen. Ich liege im Trend. Immer mehr Menschen überlegen, wie sie geben können und dabei Spaß haben können. Kennt Ihr diese Plattform "Give Something Back to Berlin"?. Hier engagieren sich Touristen und Neuberliner für soziale Projekte. Ehrenamtlich. Ich finde, Gemeinnützigkeit kann auch sehr sexy sein... (Danke Anne Meurer für den Hinweis!) givesomethingbacktoberlin.com/about
13.06.14, 09:47 Van Bo Le-Mentzel
Am 11. Juni lief ein 2 minütiger Beitrag über das D-Scholarship in den Abendnachrichten. Die Reaktionen waren überwiegend positiv. "Unglaublich genial?" fragt die Redakteurin. Doch heftige Kontroversen lösten die Bildsequenzen mit meinem Sohn aus. Wie seht ihr das? Habt Ihr das Gefühl, dass hier Kleinkinder "benutzt" werden, um ein Projekt zum Erfolg zu bringen? Ich bin mir da ehrlich gesagt jetzt sehr unsicher geworden. Ich fand den Auftritt von meinem Sohn plausibel, weil er ja ein wesenticher Auslöser ist, warum ich überhaupt nächstes Jahr dieses Stipendium machen will. Er ist ein Teil von mir und von meinem kreativen Schaffen. Doch vielleicht sollte ich ihn "in Ruhe" lassen, um ihn zu schützen ... http://mediathek.rbb-online.de/rbb-fernsehen/abendschau/crowdfunding-der-naechsten-generation?documentId=21809220
11.06.14, 17:18 Van Bo Le-Mentzel
Hallo liebe dScholarship-StifterInnen und Fans, an diesem Samstag lade ich ein, um bei Kaffee und Kuchen zu feiern, dass wir nun ein Viertel des dScholarships finanziert haben. Café Lentz, Großbeerenstrasse 27a in Berlin-Kreuzberg (nahe U-Bhf Mehringdamm). Und es gibt noch andere gute Neuigkeiten: Eine sehr beliebtes populäres Wirtschaftsmagazin interessiert sich für uns und will das dScholarship porträtieren. Und ich habe mich nun endlich getraut, meinen Boss Dan Pearlman zu bitten, mich ein Jahr "frei" zu stellen. Was Dan gesagt hat, erzähle ich am Samstag. Diese News will ich zum Anlass nehmen, Euch persönlich die Idee des demokratischen Stipendiums zu erläutern. Wer also ein spannendes Projekt in 2015 plant, wo ich ihm/ihr helfen kann, der/die sollte unbedingt kommen. Kinder, Freunde und Bekannte sind willkommen (es gibt einen Sandkasten und Spielbereich auf der Terasse). Für alle, die sich für #KarmaEconomy, Bedingungsloses Grundeinkommen und neue verrückte Arbeitsmodelle interessieren. Bringt Eure Freunde und Familie mit! Tragt Euch bitte hier ein, damit ich weiß wer kommt: https://www.facebook.com/events/648005838622724/
05.06.14, 10:20 Van Bo Le-Mentzel
Hier ein Veranstaltungstipp. Raphael ist ja sehr bekannt geworden durch seinen Geldboykott und auch sehr umstritten. Es wird ihm nachgesagt, dass er ja doch abhängig sei von dem Geld, das andere ausgeben für ihn. Ich habe Raphael vor einem Jahr kennengelernt zu einem Zeitpunkt, als ich erfahren habe, dass ich Vater werden würde. Da Raphael ja auch Vater eines Kleinkindes ist, war mir seine Perspektive sehr wichtig. Raphael hat mich sehr ermutigt, den Schritt des Elternurlaubes zu nehmen. Ich hatte zuvor in meinem Erwachsenenleben noch nie so etwas gemacht wie länger Urlaub als 2 Wochen. Raphael hat mich bekräftigt 2 Monate Elternzeit zu nehmen. In dieser Zeit habe ich meinen Lebensstandard runterschrauben müssen. Das hat an vielen Stellen echt weh getan. Ich hatte Nachmittage gehabt, wo ich gefastet habe und echt Hunger hatte, um kein Geld auszugeben (welches ich nicht hatte und ich war zu stolz Geld von meiner Frau zu nehmen). Doch das hat mir den Wert von Essen erst bewusst gemacht. Ich habe die 2 Monate Elternzeit in einer gewissen Armut nicht bereut. Im Gegenteil. Es war das Beste, was ich machen konnte, weil ich einfach für meine geschwächte Frau und meinen Sohn da sein konnte. Der nächste Schritt ist das dScholarship, wo ich ohne Bezahlung arbeiten will. Raphael mag in vielen Augen ein Spinner sein. Für mich ist er ein Macher, ein Vorbild und ein Geber, der verstanden hat, das man manchmal radikal sein muss, um gehört werden zu müssen. Ich kann nur empfehlen, zu diesem Event zu gehen. Ich versuche auch da hin zu gehen. http://www.garageberlin.de/2014/06/04/gluecklich-ohne-geld-das-gruender-dienstag-spezial-am-24-6-2014/
02.06.14, 22:57 Van Bo Le-Mentzel
Das Interesse für unser Experiment ist groß! Bei der TEDx in Hamburg hatte ich die Ehre, einen Talk über das #dScholarship zu halten. In englisch. Das war mein erster Auftritt mit Henri. Das hätte auch voll in die Hose gehen können. Hat jemand Lust, das ins Deutsche zu übersetzen?
02.06.14, 13:01 Van Bo Le-Mentzel
Hallo liebe Crowd, ich plane im Januar 2015 eine Art Weiterbildungslehrgang aufzubauen, wo alle relevanten Inhalte vermittelt werden, die Dir zu Deinem eigenen dScholarship verhelfen. Ich nenne es #dScholarship-Class. Es gibt unterschiedliche Formate: • A) Power-Wochenende (Fr-So) in der letzten Januarwoche 2015 (Datum noch verhandelbar) • B) Abendschule (3 Monate lang immer Montags und Mittwochs 17-19 Uhr) • C) Camp (1 Woche Intensivkurs) • D) Face-to-Face Coaching (unregelmäßige Termine über das gesamte Jahr) Gibt es bestimmte "Fächer", die ihr dort vermisst? Ich würde anbieten: • Crowdbuilding, Crashkurs für MarketingmanagerInnen • Die 7 Schritte für erfolgreiches Crowdfunding (Karma Sutra) • Medientraining, wie man mit nur einem iPhone Pitchvideos dreht • Photoshop, Crashkurs • Selfie-Photokurs, schnell Bilder produzieren, die Wow machen. • Journalistisches Grundwissen für Crowdmanagement (Wie nutze ich facebook, Twitter und blogs, um effizient mit der Crowd zu kommunizieren) • Zeichenkurs, Schreiben für Workshop-MacherInnen • Visual Recording, Speed Sketching für Fortgeschrittene • Karma Networking, wie man Netzwerke aufbaut, ohne ein Arsch zu sein • Creative Karma Thinking, (Mischung aus Design Thinking und Hartz IV Möbel Workshops) • Crowdbook, wie man (Lehr)bücher selbst produziert • Yin&Yang-Technik, wie man seine Produktivität steigert • ...
01.06.14, 23:29 Van Bo Le-Mentzel
Hallo liebe Crowd, ihr könnt das dScholarship schon mit nur einem symbolischen Euro unterstützen (Wählt das Joghurt Eis aus). Jeder Euro hilft! Dank im Voraus. Das war anfangs so nicht vorgesehen. Es gab eingangs nur ein einziges Dankeschön (375 Euro=1 Woche). Ich habe die Dankeschöns nach mehrmaligen Nachfragen nun doch erweitert. Viele haben kritisiert, dass nur Menschen mit Geld mich unterstützen können. Ich habe verstanden, dass viele gerne mitmachen wollen, die halt nicht so viel Geld haben, auch wenn es nur symbolisch ist. Deshalb gibt es nun ein Dankeschön namens Joghurt-Eis (1,20 Euro), eine Packung Windeln (9 euro), eine U-Bahn Monatskarte (80 Euro) und vieles mehr. Meine Sorge war anfangs, dass ich gerne allen meinen Unterstützern eine gewisse Aufmerksamkeit schenken möchte. Und bei 52 Supportern hätte ich das gewährleisten können. Doch viele Supporter wollen gar nicht, dass ich sie mit der Kamera aufsuche, sondern mich einfach nur supporten. Das respektiere ich natürlich. Bitte geniert Euch nicht, auch "kleine" Dankeschöns zu stiften. Es hilft wirklich jeder Euro, weil es mir Mut macht, auf dem richtigen Weg zu sein. Thanks!

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gründer, Erfinder und Kreative stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

Startnext Statistik

50.741.300 € von der Crowd finanziert
5.666 erfolgreiche Projekte
900.000 Nutzer

Sicherheit

Ist uns wichtig, deshalb halten wir uns an diese Standards:

  • Datenschutz nach deutschem Recht
  • Sichere Bezahlung mit SSL
  • Sichere Transaktionen über unseren Treuhänder Secupay AG
  • Legitimation der Starter nach deutschem Recht

Bezahlmethoden

Die Zukunft gehört den Mutigen - entdecke neue Ideen oder starte dein Projekt!

© 2010 - 2018 Startnext Crowdfunding GmbH