Projekte / Social Business
Mit meiner mobilen KLANGVISITE schenke ich mit Harfe, Ukulele und Gesang Senioren, Kranken und Sterbenden Augenblicke der Geborgenheit, Trost und Entspannung am Krankenbett.
5.704 €
5.500 € Fundingziel
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Projekt erfolgreich
21.06.18, 01:25 Astrid Marion Grünling
Meine fünfte Klangvisite fand gestern, am 19.Juni im Bistro Miss Marple in Wiesbaden Eigenheim statt. Im Miss Marple gestaltete ich einen musikalischen Seniorennachmittag mit verträumten Liedern auf Harfe und Liedern und Schlagern zum Mitsingen und Mitschwingen. Die Senioren-Anlaufstelle „Treffpunkt Miss Marple“ im gleichnamigen Bistro-Café in Wiesbaden Eigenheim ist eine Schnittstelle zwischen dem privaten Pflegedienst Thomas Rehbein und der EVIM Gemeinnützige Altenhilfe GmbH, die Seniorinnen und Senioren im Quartier Kontakt und Austausch bietet. Einmal im Monat findet dort ein Seniorennachmittag mit verschiedenen Events statt, um die Senioren im Quartier sozial einzubinden und ihnen mit gesellschaftlichen Aktivitäten wie beispielsweise Weinproben und Musik ein Stück Lebensfreude zu schenken. Es war mir eine Freude, gestern in kleiner Runde mit den Seniorinnen und Senioren zu singen. Durch die letzten anderthalb Jahre meiner Arbeit mit Senioren bin ich mit dem Liedgut der zwischen 1925 und 1945 geborenen Generationen vertraut und weiß, wie ich sie zum Schwelgen, zum Mitsingen und zum Lachen bringe. Das Publikum hat sich rege beteiligt und mit dem von mir zusammengestellten Liedskript ordentlich mitgesungen. Viel Freude bereitete mir auch eine tiefe und gesangerfahrene Bassstimme. Und auch Tränen habe ich gesehen, Tränen der Berührtheit bei den feinen Harfenklängen und Abend- und Wiegenliedern. "Das war ein solches Geschenk", strahlte mich eine Seniorin am Ende der Veranstaltung an. Das war es für mich auch. Die EVIM Gemeinnützige Altenhilfe GmbH ist Träger von 12 stationären Pflegeheimen, einem Ambulanten Pflegedienst und 9 ServiceWohnanlagen für Senioren in Wiesbaden, dem Rhein-Main Gebiet und Rheinland-Pfalz. Insgesamt 1.000 Beschäftigte sichern ein breitgefächertes, abgestuftes Hilfeangebot für etwa 1.800 ältere Menschen in der Region. Der Ambulante Pflegedienst Thomas Rehbein, Häusliche Kranken- und Seniorenpflege, wurde 1991 gegründet und versorgt circa 550 Kunden in Wiesbaden, Rüsselsheim, Schlangenbad und Bad Schwalbach. Mit über 140 Mitarbeiter/innen bietet er ein umfangreiches Angebot und zählt zu den größten Pflegediensten im Rhein-Main Gebiet. Aus datenschutzrechtlichen Gründen darf ich die Bilder in der Runde der Senioren leider nicht zeigen.
21.06.18, 01:24 Astrid Marion Grünling
Meine vierte Klangvisite im Rahmen meines Projekts – die dritte auf Station – fand am 3. Mai wieder auf der von Chefarzt Dr. med. Bernd Oliver Maier geleiteten Palliativstation im St. Josephshospital statt. Schon auf der Fahrt mit meiner Harfe im Bus ins Joho hatte ich ein freudvolles Erlebnis. Eine afrikanisch anmutende Frau schaute mich mit neugierigen und freundlichen Blicken an. Aufgrund der Entfernung im Bus zueinander entspann sich daraufhin ein pur nonverbaler Dialog. Ein lächelnder und freundlicher Blick auf mein in einen Stoffumhang gehülltes Instrument, ein typische Fingerbewegung über fiktive Saiten in der Luft von mir, ein verstehendes und erkennendes Nicken ihrerseits, gemeinsames Lachen. Ein Trommeln mit den Händen in der Luft bedeutete mir, dass sie Djembe spielt – in diesem kurzen Dialog lag soviel Schönheit. Ohne Worte. Gehobener Stimmung ging ich ins Joho. Auf Station angekommen, begann ich, wie üblich, mit der Harfe auf dem Flur zu spielen. Das feine Harfenspiel auf dem allgemeinen Bereich einer Station – Flur, Wohnzimmer oder Foyer – dient üblicherweise der ersten Kontaktaufnahme, die im Laufe meines Spiels aufgegriffen wird und der Dialoge und Einladungen aufs Krankenzimmer seitens der Pfleger, Angehörigen oder auch Patienten folgen. Auch die letzten beiden Male auf dieser Station gab es viel Interaktion, auf dem Flur wie auch an den Krankenbetten. Diesmal jedoch passierte zwei Stunden lang – nichts. Ich war zunehmend irritiert. Da ich mit dem Team und der Station noch nicht vertraut und mir unsicher war, wie ich mich als Neuling, und dazu musizierend, auf Station bewegen dürfe, war ich zurückhaltend in bezug auf die Eigeninitiative, selbst an die geschlossenen Türen zu klopfen und mich vorzustellen. Immerhin war es eine Palliativstation, und ich wusste um die Befunde und Befindlichkeiten der Patienten nicht. Nach zwei Stunden war mir nur noch danach zu packen und zu gehen, ich ging auf das Team zu und teilte meine Irritation mit. Als Antwort kam, dass der letzte Musiktherapeut von Zimmer zu Zimmer gegangen sei. Bevor ich frustriert von dannen zog, nahm ich diese Antwort als Okay, mich eigeninitiativ auf Station zu bewegen und ging von Zimmer zu Zimmer. Und so begann ich meine Klangvisite an den Krankenbetten. Natürlich gab es Patienten, die aufgrund ihres Befindens einfach alleine und in Ruhe gelassen werden wollten. Aber schon im vierten Zimmer traf ich auf offene Neugier, Freude und Überraschung, und als ich mich mit meiner Klangvisite neben dem Krankenbett aufbaute und gefühlvoll Harfe spielte, trat mir Rührung entgegen und stille Freude. Dialoge entsponnen sich, auch musikalische, denn ich hatte die Sansula mit im Gepäck. In A-Moll und pentatonisch gestimmt, drückte ich sie einer Angehörigen in die Hände, die das gefühlvolle und feine Spiel auf der Sansula (die europäische Weiterentwicklung der Firma Hokema der afrikanischen Kalimba, eine Art Daumenklavier, siehe Abbildung) genoss, während ich in ihrem Tempo und eingehend auf ihre Stimmung auf der Harfe improvisierte. Da sie selbst in einem angesehenen Chor in Wiesbaden sang, begann sie leise und anfänglich noch sehr zurückhaltend zum Harfenspiel mitzusummen. Ich freute mich sehr über ihre feine und geschulte Stimme, die sich im Einklang mit dem Harfenspiel verwob, und ermunterte sie zum Summen, Singen und Tönen. Es waren sehr berührende musikalische Dialoge. Am Ende sangen wir gemeinsam, ich meine mich zu erinnern, dass es das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ war. Die Patientin, die Mutter der beiden anwesenden Frauen, war so gerührt und angetan und hatte Tränen in den Augen. Das sind die Augenblicke, für die ich mit meiner Klangvisite unterwegs bin. Ein Zimmer weiter begegnete mir ein noch relativ jung wirkender Mann, der selbst Saxophon gespielt hatte und nun sehr traurig darüber war, weil er aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr selbst musizieren konnte. Er hatte dem Harfenspiel auf dem Flur zunächst lange zugehört und es genossen, wollte aber jetzt keine Musik am Krankenbett. Manchmal ist Klangvisite einfach Da-Sein, in Stille oder im Gespräch. Wir haben uns einige Zeit lang intensiv über sein Leben unterhalten, ganz ohne Musik, die Ansprache und das Gesehenwerden waren das, was er in diesem Augenblick brauchte. Auch er war einmal mit seiner Musik in Altenheimen und Krankenhäusern unterwegs. Nach einer weiteren Klangvisite bei zwei Damen auf dem Zimmer, die einfach nur das Harfenspiel genossen, jedoch ohne weitere Interaktion, kam ich schließlich in das letzte Zimmer zu einer 86jährigen Dame, die, wie ich sie verstanden habe, an diesem Tag erst auf die Palliativstation eingeliefert worden war. Ich will sie Annemarie nennen (Name von mir geändert). Sie freute sich unglaublich, als ich die Harfe neben ihr Krankenbett stellte und zu spielen begann. Schon bald summte sie mit. Es war mir eine unglaubliche Freude, für sie zu musizieren, weil sie so bewegt war und mitschwingte. Musik hatte ihr in ihrem Leben viel bedeutet. Als Schneiderin hatte sie oft an der Nähmaschine gesessen und gesungen, wenn ihr ein Lied einfiel. Sie erzählte aus ihrem Leben. Vierzig Jahre lang hatte sie in einem Chor gesungen. Ich fragte sie, wie sie denn heiße. Sie, 86jährig, stellte sich mir mit Vornamen vor, ihren Nachnamen erfuhr ich erst nicht. Wir sprachen uns von da an mit unseren Vornamen an und siezten uns. Unabgesprochen, das ergab sich einfach so. Sie reagierte unglaublich auf das Harfenspiel und freute sich so sehr, dass ich nur für sie allein am Krankenbett spielte, ein Privatkonzert, ganz für sie allein. Von ihren darauffolgenden Worten war ich so beeindruckt und berührt, dass ich sie hier sinngemäß wiedergeben mag: „Das macht was mit meinem Körper, die Musik“, vertraute sie mir an. Als sie an dem Tag auf die Palliativstation kam, habe sie sich gefragt, „was mach' ich denn jetzt mit meinem neuen Leben. Vorher war ich ganz traurig und habe viel geweint. Dann kamen sie und da dachte ich da kommt ein Engel.“ Und ich spielte und sang tatsächlich für sie das Lied „Siehe da, ein Engel kommt“, das ich bei einem der Singleiter-Fortbildungswochenenden bei den Singenden Krankenhäusern kennen- und liebengelernt hatte. „Das hat was mit mir gemacht die Musik, jetzt bin ich ganz glücklich.“ Und sie fuhr fort: „Da bin ich in einer anderen Stimmung. Ich blühe auf, wenn die Musik kommt. Das bewirkt in meinem Körper das Schöne, da kann man die verrückte Welt vergessen“. Ich bliebe eine ganze Weile bei ihr, wir hatten sehr viel Freude in der Begegnung mit Harfe, Musik, gemeinsamem Singen und unseren Gesprächen. Müde, erschöpft und tief erfüllt ging ich nach fünf Stunden Klang-Schicht nach Hause. Die Palliativstation des St. Joseph-Hospitals bietet für bis zu 11 Patienten und ihre Angehörigen einen besonders geschützten Raum, um besonders fordernde Situationen medizinisch zielgerichtet und menschlich intensiv unter Wahrung von Würde, Respekt und Selbstbestimmung gestalten zu können. Die Arbeit von Chefarzt Dr. Maier habe ich bereits während meiner Hospitation im Rahmen meiner Hospiz- und Sterbebegleiterqualifizierung bei Auxililum e.V. auf der Palliativstation B22 der HSK kennenlernen dürfen, die Dr. Maier aufgebaut hat. Mich haben besonders die Haltung und die Kommunikation des Ärzte- und Pflegeteams gegenüber den Patienten beeindruckt. So gibt es beispielsweise keine Kommunikation „von oben herab“, großer Wert wird auf Augenhöhe gelegt. Ärzte und PflegerInnen setzen sich zu ihrer Visite am Krankenbett. Dies war nur ein Beispiel für den würdezentrierten Umgang auf der Station. Mit meiner Klangvisite möchte ich zu diesem würdezentrierten Umgang einen Teil beitragen.
11.05.18, 11:36 Astrid Marion Grünling
Gestern hatte ich meine zweite Klangvisite auf der Palliativstation im JoHo (St. Josefs Hospital Wiesbaden). Diesmal leider nicht im Dialog an den Krankenbetten, habe "nur" auf dem Flur gespielt bei auf Anfrage durch die Pflege offenen Türen. Manchmal haben sich Angehörige dazu gesellt und versonnen und berührt gelauscht. Dass die gechillte Harfenmusik dennoch ihre Wirkung entfaltet und sich auf das Befinden der Patienten beruhigend und entspannend auswirkt, zeigte mir eine ganz besonders eindrucksvolle Resonanz aus der Pflege: "Ich hatte lange keinen so ruhigen Nachmittag mehr. Es hat kaum jemand nach mir geklingelt." Yes! Music works!!! Das war Klangvisite 3/25 aus meinem Projekt. Nachtrag 2/25 vom 3. Mai 2018: Komme gerade von meiner ersten Klangvisite auf der Palliativstation des St. Josefs-Hospitals. Heute gibts keine Bilder von der Klangvisite in Aktion. Wär’ heute unpassend gewesen. War bei der schönen und berührten Resonanz aus der Pflege nicht das letzte Mal dort. Bin noch sehr bewegt. Manche gehen so jung und hinterlassen kleine Kinder. Dort hab’ ich Harfe gespielt und gesungen, an den Krankenbetten und auf dem Flur. Das war Klangvisite 2/25 aus meinem Projekt .
22.04.18, 01:36 Astrid Marion Grünling
Gestern ging die erste Klangvisite aus meinem Projekt im Hospiz Advena in Wiesbaden Erbenheim an den Start. Dass im Hospiz auch gemeinsam gelacht und Freude geteilt wird, davon berichte ich hier im Blog. Die Busfahrt aus der Stadt nach Erbenheim war wieder mal nervenaufreibend. Nach einem kurzen Fußweg von der Bushaltestelle in die Bahnhofstraße betrete ich das Hospiz Advena. Ich liebe den Augenblick, wenn ich aus der stressigen Welt in die ruhige und geborgene Atmosphäre des Hauses eintrete. Ruhe und Geborgenheit und der heimelige Duft des Hauses umhüllen mich und lassen den Stress der Welt von mir abfallen. Ich bespreche mich kurz mit der Pflege und gehe ins Foyer, um meine Harfe zu stimmen. Wie gewohnt, beginne ich meine Klangvisite auf dem Flur in der ersten Etage. Die Pflege hat mich schon bei den Bewohnern angekündigt. Die meisten Türen zum Flur stehen offen. Aus den geschlossenen Zimmern dringen Fernsehgeräusche nach draußen. Ich beginne meditative Melodien auf der Harfe zu spielen. Es dauert nicht lange, da werde ich auf einen Herrn aufmerksam, der im geöffneten Zimmer vor mir auf einem Stuhl sitzt. Er beginnt, seinen Stuhl umständlich aus der Mitte des Raumes hin zur Tür zu rücken, die an den Flur grenzt. Trotz der Anstrengung gibt er nicht auf. Endlich hat er es geschafft und bleibt auf dem Stuhl im Türrahmen sitzen, um direkt vor mir in erster Reihe der Harfenmusik zu lauschen. Er sitzt und geniesst mit geschlossenen Augen. Als ich das Stück beende, applaudiert er und wir kommen ins Gespräch. Ihm fällt ein Witz ein von Jürgen von der Lippe. Ein Mann hat einen Autounfall und kommt in den Himmel. Dort fragt er Petrus: Warum habe ich noch mein Steuerrad in den Händen? Petrus antwortet: In Engelskreisen heißt das Harfe. Herr J. selbst ist Jahrgang 1921 und aus Schlesien. Das ist mein Stichwort: Ich spiele ihm das aus seiner Heimat stammende „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“, begleitet von Ukulele. Er stimmt mit ein, und gemeinsam singen wir noch „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ und auf seinen besonderen Wunsch „Sah ein Knab ein Röslein stehn“. Ich frage Herrn J., ob er sich mit mir fotografieren lassen würde und ich diese Fotos veröffentlichen dürfe. Sofort ist er begeistert dabei und eilt los, einen Kamm zu suchen. Ein Pfleger in Ausbildung macht ein paar Bilder von uns. Ich wechsle wieder zur Harfe und biete Herrn J. an, eine Hand auf den Resonanzkörper der Harfe zu legen, während ich spiele. Die Vibrationen sind als sanfte Klangmassage im Körper zu spüren. Ich frage ihn, ob ihm dies angenehm sei. Ja, sehr, antwortet er, und geniesst weiter. Später wechsle ich wieder auf Gesang und Ukulele. Als ich „Lili Marleen“ anstimme, kommt ein Schrei aus einem der Zimmer. Erschrocken gehe ich dem nach und entdecke eine alte Dame in ihrem Krankenbett. Ich frage sie, ob sie die Musik stört und wir lieber aufhören sollen. Nein, nein, nein, meint Frau W., nicht aufhören, bitte weitermachen. Offensichtlich hat sie auf das Lied so heftig reagiert, weil sie es sehr mag. Ich biete ihr an, wenn sie dies wünscht, zu ihr aufs Zimmer zu kommen und ihr Lili Marleen vorzuspielen, nur für sie allein. Mit großen Augen strahlt sie mich an. Als ich ihr mit Ukulele alle Strophen von „Lili Marleen“ am Krankenbett vortrage, strahlt sie über das ganze Gesicht, klatscht in die Hände und wiederholt immer wieder „oh wie schön“. Ich vergewissere mich bei den anderen Gästen der ersten Etage, ob noch jemandem eine Klangvisite am Krankenbett guttun könnte. Eine Dame, die mir noch von der letzten Gedenkfeier als andächtige Zuhörerin vertraut ist und die die Harfenmusik sehr liebt, hat heute gar keinen guten Tag und will lieber alleine sein. Die anderen schlafen. So wechsle ich runter in das Erdgeschoss und beginne, mit der Harfe auf dem Flur zu spielen. Wieder geht die Pflege auf die Zimmer und fragt die Gäste, ob sie die Tür zum Flur öffnen sollen, damit sie die Musik hören können. Einige Türen bleiben offen stehen. Nach einiger Zeit wechsle ich von Harfe zu Ukulele und Gesang. Ich singe das Altissimo Corazon, ein Herzmantra, und bemerke eine Frauenstimme, die leise das Lied mitsingt. Ich trete näher an das offene Zimmer heran, aus dem ich die Stimme höre, und sehe eine Angehörige, die ihre betagte Mutter besucht. Ich ermutige sie durch wohlwollenden und bestätigenden Blickkontakt, voll mitzusingen und sich nicht zurückzuhalten. Wir singen voller Freude gemeinsam das Altissimo Corazon, aus vollem Herzen, es ist einfach wunderbar. Ich gebe ihr mein Liederbuch zum Durchblättern, um ein Lied herauszusuchen, das ihre Mutter kennen könnte. Sie wählt das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und bitte sie, die Strophen selbst auszusuchen, die wir dann gemeinsam singen. Beim Refrain beobachte ich, wie ihre Mutter stumm die Lippen zum Text mitbewegt. Das Lied hat sie berührt. Mission erfüllt! Nach dreieinhalb Stunden Klangvisite auf den Fluren und am Krankenbett im Hospiz bin ich erschöpft. Es ergeben sich noch ein paar Gespräche, es gibt noch Kuchen und Schokolade, dann sattle ich meine Instrumente und mache mich auf den Heimweg. Auf dem Weg zum Bus gönne ich mir beim Italiener um die Ecke noch ein Feierabendbier.
18.04.18, 18:46 Astrid Marion Grünling
Hallo liebe Unterstützerinnnen und Unterstützer, am Freitag ist es endlich so weit und ich gehe mit Eurer Unterstützung mit meiner Klangvisite in Wiesbadener Gesundheitseinrichtungen an den Start! Erste Station ist das Hospiz ADVENA und ich freue mich sehr darauf, mit Harfe, Ukulele und Gesang auf den Fluren und an Krankenbetten zu spielen... Gerne hätte ich ja schon längst losgelegt, aber auch an mir ging die Grippe nicht vorbei und ich war nach dem Crowdfunding erstmal für drei Wochen krankgeschrieben. Es hat dann noch etwas gedauert, bis meine Stimme mich wiederhatte, aber nun kann es losgehen und ich freu' mich tierisch drauf! Ich werde hier in meinem Blog über die Klangvisiten berichten! Ganz herzliche Grüße und geniesst die Sonne! Eure Astrid
28.02.18, 15:34 Astrid Marion Grünling
Dank Eurer Unterstützung habe ich den Contest um die Kulturförderung gewonnen und bekomme wie andere tolle Projekte die noch fehlende Summe von Aventis zu meinem Fundingziel aufgestockt!!! Ich bedanke mich bei allen, die mich mit ihren Beiträgen, moralisch und praktisch in der Zeit unterstützt haben! Ich melde mich bei Euch wie es weitergeht! Einen herzlichen glücklichen Gruß von Astrid
25.02.18, 23:12 Astrid Marion Grünling
Über Facebook sind viele neue Unterstützungen eingegangen. Mein Crowd-Index ist eben auf 0,8 gebeamt und mein Schokoladenkonsum steigt exponentiell! Momentan nur noch drei Projekte über mir bis zum Kulturförderungstopf! Wenn das so weiter geht schaff' ich das!!!
25.02.18, 17:39 Astrid Marion Grünling
Bin ganz schön überwältigt über die vielen eingegangenen Unterstützungen! Das ist ein richtig tolles Gefühl, wie viele Unterstützer meine Idee gewinnt und wer alles hinter dem Projekt steht! Jetzt ist noch drei Tage Zeit, um 5 Projekte über mir zu überholen - das geht nur wenn ich noch ca 30 bis 40 Unterstützer gewinnen kann! Aber mit dem Artikel von Dirk Fellinghauer im Sensor von eben und morgen von Julia Anderton im Wiesbadener Kurier bin ich optimistisch, das Ding mit Euch zu wuppen! Hier der Link zum Sensor: https://sensor-wiesbaden.de/wenn-worte-nicht-mehr-ausreichen-klangvisiten-helfen-erkrankten-und-sterbenden-endspurt-fuer-crowdfunding/ Und anbei ein persönlicher Gruß von mir an Euch! Wer das Ranking und das Gerangel um die Kulturförderung mitverfolgen will, hier der Link: https://www.startnext.com/pages/kulturmut?utm_campaign=newsletter_tippsbegeisterung&utm_medium=link&utm_source=startnext-mailing#contest
18.02.18, 21:42 Astrid Marion Grünling
Ganz lieben Dank an Euch alle, die hinter meinem Projekt Klangvisite mit Harfe am Krankenbett stehen – ich freue mich über jeden einzelnen Beitrag und über die viele unerwartete Unterstützung, die mir begegnet! Seit heute bin ich wieder am Bibbern und Bangen, ob ich in den nächsten zehn Tagen bis zum 28.2. noch ausreichend Unterstützer finde. Falls Ihr also noch Leute wisst oder kennt, die Ihr ansprechen könnt, teilt bitte die Info an sie weiter, damit das Projekt realisiert werden kann. Habe wieder ein neues Video über die Wirkung der Klangvisite auf Komapatienten reingestellt auf Facebook und youtube. Es grüßt Euch ganz herzlich aus dem Atelier! Astrid Marion
16.02.18, 18:05 Astrid Marion Grünling
Heute im Hospiz bei Frau Schultze, die sich für das Video von Ca Rola bei einer Klangvisite filmen ließ. Da sie sich für den Film bereiterklärt hatte, habe ich ihr versprochen, sie als private Besucherin mit meinen Klangvisiten zu begleiten. Nachdem ich sie letzte Woche nicht besuchen konnte, weil es ihr schlecht ging, war ich heute total überrascht, sie mit leuchtenden Augen, rosigen Wangen, fein zurechtgemachten Haaren und sprühend guter Laune vorzufinden. Mit dem Handy konnte ich ihre Ausstrahlung garnicht wirklich einfangen. Sie ist seit letzter Woche sichtlich aufgeblüht. Wir hatten viel Spaß miteinander. Sie war richtig unternehmenslustig und schlug vor, uns gegenseitig mit meinem Handy zu fotografieren. Die Bilder von mir hat sie aus ihrem Krankenbett gemacht mit der Aufforderung "stellen Sie das ins Internet". Wir redeten über Gott und die Welt und lachten viel. Dann genoss sie die meditative Harfenmusik. Sie schließt die Augen und geniesst. Da sie Klavierlehrerin war, fragte sie mich, ob ich die Stücke selbst improvisiere. Sie hätte das mit dem Improvisieren nicht gekonnt. Und sie liebt die Gute-Nacht- und Wiegenlieder, vor allem die russischen, die ich ihr mit Ukulele begleitet vorsinge. Nächste Woche sehen wir uns wieder und ich freue mich drauf!

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