Crowdfunding beendet
Mit LOVE-Storm entwickeln wir eine Trainings- und Aktionsplattform, um Gegenrede zu trainieren und Hass im Netz schnell und wirkungsvoll zu stoppen. Schon 2018 wollen wir 1000-2000 Menschen trainieren, diese bei gemeldeten Hasskommentaren alarmieren und in LOVE-Storm Teams von 5-10 Personen den Hass stoppen. Lasst uns mit hunderten LOVE-Storms Betroffene unterstützen, Zuschauende aktivieren und Angreifenden klare Grenzen setzen! Für ein Netz ohne Mobbing & Hetze!
10.556 €
Fundingsumme
164
Unterstütz­er:innen
Michael Schmidt
Michael Schmidt Projektberatung "Eindrucksvoll wie hier die Kraft der Crowd sichtbar wurde."
22.11.2019

Eine Zukunft für LOVE-Storm

Björn Kunter
Björn Kunter3 min Lesezeit

Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

vor zwei Jahren konnten wir mit Deiner Hilfe den Eigenbeitrag für eine Startförderung durch das Programm Demokratie leben! aufbringen und LOVE-Storm ins Leben rufen. Seit letztem September sind wir online und inzwischen bundesweit bekannt. Doch jetzt ist unsere Zukunft gefährdet. Unsere Startförderung endet im Dezember und das Bundesfamilienministerium wird die Programmlinie gegen Hass im Netz nicht fortsetzen.

Die Bilanz von LOVE-Storm ist beeindruckend. Unser Online-Trainingsraum wurde im Juni mit dem Comenius Edumedia Siegel der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien ausgezeichnet. Innerhalb eines Jahres lernten über 1000 Menschen in Online-Rollenspielen, wie sie Hass und Hetze im Netz Paroli geben können. Über 200 Lehrer*- und andere Multiplikator*innen qualifizierten sich, um die Rollenspiele im eigenen Klassenzimmer durchzuführen. LOVE-Storm Trainer*innen stellten das Konzept bundesweit auf über 60 Fachveranstaltungen vor.

Auch die Aktionsplattform hat sich bewährt. Über ein Notrufsystem melden Betroffene Hassvorfälle im Netz und werden dann durch trainierte LOVE-Stormer*innen unterstützt. Niemand muss Hass im Netz alleine begegnen. Die LOVE-Stormer*innen stärken Angegriffene, mobilisieren andere Zuschauende und grenzen den Hass ein, damit er sich nicht unwidersprochen weiterverbreitet.

Digitale Zivilcourage funktioniert: Oftmals lassen sich Situationen deeskalieren. Betroffene berichten, dass schon einzelne unterstützende Kommentare ihnen geholfen haben, den Schock des Angriffs zu überwinden und wieder selber auf den Angriff reagieren zu können.

Auch in der Öffentlichkeit war LOVE-Storm präsent. Auf den großen #unteilbar Demonstrationen verteilte das LOVE-Storm Team 10.000 Anleitungen zur digitalen Zivilcourage. Als ein Berliner Gericht Renate Künast bescheinigte, dass sie sich sexualisierte Beschimpfungen gefallen lassen müsste, launchten wir die LOVE-Storm App, über die solche Beschimpfungen gemeldet werden konnten. Nach dem Mord an Walter Lübcke startete LOVE-Storm mit Partnern eine Online Petition für ein #NetzohneHass und rief 8500 Unterzeichner*innen dazu auf, einen Tag lang keinen Angriff auf Politiker*innen unwidersprochen zu lassen. Nach dem Anschlag von Halle widersprachen LOVE-Stormer einen Tag lang antisemitischen Verschwörungstheorien auf Facebook. Immer mehr Medien berichten über LOVE-Storm, auch weil Prominente wie Künast, Natascha Kampusch, Sawsan Chebli und andere das Projekt unterstützten.

All das darf jetzt nicht einfach aufhören. LOVE-Storm wird gebraucht: Betroffenen von online-Hassangriffen wollen wir auch zukünftig nicht alleine lassen. Jede Woche fragen neue Schulen, Jugendeinrichtungen und andere Gruppen um Unterstützung an.

Um unsere Arbeit dauerhaft fortsetzen zu können, suchen wir bis zum Jahresende 300 Menschen, die uns jährlich mit 35-250+ Euro unterstützen.

Kannst Du uns mit Deiner Dauer- oder Einzelspende eine stabile Zukunft geben?

Danke für Deine Hilfe!

Björn Kunter
und das ganze LOVE-Storm Team

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Love-Storm - Gemeinsam gegen Hass im Netz
www.startnext.com

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