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Projekte / Film / Video
Mummenschanz
Dokumentarfilm: Mummenschanz Nicht nur ein Käfig voller Narren, ein ganzes Städtchen fällt einmal im Jahr in den Ausnahmezustand: Aus allen Ecken und Winkel knurrt es, springen rote Gestalten mit Bärengebrüll und wilden Masken auf Passanten zu, tanzen ums Feuer, knallen Saublasen: Fasnet! Sind die irre? Wir wollen einen Film über närrische Leute machen, die Wurzeln ihrer Rituale, die Freiheit und ihre Grenzen hier und erstaunlich ähnlich: In Sardinien. Eine exotische Reise mitten in unser Land.
Elzach
7.850 €
7.500 € Fundingziel
105
Fans
49
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Mummenschanz

Projekt

Finanzierungszeitraum 26.01.15 11:57 Uhr - 04.03.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum bis Ende März/April 2015
Fundingziel erreicht 7.500 €
Stadt Elzach
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Knurren, Fackeln, Saublasenknallen – Bärengebrüll im Dunkel der Stadt. Fratzen, Tierlarven, im Fackelschein, Gestalten im roten Gewand um das Feuer tanzend, lärmend – das archaische Brauchtum eines fernen Indiostammes?

Irrtum, die Reise geht ins eigene Land. Wie erklärt man einem Berliner den tieferen Sinn der Fastnacht, „Fasnet“ im Schwarzwald? Was der eine leidenschaftlich die „fünfte Jahreszeit“ nennt, ist für den anderen genauso fremd wie etwa die Bräuche des afrikanischen Schamanismus oder die japanische Maske im Nó-Theater. Da braucht es keinen „globalen Kulturbegriff“, um die eigene Welt nicht mehr zu verstehen.
Wir lassen uns vom unsichtbaren Netz gemeinsamer Sehnsüchte einfangen, das sich über Europa bis Sardinien spinnt. Ohne Ausnahme, Jung und Alt trägt begeistert Maske und folgt begeistert dem traditionellen Kult. Wir begleiten einige von ihnen aus Elzach und Mamoiada bis hinter das offizielle Medien-Spektakel, immer auf der Spur und dem was sie Archaisches umtreibt, was uns allen offenbar im aufgeklärten Smartphonezeitalter fehlt?

Gleichzeitig, 1500 km weiter südlich, im sardischen Mamoiada, findet man ebenfalls mündlich überliefertes, 1000 Jahre altes Brauchtum, das der „Mamuthones“, der mit seinen furchtbaren schwarzen Maske und 20 Kilo Schafsglocken auf dem Rücken in lautem Rhythmus das Böse wegspringt: „Carnevale“. Er soll dem Frühling Fruchtbarkeit bringen mit seiner animalischen Kraft.

Ist der Fastnachtsbrauch ein längst vergangener Ritus, nur noch inszenierte Folklore?

Was genau bedeuten diese Rituale, woher kommen sie, wie haben sie sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, und was hält sie heute „im Innersten zusammen“ in der globalen Welt, in der wir regional verwurzelt bleiben, aber interkulturell funktionieren sollen? Die archaische Sehnsucht nach unergründlichem Begehren scheint in der weltoffenen Unisexgesellschaft Sinnlichkeit zu vermissen.

Einmal im Jahr ist der Terminkalender bei allen im Ort gleich. Es gilt eine andere, viel ältere Zeit. So, wie die Einheimischen es beschreiben, legt nahe: Man muss es mit eigenen Augen sehen ...
„... man ist damit aufgewachsen und stellt keine Fragen, woher kommt der Brauch, was bedeuten z.B. die Schneckenhüsli auf dem Hut, welche Rolle soll ich spielen? Es bedarf keiner besonderen Verabredung, alle wissen, wie es geht, es ist wie ein Sog.“

Die Protagonisten, eine junge Musikerin, ein ehemaliger Zunftmeister, ein Maskenschnitzer und andere übermütige Narren führen uns hinter die Kulissen und zeigen uns ihr wahres Gesicht.

Der filmische Blick ist subjektiv, aber beobachtet: Das Fremde im verkleideten Ich, die animalischen Triebe und die Lust, den Geistern Gestalt zu geben, um sich gleichzeitig vor ihnen zu fürchten.

Der „Schuttig“ ist einer der ältesten Narrenfiguren in der Schwarzwälder Fastnacht genauso wie der „Mamuthones“ in Sardinen, weshalb wir sie stellvertretend aus der Vielzahl der Narrenwesen für diesen Film gewählt habe.

Die beiden Figuren überleben bis heute – doch das jeweilige Mikro-Biotop ist gefährdet, man freut sich über den wachsenden Tourismus und gleichzeitig muss man sich schützen.

Diese Einmaligkeit des Moments kann nur ein Film für eine Weile festhalten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Nach über dreijährigem Begleiten der Narren aller Altersstufen sollen die Filmaufnahmen jetzt zu einem ca 60 – 80 minütigen Dokumentarfilm werden. Zielgruppe des Films sind alle, die ab und zu den eigenen Narren im Spiegel erkennen. Die Zuschauer, Jung und Alt, stehen mit diesem Film nicht nur am Straßenrand, sondern entdecken mit den Protagonisten Sinn und Unsinn des Brauchtums, werden hinter die Kulissen und Masken geführt und schließlich mit den wichtigen Fragen des Lebens konfrontiert.
„Drum nutzet jetzt die kurze Zeit, damit es keinen von euch reut ...“

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Weil wir Menschen gefunden haben, die alljährlich ihr ganzes Sein auf die Narretei ausrichten und das als das Selbstverständlichste auf der Welt sehen. Weil der Blick ins eigene Land selten und Reisen in die Fremde das Normale geworden sind. Weil bei allem Schürfen nach den Wurzeln der Tradition Lachen gesund ist. Weil die offizielle Finanzierung solch unabhängiger Dokumentarfilmprojekte beinahe unmöglich geworden ist.

Es gibt bisher – von der jährlichen Berichterstattung der Regionalsender abgesehen – keine filmische Langzeitbeobachtung dieser Art. Dieser Film wird Zeitzeugnis und Momentaufnahme zugleich. Die Tradition ist lebendig, d.h. sie verändert sich: Protagonisten sterben, Gastwirtschaften schließen, das Jetzt wird unwiderruflich verloren gehen - wenn es nicht, wie in diesem Film, dokumentiert wird. Und: Der Film soll Spaß machen!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die erfolgreiche Finanzierung gibt uns die Möglichkeit, den Film zu schneiden, fertigzustellen und öffentlich zu zeigen. Vornehmlich geht es um die technischen Mittel wie Schnittplatz, Studiokosten für Endfertigung und Filmtonmischung, Untertitel, Festivaldatentransfer und einen Lohn für den/die CutterIn.

Wer steht hinter dem Projekt?

Bisher steht und fällt das Projekt mit den bereitwilligen und offenen Menschen von Elzach und Mamoiada, dem freiwilligen Engagement meines Filmteams Bernd Fackler, Fridolin Drowarth, Nicoletta Aramu, Teaser-Cutterin Jnka Palombi, Elis Pilia und meiner Eigenleistung als Kamerafrau und Regisseurin.

Impressum
traenklefilm
Jutta Tränkle
Strargarder Str. 78
10437 Berlin Deutschland

BetriebsNummer: 50435648
SteuerNummer: 31/563/62672

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