Crowdfunding beendet
Wie fühlt es sich an nicht schreien zu können, obwohl alles in einem rebelliert? Das 20-minütige Drama begleitet Lou in ihrem alltäglichen Kampf gegen ihre Selbstzweifel, Unsicherheiten und tiefgreifenden Ängste.
11.352 €
Fundingsumme
29
Unterstütz­er:innen
Michael Schmidt
Michael Schmidt Projektberatung "Brillante Crowd-Finanzierungsrunde, ich bin gespannt wie es mit diesem Projekt weitergeht."
Datenschutzhinweis
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 Staudamm

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 16.04.22 14:55 Uhr - 01.06.22 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Mai bis Dezember 2022
Startlevel 3.000 €

Hiermit decken wir vor allem Fahrt- und Unterkunftskosten für Cast & Crew ab. Weiteres Geld benötigen wir für Technik, Versicherungen, Motive und Catering.

Kategorie Film / Video
Stadt Darmstadt

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Die 20-jährige Fotografie-Studentin Lou lebt mit einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung. Tiefgreifende Ängste und Selbstzweifel sind ihre alltäglichen Begleiter im Kontakt mit anderen Menschen. Um aus sich selbst ausbrechen zu können, muss sich Lou aus der engen Beziehung zu ihrer Kindheitsfreundin Mina lösen und für sich selbst einstehen.

Lou hatte schon immer einen Blick für das Schöne im Unscheinbaren. Durch die Linse ihres Fotoapparats fängt sie ihre Umwelt ein. Nur sie selbst fühlt sich von niemandem gesehen. In Gesellschaft anderer bekommt sie keinen Ton heraus. Still, schüchtern, zurückhaltend. Sie hasst es, so zu sein.
Lou traut sich nicht, sie selbst zu sein. Viel zu groß ist ihre eigene Unsicherheit und die Angst, von anderen abgelehnt zu werden.

Ihre Kindheitsfreundin Mina ist die Einzige, die weiß, wie Lou wirklich ist. Lou ist fasziniert von Mina. Sie ist genau so, wie Lou gerne wäre. Laut, selbstbewusst, frei. Ihre Gefühle zu Mina machen sie blind für die manipulativen und egoistischen Charakterzüge ihrer Freundin. Lou ist motiviert etwas an ihrer Lage zu verändern, doch der Druck in ihr steigt immer mehr an.

Schafft es Lou für sich selbst einzustehen und auszubrechen?

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wie fühlt es sich an nicht schreien zu können, obwohl alles in einem rebelliert?
Nicht sprechen zu können, obwohl man die Wörter auf den Lippen spürt?
Nicht tanzen zu können, obwohl man die Musik so sehr fühlt?

Als Zuschauer*innen begleiten wir Lou hautnah.
Wir sehen, erleben und fühlen, was sie wahrnimmt. In Träumen wird Lou von einer großen Staumauer heimgesucht. Ein Damm, der das Wasser vom Tal absperrt. So massiv, dass der Druck des Wassers die Barriere nicht durchbrechen kann. Genau so, wie in Lou's Innerem.

Die Thematik der ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung ist in der Gesellschaft noch relativ unbekannt. Heute bin ich selbst in der Lage über meine Gefühle zu sprechen, sie zu reflektieren und zu sehen wie sehr ich unter ihnen gelitten habe. Manchmal ist es immer noch schwer, denn meine Gedanken und Verhaltensweisen sind so tief in meiner Persönlichkeit verankert.

Mit dem Film fasse ich meinen Mut und möchte all das in mir drinnen zeigen. Endlich erklären, wie es sich anfühlt mit diesem inneren Kampf, der nach außen hin unsichtbar erscheint. Ich möchte auch anderen Betroffenen eine Geschichte geben, mit der sie sich identifizieren können. Der Film soll ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind und sie ermutigen sich Hilfe holen zu können.

Ich habe bereits mit Psycholog*innen über die spezifische Persönlichkeitsstörung gesprochen und mir ein breites Spektrum an Erfahrungen und Wissen angeeignet. Auch stehe ich mit diesen Kliniken im Kontakt und möchte ihnen den Film später zur Verfügung stellen. Er soll einen Austauschort bieten, um Betroffene und Nicht-Betroffene in ein Gespräch zu bringen und offen über die psychische Erkrankung zu sprechen.

Nach Fertigstellung wird der Film national und international auf Filmfestivals eingereicht, um ein größtmögliches Publikum zu erreichen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Der Film sorgt für Sichtbarkeit in der Gesellschaft und schafft einen Austauschort, um offen über psychische Erkrankungen zu sprechen. In der Gesellschaft werden psychische Krankheiten noch tabuisiert, was bei den meisten Betroffenen zu noch mehr Leid und Verschlossenheit führt.

Im Film liegt der Fokus nicht auf der Benennung der Diagnose “ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung” (F60.6) und es geht auch nicht um die Ursachen und die Therapie dieser Erkrankung. Im Vordergrund steht die subjektive Wahrnehmung von Lou, wie sie sich fühlt, was sie denkt, wie sie lebt und vor allem wie schwer es ihr fällt den ersten Schritt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu gehen.

Jeder Mensch ist anders und so kann der Film in jedem Menschen unterschiedliche Gefühle wecken, die zum Nachdenken und Weiterdenken anregen.

Als queere Filmemacherin ist es mir ebenso wichtig für Sichtbarkeit zu sorgen. Die Sexualität meiner Figuren ist ein Bestandteil ihrer Identität. Mein Film thematisiert kein Coming-Out einer lesbischen jungen Frau. Lou ist in meiner Geschichte zwar eine lesbische junge Frau, doch dieser Fakt hat nichts mit meiner Filmaussage zu tun. Es schwingt einfach mit und macht Lou zu dem Menschen, der sie ist.

Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Filme, in denen queere Charaktere in Hauptrollen zu sehen sind und Geschichten erleben, die nicht ihre Sexualität thematisieren. Natürlich finde ich es wichtig, dass es diese Filme auch gibt. Es bedarf noch viel Aufklärung und Gleichberechtigung auf der Welt, doch erhoffe ich mir irgendwann eine lesbische Frau erzählen zu können, ohne mich erklären zu müssen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die visuelle Umsetzung konzentriert sich auf die Darstellung von Lou's Innenleben. Die Metapher des Staudamms und das Motiv des Wassers ziehen sich als roter Faden durch den Film. Wir haben Unterwasser- und Luftaufnahmen geplant und benötigen hierfür spezielle Technik. Wir drehen z.B. an der Edersee Sperrmauer in Hessen, einer der größten Staumauern in Deutschland und das führt zu hohen Unterkunfts- und Reisekosten von unserer 25-köpfigen Crew.

Wir sind für jede Unterstützung sehr dankbar! Das Geld verwenden wir vor allem für:

  • Unterkunft und Reisekosten von Cast & Crew zum Edersee + Darmstadt und Umgebung
  • Technische Ausstattung für Kamera & Licht (inkl. Unterwasserkamera, Drohne, etc.)
  • Verpflegung von Cast & Crew
  • Requisiten und Ausstattung
  • Versicherungen
Wer steht hinter dem Projekt?

Hi! Ich bin Noreen und „Staudamm“ ist mein Bachelorfilm im Bereich „Motion Pictures“ an der Hochschule Darmstadt. Schon als Kind habe ich alles mit der Kamera festgehalten und so ein Gespür für das Erzählen von bewegten Bildern bekommen. Seit 2018 studiere ich Film und drücke meine eigenen Gefühle und Emotionen durch meine filmischen Arbeiten aus. Ich habe viel im dokumentarischen Bereich gearbeitet und Geschichten von denjenigen erzählt, die in unserer Gesellschaft untergehen und nicht wahrgenommen werden. Ich möchte durch meinen persönlichen Bezug in den Filmen andere Menschen sensibilisieren, ihnen die Augen öffnen und aufklären.

Julian Zalac übernimmt bei dem FIlm die Kameraarbeit. Er hat bereits eine langjährige Berufserfahrung als Kameramann und bringt diese und seine kreativen Ideen für die visuelle Umsetzung mit in das Projekt ein.

Die Produktion übernimmt Sharlin Lucia. Sie ist Freiberuflerin aus Köln, gelernte Regisseurin und hat bereits sehr viele Projekte als Produktions- und Aufnahmeleitung umgesetzt.

Madita Rutten ist freiberufliche Drehbuchautorin, Schauspielerin und Regisseurin aus Köln und hat bereits viele Projekte als Regieassistenz begleitet. Auch in der Drehbuchentwicklung von Staudamm war sie beteiligt.

Die Crew besteht aus motivierten Filmschaffenden und Filmstudenten, die alle unentgeltlich bei dem Projekt mitwirken.

Foto © Edersee Marketing GmbH

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Staudamm
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