Crowdfunding beendet
Mit jedem Tag, den die Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie andauert, wird deutlicher, dass Kunst und Literatur ein Luxus sind. Während wir auf Konzerte, Theater, Museumsbesuche und Urlaubsreisen verzichten müssen, ist ein gedrucktes Buch in den Händen halten zu können, beinahe die einzige analoge Unterhaltungsform, die uns in der Einschränkung bleibt. Zu dieser möchte mein Buch einen Beitrag leisten - mit deiner Hilfe. Durch ein Literaturstipendium.
2.513 €
Fundingsumme
37
Unterstütz­er:innen
Jannik Gronemann
Jannik Gronemann Projektberatung "Brillante Crowd-Finanzierungsrunde, ich bin gespannt wie es mit diesem Projekt weitergeht."
Datenschutzhinweis
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 13.04.20 20:19 Uhr - 31.05.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Herbst 2020
Startlevel 2.000 €

Mit diesem Geld kann ich den Roman fertigstellen und damit beginnen, mich gezielt bei Agenturen und Verlagen zu bewerben.

Kategorie Literatur
Stadt Regensburg

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

„Darf ich dich anfassen?“

Josy ist 22 Jahre alt und noch niemals wirklich berührt worden, und das obwohl sie den „Tick“ hat, völlig fremden Menschen über Berührung näherkommen zu wollen. Als sie Robert in einem Waschsalon kennenlernt, ahnt sie nicht, dass er wenige Tage später tot sein und man sie dafür verantwortlich machen wird.

Doch statt herauszufinden, was wirklich passiert ist, begibt sich Josy auf die Suche nach sich selbst und der Nacht, die sie mit Robert nicht mehr erleben durfte. Ein zweiter Robert tritt in Josys Leben und ein dritter. Was ist Phantasie, was Wirklichkeit? Eine rätselhafte Schleife aus Wiederholungen beginnt, aus der Josy sich zu befreien versucht.

Der Roman „Robert“ basiert auf meinem Theaterstück „Unberührt“, verlegt beim Verlag Chronos Theatertexte. Das Stück wurde bereits in Auszügen am Schauspiel Leipzig gelesen und war u.a. für den Kleistförderpreis nominiert.

Die Idee, aus dem Theaterstück einen Roman zu entwickeln, habe ich schon länger. Etwa vier Jahre arbeite ich jetzt an dem Manuskript, das auf über 200 Seiten angewachsen ist. Für mich wäre „Robert“ mein erster Roman, den ich veröffentliche – ein Traum, auf den ich schon lange hinarbeite.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Obwohl man meinen könnte, mit einer 22-jährigen Hauptfigur sei das Buch vor allem für junge Erwachsene, junge Frauen im Speziellen, sehe ich die Zielgruppe bei Menschen jeden Alters. Da in dem Buch nicht nur eine, sondern drei Frauen unterschiedlicher Generationen und Sozialisierung zu Wort kommen:

Josy, 22 Jahre alt, ihre Mutter, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist und als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern jetzt, 30 Jahre nach der Wende, ihren Platz in der Gesellschaft sucht sowie Doro, die bisexuelle Ex-Freundin von Robert, mit der Josy eine Affäre beginnt.

Der Roman fragt im Kern nach der Bedeutung von Sex und Zärtlichkeit in unserer Gesellschaft – das ist etwas, das in der momentanen Situation mit der Corona-Krise auch bei jedem von uns automatisch passiert. Jetzt, wo wir Abstand voneinander halten müssen, merken wir, wie sehr uns körperliche Nähe und Berührung fehlen. Josy bringt damit stellvertretend – und manchmal etwas überhöht – zum Ausdruck, was wir alle brauchen: Wir sind Menschen, wir sind soziale Wesen. Neben Begegnungen von Angesicht zu Angesicht und einem offenen Ohr, brauchen wir manchmal auch eine Umarmung.

Hinzukommt, dass Jugendliche sich immer früher mit dem eigenen Körper, der einem Ideal entsprechen soll, beschäftigen und mit Sex, der möglichst – immer höher, schneller, weiter – alles andere in den Schatten stellen soll. Josy verkörpert das Gegenteil: Obwohl sie ohne Hemmungen alles und jeden berühren möchte, hinkt sie Gleichaltrigen um einiges hinterher und ist, mehr oder weniger, einsam. Social distancing ist für sie ein Fremdwort – und genau deshalb bleibt sie allein. Paradox.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Ich habe lange überlegt, ob ich in der momentanen Situation, die uns alle belastet, mein Video hochladen und um Unterstützung für mein Projekt bitten soll. Andererseits hatte ich das Crowdfunding schon vor ein paar Monaten geplant und viel Arbeit reingesteckt. Auch Freunde haben mir sehr geholfen und fragen: Wann machst du das denn jetzt?

Mit jedem Tag, den die Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie andauert, versuche ich diese Frage zu beantworten. Dabei habe ich festgestellt, dass das Schreiben nicht nur für mich, sondern auch für andere an Bedeutung gewinnt. Dass wir Kunst und Literatur konsumieren können, ist ein Luxus, der uns in der Einschränkung bleibt. Während wir auf Konzerte, Theater, Museumsbesuche und Urlaubsreisen verzichten müssen, ist ein gedrucktes Buch in den Händen halten zu können, fast die einzige analoge Unterhaltungsmöglichkeit – alles andere findet hauptsächlich am Bildschirm statt. Und zu dieser analogen Unterhaltungsform, der Literatur, möchte mein Buch einen Beitrag leisten.

Wenn DU mich unterstützt und dieses Crowdfunding-Projekt erfolgreich ist, bedeutet das für eine Autorin wie mich: finanzielle Absicherung, zeitweise Entspannung und dadurch Konzentration auf die eigentliche Arbeit. Im besten Falle hilft mir das, mich als Autorin auf dem Markt weiter zu etablieren und Literatur zu veröffentlichen, an die man sich erinnern wird.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit Erreichen des 1. Fundingziels von 2.000 Euro kann ich ohne finanziellen Druck den Roman fertigstellen und mich gezielt bei Agenturen und Verlagen bewerben. Von 2.000 Euro kann ich ca. zwei Monate leben.

Mit Erreichen des 2. Fundingziels von 4.000 Euro kann ich, falls ich bis dahin noch keine Zusage von einem Verlag oder einer Agentur habe, das Buch lektorieren, setzen und layouten lassen und auf eigenem Weg veröffentlichen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Mein Name ist Agnes Gerstenberg.

Ich wurde in Berlin geboren und habe dort dreißig Jahre meines Lebens verbracht. Dann bin ich über Stuttgart und Frankfurt an der Oder wieder nach Baden-Württemberg und schließlich in Bayern gelandet – damit habe ich in allen Bundesländern mit B (außer Bremen) einmal gelebt.

Bereits mit 14 Jahren veröffentlichte ich mein erstes Kinderbuch, „Die Sache mit dem Sinn“, mit 18 Jahren wurde mein erstes Theaterstück „Schwerelos“ in Wien gezeigt und vom Goethe Institut ins Englische übersetzt. So begann alles, so möchte ich weitermachen…

Und das habe ich auf meinem Weg bisher erlebt:

  • 2006-2009 Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, Regietätigkeit am Theater im Kino, Berlin.
  • Einladung zu diversen Dramatikerwerkstätten u.a. zu „World Interplay“ 2005 in Australien.
  • Von 2011-2013 Teilnehmerin des 2-jährigen Lehrgangs „FORUM Text“ zum szenischen Schreiben an der UniT in Graz.
  • Im Frühjahr 2012 Stipendiatin im Stuttgarter Schriftstellerhaus.
  • 2013 Leitung einer Schreibwerkstatt mit Jugendlichen am Jungen Ensemble Stuttgart (JES). Außerdem Betreuung von zwei Produktionen als Dramaturgin zwei.
  • Für zwei Spielzeiten (2013/14 und 2014/15) Theaterpädagogin am Theater des Lachens in Frankfurt/Oder. Leitung eines deutsch-polnischen Theaterprojekts mit Kindern aus den Grenzstädten Słubice und Frankfurt/Oder.
  • 2013/14 Teilnehmerin der Roman-Werkstatt am Literaturforum im Brecht-Haus Berlin unter der Leitung von Michael Wildenhain.
  • Von Oktober 2015 bis Juni 2016 Stipendiatin der Akademie für Kindermedien in Erfurt. Entwicklung einer Kinderfernsehserie inkl. Serienbibel.
  • In der Spielzeit 2016/17 Dramaturgin am Jungen Staatstheater Karlsruhe.
  • Anschließend für drei Spielzeiten als Theaterpädagogin und Dramaturgin am Jungen Theater Regensburg.

Meine Kinder- und Jugendtheaterstücke werden vertreten von
• Verlag für Kindertheater www.Kindertheater.de
• Chronos Theatertexte www.chronostheatertexte.de
• die Rechte für das Stück „Zu einer anderen Jahreszeit. Vielleicht.“, das im SWR2 als Hörspiel seine Ursendung hatte, liegen beim Per H. Lauke Verlag

www.AgnesGerstenberg.com

Neben all diesen Daten und Fakten zu mir bin ich ein lebensfroher, manchmal etwas verkopfter, vor allem aber emotionaler, empathischer Mensch. Was Andere beschäftigt und brauchen, ist mir nicht egal. Vor allem Freunde und Familie unterstütze ich, wo ich kann. Aber auch Unbekannten, die für Ihre Ideen kämpfen, möchte ich zu rufen: „Weiter so! Ihr schafft das.“

Deshalb bringe ich nicht nur engagiert Menschen zu einander, wo ich Synergieeffekte sehe, sondern unterstütze auch Projekte, die ich gut finde, bspw. über Startnext.de – auch wenn es nur ein paar Euro sind. Abgesehen davon bin ich bin ein Crowdhörnchen. Jeden Monat gehen eine Handvoll Euro an www.mein-Grundeinkommen.de – denn das, finde ich, ist eine Idee, die sich unbedingt durchsetzen sollte.

Vielen Dank an:

  • Fanny Juschten für liebevollen Support, inhaltliche Beratung und Schneiden des Videos
  • Lena Regahl fürs Drehen der Videos und Lippen nachziehen
  • Marianna McAven fürs Leihen ihrer wundervollen Stimme an Josy
  • Christian Kuzio für das Lied, das Marianna McAven singt
  • Sunburst Kollektiv für das Lied „Samurai“ (Musik auf der Party)

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