Überall liest man davon und auch wir schreiben es immer wieder: Um dein Projekt groß zu machen, brauchst du einen guten Kommunikationsplan. Das sagt sich natürlich leicht so daher und vielleicht denkst du: Das ist ja schön und gut, aber wie sieht so etwas aus? Wie bereite ich mich vor? Keine Sorge! Wir haben hier alle Infos, die du brauchst, um die Kommunikation deiner Crowdfunding-Kampagne professionell aufzustellen.

Kommunikationsplan erstellen: Die Vorbereitung

Bevor du die einzelnen Kommunikationsmaßnahmen angehst, ist ein bisschen Vorarbeit nötig. Die folgenden Schritte helfen dir dabei, einen Kommunikationsplan zu erstellen, der auch wirklich Hand und Fuß hat und dich und dein Team sicher durch die Kampagne trägt.

1. Arbeite heraus, worum es geht

Denk an dein Produkt/deine Idee und versuche noch einmal ganz deutlich herauszustellen, was das Besondere daran ist. Welches Problem löst es? Wieso ist es besser als andere Ideen? Tipp: Unser Crowdfunding-Canvas hilft dir dabei, diese Dinge herauszuarbeiten und auch noch einmal übersichtlich für dich zu klären.

2. Setze dir ein Ziel für deine Kommunikation

Überlege dir, was das Ziel deiner Kommunikation sein soll. Was soll sich dadurch ändern? Was sollen die Leute wissen, was sie jetzt noch nicht wissen? Möchtest du sie zu einer Handlung motivieren, wenn ja: zu welcher? Was ist dein „Call to Action“, also deine Handlungsaufforderung?

3. Analysiere deine Zielgruppe und schreib dir alles auf

Überlege dir, mit wem du kommunizieren wirst. Deine Kommunikationsmaßnahmen werden sich vermutlich auf verschiedene Zielgruppen beziehen, zum Beispiel auf Unterstützerinnen und Unterstützer, Pressekontakte oder Kooperationspartner. Fertige dir eine Liste an, damit du eine genaue Übersicht hast und überlege dir parallel, welches Vorwissen du bei welcher Zielgruppe voraussetzen kannst. Eine Tech-Redaktion weiß vermutlich eher, was Crowdfunding ist, potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer aber nicht immer unbedingt. Diese Überlegungen helfen dir dabei, deine Inhalte auf die jeweiligen Zielgruppen zuzuschneiden und sie damit zu begeistern!

4. Paraphrasiere deine Schlüsselbotschaften

Wenn du deine Zielgruppen herausgearbeitet hast, folgt jetzt ein wichtiger Schritt: Paraphrasiere die Schlüsselbotschaft an jede Zielgruppe in einem knackigen Satz – das klingt erst einmal einfach, kann aber ganz schön herausfordernd sein! Dieser Satz sollte einige W-Fragen beantworten: Worum geht es? Wer bist du? Was möchtest du von der Zielgruppe? Und was ist die Handlungsaufforderung? 

Die Ergebnisse dienen dir dann als Schablone für deine Kommunikationsmaßnahmen. Bei jeder Mail, bei jedem Posting auf Facebook oder jedem Blog-Beitrag kannst du prüfen: Bringt die Maßnahme diese Schlüsselbotschaft rüber?

Der Kommunikationsplan für deine Crowdfunding-Kampagne

Jetzt geht es ans Eingemachte. Ein guter erster Schritt, bevor du deine Maßnahmen planst ist es, sich über aktuelle Trends schlau zu machen. Schau dir ein paar erfolgreiche Kampagnen an und analysiere, wie sie verschiedene Kommunikationskanäle genutzt haben – zum Beispiel den Blog auf der Projektseite, Facebook-Seiten, die sie im Projekt verlinkt haben und so weiter. Dadurch kannst du eine Menge lernen und dir auch Inspiration holen.

5. Der zeitliche Verlauf deines Kommunikationsplans

Jetzt ist es wichtig, dass du dir den Zeitplan anschaust. Von wann bis wann läuft deine Kampagne, also: Über wie viele Tage muss sich deine Kommunikation erstrecken? Wenn Kampagnen nicht erfolgreich werden liegt es oft daran, dass ihnen nach 3 Tagen die Puste ausgegangen ist und sie nicht genug Kommunikationsmaßnahmen vorbereitet haben – das wird dir aber nicht passieren!

Am wichtigsten sind der Anfang, also die Launchphase der Kampagne, und der Endspurt. Hier musst du ganz besonders laut trommeln und dein komplettes Netzwerk in Bewegung setzen. Schau dir die Botschaften an, die du gern übermitteln möchtest und lege fest: Welche Nachricht muss wann überbracht werden? An wen gehen diese Nachrichten? Du entwickelst jetzt ganz konkret den Zeitplan deiner Kommunikation.

6. Suche dir die passenden Kanäle für deine Botschaften aus

Wenn du weißt, wann du welche Botschaft an wen übermitteln möchtest, ist es an der Zeit, dir die entsprechenden Kanäle herauszusuchen. Hier gilt: Nur der Kanal ist richtig, auf dem deine Zielgruppe auch anzutreffen ist!

Einfaches Gießkannenprinzip wird dir hier nicht weiterhelfen, die Zielgruppe merkt, ob sie gemeint ist (und die Idee deshalb interessant für sie ist), oder ob du einfach nur lieblos alle Infos ins Internet kippst. Wichtig hier ist also: Welcher Kanal ist der Richtige? Welche Ressourcen brauchst du? Und wie trackst du das Ergebnis deiner Kommunikation?

Kommunikation ist dein Schlüssel zum Erfolg!

Du siehst also: Die Vorbereitung deiner Kommunikation nimmt ein bisschen Zeit in Anspruch, aber deine Kampagne steht und fällt mit deinem Kommunikationsplan. Du bist eher nicht so der Kommunikationsprofi? Kein Problem, in dem Fall ist es klug, wenn du dir Partner ins Boot holst, die dir dabei helfen. Das können Menschen aus deinem Umfeld, Agenturen oder auch unsere Startnext-Professionals sein. Hol dir auch gern Feedback aus deinem Freundeskreis, dadurch vermeidest du, dass du betriebsblind wirst, kannst direkt testen, ob deine Maßnahmen verständlich sind und bekommst sogar noch ein paar frische Ideen für deinen Content.

Wichtig ist, dass du in der Kommunikation immer authentisch bleibst und offen, transparent und aktiv mit deiner Community interagierst. Wenn Fragen kommen, beantworte sie so schnell wie möglich, zum Beispiel auf dem Startnext-Blog oder auf der Pinnwand deines Projektes. Wenn du etwas nicht weißt, kommuniziere das lieber, bevor du etwas Falsches sagst.

Und nun: Pack es an und starte dein eigenes Projekt!


Ausblick: Damit dein Kommunikationsplan auch ein bisschen Futter bekommt, werde ich dir nächste Woche erzählen, welche Inhalte besonders gut für deine Kampagne geeignet sind und an wen du sie ausspielen solltest. :-) Bis dann!

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