AI Translations sind live: Sprich dein Publikum in seiner Sprache an
Aktiviere Sprachen für deine Zielgruppe. Mache dein lokales Projekt inklusiver, erweitere deinen Horizont. AI Translations auf Startnext werden dir dabei helfen.
Heute haben wir ein Feature ausgerollt, auf das ich mich seit Monaten freue: AI Translations für deine Projektseite. Du pflegst dein Projekt weiter in einer Sprache – Startnext übersetzt es automatisch in bis zu fünf weitere. Per KI, im Hintergrund, ohne dass du etwas doppelt schreiben musst.
Klingt unspektakulär? Ist es nicht. In meinen Augen ist das eines der Updates, die die Plattform leiser, aber tiefgreifender verändern als viele große Buttons.
Warum
Ich treffe immer wieder Starter:innen, deren Projekt eigentlich genau für eine bestimmte Community gedacht ist – und die genau diese Community trotzdem nicht erreichen. Weil ihr Text nur auf Deutsch online steht. Oder nur auf Englisch. Wer in Berlin, Hamburg oder im Ruhrgebiet die ukrainische, türkische, arabische oder polnische Community ansprechen will, kann sich das ab heute deutlich einfacher machen.
Genau das ist das Ziel: Nicht „mein Projekt in 25 Sprachen, weil's geht". Sondern: Dein Projekt in den zwei oder drei Sprachen, in denen deine Crowd zu Hause ist.
Wie das funktioniert
In deiner Projektverwaltung gibt's jetzt unter Projektinformationen → Sprachen einen neuen Bereich. Drei Schritte:
Originalsprache wählen. Das ist die Sprache, in der du dein Projekt redaktionell pflegst. Alles, was du dort tippst, ist die Quelle für alle anderen Sprachen.
Übersetzungssprachen hinzufügen. Klick, Klick – fertig. Im Hintergrund läuft DeepL und legt die übersetzten Versionen an.
Inhalte ändern wie immer. Wenn du an Titel, Beschreibung oder einem Dankeschön drehst, werden die Übersetzungen automatisch neu synchronisiert. Du musst nichts manuell anstoßen.
Übersetzt werden Projekttitel, Projektbeschreibung, Blog-Einträge sowie Titel und Beschreibungen deiner Dankeschöns inklusive Varianten. Wir nutzen DeepL Pro mit einem Crowdfunding-spezifischen Glossar – Begriffe wie Dankeschön, Förderziel oder Startphase werden also nicht zu zufälligen Wortkonstruktionen.
Was Besucher:innen sehen
Auf der Projektseite taucht über deinem Projekttitel ein kleiner Button auf: A文 AI Translations. Klick drauf, Sprache wählen, fertig – die Seite lädt die Übersetzung ohne Reload nach. Ist die Browsersprache deiner Besucher:innen schon eine deiner aktivierten Sprachen, schaltet die Seite automatisch dorthin.
Praktisch beim Teilen: An jeden Projektlink kannst du ?lang=tr, ?lang=ar oder ?lang=uk anhängen. Wenn du also ukrainische Erstunterstützer:innen anschreibst, schickst du ihnen direkt die ukrainische Version. Für Suchmaschinen werden zusätzlich hreflang-Tags ergänzt – Google weiß damit, welche Sprachversion zu welchem Land passt.
Welche Sprachen, welcher Plan
Aktuell verfügbar sind 25 Sprachen: Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Lettisch, Litauisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ukrainisch und Ungarisch.
Wie viele du gleichzeitig aktivieren kannst, hängt vom Produktplan deines Projekts ab:
Basis: 2 Sprachen (Originalsprache + 1)
Pro: 4 Sprachen
Premium und Enterprise: 6 Sprachen
Heißt im Klartext: Auch in der Basis-Variante bekommst du eine Übersetzung dazu. Pro reicht für die meisten DACH-plus-Eine-Community-Cases. Premium ist da, wo du wirklich europäisch oder mehrsprachig-lokal denkst.
Kostenfrei – aber mit Augenmaß
Das Feature ist aktuell für alle Pläne ohne Aufpreis nutzbar. Du zahlst nichts extra, wenn du Übersetzungen aktivierst.
Was ich dir trotzdem ehrlich sagen will: Jede Übersetzung kostet uns als Plattform Geld bei DeepL. Solange das Volumen vertretbar ist, machen wir das gerne und verbuchen es als Investition in eine zugänglichere Plattform. Es kann sein, dass wir später ein Fair-Use-Limit einziehen, falls einzelne Projekte das System exzessiv triggern. Du wirst davon nichts mitbekommen, wenn du das Feature so nutzt, wie es gedacht ist – und du bekommst rechtzeitig Bescheid, falls sich etwas ändert.
Sprich nicht mit allen, sprich mit deiner Crowd
Mein dringender Hinweis: Schalte nicht reflexartig „so viele Sprachen wie möglich" an. Mach dir vorher die ehrliche Frage, wen genau du erreichen willst und wo diese Menschen leben.
Ein paar Beispiele, die das klar machen:
Ein Stadtteilcafé in Neukölln, das für seine Anwohner:innen sammelt? Türkisch und Arabisch dazu schalten – Deutsch reicht hier nicht, um die halbe Nachbarschaft zu erreichen.
Ein Hilfsprojekt für ukrainische Geflüchtete in Sachsen? Ukrainisch und Russisch sind keine nette Geste, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Zielgruppe das Projekt überhaupt versteht.
Eine vegane Kochbuch-Kampagne mit polnischen Wurzeln? Polnisch dazu, weil deine Familie und Community in Warschau, Krakau und Stettin sitzt – und gerade die unterstützen sehr gerne.
BerlinZusammen ist genau so ein Fall: Ein Projekt, das alle Berliner Communities in ihrer jeweiligen Sprache ansprechen will. Türkisch, Arabisch, Russisch, Ukrainisch, Polnisch, Englisch, Französisch – je nachdem, wen du in welchem Kiez gewinnen möchtest. Mehrsprachigkeit ist hier kein Marketing-Trick, sondern Teil der Idee.
Du musst nicht jede:n erreichen wollen. Du musst die Richtigen erreichen. Und das geht jetzt deutlich einfacher.
Was noch nicht geht
Damit du ehrlich planen kannst, hier die aktuellen Grenzen:
Systemtexte (also alles außerhalb deiner eigenen Inhalte – Buttons, Hinweise, Status) sind weiterhin nur auf Deutsch oder Englisch verfügbar. Bei einem Projekt in z. B. Ukrainisch sehen Besucher:innen die englischen Systemtexte.
Pinnwandeinträge werden noch nicht übersetzt.
Du kannst die KI-Übersetzungen nicht einzeln nachbearbeiten. Wenn dir etwas auffällt, gib uns Feedback über den Button am Sprachschalter – wir werten das aus.
Starten kannst du dein Projekt weiterhin nur aus DACH und Spanien, auch wenn du in mehreren Sprachen kommunizierst.
Probier's aus
Geh in dein Projekt, klick dich zu Projektinformationen → Sprachen, schalte eine zusätzliche Sprache frei und schau dir an, wie deine Seite in dieser Sprache aussieht. Teil den Link mit ?lang=… einmal in der Community, für die du die Sprache aktiviert hast – und beobachte, was passiert.
Ich bin überzeugt, dass das gerade für sehr viele Projekte einen Unterschied machen wird, der vorher ehrlich gesagt zu aufwendig gewesen wäre. Falls dir Sprachen fehlen, falls eine Übersetzung schräg klingt, falls du Ideen hast, was wir noch verbessern sollen: schreib uns. Über das Feedback-Symbol direkt am Sprachschalter landet alles bei uns mit dem richtigen Kontext.
Beste Grüße
Denis
Startnext wird von Menschen gemacht. Wir entwickeln dieses Feature weiter – mit eurem Feedback gemeinsam.