Mutige gestalten die Zukunft
Auf Bahnschienen Richtung Debütalbum! „Ego,Me&You“ über ihr erfolgreiches Crowdfunding und ihre nächsten Schritte in der Musikwelt

Auf Bahnschienen Richtung Debütalbum! „Ego,Me&You“ über ihr erfolgreiches Crowdfunding und ihre nächsten Schritte in der Musikwelt

Marco Blüthgen
18.03.2016
6 min Lesezeit

Sie haben es geschafft! Für ihr Debütalbum konnte die Dresdner Acoustic-Band „Ego,Me&You“ rund 4.000 Euro sammeln und damit das Projekt zu 158 Prozent erfolgreich finanzieren. Danach ging es quasi sofort ab ins Tonstudio, um sich mit ihrer Musik bei den UnterstützerInnen zu bedanken. Für uns nahmen sich die Musiker kurz Zeit im stressigen Studioalltag.

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Hallo ihr Drei, Glückwunsch zum erfolgreichen Crowdfunding! Habt ihr von Anfang an, an eure Fans und damit an den Erfolg eures Finanzierungs-Projekts geglaubt oder wart ihr anfangs skeptisch, dass ihr das Fundingziel erreicht?

Wir haben zwar an den Erfolg geglaubt, aber wir hätten nicht gedacht, dass wir das Ziel um noch einmal die Hälfte unserer eigentlichen Fundingsumme übertreffen würden. Das rege Interesse, auch über unseren Bekanntenkreis hinaus, hat uns riesig gefreut. Wir sind unglaublich froh und hätten nicht damit gerechnet, dass wir fast einen Monat vor Ende unseres Fundingzeitraums und damit so schnell auch an unserer Zielsumme angekommen sein würden.

Würdet Ihr Crowdfunding weiterempfehlen?

In jedem Fall. Wir haben damit nur gute Erfahrungen gemacht. Es war das erste Mal, dass wir Crowdfunding genutzt haben – wir würden es in vielerlei Hinsicht weiterempfehlen: Unter anderem hat es uns auch überregional Aufmerksamkeit verschafft, das Handling war mithilfe des Handbuchs für Starter sowie durch die Unterstützung des Teams sehr schnell durchschaubar und wir können nun, etwa mithilfe unserer „Dankeschöns“, auch weiterhin mit unseren Fans in Verbindung bleiben. Da wir jetzt glücklicherweise unser Album aufnehmen können, erhalten die Unterstützer auch zeitnah das, was sie ausgewählt haben.

Ihr spielt als Ego,Me&You einen Mix aus Acoustic, Singer-Songwriter/Pop und Folk. Eine Musik, die derzeit grad gut geht. Wie hebt ihr euch von anderen Bands aus dem gleichen Genre ab? Was macht euch besonders?

Wir haben von Beginn an versucht, mit der Zusammenstellung unserer Instrumente, d.h. Cello, Klavier und Gitarre, einen warmen Sound zu finden, welcher modern klingt und aber trotzdem auch die traditionellen Einflüsse, beispielsweise aus der amerikanischen Folk-Musik, transportieren kann. Das Zusammenspiel mehrerer Gesangsstimmen unterstützt das noch. Zudem bemühen wir uns darum, authentisch zu bleiben. Unsere Musik und unsere Texte erzählen, wer wir sind und was wir erleben.

Laut eurem Pressetext habt ihr euch „auf den Bahnschienen irgendwo zwischen Dresden und Leipzig gegründet“ – wie kam es denn dazu? Könnt ihr uns die Geschichte verraten?

Das ist tatsächlich so gemeint – zwar kennen Daniel und Dominique sich schon seit ihrer Studienzeit in Dresden und haben damals auf dem Balkon erste Stücke zusammen geschrieben, doch es wurde schnell klar, dass wir gern den besonderen Streichersound mit aufnehmen wollten. Im Oktober 2014 lernte Daniel dann Ricarda aus Leipzig kennen und es entstand das Bandprojekt über die Stadtgrenzen hinaus. Gleichzeitig symbolisieren die Bahnschienen das Pendeln zwischen den Orten und auch das Spannungsfeld zwischen Rastlosigkeit und Ankommen, was sich in unseren Texten wiederfindet.


Eure Bandgründung ist noch nicht so lange her. Wie habt ihr es geschafft, in dieser kurzen Zeit so viele Fans zu gewinnen?

Also nach einer intensiven Probenphase haben wir schon nach einem halben Jahr unser Debütkonzert im kleinen Kreis gespielt. Mit der Zeit wurden die Konzerte größer und gingen auch über die sächsische Landesgrenze hinaus. Uns ist aber auch bewusst, dass die mediale Präsenz einer Band, also bei Facebook, Soundcloud, via Newsletter oder über unsere Website in der heutigen Zeit sehr wichtig ist. Deswegen versuchen wir, unsere Follower immer so gut es geht auf dem neuesten Stand zu halten – auch bei unserer Crowdfunding-Kampagne.

Habt ihr euch auf die Crowdfunding-Kampagne speziell vorbereitet? Welche Werbemaßnahmen habt ihr dafür in Angriff genommen?

Abgesehen vom Aufnehmen eines Werbevideos und dem sehr bewussten Gestalten der Startnext-Seite haben wir von vornherein versucht, Menschen auf unseren Online-Präsenzen während der Konzerte auf das Projekt aufmerksam zu machen. Glücklicherweise wurde das von Freunden und Familien aufgegriffen und weitergetragen. Dafür sind wir sehr dankbar. Entscheidend war für uns auch die Auswahl der „Dankeschöns“, schließlich wollten wir unseren Supportern eine ansprechende Auswahl bieten. Dominique hat dann im Verlauf der Kampagne immer wieder unseren Funding-Blog aktualisiert – das sorgt zum einen für Transparenz und zeigt zum anderen, wie der Stand der Dinge zum jeweiligen Zeitpunkt ist.

Nach der nun erfolgreichen Finanzierung: Wann können die Fans mit dem fertigen Ergebnis rechnen?

Es ist ja unser „erstes Mal“ im Studio und dementsprechend legen wir uns bisher noch nicht auf ein konkretes Release-Datum fest. Entscheidend ist für uns, dass das Album am Ende uns und unsere UnterstützerInnen überzeugen kann – und wenn das eine Woche länger dauert, als erwartet, dann nehmen wir uns die Zeit gern. Mit der Fundingsumme können wir das ja auch kalkulieren. Grob festgelegt haben wir uns aber ja schon im Rahmen der Startnext-Kampagne: Mitte 2016 wird das Album fertig sein.

Wo soll es mit dem fertigen Debütalbum für euch hingehen? Wollt ihr damit bei großen Plattenfirmen anklopfen?

Bisher sind wir immer einen Schritt nach dem anderen gegangen. Zunächst einmal konzentrieren wir uns auf die Produktion des Albums. Danach sind als erstes die UnterstützerInnen der Kampagne an der Reihe, erhalten ihre CDs – und/oder feiern mit uns die Record-Release- Party. Über kurz oder lang werden wir sicherlich einmal probieren, die CD an ein Label oder einen Radiosender zu schicken. Damit haben wir es aber nicht eilig.

Was steht bei euch neben der Albumproduktion als Nächstes an? Wichtige Auftritte oder gar eine eigene kleine Tour?

Unser Konzert-Kalender für 2016 ist schon wieder gut gefüllt. In diesem Jahr wollen wir unser Einzugsgebiet vergrößern und spielen unter anderem in Jena, Darmstadt und Essen. Eine zusammenhängende Tour wäre unser nächster Traum. Das braucht aber eine gute Vorbereitung und eine gemeinsame Lücke im Kalender. Über kurz oder lang wird man uns aber bestimmt mal für ein paar Tage im „Tour-Bus“ durchs Land fahren sehen.

Euer Crowdfunding war erfolgreich. Viele weitere Projekte warten noch auf ihre Finanzierung bzw. Realisierung. Was empfehlt ihr anderen Projektstartern, damit auch deren Projekte erfolgreich abgeschlossen werden? Habt ihr Tipps?

Allen Projektstartern empfehlen wir, selbstbewusst und guten Mutes an die Sache zu gehen. Wer eine gute Idee hat, ein wenig Mühe in die Werbung steckt und vor allem mit Begeisterung bei der Sache ist, wird bestimmt erfolgreich sein. Kontinuierlich Werbung dafür zu machen und unsere UnterstützerInnen regelmäßig über den Stand der Dinge zu informieren, hat uns sehr geholfen. Und wir haben gelernt: Wer sein Ziel nicht zu hoch steckt, kann sich vom Ergebnis überraschen lassen. Wir drücken auf jeden allen Projektstartern fest die Daumen und wünschen viel Erfolg.


Danke für das Gespräch und viel Erfolg weiterhin im Studio. Wir sind schon gespannt auf das fertige Album!

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