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Interview mit Sven Lohmeyer vom urban spacemag
Projekte

Interview mit Sven Lohmeyer vom urban spacemag

Ron ty
15.12.2010
4 min Lesezeit

In den letzten Wochen haben wir schon häufiger über das urban spacemag berichtet. Heute folgt nun das versprochene Interview mit Sven inkl. einer kleinen Fotostory über das Heft. Zum Einstieg erst einmal die Hardfacts des Magazins: Die 3. Ausgabe des urban spacemag weist stolze 110 Seiten auf und wurde in einer Auflage von insgesamt 1000 Heften gedruckt. Eure Magazine gingen heute in die Post. Wenn Petrus den Schneefall also ein wenig einstellt, könnte das Heft schon Ende der Woche bei euch ankommen.Das komplette Interview könnt ihr nach dem Klick auf "weiterlesen" lesen. 

01) Euer Projekt wurde innerhalb von 9 Tagen vollständig finanziert. Was war das Erfolgsrezept und habt ihr diesen Erfolg erwartet?

Unser Finanzierungsprojekt war eine sehr spontane Aktion muss ich sagen. Wir haben von Startnext ungefähr 4 1/2 Wochen vor dem Drucktermin erfahren und dann ohne groß zu zögern beschlossen, Crowdfunding auszuprobieren. Die Finanzierung der gesamten Druckkosten in 4 Wochen erschien uns dann aber doch als etwas unrealistisch.
Das Erfolgsrezept war also ganz einfach, dass wir nicht die gesamte Höhe der zu erwartenden Druckkosten angepeilt haben sondern „nur“ einen Teil, der allerdings sehr wichtig und ganz sicher nicht unerheblich ist.

Der Titel des Magazins und der Ausgabe wurden im Bürokopierer auf Neonfolie gedruckt und händisch auf die Hefte geklebt.



02) Erzähl uns doch etwas über den Entstehungsprozess der 3. Ausgabe des urban spacemag. Wie lang arbeitet ihr schon daran und welche schwierigen und erfolgreichen Momente gab es?


Wir arbeiten seit Anfang Mai an der Ausgabe und haben mit einem offenen Aufruf zur Mitgestaltung angefangen, den wir per Newsletter, Facebook und Twitter verbreitet haben. Diese Vorgehensweise hat sich schon in Ausgabe #2 sehr gut bewährt. Und auch dieses Mal kamen wieder richtig viele spannende und völlig verschiedenartige Einsendungen bei uns an. Sowohl per Mail als auch per Post. Für mich waren die Einsendungen ein erstes Highlight, denn es waren immer spannende und überraschende Momente, wenn wir uns angeschaut haben, was da angekommen ist. Parallel zum offenen Aufruf haben wir aber auch wieder gezielt Autoren gesucht, die für uns schreiben.

Über den gesamten Verlauf recht schwierig war die Finanzierung, denn unsere Förderanträge waren überhaupt nicht erfolgreich. Wir haben die Erfahrung machen müssen, dass ein Magazinprojekt wohl recht schwer in die gängigen Förderkriterien einsortiert werden kann und somit durchrutscht. Wir haben uns daher ein Unterstützermodell speziell für Netzwerke, Büros, Kultureinrichtungen und Institutionen (wie beispielsweise Unis) ausgedacht. Dieses besteht im wesentlichen darin, dass der Unterstützer ein frei wählbares Kontingent an Magazinen im Voraus bestellt, somit unseren Druck mitfinanziert, anschließend mit Namen und Logo auf der Rückseite des Heftes erwähnt wird und das Magazin somit in seinem Netzwerk verteilen oder verschenken kann. Das Modell des Crowdfunding passt hierzu perfekt und wenn es diese Idee nicht schon gäbe, müsste man sie glatt nochmals in die Welt setzen.

Alles in Allem lässt sich sagen, dass die Finanzierung unserer dritten Ausgabe insgesamt ziemlich schwierig war, wir aber am Ende mit Crowdfunding und unserem Unterstützermodell eine sehr schöne und wie ich finde sympathische Lösung gefunden haben.


 


03) Wie sehen eure Pläne aus? Habt ihr euch schon Gedanken über eine 4. Ausgabe gemacht?

Wir haben 1.000 Ideen aber verraten gar nichts.

04) Für alle, die es verpasst haben euch auf Startnext zu Unterstützen und das Magazin daher nicht als Dankeschön erhalten: Wie und wo kann man das Magazin bekommen?

Das Magazin kann man entweder über unsere Webseite urbanspacemag.com bestellen oder ab nächster Woche in einigen ausgewählten Läden in Hamburg und Berlin kaufen. Auf unserer Webseite gibt es eine Übersicht der Verkaufsstellen.



05) Crowdfunding ist in Deutschland noch ein recht neuer Begriff. Was hat euch dazu bewegt diesen Finanzierungsweg einzuschlagen und was könnt ihr anderen Künstlern mit auf den Weg geben?

Dazu bewogen hat uns der Umstand, dass wir dringend Geld brauchten!
Hinzu kommt aber auch, dass die Idee sofort einleuchtet und einfach toll ist. Ich würde mir echt wünschen, dass Crowdfunding in Deutschland eine Zukunft hat und sich etabliert.  
Was würde ich anderen mit auf dem Weg geben? Nutzt das Internet. Kommuniziert offen und ehrlich und nutzt alle Kanäle, die euch zur Verfügung stehen, um den vielen potenziell interessierten Leuten da draußen Einblicke in eure Arbeit zu geben.


Vielen Dank für das Interview! 

Ein Blick auf die fertige Ausgabe

Ab in die Post damit!

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