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Lasst was rüberwachsen: Crowdfunding für den Prinzessinnengarten in Berlin
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Lasst was rüberwachsen: Crowdfunding für den Prinzessinnengarten in Berlin

Anna Theil
01.01.2013
3 min Lesezeit

Gute Neuigkeiten zum Jahresende: Der Prinzessinnengarten in Berlin darf weiterwachsen! Das Gelände zwischen Kreisverkehr und U-Bahn im Berliner Stadtteil Kreuzberg lag bis 2009 brach: Heute sprießen dort im Sommer Kräuter und Karotten. Der Prinzessinnengarten entstand aus einer Idee, Leidenschaft und vor allem durch viele helfende Hände! Die grüne Oase gilt mittlerweile als Vorzeigeprojekt für urbanes Gärtnern und hat schon zahlreiche Nachahmer – nicht nur in Berlin.

Im Sommer 2012 starteten die Betreiber des Prinzessinnengarten die Kampagne „Wachsen lassen!“ Grund dafür war die Entscheidung des Berliner Senats, der den Liegenschaftsfonds mit der Vermarktung der Fläche beauftragt hat. In dem Zusammenhang wurden schon Verhandlungen mit Investoren über den Verkauf des Gartens geführt. Um das zu verhindern, haben die Initiatoren des Gartens im letzten halben Jahr viel in Bewegung gesetzt: Durch eine Petition, Veranstaltungen und zuletzt den Start ihres ersten Crowdfunding-Projekts wurde eine große Community rund um den urbanen Garten aufgebaut. Insgesamt 30.000 Menschen gaben in der Petition ihre Unterschrift für mehr Grün in der Stadt  – und das mit Erfolg: Der Aufsichtsrat des Liegenschaftsfonds hat jetzt die Privatisierung des Grundstücks abgelehnt.

„Das bedeutet nicht, dass der Prinzessinnengarten dort für immer bestehen bleiben kann. Aber die Entscheidung ist ein wichtiges Etappenziel für uns!“

, so Marco Clausen. Er ist einer der Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH „Nomadisch grün“, die den Prinzessinnengarten betreibt.

Gemeinsam Gemüse, Samen und Kraut funden

Die Initiatoren des Prinzessinnengartens wollen aber noch mehr als Unterschriftensammeln. Um auch eine digitale Community aufzubauen und zu erreichen, starteten sie Anfang Dezember ein Crowdfunding-Projekt. Ziel dabei ist, mit Hilfe der Crowd das Bestehen des Prinzessinnengarten für die nächsten fünf Jahre zu sichern. Für Workshops, Diskussionsveranstaltungen und ein Saisoneröffnungsfest streben die Macher eine Summe von 22.000 Euro an. Mit der Entscheidung des Liegenschaftsfonds und dank der Unterstützung der Crowd konnte jetzt schon ein erstes Ziel erreicht werden.

Und was bedeutet das für das Crowdfunding-Projekt?

„Wir werden das Projekt natürlich fortsetzen“, bestätigt Marco Clausen. Das Ziel müsse aber angepasst werden:

„Wir legen den Fokus stärker auf die Schaffung eines Lern- und Austauschorts.“

Mehr als 4.500 Facebook-Fans gaben bereits ihr Like und rund 400 Fans und Supporter unterstützen das Projekt auf Startnext. Als Unterstützer erhält man tolle Dankeschöns, wie die Guerilla Saatbombe, eine Pflanze für den eigenen Balkon oder eine Gartenführung. „Wir haben kein Produkt wie einen Film oder eine Platte, bei uns geht es mehr um das Ideelle“, sagt Marco Clausen.  Sein Team und die vielen Unterstützer –  im Netz und real – sind von der Sache überzeugt:

„Wir sind noch nicht am Ende und werden es durchziehen!“

Foto: © Prinzessinnengarten: wachsen lassen!

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