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Mit Crowdfunding zum Kultursponsoring 2.0?  

Mit Crowdfunding zum Kultursponsoring 2.0?  

Anna Theil
12.04.2011
4 min Lesezeit

Crowdfunding - der Begriff umfasst in erster Linie die finanzielle Unterstützung von Projekten durch die Internet-Community mit kleinen Beträgen. Was hat also das Kultursponsoring von Unternehmen mit Crowdfunding zu tun? 16.00 Podium: Mit Crowdfunding zum Kultursponsoring 2.0? Verknüpfung von Kultur und Wirtschaftmit Moritz Eckert, Friederike von Reden, Karin Janner, Dr. Solveig Köbernick, Moderator: Dirk Schütz 

Die Idee ist, dass Crowdfunding-Plattformen die Kulturfinanzierung und damit auch das Sponsoring von Unternehmen transparenter und offener machen können: Die Online-Plattformen erleichtern den Unternehmen durch Such- und Filterfunktionen die Identifikation von passenden Kultur-Projekten. So kann ein Unternehmen beispielsweise gezielt nach Kulturprojekten im Bereich Bildende Kunst in der Region Berlin suchen, aus dieser Auswahl ein Projekt für ihr Kultursponsoring wählen und es unterstützen. Das kulturelle Engagement des Unternehmens ist dann sichtbar für die Internet-Community. Die Reichweite der Botschaft wird erhöht. Schließlich kann auf der unterstützten Kulturveranstaltung zusätzlich klassisches Kultursponsoring eingesetzt werden.

Ob eine Crowdfunding-Plattform nun ein neues Instrument für das Kultursponsoring sein kann, wird auf dem Panel "Mit Crowdfunding zum Kultursponsoring 2.0" kritisch diskutiert.

Crowdfunding als Kultursponsoring-Instrument?
Diskussion auf der co:funding

Moritz Eckert, Mitbegründer von betterplace.org, erklärt in seinem Impulsvortrag, welche Corporate Social Responsibility-Lösungen die Spenden-Plattform Betterplace für Unternehmen anbietet und wie damit Wirtschaft mit sozialen Themen über digitale Wege verknüpft werden können.

Anschließend wird von allen Podiumsgästen gemeinsam die Frage diskutiert, ob diese Möglichkeiten auch für das Kultursponsoring interessant sein könnten und ob Crowdfunding-Plattformen ein Instrument für Unternehmen zur Förderung von Kunst und Kultur sein können. Moderiert wird die Runde von Dirk Schütz von Kulturmanagement Network. Durch seine beratenden und lehrenden Tätigkeiten konnte er in den letzten Jahre vielfältige Erfahrungen mit Online-Bezahlsystemen, Community Services und Social Media sammeln.

 Auf dem Podium sind folgende Experten zu Gast:

Referentin Kultursponsoring Friederike von Reden 
Der Arbeitskreis Kultursponsoring (AKS) im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft thematisiert die Potentiale von Kunst und Kultur für unternehmerisches Sponsoring und tritt für offene, intelligenten Sponsoringbeziehungen zwischen Wirtschaft und Kultur ein.

Kulturmanagerin Karin Janner
Als Mitorganisatorin der stART Conference bringt sie Experten und Interessierte zusammen, um über Social Media im Kunst- und Kulturbereich zu diskutieren. Schwerpunkt der stART10 war das Thema Geschäfts- und Finanzierungsmodelle im Social Web.
 Für die dritte stART Conference (11/2011) wird auch über Crowdfunding für die Finanzierung nachgedacht.  

Agenturgründerin Dr. Solveig Köbernick 
Gemeinsam mit Gunter Klötzer gründete sie im Herbst 2010 die Agentur touchpoint_K, die sich auf Online-Sponsoring im Kultur- und Tourismusbereich spezialisiert. Davor sammelte Frau Köbernick Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft als freie Kunstbeauftragte der Deutschen Bank oder als Michalke Curatorial Fellow an den Harvard University Art Museums in den USA.

Das Podium Crowdfunding und Kultursponsoring 2.0 verspricht spannend zu werden. Da es in der Praxis dafür bislang kaum Beispiele gibt, geht es vor allem darum, innovative Ansätze für das Kultursponsoring zu diskutieren und neue Ideen zu entwickeln.

Crowdfunding - mehr als eine Finanzierungsalternative 

Künstler und Kreative sowie Kulturförderer wissen zu gut, dass die öffentlichen Fördermittel begrenzt sind. So suchen immer mehr Kulturschaffende alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Die finden sie u.a. beim Crowdfunding: die finanzielle Unterstützung ihres Projekts durch die Community. Dabei kann Crowdfunding noch viel mehr als ‚nur‘ finanzielle Mittel sammeln, denn gleichzeitig wird ein Publikum vor Veröffentlichung des eigentlichen Kunstwerks generiert, mit dem der Künstler in den aktiven Dialog treten kann. Dadurch entsteht wiederum die Möglichkeit zu Crowdsourcing: Die Community trägt mit eigenen Inhalten zur Realisierung eines Projektes bei. So kann mit den Instrumenten des Web 2.0 der Bekanntheits- und Wirkungsgrad eines Projektes erhöht werden.

Crowdfunding - ein Gewinn für Kultur und Wirtschaft

Die Effekte des Crowdfunding-Prozesses, können von Unternehmen für das eigene Kultursponsoring genutzt werden. So kann sich eine Marke innerhalb der kreativen Crowdfunding-Community positionieren und ‚auf Augenhöhe‘ in den Dialog treten. Projekte von Künstlern werden aktiv gefördert und Unternehmen erhalten individuelle Sponsoring-Pakete sowie die Möglichkeit für Branded Entertainment und exklusives Sponsoring. Die interaktiven Möglichkeiten, die Web 2.0-basierte Crowdfunding-Plattformen bieten, können Unternehmen nutzen, um ihre Zielgruppe zu erreichen.

 

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