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Wie Universitäten und Gründerzentren Crowdfunding einsetzen
Kooperationen

Wie Universitäten und Gründerzentren Crowdfunding einsetzen

Anna Theil
21.12.2015
6 min Lesezeit

Welche Stichworte verbindet ihr mit Universitäten und Hochschulen? Wir bei Startnext denken an Orte, an denen neue Ideen geboren werden und junge Menschen die Möglichkeit erhalten, sich auszuprobieren. Oftmals entstehen tolle Projekte und Startups, die sich lohnen, weiterverfolgt und realisiert zu werden. Durch Crowdfunding lassen sich solche Ideen risikolos im Markt testen und über eine Kombination von Finanzierung und Marketing direkt in den Markt einführen. Einige Universitäten kombinieren bereits Crowdfunding und Gründungsförderung und erleichtern damit ihren Studenten die Umsetzung eigener Ideen. Wir stellen euch vier Beispiele auf Startnext vor:

Universität Kassel (UNIKAT Crowdfunding)

Die Universität Kassel präsentiert auf ihrer Startnext Page UNIKAT Crowdfunding Projekte aus der Hochschule und der gesamten Stadt. Dabei begleitet das UNIKAT-Team die Starter persönlich von der Planung des Crowdfunding-Projekts über die Durchführung bis hin zur Kommunikation.

Die bislang erfolgreichste Kampagne war das Smartphone SHIFT7, für dessen Produktion der Starter und sein Team über 100.000 Euro einsammeln konnten.

Annika Wallbach, UNIKAT-Projektbetreuerin: "Die Unterstützung von Ideen, Projekten und Gründungen ist ein wichtiges Ziel der Universität Kassel. Durch die Crowdfunding Page inklusive der Betreuung der Projekte vor, während und nach der Crowdfunding-Kampagne konnten wir das vorhandene Unterstützungsangebot für (Gründungs-)Projekte um wichtige Aspekte erweitern - nicht nur die Finanzierung, sondern vor allem die Marketingeffekte, die erzeugt werden, sind für die GründerInnen und Projektstarter enorm wichtig. Gleichzeitig ist die Page für uns als Universität sowie für unseren Partner, die Wirtschaftsförderung Region Kassel, eine Art Schaufenster der spannenden, kreativen Projekte, die hier bei uns in der Region entstehen und umgesetzt werden."

Das Video von UNIKAT erklärt anschaulich, wie Crowdfunding funktioniert:Karlsruher Institut für Technologie (KITCrowd)

Bei KITCrowd vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) werden Startnext-Projekte aus dem Umfeld des KIT eingebunden. Die Projektinitiatoren erhalten bei der Vorbereitung der Kampagne Unterstützung durch die Gründungsförderung an der Universität. Dabei stellen sie den Startern neben der persönlichen Betreuung ein großes Netzwerk zur Verfügung. Über "Leveraged Crowdfunding" werden forschungsnahe Projekte und wissenschaftliche Ausgründungsvorhaben mit einem hohen finanziellen Bedarf durch Mittel des KIT-Innovationsfonds cofinanziert. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Kampagne zur Innovativen Brutkrebsfrüherkennung: 3D-USCT.

Bereits erfolgreich finanziert wurden unter anderem easierLifeein Sicherheitssystem für ältere alleinlebende Menschen und softtop bikeSHELL, ein Regenschutz für Fahrräder.

Thomas Neumann, Leiter der Gruppe Gründungen am KIT: "Crowdfunding ist längst aus dem experimentellen Stadium raus und erwachsen geworden. Es bietet Gründungen und anderen Projekten eine ideale Präsentationsfläche, um neben der kurzfristigen finanziellen Unterstützung auch eine Perspektive und Erfolgswahrscheinlichkeit der Ideen einzuholen. Durch Crowdfunding hat man die Möglichkeit, direkt mit möglichen Kunden zu kommunizieren und deren Feedback einzuarbeiten."

Social Entrepreneurship Akademie München (SEA)

Die Social Entrepreneurship Akademie ist eine Netzwerkorganisation der vier Münchner Hochschulen mit dem Anspruch, die Social Entrepreneure von morgen auszubilden. Die SEA unterstützt ausgewählte Startups und Projekte aus der eigenen Förderung und bietet mit Startnext einen neuen und alternativen Weg zur frühphasigen Finanzierung an. Erfolgreich finanzierte Projekte waren z.B. nearBees und Rucksackspende.

Oliver Beckmann, Leiter Qualifizierung, und Dr. Dominik B. Domnik, Mitarbeiter Finanzierung & Förderung: "Crowdfunding kann als extrem lehrreiches Instrument eingesetzt werden, da die Kampagnenverantwortlichen eine Vielzahl von Themen wie Marktresearch, professionelles Storytelling oder Marketing einsetzen müssen. In der Realität. Sei es für Gründungen oder universitäre Projekte. Daher können wir nur jeder Universität empfehlen, sich mit Crowdfunding umfassend zu beschäftigen und den Lehrenden damit ein Tool zur realitätsnahen Bildung zu ermöglichen."

Leuphana Universität Lüneburg

Die Kooperation mit der Leuphana Universität startete mit einem außergewöhnlichen Pilotprojekt: Alle 1.500 Erstsemester waren in ihrer Startwoche im Oktober 2015 dazu aufgefordert, sich in interdisziplinären Teams mit unternehmerischen Lösungen für die gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit und der Zukunft zu befassen.

Jede Gruppe erstellte dafür eine eigene Crowdfunding-Kampagne auf Startnext und schaltete sie für die Startphase frei. Innerhalb des nächsten Tages konnte die Startnext-Community die Projektbeschreibungen ansehen, Fan werden und Feedback geben, um die Konzepte zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die erfolgreichsten Ideen erhielten im Anschluss die Chance zur Realisierung ihrer Crowdfunding-Kampagnen, um ihr Projekt wirklich umzusetzen.

Dr. Mark Euler, Leiter der Startwoche: "Für die Leuphana Universität ist Social- und Sustainable-Entrepreneurship ein profilgebendes Thema. Da hierbei die klassischen Finanzierungsformen aber meistens nicht in Frage kommen, ist Crowdfunding eine große Chance, Ideen und Projekte aus diesem Bereich zu realisieren. Durch die Kooperation mit Startnext können wir unseren Startups daher eine hervorragende Option bieten, erfolgreich in den Markt zu starten."

Crowdfunding: die Ideenrealisierungsmaschine

Wir sehen in der Kombination von universitärer Gründungsförderung und Crowdfunding eine Ideenrealisierungsmaschine. An den Universitäten entstehen neue Ideen, werden an den dortigen Gründerzentren weiterentwickelt und können dann über Crowdfunding im Markt getestet und eingeführt werden.

Wir freuen uns darauf, wenn wir weitere Hochschulen für Crowdfunding begeistern können und dadurch gemeinsam mehr Studenten und Alumni bei der Realisierung ihrer Ideen unterstützen.

 Wenn eure Hochschule ebenfalls an einer Zusammenarbeit mit Startnext interessiert ist, dann nehmt Kontakt zu Markus Streichardt auf:markus.streichardt (at) startnext.com

© Fotos: Leuphana Universität Lüneburg 2015; Alexander Flögel
© Video: UNIKAT Crowdfunding

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