Marco und Michael machen Filme. Ihre neuste Idee: Eine Verfilmung des Bestsellers "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami. Darin geht es um einen syrischen Bäckerjungen aus Damaskus, der Journalist werden möchte und sich im Zuge des arabsichen Frühlings mit der Regierung anlegt. Wir haben mit den beiden Filmern über ihr Projekt gesprochen.

Hallo! Stellt euch doch einfach mal kurz vor: Wer seid ihr und was macht ihr?

Marco: Ich bin Produzent, habe hier in Köln mit meinem Kollegen Daniel Mann meine eigene Firma – die gilles-mann-filmproduktion – mit der ich "Eine Hand voller Sterne" produziere. Ich arbeite aber auch für andere Produktionsfirmen. Wir sind begeisterte Filmemacher aus Köln. Drehbuchautor/Regisseur Michael Schäfer und ich, die aus dem Roman "Eine Hand voller Sterne" nicht nur einen großartigen Film machen, sondern darüber hinaus sich für ein Projekt engagieren, das sich für die Förderung essenzieller demokratischer Grundrechte einsetzt: Meinungs- und Pressefreiheit.

Michael: Marco und ich mögen es beide, auch als Zuschauer, Filme zu erleben, die über den reinen Unterhaltungswert hinaus eine Bedeutung haben, die Denkanstöße, Diskussionen oder vielleicht sogar einen Ehestreit vom Zaun brechen. Film ist eine Form der Kunst und sollte zum Dialog und zur Diskussion anregen. Ich bin in einer Theater- und Filmfamilie aufgewachsen. Da wurde immer heftig über Politik und Gesellschaft diskutiert.

Wie kamt ihr darauf, den Bestseller "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami zu verfilmen? Welchen Bezug habt ihr zu dem Buch?

Michael: Da hat mich meine Frau drauf gebracht. "Eine Hand voller Sterne" ist eines ihrer Lieblingsbücher, durch sie habe ich Rafik Schamis literarische Welt kennen und lieben gelernt. Als ich eines Tages auf unser Bücherregal blickt und über eine mögliche Literaturverfilmung nachdachte, meine sie, ob es nicht an der Zeit sei, diesen Roman zu verfilmen. Da brach gerade der arabische Frühling in Syrien los.

Ich mag es, wenn Geschichte spezifisch scheinen aber durch die Art und Weise, wie sie erzählt werden, eine Metaphorik bekommen, die sich übertragen lässt. Die Geschichte des Bäckerjungen aus Damaskus, der unter einem repressiven Regime freier Schriftsteller werden will, könnte genausogut in der DDR, dem Dritten Reich oder jetzt in Russland oder der Türkei spielen.

 

Es geht um einen Jungen, der Journalist werden will und sich dabei mit der Regierung anlegt. Was bewegt euch ganz besonders an seinem Schicksal und können wir selbst daraus etwas lernen?

Michael: Der Drang des Menschen nach Freiheit, der Drang Dinge anzuprangern und zu handeln steckt in uns allen. Gerade Kinder und Jugendliche leben das stark aus.

"Wir Erwachsene verlieren diesen Drang häufig, verbringen aber viel Zeit und Energie damit uns über Missstände aufzuregen."

Da ist es gut, den jugendlichen Drang dieses Bäckerjungen zu erleben und sich wieder daran zu erinnern, dass wir Erwachsene das auch noch in uns haben. Und der Bäckerjunge ist ein Beispiel dafür, dass man auch im Kleinen etwas Großes bewirken kann. Zu oft sagen und hören wir den Satz „Das hat doch eh keinen Sinn!“ - Da sage ich: „Doch, hat es!“

Ihr versucht gerade, das Geld für die Produktion über eine Crowdfunding-Kampagne einzusammeln. Hattet ihr im Vorfeld Zweifel an der Projekt-Idee?

Marco: Die Verfilmung des Best- und Longsellers "Eine Hand voller Sterne" ist kein Pappenstiel, sondern stellt uns vor viele Herausforderungen: Dreharbeiten im Ausland, Finanzierung aus weltweiten Quellen, Zusammenstellung eines internationalen Teams, Besetzung von Kindern und Jugendlichen, sowie erwachsenen Schauspieler aus dem Libanon und dem kriegsgebeutelten Syrien, Dreharbeiten auf arabisch, einer uns fremden Sprache und viele weitere Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen.

Michael: Es ist ein großes Projekt mit viel Personal und szenischem Aufwand. Aber wir haben erfahrene Teammitglieder an Bord. Und Film ist immer eine große Herausforderung. Es kann Vieles schief gehen. Da gehören Ängste und Zweifel dazu. Aber man darf sie nicht als Hindernis verstehen, sondern sie sind eine Warnung neu zu denken, dran zu bleiben und die Energie des ganzen Teams auf diesen einen Punkt – die Fertigstellung des Films – zu fokussieren.

Wieso habt ihr euch für eine Finanzierung per Crowdfunding entschieden?

Marco: Wir möchten diesen Film und dieses Projekt nicht alleine machen, sondern viele Menschen von Anbeginn auf die Reise mitnehmen und die Chance Nutzen, unsere Begeisterung früh zu teilen und überschwappen zu lassen.

Michael: Das Buch und auch Rafik Schami hat viele Fans. Der Roman ist in den deutschsprachigen Ländern Schulliteratur. Da ist es naheliegend, diese Menschen einzuladen, Teil des Projektes zu werden und uns in dem Vorhaben, diesen Roman zu verfilmen, zu unterstützen.

Hier könnt ihr euch das Projekt anschauen: Ansehen >>

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