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Web-Talk "Business Salon" mit erfolgreichen Frauen

Anna Theil
28.04.2015
8 min Lesezeit

Diesen Sommer lädt Moderatorin Johanna Maria Knothe spannende, inspirierende, kluge, reflektierte, erfolgreiche Frauen in den Business Salon ein - zu einem Web-TV Talk, der euch helfen soll, im Job und im Leben weiterzukommen. Die Hintergründe zu diesem Projekt erfahrt ihr heute direkt vom dreiköpfigen Team im Interview.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Judith: Wir sind Judith Sylla, freiberufliche TV-Producerin und Robert Kindermann, Leiter Digitale Medien bei der Leitwolf TV- und Filmproduktion. Zusammen wollen wir mittels Crowdfunding den Web-TV-Talk Business Salon ins Leben rufen.

Johanna Maria: Und mein Name ist Knothe, ich bin Fernsehmacherin; und zwar vorne- und hintenrum. Ich mache Bewegtbildgeschichten für übliche und unübliche Medienformate, am allerliebsten Unterhaltung mit Inhalt. Das gilt auch für meine Vor-der-Kamera-Leidenschaft. Der Business Salon ist meiner Meinung nach längst überfällig. Als sehr kluger und sehr selbstbewusster Web-TV-Talk, soll er eine Art Rat- und Anstoßgeber sein für jede Frau, die weiterkommen möchte. Im Job und im Leben. Es ist das erste Mal, dass ich Teil eines Crowdfunding-Projektes bin. Die Idee des Frauen-Karriere-Talks ist so einfach wie brillant, dass es doch mit dem Teufel zugehen müsste, wenn wir nicht Unterstützer finden würden! Nichtsdestotrotz: Es ist auch ein Nervenkitzel, der Mut erfordert. Mut den ich in der Fernsehbranche leider oft vermisse. Doch so lange die sich da nicht trauen, tobe ich mich mit Begeisterung im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten aus. Dem Demokratischsten aller Medien.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Judith: Inspiriert hat mich der Bottle Salon. Ein Netzwerk aus Frauen hier in Hamburg. Wir treffen uns regelmäßig und tauschen uns zu jobrelevanten Themen aus. Wir sitzen dabei in einer schönen Location, trinken Wein – also alles andere als „Business“, aber dennoch drehen sich die Gespräche um den Job. Innerhalb des Gesprächs kann man Situationen schildern, die einen gerade beschäftigen, und bekommt Tipps von Außenstehenden. Ein ehrlicher Austausch mit großer Wirkung.

Nach jedem Treffen bin ich um einen Erfahrungsschatz reicher, ohne ihn selbst erlebt haben zu müssen. Ich fühle mich „erleuchtet“ und mental gestärkt. Sehe seitdem viele Dinge im Job lockerer und kann andere Dinge wiederum besser einschätzen. Dieses Gefühl, dieses Profitieren von den Erfahrungen anderer, interessanter Frauen, dazu sollte meiner Meinung nach möglichst jede Frau leichten Zugang bekommen und langfristig profitieren können. Da ein Teil meines Jobs Formatentwicklung für TV und Internet ist, hat es nicht lange gedauert, und die Idee des Business Salons als Web-TV-Talk war geboren.

Robert: Unser tägliches Geschäft ist das Produzieren von Fernsehformaten für Sender. Wir wollen mit dem Business Salon einen neuen Weg einschlagen. Denn wir glauben, dass wir das Publikum im Netz viel gezielter ansprechen können. Und zwar auf der Plattform, die für das Thema relevant ist: EditionF, ein ganz besonderes Business- und Lifestyleportal für Frauen. Und weil wir es gut machen wollen, wollen wir die Viedos hochwertig produzieren. Also wollen wir eine Community finden, überzeugen und die Idee über Crowdfunding finanzieren.

 

 

Wie habt ihr zusammen gefunden?

Judith: Johanna Maria war die erste und auch einzige Moderatorin, die mir für den Business Salon in den Sinn kam. Es gibt Formate, die kann jede Moderatorin oder jeder Moderator moderieren. Aber es gibt auch die, deren Erfolg steht und fällt mit dem Host, weil er/sie viel Persönlichkeit mit einbringen muss. Johanna Maria hat Persönlichkeit, Humor und eine unermüdliche Neugier, die sie immer wieder Dinge hinterfragen lässt. Eine ehemalige Kollegin und Freundin hat einen persönlichen Draht zu Johanna Maria und mir ihre Nummer gegeben.

Johanna Maria: Mein Telefonapparat hat geschellt. Judith und ich kannten uns gar nicht, sind aber übergangslos ins Plaudern geraten, als sie mir von Ihrer Idee erzählte. Ich neige zwar selbst dezent zum Chauvinismus und finde ohne eine gesunde Portion Sexismus macht das Leben wenig Vergnügen. Gleichzeitig bin ich aber eine stolze Frau, die im Laufe der Zeit mehr und mehr feststellen musste, dass Männer im Berufsleben in der Regel "irgendwie sicherer" aufgestellt sind als meine Kolleginnen und ich. Um es mal geschlechtsfromm, weil vorsichtig zu formulieren. Nach dem ersten Treffen mit Judith und Robert war die Sache dann klar - der Humor stimmt, macht alles Sinn - wir versuchen es. Nee,... wir machen es!

Warum ist es euch wichtig, das Projekt zu realisieren?

Johanna Maria: Sobald ich den Begriff Frauen-Karriere-Sendung ausspreche, habe ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen. "Das wird aber echt gut!“; „Ja, das klingt jetzt erst mal n bisschen dröge - wird es aber nicht.“; "Wir versprechen Zunder! Und Humor! Selbstironie sogar.“

Bloß weil die Zielgruppe Frauen sind, die weiterkommen wollen im Leben, heißt das doch nicht, dass unser Produkt „unsexy“ wird! (um mal eine klassische Fernseh-Vokabel zu verwenden.) Während Bauch-Beine-Po-, Shopping- und Dating-Themen laufen wie Hulle! Wo bleibt denn hier mal der #Aufschrei? Und die Solidarität der Frauen? Dieses Projekt, den Business Salon zu realisieren, bedeutet ein öffentliches Statement zu setzen: Für kluge Frauen-Unterhaltung! Für leidenschaftlichen Frauen-Austausch! Für selbstbewusste Frauen und solche, die es werden wollen.
Nicht-oberflächliche, also relevante Frauen-Themen müssen endlich salonfähig werden! Verdammte Axt noch mal. Deshalb möchte ich dieses Projekt machen.

Judith: (Karriere bedeutet „die persönliche Laufbahn eines Menschen in seinem Beruf“. Jede Frau, die einen Beruf ausübt, macht also Karriere. Die Kombination der Begriffe „Karriere“ und „Frau“ hat vor unserem inneren Auge aber ein ganz bestimmtes Bild einer toughen, sehr wahrscheinlich kinderlosen, Frau im Kostümchen erschaffen. Würde man zu einem Mann im Anzug sagen: „Das ist ein Karrieremann“? Nö! Wieso gibt man erfolgreichen Frauen überhaupt diesen Zusatz? Das zeugt ja davon, dass es scheinbar noch nicht normal ist für Frauen, beruflich erfolgreich zu sein.) Ich selbst bezeichne mich absolut nicht als „Karrierefrau“, die hoch hinaus will. Dennoch ziehe ich mit Begeisterung aus Vorträgen von beeindruckenden Persönlichkeiten wie Sheryl Sandberg, einem Interview mit einem Führungskräfte-Coach und einem Zitat einer erfolgreichen Unternehmerin Tipps für meine eigene berufliche Situation oder bekomme Impulse, mein Verhalten zu reflektieren und zu ändern. Und im Grunde kann das jede Frau und profitiert am Ende davon. Im Job, aber auch in der Beziehung oder dem Verhältnis zu Freunden. Deshalb möchte ich das Projekt machen.

Robert: Neben den vielen inhaltlichen Punkten, die Johanna und Judith perfekt zusammengefasst haben, geht es uns auch darum, den richtigen Content für die richtige Plattform zu produzieren. Vieles macht im TV Sinn, das Format gehört für mich ins Netz. Es schreit nach jeder Sendung förmlich nach einem Austausch, nach dem Vernetzen untereinander. Die Möglichkeiten sind so großartig, dass es verdammt schade wäre, wenn wir die Chance nicht bekommen.

Welchen Crowdfunding Tipp könnt ihr zukünftigen Startern weitergeben?

Judith: Sprecht mit möglichst vielen verschiedenen Leuten über eure Idee und reflektiert und filtert das Feedback. Angst vor Ideenklau braucht man keine zu haben. Dazu ist man selbst schon viel zu weit und alle anderen stecken in ihren eigenen Baustellen fest.

Setzt euch nicht zu sehr unter Zeitdruck bei der Kampagnenplanung. Wir wollten eigentlich schon 6 Wochen eher starten, aber Vorbereitung ist alles. Im Nachhinein hätten wir sogar noch mehr im Vorfeld an mögliche Sponsoren herantreten sollen, das machen wir jetzt erst parallel. Aber die Zeit sitzt uns im Nacken.

Ich glaube, es ist auch einfacher, wenn man ein konkretes Produkt finanzieren will, von dem schon ein Prototyp existiert als eine Idee bzw. Vision, wie wir es tun. Ich hoffe, dass wir damit nicht einfach zu früh dran sind, sondern genügend mutige Menschen davon überzeugen können.

Robert: Wir haben uns gesagt: Wenn wir es probieren, dann richtig. Privat habe ich ein kleines Projekt erfolgreich über Startnext finanziert. Der Business Salon ist eine ganz andere Dimension und wir müssen in immens kurzer Zeit eine Community aufbauen und möglichst finanzstarke Marken als Partner akquirieren. Beides ist in klassischen Produktionsfirmen nicht gelernt. Wir rennen also gegen eine Wand, stehen auf, schütteln uns und gehen den nächsten Schritt bewusster, professioneller. Das Learning ist immens, denn Community-Building und das Zusammenarbeiten mit Marken wird in Zukunft immer wichtiger und weitet sich auf viele Bereiche aus.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für euer Projekt!

Hier geht's zur Projektseite.

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