Mutige gestalten die Zukunft
Kuchentratsch: Haugemachter Kuchen aus München
Meet the Starters

Kuchentratsch: Haugemachter Kuchen aus München

Christin Lorenz
03.03.2015
3 min Lesezeit

Heute lernt ihr in unserem Blog ein echtes Generationen-Projekt kennen. Die Mädels von Kuchentratsch wollen mit ihrer Backstube in München einen Ort schaffen, an dem SeniorInnen Kuchen backen, dabei tratschen, neue Leute kennen lernen und ihre Rente aufbessern können. Gegen Vereinsamung und Armut im Alter - und für leckere Oma-Kuchen!

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Katharina und Katrin und haben gemeinsam vor einem Jahr Kuchentratsch gegründet. Mit unserem Startup möchten wir SeniorInnen zusammen bringen und ihnen eine Aufgabe geben, die ihnen Spaß macht. Deshalb bereiten wir aktuell den Umzug in unsere erste eigene Backstube vor. Dort können die SeniorInnen gemeinsam Kuchen backen und sich so auch noch etwas zu ihrer Rente hinzu verdienen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Katharina hatte die Idee auf einer Brasilienreise. Dort verkaufen Familienangehörige Gebäck, das von den Eltern oder Großeltern gebacken wird und bessern somit ihr Budget auf. Zurück in Deutschland haben wir überlegt, wie wir dies hier umsetzen können und sind natürlich auf unsere alte Backtradition und die guten Kuchen gekommen. Im Zeitalter der Backmischung gibt es nichts besseres, als einen von Oma gebackenen Kuchen.

 

Wie habt ihr zusammen gefunden?

Wir haben uns beim Studium in Innsbruck kennen gelernt und sind seitdem eng befreundet. Als Katharina von ihrer Reise zurück kam, ist uns die Idee nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Da wir beide ein enges Verhältnis zu unseren Großeltern haben und wir sehen, dass sie oft eine Beschäftigung suchen, haben wir überlegt, wie wir etwas Ähnliches in Deutschland umsetzen können. Bei ersten Gesprächen ist uns aufgefallen, wie glücklich sie die Möglichkeit macht, mit ihrem Hobby - dem Kuchen backen - etwas Geld verdienen zu können. Und so entstand nach und nach das Konzept von Kuchentratsch.

Warum ist es euch wichtig, das Projekt zu realisieren?

Im Gespräch mit Freunden ist uns aufgefallen, wie viele SeniorInnen noch fit sind und nach neuen Hobbies suchen. Hinzu kommt die zunehmende Altersarmut in Deutschland, die wir gerne bekämpfen möchten. Besonders Seniorinnen beziehen oft nur eine kleine Rente, da sie hauptsächlich für die Kindererziehung zuständig waren. Mit Kuchentratsch können sie nicht nur ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Kuchenbacken, nachgehen, sondern sich auch noch ihre Rente aufbessern. Sobald die Backstube in München erfolgreich angelaufen ist, möchten wir gerne weitere eröffnen um so Altersarmut und Vereinsamung im Alter in ganz Deutschland zu bekämpfen. Und das Strahlen in den Augen unserer SeniorInnen zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

Welchen Crowdfunding Tipp könnt ihr zukünftigen Startern weitergeben?

Gut vorbereiten, Kommunikationspläne machen und Durchhaltevermögen haben. Und dann ganz viel und auf sämtlichen Kanälen kommunizieren.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für euer Projekt!

Hier geht's zur Projektseite.

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