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Mutige gestalten die Zukunft
Cucula: Das Unternehmen von und für Flüchtlinge
Meet the Starters

Cucula: Das Unternehmen von und für Flüchtlinge

Anna Theil
16.12.2014
3 min Lesezeit

Wir haben das Glück, dass wir jeden Tag viele kreative und visionäre Projekte begleiten können und dabei viele Geschichten von den Startern erfahren, die uns einen Blick hinter die Kulissen eines Crowdfunding-Projekts erlauben. Jede Woche stellen wir euch in unserer Serie "Meet the Starters" einen Projektstarter und sein Crowdfunding-Projekt vor. Heute im Interview: Corinna Sy von dem Community- und Design-Projekt Cucula.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind eine kleine Gruppe aus Gestaltern und Pädagogen mit und ohne Flüchtlingsstatus. Zusammen mit einem riesen Unterstützerkreis versuchen wir gerade das angeblich „Unmögliche“ möglich zu machen – ein Unternehmen von und für Flüchtlinge zu gründen. Um das zu schaffen bauen wir Designklassiker von Enzo Mari.

Wie habt ihr zusammen gefunden?

Durch eine Aneinanderreihung von glücklichen Fügungen: Barbara, Direktorin der Schlesischen 27, hat vor ca. einem Jahr am Oranienplatz angeboten, dass jeder der mag an Deutschkursen teilnehmen kann. Sebastian hat zu dieser Zeit einen Workshop zum Möbelbauen à la Enzo Mari in der Schlesichen 27 durchgeführt und Maiga, Malik, Moussa, Saidou und Ali haben daran teilgenommen und jede Menge Spaß gehabt. Jessy hatte dort gerade ein Praktikum angefangen und Corinna war auf der Suche nach einem tollen Projekt und hatte nach langer Zeit mal wieder Sebastian getroffen, der ihr von dem Projekt erzählte. Und so kam eins zu dem anderen und zu dem was es heute ist!

 

 © Bildmaterial: Verena Brüning and Fotosally

Warum ist es euch wichtig, das Projekt zu realisieren?

Weil wir dadurch eine konkrete Perspektive für Maiga, Moussa, Ali, Saidou, Malik und für hoffentlich noch viel mehr Menschen mit großen Potenzialen schaffen können, die sonst wenig bis kaum Chancen in diesem System haben. Wir möchten einen Raum gestalten, indem wir unterstützen können, dass sich jeder einzelne wieder eine Zukunft durch ganz konkrete Selbstbestimmung schaffen kann – und das über pragmatische Handlungen, nämlich bauen, lernen und planen.

Wir möchten dieses Projekt auch realisieren, um zu zeigen, dass durch die Unterstützung und durch das Engagement vieler eine wagemutige Vision, fast schon Utopie, in dieser aufgeheizten Debatte real werden kann. Es geht uns darum, dass wir, und damit meine ich eben jeden Einzelnen und nicht unsere Institutionen, etwas verändern können. Olafur Eliasson hat zu diesem Punkt gesagt: „Was ist Realität? Ich glaube, Realität ist etwas, das wir gemeinsam produzieren. Sie ist verhandelbar." Und genau das wollen wir mit CUCULA machen. Unsere eigene Realität hinterfragen und zur Verhandlung stellen.

Welche Erfahrungen habt ihr durch das Crowdfunding gesammelt?

Mitten in der Finanzierungsphase ist das sehr schwer zu beantworten! Mehr Arbeit als gedacht, aber auch ein tolles Gefühl wie sich eine Idee in die Welt hinaus trägt…

Die Erfahrung:
Die Begeisterung über das eigene Projekt teilen und vermitteln.
Wie man mit wenig Schlaf auskommt.
Die Essenz des Projektes zu filtern und klar zu kommunizieren.
Nicht überstürzt handeln und alles wirklich gut planen.
Spaß muss immer sein.

Wie geht es bei eurem Projekt weiter?

Bei erfolgreicher Finazierung werden wir ein Unternehmen gründen, fünf großartige Menschen bei der Ausbildung unterstützen, eine riesen Sause für alle tollen Unterstützer veranstalten, viele feine Enzo-Mari-Möbel verkaufen und neue Projekte mit und für Flüchtlinge planen!

Entdeckt und unterstützt Cucula.

Vielen Dank für das Interview!

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