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FreiVon: Nachhaltige und vegane Schuhe
Meet the Starters

FreiVon: Nachhaltige und vegane Schuhe

09.12.2014
4 min Lesezeit

Wir haben das Glück, dass wir jeden Tag viele kreative und visionäre Projekte begleiten können und dabei viele Geschichten von den Startern erfahren, die uns einen Blick hinter die Kulissen eines Crowdfunding-Projekts erlauben. Jede Woche stellen wir euch in unserer Serie "Meet the Starters" einen Projektstarter und sein Crowdfunding-Projekt vor. Heute im Interview: Sarah Pollinger und Paul Stüssel, die mit ihrem Projekt FreiVon. den ersten veganen, nachhaltigen und in Deutschland produzierten Damenschuh umsetzen möchten.

Wer seid ihr und und was macht ihr?

Hallo, wir sind Sarah und Paul.

Sarah: Ich habe bis Ende Mai ‚International Business’ im Bachelor studiert. Und seit Anfang Juni bin ich mit FreiVon. selbstständig. Ich dachte, wenn ich es jetzt nicht mache, dann mache ich es vielleicht nie. Und so habe ich mich ins kalte Wasser gestürzt.

Paul: Ich bin Musiker und der zweite Teil von FreiVon. Außerdem fühle mich ein bisschen schuldig, dass Sarah und ich jetzt soviel Stress haben. Als Sarah überlegt hat, was sie nach dem Studium so machen könnte, fand ich die Idee einen eigenen Schuh zu produzieren, echt super. Darum habe ich Sarah auch sehr in ihrer Idee bestärkt. Die Schuhindustrie ist leider noch recht rückständig was Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit angeht. Bei Textilien gibt es ja schon deutlich mehr „gute“ Produkte. Daran etwas zu ändern, finde ich super.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Sarah: Ich lebe seit ca. einem Jahr vegan. Bei mir kam es ziemlich plötzlich, dass ich von Fleisch auf vegan gewechselt habe. Schnell ist mir dann aufgefallen, dass gar nicht die Ernährung das Schwierige am vegan sein ist, sondern die Bekleidung. Ganz besonders Schuhe. Auf der Suche nach veganen Schuhen haben wir festgestellt, dass uns immer irgendetwas störte. Vegane Schuhe aus dem Sweatshop? Umweltfreundlich aber tierfeindlich? Das passte alles nicht. Aus dieser Situation dann tatsächlich FreiVon. zu gründen, kam dann von Paul.

Warum ist es euch wichtig, das Projekt zu realisieren?

Sarah: Mir ist das Projekt so wichtig, weil ich finde, dass man als Konsument nicht für blöd verkauft werden sollte. Jeder sollte die Möglichkeit haben sich einfach und unkompliziert über ein Produkt zu informieren. Damit man danach entscheiden kann, ob man es haben möchte oder nicht. Transparenz und Ehrlichkeit eben. Ich finde das fehlt sehr oft. Gerade bei Schuhen gibt es eine starke Intransparenz. Ich möchte nicht stundenlang suchen müssen, wo die Schuhe produziert werden, was für Materialien drin stecken und wo diese herkommen. Das soll mit einem Klick gehen. Deshalb ist mir FreiVon. so wichtig. Wir sind ‚frei von Verarschung’ und ich finde, das sollte eigentlich normal sein.

Paul: Dem kann ich mich nur anschließen.

Welchen Crowdfunding Tipp kannst du zukünftigen Startern weitergeben?

Paul: Zuerst gut planen. Planung ist wirklich wichtig. Wenn man vor dem Start der Crowdfunding-Kampagne gut organisiert ist, läuft die Kampagne viel reibungsloser. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Irgendwann holt einen das Chaos ein. Dann gilt es Ruhe zu bewahren und flexibel zu sein. Wenn ich daran denke, wie viel bei uns schon schief gegangen ist – oh man! Aber wir haben es immer wieder hinbekommen. Das ist das Wichtigste.

Sarah: Und natürlich viel Durchhaltevermögen. Bis zum letzten Tag Alles geben, denn bis dahin ist alles möglich.

Wie geht es bei eurem Projekt weiter?

Paul: Nach der Crowdfunding-Kampagne gehen wir in unsere erste Produktion - da freuen wir uns schon sehr darauf. Und wir haben natürlich auch schon Ideen für unseren nächsten Schuh. Ein Herrenmodell. Juhu!

Sarah: Außerdem müssen wir uns überlegen, wie wir unsere Schuhe vertreiben wollen. Nur online? Oder auch über den Handel? Das sind alles keine leichten Entscheidungen. Und vor allem Entscheidungen, die wir zuvor noch nie treffen mussten. Man lernt mit jedem Schritt wahnsinnig viel dazu - was sich gut anfühlt. Und Schritt für Schritt verliert man auch die Angst, auf die Nase zu fallen. Zumindest ist das bei mir so.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für euer Projekt!

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