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Rucksackspende: Medizinischer Rucksack für keimfreies Operationsbesteck
Meet the Starters

Rucksackspende: Medizinischer Rucksack für keimfreies Operationsbesteck

Ron ty
25.11.2014
3 min Lesezeit

Wir haben das Glück, dass wir jeden Tag viele kreative und visionäre Projekte begleiten können und dabei viele Geschichten von den Startern erfahren, die uns einen Blick hinter die Kulissen eines Crowdfunding-Projekts erlauben. Jede Woche stellen wir euch in unserer Serie "Meet the Starters" einen Projektstarter und sein Crowdfunding-Projekt vor. Heute im Interview: Raphael Schönweitz, Philipp Odernheimer und Martin Reh von dem Projekt Rucksackspende. Die Fundingschwelle von 25.000€ haben sie schon geknackt!

Wer seid ihr und was machst ihr?

Wir sind drei junge Gründer aus Kassel und wir entwickeln das erste solarbetriebene Medizingerät, das Operationsbesteck überall auf der Welt keimfrei macht: Den medizinischen Rucksack. Damit verhindern wir, dass in ländlichen Entwicklungsregionen Menschen bei Operationen Wundinfektionen durch verkeimte Instrumente bekommen.

Wie seid ihr auf die Idee für Rucksackspende gekommen?

Unser Mitgründer Raphael war vor ein paar Jahren mit der Delegation einer Jugendgruppe in westlichen Tansania. Dort ist er durch einige Dörfer gereist, hat mit vielen Menschen gesprochen und sowohl Krankenhäuser als auch kleine Krankenstationen besucht. Dort hat er die problematischen hygienischen Zustände direkt miterlebt. In unserem Studium der Erneuerbaren Energien haben wir eine Wasseraufbereitungstechnologie entwickelt, die in der Lage ist, sehr sauberes Wasser zu erzeugen. So sauber, dass man es für die Medizin nutzen kann. Wir sprachen mit vielen Ärzten, die in Entwicklungsregionen operiert haben und alle sagten, dass keimbelastetes Operationsbesteck ein großes Problem sei. Das wollten wir mit unserer Technologie und unserem Wissen ändern.

Warum ist es euch wichtig, dieses Projekt zu realisieren?

Der medizinische Rucksack ist das erste, sichere Medizingerät, das vollkommen unabhängig von Strom oder sauberem Wasser, also fast überall auf der Welt, Operationsbesteck sauber und keimfrei machen kann. Der Arzt oder das Pflegepersonal können es also überall dort hinbringen, wo es gebraucht wird. Und weil es ein Rucksack ist, kann es sogar dort hinkommen, wo selbst ein Pickup nicht mehr weiterkommt. Wir können damit erreichen, dass sich viel weniger Menschen auf der Welt eine Wundinfektion zuziehen. Der Arzt kann mit sauberem Besteck sicher agieren. Er muss keine Angst mehr haben, dass ein Patient, der wegen einer großen Schnittwunde zu ihm kommt, danach mit einer Infektionskrankheit nach Hause geht, die wesentlich schlimmer ist oder sogar zum Tod führen kann.

Welche Erfahrungen habt ihr durch das Crowdfunding bisher gesammelt?

Das Crowdfunding ist sehr spannend. Wir gewinnen jeden Tag neue Erkenntnisse. Zum Beispiel, wen man am besten wie von seinem Projekt begeistern kann, wie die Menschen reagieren, wenn sie von einem neuen Projekt hören. Die einen sind sehr euphorisch und sofort für eine Unterstützung zu haben. Die anderen sind zunächst eher kritisch. Dann muss man etwas mehr Überzeugungsarbeit leisten und zeigen, wie sehr man für sein Projekt brennt. Bei uns funktioniert das meistens recht gut. Außerdem ist dieses Feedback von außen sehr wichtig, weil man damit seine Kommunikationsstrategie immer weiter verfeinern kann. Und es ist einfach toll, wenn man durch die vielen Unterstützer sieht, dass viele Menschen die eigene Vision teilen. Dann weiß man, dass man es gemeinsam schaffen kann.

Wie geht es bei eurem Projekt weiter?

Wenn die Crowdfunding-Aktion erfolgreich wird, dann werden wir es bis Ende des Jahres schaffen, den ersten Prototypen des medizinischen Rucksacks fertigzustellen. Dann werden wir uns daran machen, dass das Gerät auch von außen robust wird und dafür viele Tests machen. Außerdem müssen wir für das perfekte Funktionieren der Komponenten untereinander sorgen. Wenn alles nach Plan läuft, machen wir Ende 2015 die Feldtests in Afrika und können ein dreiviertel Jahr später die ersten Rucksäcke ausliefern.

Hier geht es zum Crowdfunding-Projekt Rucksackspende.

Vielen Dank für das Interview!

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