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Schnexagon schützt deine Beete vor Schnecken - rein ökologisch!
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Schnexagon schützt deine Beete vor Schnecken - rein ökologisch!

Johanna Kuhnert
01.09.2015
4 min Lesezeit

Den Salat in deinem Garten teilst du nur ungern mit einem Heer von Nacktschnecken? Du willst die Tierchen aber auch nicht gleich vergiften? Drei Kieler Studenten haben die Lösung: Eine Oberfläche an der Schnecken nicht haften können. "Schnexagon" ist ein Anstrich, den du an Töpfen und Beetumrandungen anbringen kannst und so eine unüberwindbare Barriere schaffst. Wie es zur Erfindung von Schnexagon kam, erfahrt ihr im Interview.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Solvoluta, drei Studenten aus Kiel: Nadine Sydow, Sandro Böhm und Rickert Brand. Wir haben eine Allzweckwaffe gegen Schnecken erfunden. Es ist ein nachhaltiges, ökologisches und vielseitig einsetzbares Material, das kein Lebewesen anlockt oder tötet. Man kann einfach einen Blumentopf, Hochbeet oder irgendeine andere Beetumrandung mit Schnexagon bestreichen und so Pflanzen für Nacktschnecken und andere Schnecken unerreichbar machen. Unsere Beschichtung wirkt, weil sie die Klebkraft des Schneckensekrets drastisch verringert. Schnexagon ist ein flüssiger Schutzzaun!

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die eingewanderten braunen Nacktschnecken sind vor allem im ländlichen Raum kaum zu übersehen. Jahrzehntelanger Gifteinsatz hat das nicht geändert, und Fragen nach einer ökologischen Schutzmöglichkeit begegneten uns immer wieder. Da wir in unserem Labor ein ganzes Arsenal spezieller Oberflächen zur Verfügung haben und biologische Haftung genau unser Thema ist, starteten wir eines Sommertags im Jahr 2013 mit der Suche nach einem Material, das für sichere Hürden sorgen könnte. Doch da sich diese Nacktschnecken auf so ziemlich allem bewegen können (Kupfer, Lotus, Teflon, Haarbürsten (ja Haarbürsten), und das auch senkrecht oder kopfüber), war uns zunehmend klar, warum sich noch kein Schutzzaun durchgesetzt hat. Wir wurden kreativer und begannen Theorien zu kombinieren, jedoch weiterhin ohne nennenswerten Erfolg. Kurz bevor wir aufgeben wollten, half uns ein schicksalhafter Zufall, das erste Mal Antihaftung mit harmlosen Mitteln zu erzeugen. Im Laufe der letzten zwei Jahre haben wir den Effekt optimiert und bis heute erfolgreich getestet. Damit die Idee nicht verloren geht, haben wir uns entschieden ein Unternehmen zu gründen und Schnexagon auf den Markt zu bringen.

 

 

Wie habt ihr zusammen gefunden?

Nadine und Sandro haben sich in der Arbeitsgruppe „Funktionelle Morphologie und Biomechanik“ an der Uni Kiel kennengelernt und Schnexagon aus Überzeugung weiterentwickelt. Rickert hat über Freunde von dem Projekt erfahren und stellte sich uns vor. Nach dem ersten Kennenlernen war er sofort von dem Produkt und dessen Marktpotential überzeugt und steht uns seitdem mit wirtschaftlichem Know-How zur Seite.

Warum ist es euch wichtig, das Projekt zu realisieren?

Schneckenschutz sollte nicht mühselig, giftig oder kaum wirksam sein.
Wo Nacktschnecken wüten, greift auch der besonnenste Pflanzenfreund irgendwann zu harten Bandagen, und in der Summe werden Tonnen bedenklicher Substanzen direkt auf unsere Böden ausgebracht.
Die Art und Weise, wie wir mit den Naturgütern umgehen, ist entscheidend für unsere Zukunft. Schonender und dennoch ertragreicher Nutzpflanzenanbau ist ein wichtiger Schlüssel dafür.
Wir können mit Schnexagon einen notwendigen Beitrag dazu leisten, den Giftstoffeinsatz im Privat- sowie im Profibereich zu reduzieren. Nur wenn wir es schaffen, unsere Nutz- und Zierpflanzen aus der Reichweite der Schnecken zu halten, kann man die Plage langfristig regulieren. Dafür muss es uns einerseits gelingen, Schneckenfraß auf die natürlich vorkommenden Pflanzen zu reduzieren (z.B. hat Löwenzahn oder Girsch weniger Energiegehalt als ein Kohl) und andererseits müssen natürliche Feinde der fremden Art, wie z.B. der Tigerschnegel, Blindschleiche und Igel, konsequent geschont und nicht beiläufig mit-vergiftet werden.

Welchen Crowdfunding Tipp könnt ihr zukünftigen Startern weitergeben?

Es ist enorm wichtig, die Crowdfunding-Aktion zu promoten. Es reicht nicht, einen Link weiterzuleiten. Man muss sich selbst und das Anliegen überall wo es sinnvoll scheint, persönlich vorstellen, und darf der eigenen Überzeugung nicht müde werden. Die erste Minute des „Pitches“ entscheidet über Interesse oder Misserfolg.
Besonders wertvoll sind die Weiterempfehlungen durch eure „Zeugen“, in unserem Fall sind das die Testgärtner. Einer Kundenbewertung schenkt man schließlich auch mehr Vertrauen als einer Produktbeschreibung!
Man sollte versuchen, seine Chancen realistisch einzuschätzen um erfolgreich zu sein. Zu hohe Erwartungen lassen das Projekt an der Fundingschwelle scheitern.
Bevor man sich in zu große Risiken stürzt, sollte man qualifizierte Meinungen einholen und sich mit Kritik ehrlich auseinandersetzen.
Für euer Video solltet ihr ein erfahrenes Team suchen und nicht zu viele Kompromisse machen. Erlaubt ist, was gefällt und euch authentisch wiedergibt.
Die Hälfte der Kostenverantwortung liegt in der Planungsphase!

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für euer Projekt!

Hier geht's zur Projektseite.

 

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