Mutige gestalten die Zukunft
„So bedrohlich wie es noch nie war – und das ausgerechnet wegen einer Nachhaltigkeitsrichtlinie“
Meet the Starters

„So bedrohlich wie es noch nie war – und das ausgerechnet wegen einer Nachhaltigkeitsrichtlinie“

Denis Bartelt (Red.)
02.09.2026
29 min Lesezeit

Philip Siefer über zehn Jahre einhorn, eine EU-Richtlinie, hinter der er zu hundert Prozent steht, und die Frage, was die Crowd gerade konkret tun kann.

Was passiert, wenn eine Richtlinie gegen Greenwashing ausgerechnet ein Unternehmen trifft, das seit zehn Jahren für Fairness, Nachhaltigkeit und radikale Transparenz steht? einhorn steht vor einem existenziellen Problem: Zwei Millionen TamTampons dürfen ab Ende September nicht mehr verkauft werden, obwohl die Produkte einwandfrei sind. Philip Siefer spricht über Liquiditätsdruck, New Work, Verantwortungseigentum und darüber, warum die Crowd gerade mehr ist als ein netter Marketingbegriff.

Denis: Hallo Philip, wir kennen uns seit einhorns ersten Startnext-Tagen. Ich erinnere mich noch, wie du und Waldemar mit Hund eine ziemlich verrückte Pressekonferenz im Startnext Lab abgehalten habt, und seitdem sind zehn Jahre vergangen. Geil, dass es euch noch gibt, ich bin stolz auf euch. Aber wie geht's dir gerade wirklich, mitten in diesem Sturm der Veränderungen?

Philip: Buongiorno, lieber Denis. Ja, das ist irgendwie süß, ne, mit dem Stolz. Das ist schön, dass du stolz auf uns bist, ich bin ja auch stolz auf Startnext und auf uns und auf das einhorn-Team, das ist schon echt crazy.

Wobei es mit dem Stolz bald vorbei sein könnte, dann sind die einhorn-Jahre vielleicht gezählt. Nämlich wegen dieser neuen EU-Richtlinie, die in Deutschland so schlecht umgesetzt wurde, die macht uns schon ganz schön zu schaffen.

Aber sonst geht es mir fantastisch. Glücklicherweise habe ich sehr, sehr viel meditiert und sehr viel Inner Work gemacht, sehr viel New Work auch, New Work braucht ja Inner Work, deswegen haben wir dann so viel Inner Work gemacht. Und ich glaube, das hat mir geholfen, psychisch und physisch in einen ganz neuen Zustand zu kommen. Ich habe eine tolle Beziehung mit meiner Frau, ich habe ein wirklich sehr, sehr nettes, sehr süßes, glückliches Kind, meinen Eltern geht es gut, meiner Familie geht es gut. Und einhorn, wie gesagt, hat Probleme, aber wir arbeiten dran.

Wobei ich da auch merke, dass es im Team vielen Leuten gerade nicht so gut geht, dass diese ganze Weltlage einfach sehr, sehr anstrengend ist und einem schon sehr zu schaffen machen kann.

Lass uns direkt einsteigen: Wenn du einhorn heute in drei Zahlen erzählst, welche sind das, und warum ausgerechnet die?

einhorn in drei Zahlen, ja, das würde ich nicht machen. Das würde ja quasi gegen alles sprechen, wofür wir stehen.

Ich kann dir aber unsere neuen Core Values sagen, das sind Truth, Heart und Lust, und das sind, glaube ich, die drei Worte, mit denen wir uns am meisten identifizieren können.

einhorn ist ja auf Wahrheitssuche, daher dieses Truth. Wir wollen rauskriegen, wie wir besser wirtschaften können, das machen wir jetzt seit gut zehn Jahren, und dafür stehen wir morgens, glaube ich, auch alle auf, dass wir sagen, es muss doch auch irgendwie anders gehen. So wie es ist, ist es doch irgendwie nicht richtig, irgendwas daran stimmt doch nicht, irgendwas fühlt sich doch ein bisschen falsch an. Diese Wahrheit wollen wir gerne rauskriegen, wobei wir uns voll bewusst sind, dass es natürlich überhaupt keine finale Wahrheit für irgendwas gibt, wir wollen der Sache nur wenigstens näher kommen und versuchen, es so wahr und so ehrlich wie möglich zu machen.

Dann Heart. Mit Herz bei der Sache zu sein ist mir zumindest unglaublich wichtig, und ich glaube, dass das auch einen bestimmten Vibe mitbringt, ob man die Sache jetzt macht, weil man muss, oder weil es einen einfach interessiert. Diese Suche nach der Wahrheit braucht, glaube ich, viel Herzblut und irgendwie auch eine Art von Liebe und Bezogenheit. Deswegen ist das gerade total wichtig, wo man ja merkt, dass alles nicht so easy ist und die ganze Welt gerade irgendwie schwierig ist, wir sind ja quasi in einer Unwahrheitskrise, es werden immer mehr Unwahrheiten verbreitet, Fake News und so weiter, und da mit dem Herzen bei der Sache zu bleiben ist ganz wichtig.

Und dann Lust, was natürlich auch gut zu unseren Produkten passt, quasi auch ein bisschen Spaß haben, lustvolle Dinge tun, lustig dabei sein, Humor da reinbringen. Dass einem dieser Juice nicht verloren geht, das ist uns auch total wichtig, und ich glaube, dafür steht einhorn auch: Dinge anders zu machen, anders auszusehen, andere Positionen einzunehmen als normale Wirtschaftsunternehmen und auch andere Produkte zu machen, die anders aussehen und anders gestaltet sind.

Wären jetzt natürlich drei Zahlen viel einfacher und kürzer gewesen. Aber drei Zahlen, also nee.

Philip Siefer, Fotocredit: einhorn Berlin

Du hast einhorn damals mit Waldemar Zeiler bei Startnext gestartet. Spul mal zurück: Was war der Moment, in dem aus der Idee ein echtes Unternehmen wurde? Und was hat eure Sichtbarkeit und der Erfolg auf Startnext mit euch als Gründerteam gemacht?

Wir haben gesagt, lass uns das ausprobieren, lass uns Kondome machen, lass uns Crowdfunding machen, lass uns probieren, ob über 50.000 Euro zustande kommen. Ich weiß noch, dass wir damals die ganze Zeit die Karma Chakhs beobachtet haben und total begeistert waren, dass die damit Geld raisen konnten. Und dann haben wir gesagt, das ist ja mega, wir fragen die Leute einfach, ob sie es haben wollen. Wenn sie es haben wollen, dann geben sie uns unser Startkapital, und wenn nicht, dann nicht, dann weiß man auch, die Idee passt nicht.

Es hat einen Riesenspaß gemacht, dann hatten wir ein bisschen über 100.000 Euro und konnten anfangen. Wir haben ja auch erst eine GmbH gegründet, als das Geld über Startnext zustande gekommen war.

Und die Sichtbarkeit und der Erfolg waren schon cool, so gesehen zu werden. Wir hatten davor auch schon Unternehmen geführt, aber wir waren nicht so bekannt für diese eine Sache. Dass wir dann bei „Höhle der Löwen“ waren und beim ZDF bei „Kampf der Start-ups“ und eben über Startnext selber, dass uns da so viele Leute gesehen haben und wir ein bisschen zu Gesichtern für diese Crowdfunding-Bewegung und für neues Wirtschaften geworden sind, das war schon cool.

Es ist uns, glaube ich, auch ein bisschen zu Kopf gestiegen, und ich spreche da jetzt mal nur für mich, mir auf jeden Fall. Man denkt dann quasi, man hätte den Parmesan erfunden, oder man wüsste jetzt genau, wie es geht. Das ist natürlich die Downside von Erfolg, dass man denkt, man hat etwas gemacht, was wahnsinnig gut funktioniert, und jetzt weiß man auch, wie das funktioniert.

Und dann merke ich jetzt gerade, in so Phasen, in denen es schwer ist, und die gab es ja auch vorher schon öfter, das ist jetzt nicht die erste schwere Phase, man merkt so: Ja, man kann das trotzdem noch alles, man weiß immer noch die gleichen Sachen wie vorher, man macht auch immer noch die gleichen Sachen wie vorher, und trotzdem funktioniert gerade gar nichts.

Ich glaube, es ist schön, sich über Erfolg zu freuen, und dann ist es, glaube ich, gesund, auch mit Zeiten klarzukommen, in denen der Erfolg nicht so sichtbar ist oder man selber nicht so sichtbar ist, sonst würde einem, glaube ich, dauerhaft schlecht gehen. Erfolg ist schön, macht aber auch viel Arbeit, und er ist eben auch nicht alles. Gleichzeitig ist es natürlich ein großes Privileg, so sichtbar gewesen zu sein, und auch für so eine schöne Sache sichtbar sein zu dürfen, zu zeigen, dass es auch anders geht. Das ist etwas, was mir immer noch total wichtig ist, und das machen wir auch immer noch jeden Tag, nur gerade interessiert es nicht so viele Leute, gerade interessieren sich ja alle für KI und Krieg und die neue Drohnenindustrie. Und wer weiß, vielleicht interessiert sich ja irgendwann nochmal jemand für unsere ganzen Nachhaltigkeitskonzepte, mal sehen.

einhorn-Gründer Philip Siefer und Waldemar Zeiler (Bildmitte), Bild von der Startnext-Kampagnenseite von 2015

Ihr habt den Begriff Fairstainability geprägt. Für alle, die ihn zum ersten Mal hören: Was steckt dahinter, und wo steht einhorn heute ganz ehrlich auf diesem Weg?

Wir arbeiten nach wie vor nach dem Prinzip der Fairstainability. Hinter dem Begriff stecken „fair“ und „sustainable“, zu einem Wort zusammengefasst, weil wir Sachen fair und nachhaltig machen wollten. Also Fairness, das Soziale, und das Nachhaltige, den Umgang mit der Natur, wobei das ja untrennbar miteinander verbunden ist. Wenn man die Natur herunterwirtschaftet, sieht man ja am Klimawandel, dass es vor allem den Leuten schlechter geht, die sozial benachteiligt sind, und langfristig wird es allen Menschen schlechter gehen, wenn die Natur weiter so leidet.

Wir haben zwischendurch Donut-Ökonomie gemacht, und woran wir gerade am meisten forschen, ist True Cost Accounting, das finde ich wahnsinnig interessant und total logisch. True Cost Accounting heißt, wir internalisieren Kosten, die in der legalen Wirtschaft auch externalisiert werden dürften. Wir können ja CO2 produzieren und Sachen durch die Gegend fliegen oder mit dem Schiff fahren lassen, wir stellen Plastik her und verpacken unsere Produkte darin, und dann zahlt man gewisse Steuern und das war's. Wir zahlen stattdessen das, was wirklich an Müll entsteht, wir zahlen das, was wirklich gemacht werden müsste, um den Müll wieder zurückzuholen oder das CO2 zu kompensieren. Dadurch haben wir einfach eine viel höhere Kostenbasis, wir internalisieren Kosten, die viele andere Unternehmen externalisieren und die dann die Gemeinschaft trägt. Wir tragen sie selber als Firma und zahlen das aus unserem Cashflow.

Zum Beispiel sammeln wir alles Plastik, das wir herstellen, am Strand wieder ein, so ein Plastik-Offset quasi. Wenn wir in einem Jahr zwanzig Tonnen Plastik verbrauchen, um Kondome einzupacken, dann sammeln wir diese Menge mit einer NGO wieder ein, die Plastik aus der Natur holt. Bei den Tampons sind die Folien inzwischen biologisch abbaubar, die müssen wir nicht mehr einsammeln.

Und wir sind immer noch sehr interessiert an Lieferketten, das macht auch Spaß, zu gucken, wie setze ich so ein Produkt eigentlich zusammen, was steckt da alles drin, was ist das für eine Geschichte in den ganzen Produkten. Wir haben viele Projekte auf der Plantage in Thailand und in Malaysia, in der Kondomfabrik, aber auch in Tansania auf den Baumwollplantagen. Und mit der Hexe gucken wir uns gerade zum Beispiel Gummi arabicum an, das viel im Sudan gewonnen wird, das ist ja ein Kriegsgebiet, und die Lieferkette ist total verwoben. Wir sind natürlich ein winziger Abnehmer, aber große Firmen wie Coca-Cola ordern wahnsinnig viel Gummi arabicum, und niemand interessiert sich dort für die Lieferkette und die prekären Bedingungen, unter denen das hergestellt wird.

Ich finde das ja total super, und gleichzeitig merken wir, dass Nachhaltigkeit gerade für viele Leute nicht so interessant ist, dass es einfach sehr, sehr teuer und schwierig ist, und dass wir diese Profite natürlich auch einfach behalten und in Wachstum investieren könnten. Das ist ja das, was viele andere Companies machen, aber das wollen wir eben nicht. Muss man mal gucken, wie gut wir das durchhalten.

Das soll jetzt gar nicht so negativ klingen, wir freuen uns natürlich über alle Leute, die weiterhin nachhaltige Produkte kaufen und das supporten, denn es ist eben einfach teurer, so zu produzieren. Manchmal ist es ein bisschen anstrengend, muss ich sagen, diesen Nachhaltigkeitskampf zu führen und zu merken, wie wichtig es ist und dass es geht und wie sinnvoll das ist, und gleichzeitig zu merken, dass Leute trotzdem immer noch herkömmliche Marken kaufen, obwohl wir qualitativ mindestens genauso gut sind wie alles, was es auf dem Kondommarkt so gibt, und dabei nicht mal unbedingt teurer.

Jetzt wird's konkret. Die EmpCo-Richtlinie macht ab September über zwei Millionen eurer TamTampons unverkäuflich, weil „fair“ und „feministisch“ auf der Verpackung stehen. Wie kann es sein, dass ausgerechnet diese Worte zum Problem werden? Und wie interpretierst du diese Richtlinie?

Es gibt eine neue EU-Richtlinie, die EmpCo-Richtlinie, Empowering Consumers. Und eigentlich ist das super, das ist ja eine Richtlinie gegen Greenwashing. Als wir einhorn gegründet haben, ging es ja genau darum, wir wollten einfach keine fremden Logos haben, deswegen haben wir uns Fairstainability überhaupt ausgedacht. Wir haben gesagt, wir packen da nicht irgendein großes Siegel drauf, sondern ein Siegel, dem man wirklich vertrauen kann, wo man weiß, dahinter steht jemand, der das ernst meint. Und darüber haben wir dann transparent berichtet, was wir alles in puncto Nachhaltigkeit machen.

Und jetzt sagt diese neue Richtlinie, dass die ganze Kommunikation dazu auf der Packung stattfinden muss. Wenn wir also fairstainable draufschreiben, müssen wir auch draufschreiben, was das bedeutet, und zwar auf der Packung. Die Packung ist natürlich viel zu klein, um das alles auszuformulieren, QR-Codes gelten nicht mehr, und stickern dürfen wir für den Handel auch nicht, weil der Handel, wenn er neue Ware kauft, nur A-Ware nimmt, und gestickerte Ware ist B-Ware.

Das heißt, wir sitzen jetzt auf Produkten, die wir vor über einem Jahr bestellt haben, Tampons und Kondome, die inhaltlich nach wie vor fairstainable sind, höchster Standard, so wie man das von uns kennt, super Qualität, alles super fair. Und wir dürfen sie ab dem 27. September nicht mehr verkaufen, weil die deutsche Umsetzung dieser EU-Richtlinie keinerlei Übergangsfrist eingeplant hat. Das kam Anfang des Jahres, und im März hieß es dann, ab dem 27. September ist Hard Cut.

Der Handel hat dann eben auch recht früh aufgehört zu bestellen, weil er keine nicht-EmpCo-konforme Ware wollte, wir hatten aber noch gar keine neue Ware im Lager, die kommt jetzt erst in den nächsten zwei, drei Wochen und dann auch schnell wieder in die Regale. Das heißt, wir hatten einen wahnsinnigen Liquiditätsengpass. Wir haben vom Handel keine Bestellungen bekommen und konnten quasi nur noch über den Onlineshop abverkaufen, und unser Lager ist voll mit Ware, die inhaltlich einwandfrei ist, auf der aber Sachen stehen, die nach der neuen Richtlinie anders ergänzt werden müssten.

Wir haben jetzt alles neu bestellt, aber die Bestellung kommt viel später, und das bringt uns wirklich finanziell in eine Bredouille, in der wir vorher noch nie waren. Wir mussten einen Kredit aufnehmen, zum Glück hat die GLS Bank uns unterstützt. Aber wir können die Produkte nicht wie gewohnt verkaufen, wir haben dadurch nicht die gleichen Umsätze wie vorher, und es ist einfach wirklich sehr, sehr bedrohlich für einhorn, so bedrohlich wie es noch nie war. Und das ironischerweise wegen einer Nachhaltigkeitsrichtlinie, hinter der wir zu hundert Prozent stehen.

Ich hoffe, dass wir das überleben, es ist gerade wirklich eine schwierige Zeit für uns. Vielleicht machen wir noch einen Flash Sale auf Startnext, das fände ich eigentlich ganz lustig, aber ansonsten hilft es uns auf jeden Fall extrem, wenn Leute bei uns auf der Webseite Produkte kaufen.

Wie fühlt es sich an, morgens aufzuwachen und zu wissen, dass zwei Millionen Produkte auf der Kippe stehen, und damit ein riesiges Lager wertvoller Ware und gebundenes Geld? Wie gehst du persönlich mit diesem Panikmodus um?

Das fühlt sich natürlich scheiße an. Gleichzeitig haben wir einfach so viel innere Arbeit gemacht, dass ich irgendwie schon sehr im Frieden damit bin, wie es gerade ist. Das hört sich vielleicht ein bisschen blöd an, aber ich glaube total daran, dass wir, genauso wie wir durch Startnext und durch diesen großen Rummel ins Leben gekommen sind, auch weiter am Leben bleiben werden, weil so eine Firma wie einhorn einfach wichtig ist, und weil es einfach viele Leute gibt, die an uns glauben. Ich glaube nicht, dass uns das kaputt macht. Und wenn doch, dann ist das natürlich irgendwie stumpf, aber dann soll es wohl so sein.

Ich akzeptiere das natürlich nicht, wir kämpfen dafür, wir arbeiten hier die ganze Zeit daran. Und gleichzeitig bin ich an manchen Morgen auch ein bisschen müde und denke so, Mann, was soll denn jetzt noch passieren. Es ist einfach politisch gerade sehr, sehr schwer, ein nachhaltiges Unternehmen zu betreiben, es gibt dafür wenig Support, und die Sachen, die supportet werden, entsprechen einfach nicht dem, von dem ich denke, dass es für unsere Welt gerade wichtig ist.

Das macht mich vor allem traurig, weil ich denke, wir laufen da eigentlich auf etwas zu, was nicht so gut ist für die nächsten Generationen und auch für unsere Generation schon nicht gut ist, was nicht weit gedacht ist. Und die Richtlinien, die wir dazu entwickeln, sind eher so: Ja, jetzt machen wir mal so eine Richtlinie. Dabei bräuchten wir viel dringender Richtlinien für Handynutzung, für KI, für Social Media, das sind, glaube ich, die Sachen, die gerade wichtig, wichtig, wichtig sind. Es ist ja trotzdem richtig, gegen Greenwashing vorzugehen, aber mir vergeht manchmal ein bisschen die Lust.

Und gleichzeitig glaube ich total daran, dass wir einfach eine tolle Firma gebaut haben, die es jetzt gerade schwer hat. Wir hatten es ja auch sehr lange sehr, sehr, sehr gut, und jetzt haben wir es gerade sehr, sehr, sehr schwer, und es kommen auch wieder andere Zeiten, es ändert sich ja andauernd alles. Ich versuche einfach, nicht den Mut zu verlieren. Ich habe ein tolles Team bei einhorn, wir arbeiten hier zusammen an einer Sache, die uns allen sehr wichtig ist, und ich hoffe, wir schaffen das.

Welches Risiko besteht für einhorn wirklich? Was ist das Worst-Case-Szenario, über das du nachts nachdenkst?

Das echte Risiko ist wie für jedes Unternehmen: Es kann einfach passieren, dass wir Verluste machen und eine lange Durststrecke vor uns haben. Und im Worst Case kann so etwas natürlich auch das Ende von so einem Unternehmen bedeuten, gerade von kleinen Unternehmen, die keinen Puffer für fünfhundert Jahre haben.

Ich glaube da aber nicht dran. Wir rechnen die ganze Zeit unsere Zahlen, wir sprechen mit Banken, und ich glaube, dass wir einen super Plan haben. Wir haben uns ein paar super Produkte ausgedacht, wir haben die Hexe am Start, der Handel hat nach wie vor voll Bock auf unsere Produkte. Und bei den Tampons haben wir von den zwei Millionen jetzt eine Million über den Onlineshop verkauft, und wir haben vorher noch nie ein einziges Tampon über unseren Onlineshop verkauft. Das ist schon eine krasse Solidarität, die uns da entgegengeschlagen ist. Die Leute wollen schon, dass es weiter Firmen wie einhorn gibt, und das macht mir total Mut und freut mich total.

Ich glaube, wir sollten uns ein bisschen mehr Power holen, also Investorinnen und Investoren, die Lust haben, in einhorn zu investieren. Ich fände es cool, wenn das über die Crowd laufen würde, ich weiß nur noch nicht so richtig, wie ich das aufsetzen soll, ob wir dann Produkte anbieten müssen oder was wir da machen. Aber ich denke, gegen Ende des Jahres werden wir so etwas machen, damit wir besser wachsen können, mehr in Wachstum investieren können, ein bisschen sicherer dastehen und ein paar Leute holen können, die richtig Bock haben, aus diesem einhorn nochmal etwas Größeres zu bauen.

Denis: Damit jetzt niemand angesichts der Komplexität dieser Gesetzgebung in Panik verfällt: Wir haben im Playground, unserem App-Marktplatz, für alle Projekte einen Werbetext-Preflight gebaut, der die fertige Projektseite scannt, riskante Formulierungen findet und mit KI sinnvolle Vorschläge macht. Damit lassen sich abmahnfähige Formulierungen schnell finden und ersetzen: https://playground.startnext.com/improvisor/preflight

Wie funktioniert einhorn heute wirtschaftlich wirklich nachhaltig, jenseits von Marketing? Was trägt das Unternehmen, was nicht?

einhorn hat nach wie vor Kondome und Tampons, dazu kommt jetzt die Hexe, und das sind alles Produkte, die profitabel wachsen beziehungsweise profitabel im Handel und im Onlineshop funktionieren. Wir haben inzwischen drei Kondomgrößen, das Big, das Magic und das Classico, das sind einfach gute Produkte, und von der Marge lebt einhorn. Die Tampons und die Kondome verkaufen wir bei dm. Die Hexe gibt es erst seit letztem Jahr, das ist ein Nahrungsergänzungsmittel für Menstruationsbeschwerden, das funktioniert auch super gut und kommt jetzt nach und nach in den Handel, verkaufen tun wir sie bisher vor allem online.

Und was wir jetzt vor allem machen müssen, ist, mehr Produkte anzubieten. einhorn ist ja sehr bekannt als Marke, aber wir haben einfach nicht so viele Produkte, die man von uns kaufen kann, und natürlich würde es uns beim Wachsen helfen, wenn wir mehr hätten. Und wir wollen Events anbieten, dass wir anfangen, Sachen zu besprechen, die die Leute interessieren, Zyklus zum Beispiel und auch Sexualität, dass mehr Leute daran teilhaben und von unseren Coaches und von den Leuten lernen können, mit denen wir im Netzwerk sind, dass man an Workshops teilnehmen kann. Das ist natürlich wieder etwas, was sehr viel mit Crowd zu tun hat.

Du bist bestens vernetzt. Wen kennst du noch, der gerade mit ähnlichen Regeln oder Strukturen kämpft? Wo müssten wir als Community eigentlich lauter werden?

In der Verantwortungseigentums- und Nachhaltigkeitsbubble sind das die Nachrichten, die die ganze Zeit reinknallen. Wie sehr Leute mit Richtlinien kämpfen, wie sehr sie mit deren Umsetzung kämpfen, wie sehr sie mit der Gesundheit im Team kämpfen, dass viele Leute krank sind und psychisch belastet, dass viele junge Eltern nicht die Betreuung und die Unterstützung bekommen, die sie eigentlich brauchen würden. Ich glaube, die ganze Entrepreneurship-Szene, aber besonders die nachhaltige, alles, was gerade keine Waffen und keine KI-Produkte herstellt, hat es gerade wirklich schwer, und alle leiden unter der wirtschaftlichen Lage. Das beobachten wir, glaube ich, alle.

Und da müssen wir als Community lauter werden, natürlich darüber reden, uns vernetzen und auch für die anderen etwas tun. Was übrigens viele gemacht haben, war total irre: Viele Leute haben uns einfach in ihren Newsletter aufgenommen und ihn an ihre Kundinnen und Kunden verschickt. Ein guter Plan, Goldeimer, Denttabs und ganz, ganz viele andere tolle Unternehmen, die wir total gerne mögen und die selber einen großen Newsletter haben. Dadurch haben wir wieder neue Leute erreicht, die uns vielleicht noch gar nicht kannten, das war ganz, ganz toll.

Diesmal rettest du die Vorräte nicht über ein klassisches Crowdfunding. Warum nicht, und was kann die Crowd stattdessen jetzt ganz konkret tun?

Wir haben für die Tampon-Aktion kein Crowdfunding gemacht, weil wir dann ein Video hätten machen müssen, wir hätten etwas anlegen müssen, wir hätten eben den Umweg über die Plattform gehen müssen. Und wir haben gesagt, wir haben auf unserer eigenen Webseite ja alles stehen, wir haben einen super Shop, das funktioniert alles total gut, und zum Glück habt ihr uns euren Support ja auch direkt hier angeboten. Wir brauchen außerdem gerade einfach jeden Cent von diesen Umsätzen.

Das heißt, wir geben die Ware gerade zum Handelspreis raus, also zu dem Preis, zu dem der Handel sie sonst von uns abkauft, den geben wir jetzt an die Endkundinnen und Endkunden weiter. Und uns hilft natürlich, wenn einfach bestellt wird, wenn wir so viele Tampons wie möglich verkaufen. Kauft auch gerne Kondome, die sind nicht ganz so problematisch, aber wenn ihr einen Jahresvorrat braucht, haut rein.

Diese Tampons jetzt an Einzelpersonen zu verkaufen oder an Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden vielleicht kostenlos Tampons zur Verfügung stellen würden, das ist das, was gerade richtig, richtig hilft. Und ihr könnt natürlich teilen und darüber reden und sagen, hey, einhorn braucht gerade Support, kauft Tampons. Also hilft jeder Instagram-Post, jede Podcast-Erwähnung und jeder Newsletter, den ihr weiterschicken könnt. Jede Bestellung zählt gerade.

Ich weiß das ja selber, dass man bei vielen Aktionen immer denkt, man könne selber nicht so viel machen. Aber wenn man etwas weiterschickt und es sehen fünf Leute mehr, dann ist das richtig viel, vor allem wenn viele so denken, und das ist glaube ich das, was die Crowd so besonders macht. Wenn die Crowd aktiv wird und sagt, uns ist wichtig, dass es Marken wie einhorn gibt, dann gibt es weiter Marken wie einhorn. Aber das ist eben so eine Jeden-Tag-Supermarkt-Entscheidung. Ich denke ja auch die ganze Zeit, Mann, alles wird immer teurer, kann ich mir das überhaupt noch leisten, bei der BioCompany einzukaufen. Und dann denke ich, ja, ich kann es mir leisten, und deswegen muss ich auch weiter dahin gehen, auch wenn es woanders inzwischen viele Bioprodukte gibt, weil Unternehmen wie die BioCompany nur leben, wenn ich da weiter hingehe und Produkte kaufe. Da zählt eben jede und jeder Einzelne, und dass jede und jeder Einzelne das weitermacht.

Philip Siefer im einhorn-Büro, Fotocredit: Stefan Haehnel

Wenn du heute nur einen einzigen Rat an Gründer:innen mitgeben dürftest, die gerade starten, welcher wäre das?

Den Rat kriege ich selber manchmal, und ich glaube, das ist auch der einzige Rat: anzufangen. Es gibt ja keine Anleitung, jede Person muss das, glaube ich, so machen, wie sie selber denkt, dass sie es macht, es gibt wahnsinnig viele Leute, die irgendetwas gründen. Ich habe keine Ahnung davon, wie man das macht, ich mache es einfach nur so, wie ich es machen würde. Aber was wirklich immer hilft, ist anzufangen.

Und Anfangen bedeutet: Ich fange an, das wirklich zu Papier zu bringen. Ich denke nicht mehr weiter drüber nach, sondern ich fange an, drüber zu reden, ich fange an, das aufzuschreiben, ich fange an, das zu basteln, ich fange an, Fotos davon zu machen, ich fange an, das irgendwo ins Internet zu stellen, ich erzähle meinen Freundinnen und Freunden davon. Ich fange an, konkret zu werden, und in dem Konkretwerden steckt die Gründung. Ohne Konkretwerden passiert auch nichts.

Und dann hilft es, glaube ich, dass man sich einen Zeitpunkt setzt und sagt, ich fange nächste Woche Montag an, und dann Babysteps, und dann sind das weiter Babysteps, Babysteps, Babysteps. Es geht, glaube ich, auch wirklich viel nebenbei und abends, man kann das noch aus dem alten Job heraus machen. Aber diese Idee lebendig werden zu lassen heißt eben auch, dass ich sie sehe. Idee aufschreiben, malen, basteln, an die Wand hängen, sich mit der Idee mehr umgeben und in Kontakt damit sein, und dann wächst da was. Wenn ich nichts konkretisiere, habe ich nichts, worauf ich aufbauen kann. Nur Dinge, die manifest sind, die greifbar sind, auf denen kann ich stehen, die kann ich verändern, an denen kann ich basteln.

Du kennst beide Seiten, als Starter und als Unternehmer. Wann würdest du klar zu Crowdfunding raten, und wann eher nicht?

Für Crowdfunding eignen sich Produkte, die gut erklärbar sind, und es hilft, wenn man selber Spaß daran hat, mit so einer Crowd in Kontakt zu sein. Wenn man eher eine Kontaktperson ist, die auch Lust hat, ein Video zu drehen und vor die Kamera zu gehen, das ist, glaube ich, total hilfreich. Und dann sind Produkte einfach wirklich gut, die die Leute kapieren. Apps und so gehen auch, es gehen schon sehr, sehr viele Sachen, aber so ein kompliziertes Marketplace-Irgendwas geht, glaube ich, eher nicht. Sachen des täglichen Bedarfs dagegen schon, Sachen, die die Leute sehen, wo so ein Gefühl entsteht, wo die Leute sagen, das wäre gut, wenn es das geben würde.

Und natürlich eignet sich Crowdfunding, wenn man etwas testen will – wenn man nicht nur „Ja, tolle Idee“ hören will, sondern „Ja, tolle Idee, hier sind 30 Euro von mir“. Das ist ja ein Wahnsinnstest und ein super Research, für das andere Firmen viel Geld bezahlen, um herauszufinden: Ist mein Produkt überhaupt marktreif, ist meine Idee marktreif, will überhaupt jemand, dass das erfolgreich wird? Das bekommt man beim Crowdfunding mit dazu, neben dem Geld bekommt man ja auch das Ja einer Community, und das ist sehr, sehr wertvoll.

Und im Gegensatz zu einem klassischen Investorenbusiness behält man eine Autonomie, die man von der Crowd quasi geschenkt bekommt. Das ist wirklich das Coole, dass da plötzlich Leute sind, die an einen glauben und an die Idee glauben, und die geben einem das Geld ja für das Produkt, das heißt, danach gehört einem die Firma immer noch komplett und man kann an seiner Idee so weiterarbeiten, wie man möchte. Oft ist es ja so, dass Kapitalgebende reinkommen, die eigene Vorstellungen davon haben, wie man jetzt am besten das Kapital vermehrt, was manchmal super funktioniert und manchmal eben auch nicht. So bleibt es einfach sehr unternehmerisch, und das finde ich einen großen Vorteil von Crowdfunding, gerade wenn man darüber nachdenkt, in Verantwortungseigentum zu gehen oder andere Wege zu gehen als die ganz klassischen.

Provokant gefragt: Ist New Work tot, oder haben wir es nur nie richtig gemacht?

New Work ist natürlich nicht tot, aber es stimmt schon, dass wir es nie richtig gemacht haben. Ich glaube nur nicht, dass man es richtig machen kann, ich glaube, man kann es nur probieren. Wir haben ja keine Anleitung in unserer Welt, nirgendwo wird New Work richtig gemacht. Wir haben es auch nicht richtig gemacht, und wir wissen alle immer noch nicht, wie es richtig geht.

Das, was wir in unserer Welt produzieren, so wie wir zusammen leben, so wie wir zusammenarbeiten, das ist ja alles Old Old Old Work, und aus diesen Strukturen kommen wir. Ich meine, unser Schulsystem ist ja auch nicht New School, sondern Old School, und in diesen ganzen Dingen sind wir sozialisiert und gebaut worden, und deswegen kann keiner von uns New Work, einhorn kann auch kein New Work, niemand kann das.

Was wir aber tun können und worin einhorn sehr, sehr gut und auch sehr erfolgreich war: es auszuprobieren. Und dann zu merken, was davon geht und was nicht und wo die Grenzen sind. Da gibt es viele Momente, wo man von außen sagen könnte, ja, wusste ich vorher, siehste. Das kann man natürlich immer sagen, aber wenn man es nicht ausprobiert, kriegt man auch nie ein Gefühl dafür, warum es eigentlich nicht funktioniert. Vorher immer alles besser zu wissen, davon ist noch nichts anders geworden, es wird nur anders davon, dass wir es ausprobieren, und dann merkt man eben auch, dass viele Sachen total hilfreich sind.

Ich glaube auch, dass viele Sachen von New Work und Crowdfunding miteinander zu tun haben, dass es darum geht, sich mehr miteinander abzustimmen und sich mehr halten zu lassen, auch von der Community. Diese eine Person, die alles lenkt, und dahinter das Team, das hierarchisch arbeitet, das ist eigentlich nicht das, was allen so wahnsinnig gut tut, das merken wir auch an den Burnout-Zahlen und an dem, was psychische Gesundheit ausmacht. Aber so, wie wir es gemacht haben, hat es an vielen Stellen eben auch nicht funktioniert. Ich würde sagen, wir arbeiten dran.

Ich glaube, Inner Work ist das, was wir machen müssen, um New Work überhaupt praktizieren zu können. Wir brauchen reife Personen, die mit Konflikten und Spannungen gut umgehen können, die gut halten können, die nicht alles sofort auf sich beziehen, die Zeit haben, die geduldig genug sind, große neue Systeme aufzubauen, und davon haben wir einfach sehr, sehr wenige. Und solange wir davon nicht mehr haben, haben wir auch keine Möglichkeit, ordentliches New Work zu praktizieren. Aber es werden, glaube ich, langsam immer mehr, und ja, das wird schon irgendwann noch klappen.

Was ist dein nächstes Projekt, das, für das dein Herz gerade am meisten schlägt?

Das sind auf jeden Fall die einhorn-Events, und dieses ganze Ding hier auf die nächsten Schritte zu bringen. Ich möchte, dass einhorn wächst, dass wir lernen, wie Skalieren wirklich funktioniert. Ich hätte wahnsinnig gerne so eine Growth-Person hier, die total Bock hat auf Online-Marketing, die Lust hat, Produkte zu innovieren und neue Produkte rauszubringen, die Ahnung von Handel hat, so ein bisschen in die Richtung von Share vielleicht, aber eben in Verantwortungseigentum. Und dazu die passenden Investorinnen und Investoren, die sagen, ja, das wollen wir auch sehen, dass einhorn sich hier neben die vielen klassischen Marken setzt und zeigt, dass es anders geht, und dass wir uns mit den Mitteln ausstatten, die wir brauchen, um das auch wirklich zu zeigen. Sonst geht es, glaube ich, einfach nicht. Darauf habe ich total Lust, aus dem Vollen zu schöpfen und weiter geile Sachen mit einhorn zu machen. Und wir wollen ja Events machen, darauf freue ich mich auch total, wieder mehr mit der Crowd und mit der Community zu machen.

Und zum Schluss, weil ich dich kenne: Welche Idee von dir hat dein Team zuletzt abgelehnt, und hatten sie recht?

Ja, scheiße, da gibt es wirklich irgendwas, aber die Sommerferien haben mein Gehirn vernebelt, ich habe es vergessen. Aber sie hatten noch jedes Mal recht.

So kannst du jetzt direkt helfen:

Zwei Millionen TamTampons lagen im einhorn-Lager, die ab dem 27. September nicht mehr verkauft werden dürfen, obwohl an den Produkten selbst nichts auszusetzen ist. Eine Million davon ist über den Onlineshop inzwischen rausgegangen, die andere Million steht noch da. einhorn gibt sie bis zum Stichtag zum Handelspreis ab, also zu dem Preis, zu dem sonst der Handel bei ihnen einkauft.

Wer mag, kauft Tampons für sich oder für ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitenden Periodenprodukte kostenlos zur Verfügung stellt, oder schickt diesen Text einfach weiter an fünf Leute, die einhorn noch nicht kennen. Alles davon hilft gerade wirklich.

Zum Sale: einhorn.my

Herzlich
Philip

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