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„Mein Job ist Lernen“ – Lea Schönborn von Krautreporter
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„Mein Job ist Lernen“ – Lea Schönborn von Krautreporter

Max Rosch
29.10.2026
15 min Lesezeit

Reporterin Lea Schönborn stellt lieber Fragen, als selbst welche zu beantworten. Sie erzählt, warum ihr Beruf für sie vor allem Lernen bedeutet, weshalb sie Bildung zunächst unsexy fand und was sie heute daran begeistert. Im Mai 2026 konnte Krautreporter eine Recherche bei Startnext finanzieren.

Titelbild: Porträtbild von Lea Schönborn. Fotocredit: Philipp Sipos.

Ich mache keinen Hehl daraus: Ich bin Journalismusfan und, seit Krautreporter gegründet wurde, auch meistens zahlender Abonnent. Lesen finde ich ebenfalls gut. In dieses Gespräch mit der Bildungsreporterin Lea Schönborn bin ich also nicht ohne Sympathie gegangen – und auch ein bisschen aufgeregt. Eine Journalistin zu interviewen, jemanden vom Fach: Sind meine Fragen gut genug? Wird das ein spannendes Gespräch?

Ich fand es interessant, wie Lea zum Thema Bildung gekommen ist. Und was sie selbst am Lesen bewegt. Natürlich wollte ich auch von ihr erfahren, ob sich eine mehrmonatige Recherche zur Lesekrise über Startnext finanzieren lässt, was an Ergebnissen herausgekommen ist und wie die Redaktion selbst darauf zurückblickt. Cornelia Funke spielt am Ende auch eine Rolle.

Krautreporter hat im April und Mai 2026 erfolgreich eine Kampagne bei Startnext durchgeführt. Mittlerweile sind die Texte zur Recherche veröffentlicht, frei zugänglich für alle, auch ohne Abo. Möglich ist das dank des Crowdfundings.

Startnext: Lea, wie ist es für dich, mal auf der anderen Seite des Interviews zu sitzen?

Ich bin Journalistin, weil ich lieber Fragen stelle, als sie zu beantworten. Aber natürlich spreche ich gerne darüber, was wir machen. Das ist Teil des Jobs: an die Leute zu bringen, was man recherchiert hat. Oder Einblicke zu geben, wie man arbeitet und was für Fragen man sich gerade im Journalismus stellt, etwa was die Finanzierung angeht. Deswegen mache ich das schon gerne. Aber wenn ich wählen könnte, würde ich immer lieber interviewen, als interviewt zu werden.

Ich kann das nachvollziehen – mir gefällt es auch besser auf der Seite des Fragenden. Wie bist du denn auf dieser Seite, also im Journalismus, gelandet?

Ich habe immer das Gefühl, man kann viele Geschichten erzählen, wie man dort gelandet ist, wo man ist. Als Kind habe ich in Freundebücher „Schriftstellerin“ geschrieben und nicht „Journalistin“. Zuerst war das Schreibenwollen da. Ich wollte eine schreibende Journalistin sein und nicht eine Radioreporterin oder eine TV-Moderatorin.

Warum ich es jetzt in der Praxis so gerne mache, liegt weniger am Schreiben als am Fragenstellen. Ich habe mit meinem Beruf eine Ausrede, um mit allen möglichen Menschen ins Gespräch zu kommen, mit denen ich sonst nie ins Gespräch kommen würde. Das ist ein Privileg, dass ich alle möglichen Leute ansprechen und dann eine Stunde oder sogar einen Tag mit ihnen verbringen kann. Es ist auch ein Beruf, der gut ist für Menschen, die immer wieder was Neues machen wollen. Ich arbeite jetzt nicht wie bei einer Doktorarbeit vier Jahre an einem Thema, was ich ziemlich öde fände. Sondern vielleicht mal ein paar Monate an einem, aber tendenziell alle paar Wochen an etwas Neuem. Mein Job ist Lernen.

Lea vor der Grundschule Kirchdorf in Hamburg. Fotocredit: Bent Freiwald.

Dein Thema sind Kinder und Jugendliche, mit einem starken Bildungsfokus. Ich unterrichte regelmäßig einen Journalismuskurs und habe dort noch niemanden sagen hören: Ich möchte später im Bildungsjournalismus arbeiten. Wie ist das bei dir passiert?

Ich habe ganz lange vor allem Politik- und Gesellschaftsthemen gemacht. Bei Krautreporter habe ich als Politikredakteurin angefangen. Nach dem ersten Jahr war klar, dass es eine Umstrukturierung gibt und noch eine zweite Person ins Bildungsteam soll. Mein Kollege Bent Freiwald hatte das komplett alleine aufgebaut. Am Anfang habe ich mich mit dem Gedanken schwergetan, in dieses Themengebiet reinzugehen, weil es mir trocken, langweilig und unsexy vorkam. Es hat einfach nicht das Prestige von Politikjournalismus. Deswegen habe ich mich erst mal etwas gesträubt.

Mittlerweile ist es absurd, dass es mir so schwerfiel, weil es mir großen Spaß macht. Ich bin mittlerweile eine Verfechterin davon, dass es ein wichtiges Thema ist. Damals hatte ich Angst, dass mich der Fokus einschränkt und ich weniger zu politischen Themen machen kann. Aber Bildung ist hochpolitisch. Alle wichtigen gesellschaftlichen Fragen zeigen sich im Schulsystem und an Kindern und Jugendlichen. Ob Militarisierung, Aufrüstung, KI, Digitalisierung und Smartphones oder dass immer mehr Menschen rechts wählen – das hat alles Auswirkungen auf die Schule, die Schüler:innen und die Lehrkräfte.

Ich finde es mittlerweile richtig toll, dass ich diesen Blickwinkel habe. Wie eine bestimmte Brille, mit der ich alle Themen angucken kann. Das macht es manchmal leichter, klarer bei der Themenauswahl zu sein, weil ich immer weiß: Mein Fokus sind Kinder und Jugendliche.

Noch mal einen Schritt zurück: Was macht Krautreporter als Medium so besonders?

Das ist eine Frage, die wir uns immer wieder stellen: wie wir Krautreporter am besten kurz beschreiben. Was ich am wichtigsten finde, ist, wie wir mit den Leser:innen zusammenarbeiten. Es ist die Kern-DNA von Krautreporter, dass wir wirklich auf Augenhöhe mit den Leser:innen sind. Wenn man noch nie bei Krautreporter gearbeitet hat, kann man sich, glaube ich, gar nicht richtig vorstellen, wie sehr das Teil der täglichen Arbeit ist. Wir machen regelmäßig Umfragen, Community-Calls, Recherche-Docs, bei denen alle mitarbeiten und ihre Expertise teilen können.

Was ich auch nicht unterschlagen darf, ist unsere Langsamkeit. Oder anders formuliert: unsere sehr bewusste Auswahl. Wir springen nicht auf jeden Trend, auf jedes neue Event auf, sondern gucken mit Ruhe darauf: Welche Analyse und welche Frage ist auch noch in zwei, drei Wochen interessant? Wir veröffentlichen nur einen Text am Tag. Deswegen steckt in den einzelnen Texten viel Arbeit, meistens zwei bis drei Redigaturschleifen.

Das Team von Krautreporter 2026. Fotocredit: Krautreporter.

Mir tut dieser langsamere Journalismus als Leser gut. Wie geht es dir selbst mit der Schnelligkeit und allem, was auf dich einprasselt? Wie gewinnst du zwischendurch Abstand?

Ich würde sagen, es ist gerade eine schwierige Zeit, das zu fragen. Ich habe momentan das Gefühl, extrem overwhelmed zu sein von allem, was los ist. Ich bin in einer Phase, in der ich am liebsten zu allem etwas beitragen würde und mich mit allem beschäftigen möchte. Genau das, wovon ich vorher gesprochen habe, klappt aktuell also nicht so gut.

Deswegen weiß ich nicht genau, ob ich gute Tipps habe. Am Wochenende lese ich häufig kaum Nachrichten und beschäftige mich wenig mit Journalismus. Ich habe auch einige Freund:innen, die keine Journalist:innen sind. Es ist gesund, dass man sich nicht die ganze Zeit nur in diesem Feld bewegt, wo alle immer über journalistische Themen sprechen. Aber abgesehen davon: Meine Screentime ist hoch und auch auf Insta lande ich immer wieder aus Versehen.

Ihr habt mit einer Kampagne auf Startnext eine Recherche zur Lesekrise finanziert. Mit welchem Ziel seid ihr da reingegangen?

Angefangen haben wir wegen der letzten Zahlen von PISA und IGLU. Da kam heraus: Immer mehr Kinder und Jugendliche lesen schlecht. Das beeinflusst alles. Wenn du nicht gut lesen kannst, kannst du keine Matheaufgaben lösen, weil du die Aufgabenstellung nicht verstehst. Die ganze restliche Schullaufbahn ist erschwert, wenn du nicht gut lesen kannst. Du kannst nicht an der Demokratie teilnehmen, weil so viel in unserem Leben auf Schrift basiert.

Unser Gefühl war: Das ist wirklich krass, dass ein Viertel der Viertklässler:innen die Mindeststandards beim Lesen nicht erreicht. Wir wollten wissen, warum eigentlich nicht? Es gibt super viele gute Ideen, wie man Lesekompetenzen verbessern kann, und super viele engagierte Lehrkräfte, Kita-Personal et cetera. Wir wollten verstehen, warum es trotzdem nicht klappt und was am Ende helfen könnte. Das wollten wir gerne mehrere Monate recherchieren. Mit der Kampagne und dem Geld vom Crowdfunding haben wir uns den Weg dafür freigeräumt.

Heißt Lesekrise denn auch, dass wir weniger lesen als früher?

Nicht unbedingt. Dass ein Viertel die Mindeststandards nicht erreicht, kann man schon als Lesekrise bezeichnen. Aber das heißt nicht, dass früher viel mehr gelesen wurde. Bent hat dazu einen längeren Essay geschrieben: „Die lesende Gesellschaft, um die wir trauern, hat es nie gegeben“. Er entmystifiziert diese Vorstellung. Früher wurde das Buch als Gefahr gesehen, heute ist es das Kulturgut und die Gefahr ist das Handy. Das ist ein interessanter Widerspruch: Die Lesekompetenzen gehen zurück. Aber das heißt nicht automatisch, dass weniger gelesen wird.

Bent Freiwald beim Schreiben von Postkarten für Unterstützer:innen der Crowdfunding-Kampagne. Fotocredit: Lea Schönborn.

Der Text von Bent ist ein Ergebnis eurer Recherchen. Wie schätzt du eure Kampagne im Nachhinein ein? Ist es sinnvoll, eine Recherche so anzugehen?

Ich würde sagen, es war ein krasser Erfolg. Wir waren ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, dass wir wirklich über 40.000 Euro eingesammelt haben. Das war natürlich auch etwas Gambling, eine Wette: Ist das Thema Lesen relevant genug und emotional genug für so viele Menschen, dass sie uns dafür Geld geben? Gleichzeitig war unsere Herleitung: Das Thema betrifft sehr viele, die Kinder haben oder kennen und natürlich wollen, dass die lesen können. Wir waren uns trotzdem unsicher, ob es wirklich funktioniert. Aber dann hat es funktioniert.

Für uns ist es gut zu wissen, dass themenspezifische Crowdfundings ein Weg sein können, Journalismus zu finanzieren. Natürlich nicht komplett, wir sind weiter auf unsere Mitglieder angewiesen. Aber als zusätzliche Einnahmequelle. Sonst hätten wir die Recherche nicht in dieser Tiefe machen können. Wir haben uns aber nicht komplett aus dem Redaktionsalltag herausgenommen. Das war ein Learning aus vergangenen Recherchen. Ein paar Aufgaben haben wir weiter übernommen.

Gab es bei der Recherche etwas, das dich überrascht hat? Ein gutes Beispiel, von dem noch viel mehr Leute wissen sollten?

Ein Learning in all meinen Recherchen zum Thema Bildung ist: Es gibt so viele gute Ideen und Projekte, und das Problem ist, dass die nicht übertragen werden. Weder von Schule zu Schule noch über die Bundesländergrenzen hinaus. Teilweise ist es absurd, das mitzubekommen.

Ein gutes Beispiel ist das Leseband. Da wird täglich in Grundschulen für 20 Minuten gelesen. Das klingt erst mal unglaublich banal. Aber es gibt ein fundiertes Konzept dahinter. Das Leseband wurde wissenschaftlich begleitet und getestet, mit positiven Effekten vor allem auf die Leseflüssigkeit. Du musst das Lesen so viel trainieren, dass es dir Spaß macht. Wenn es mühsam ist, macht es dir auch keinen Spaß.

Wir haben uns eine Schule in Hamburg angeguckt, die so etwas ist wie die Mutterschule dieser Methode. Dort setzen sie das Leseband seit Jahren ein und haben schon ihre Learnings gemacht, was gut und was nicht funktioniert. Wichtig ist vor allem, dass es nicht benotet wird. Es soll Spaß machen. Es ist eine benotungsfreie Zeit, in der Kinder das Lesen lieben lernen können. Dazu braucht es gute Kinderbücher und die richtigen Methoden. Zum Beispiel Tandemlesen, also zu zweit, mit Rollen wie Sportler und Trainer: Der eine hilft dem anderen, der trainiert.

Lea im Gespräch mit Kindern an der Grundschule Kirchdorf. Fotocredit: Bent Freiwald.

Ich erinnere mich an eine Lesemeisterschaft aus meiner Grundschulzeit: schön für die, die gut waren, weniger schön für die anderen. Beim Leseband klingt es anders.

Ja. Wir haben auch viel über dieses Fehlerlesen gesprochen, das viele aus der Schulzeit kennen: Es wird reihum gelesen, und wenn man einen Fehler macht, ist man raus. Das befördert eine Angst vor dem Lesen und ist nur für die gut, die eh schon gut sind. Als wir in der Schule in Hamburg waren, war es super interessant, wie lieb die Kinder miteinander umgegangen sind. Natürlich gibt es auch schwierige Situationen, wenn jemand sagt: „Du liest zu langsam.“ Aber da wird darauf geachtet, wie die Kinder miteinander umgehen. Das lernen sie nebenher beim gemeinsamen Lesen.

Was verbindet dich persönlich mit dem Lesen?

Ich war übelst die Leseratte und habe Nachmittage nach der Schule und am Wochenende komplett auf dem Sofa verbracht und nur gelesen. Cornelia Funke war früher ein großes Vorbild für mich. Es ist etwas kitschig, sie als Vorbild zu haben. Aber sie ist eine Autorin, die ich früher so toll fand und die, finde ich, gut gealtert ist. Ich hoffe sehr, dass ich bald ein Interview mit ihr führen kann, wir sind dazu im Gespräch. Ich würde gerne mit ihr darüber reden: Was ist das Wichtige am Lesen? Wie wichtig findet sie Bücher? Kann man Geschichten auch anders erzählen? Ich glaube, sie ist da relativ offen.

Am Ende ist jedes Kind anders. Es muss nicht jedes Kind gerne lesen wollen, man kann auch andere sinnvolle Sachen machen. Aber Lesen und sich Geschichten ausdenken ist schon was Tolles, um ins Denken und Fantasieren zu kommen.

Lea an der Quinoa-Schule im Berliner Wedding. Fotocredit: Bent Freiwald.

Auf wessen journalistische Beiträge freust du dich gerade?

Spontan fallen mir nur Journalist:innen und ihre Takes auf Instagram ein. Zum Beispiel Pauline Jäckels, sie ist Journalistin bei der taz. Sie schreibt viel zu Israel und Palästina, und ich habe das Gefühl, sie hat einen sehr differenzierten, genauen Blick auf die Dinge. Sie schreibt auch über Propaganda und Rechtsextremismus.

Und Özge İnan würde ich auch nennen. Sie ist Journalistin und Autorin. Ich finde, sie ist immer schnell und smart. Zu den meisten Dingen sagt sie was, wo ich so bin: Ah, sie hat recht, so habe ich darüber noch gar nicht nachgedacht.

Zum Schluss noch einmal zu eurer Community: Dieses gemeinsame Lernen, das du aus der Schule in Hamburg beschreibst – so könnte man doch auch eure Arbeit mit den Leser:innen sehen?

Unser Slogan ist ja „Verstehe die Zusammenhänge“. Ich würde sagen, es ist noch viel mehr: zusammen die Zusammenhänge verstehen. Wir sind gemeinsam auf der Suche nach Antworten. Bestimmte Sachen können wir Journalist:innen besser, weil wir sie gelernt haben und häufiger machen: recherchieren, Fakten prüfen, Dinge verständlich aufschreiben.

Für meinen Text über die Frankreich-Proteste habe ich zum Beispiel viel mit einer Freundin telefoniert, die halb Französin ist. Sie hat mir sehr viel erklärt. Als sie den Text gelesen hat, meinte sie: „Krass, wirkt so, als wäre das dein Job, Dinge verständlich aufzuschreiben.“ Genau das ist mein Job. Aber das, was ich aufschreibe, kommt immer von Menschen, mit denen ich es gemeinsam mache. Ohne die würde es nicht funktionieren.

Das war auch bei der Recherche zur Lesekrise so: Leser:innen haben uns Fragen gestellt und Hinweise auf Projekte gegeben. Sie haben die Recherche also nicht nur mit ihrem Geld ermöglicht, sondern uns auch währenddessen Impulse gegeben.

Leas Lesetipps

  • „Diesen Text hier mochte ich, weil ich zwei ganze Tage in der Schule verbracht habe, ein gutes Gefühl für Kinder und Lehrkräfte bekommen konnte und es inhaltlich darum geht, wie es funktionieren kann, wenn eine Schule Beziehungsarbeit priorisiert. Das ist heutzutage super wichtig, weil diese Art von Arbeit von Eltern immer häufiger nicht übernommen wird.“

  • „Und diesen Essay darüber, ob es eine Lesekrise gibt oder nicht von Bent. Der Text ist lang, lehrreich, lustig und nachdenklich, Kernelemente von KR. ;)“

Was ich aus dem Gespräch mitnehme

Mitgenommen habe ich, dass auch für Krautreporter keineswegs sicher war, ob genügend Menschen dieses Thema wichtig finden würden, um die Recherche zu finanzieren. Und dass die Community nicht nur Geld beigetragen hat, sondern auch Fragen, Wissen und Hinweise. Leas erweiterter Krautreporter-Claim „zusammen die Zusammenhänge verstehen“ beschreibt für mich das Selbstverständnis eines Journalismus, der wirklich einen Mehrwert hat. Und nicht nur schnell, schnell Schlagzeilen produziert.

Besonders hängen geblieben ist mir ihr eigener Blickwechsel. Bildung fand sie erst trocken und unsexy, heute stellt sie mit der „Bildungsbrille“ auch die großen politischen Fragen. Ich finde daran schön, dass Begeisterung nicht immer am Anfang stehen muss. Manchmal entsteht sie erst, wenn wir uns auf etwas einlassen. Und Leas ehrliche Antwort zur Nachrichtenflut nehme ich auch mit: Selbst wer beruflich Zusammenhänge erklärt, hat nicht automatisch den Überblick über alles.

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