Mein Ziel: ein weiteres freies Lastenrad für ein Bonn im Wandel! Ich werde 300 km Amsterdam-Bonn per Lastenrad fahren, mit 30 kg Fairtrade-Kaffee und 0 Gramm CO2-Emissionen. Und ich will dein Kleingeld! Als Unterstützer*in kannst auch du ein Zeichen für Klimaschutz setzen und mit 2, 5 oder mehr Cent pro Kilometer dazu beitragen, dass Bolle Bonn ein zusätzliches freies Lastenrad bekommt. In Kooperation mit der Klimabohne Tour und inspiriert durch die Schokofahrten & die erste Kaffeefahrt.
3.890 €
6.500 € Fundingziel 2
85
Unterstützer*innen
Projekterfolgreich
21.06.2018

FAQ - 10 Antworten auf Fragen von euch

Uli Kindermann
Uli Kindermann7 min Lesezeit

Liebe Freunde und Freundinnen der Kaffeefahrt,

die Gespräche bei den Kostproben und auch das persönliche Feedback waren toll, allerdings ich merke ich auch, dass viele von euch noch Fragen haben. Heute versuche ich mal, einige davon zu klären.


1. " Du bist also 300 km per Lastenrad gefahren, um für Fairtrade Kaffee zu werben?"

Nein. Mir ging es ehrlich gesagt überhaupt nicht um den Kaffee, und auch nicht in erster Linie ums Fahren. Mir geht es um das Lastenrad, das finanziert werden soll.
Mir geht es um einen konkreten Beitrag zu lokalem Klimaschutz in Bonn, einem Beitrag der vielen etwas bringt, und bei dem viele mitmachen können. Ein konkreter Beitrag zu besserer Luft in Bonn kann eben sein, weniger Auto, mehr Lastenrad zu fahren.
85-90% der Autofahrten transportieren gar keine Lasten, und der ganz große Anteil der Lastentransporte per PKW hat ein Volumen bzw Gewicht, das man auch per Lastenrad fahren könnte. Dazu kommt: fast die Hälfte (47%) der Autofahrten in Deutschland sind kürzer als 5 Kilometer, auch das ist problemlos per Lastenrad fahrbar.
Um mehr dieser PKW-Fahrten durch Lastenrad-Fahrten zu ersetzen muss es aber zuerst mehr Lastenräder geben.
Und dazu will ich beitragen, darum geht es mir. Ein weiteres freies Lastenrad für Bonn, und dann später hoffentlich noch ein, und noch eins...
Die Kampagne gibt eine Handlungsoption für alle, jeder kann nun Lastenrad-Nutzung unterstützen, durch gemeinsame Finanzierung.
Sie bietet aber auch einen Anlass, überhaupt über Lastenräder zu reden, auch das war mir wichtig.

2. "Was passiert mit meinem Geld, wenn das Ziel nicht erreicht wird?"

Du bekommst es zurück. Die Kampagne läuft nach dem "alles oder nichts" Prinzip. Wenn das Ziel verfehlt wird bekommen alle Unterstützer ihr Geld zurück, bzw es wird nichts abgebucht.

3. "Kann ich das Lastenrad mal probefahren?"

Leider nein. Der Hersteller Muli Cycles hat mir für die Tour eins ihrer Messeräder geliehen, das nach Rückgabe am 9.6. auf einer Fahrradmesse schon 5 Minuten später wieder für Testfahrten von Messebesuchern benutzt wurde. Muli ist ein kleines, neues Start-up, das Rad wird für deren weitere events gebraucht. Bei erfolgreicher Finanzierung bekommt Bonn Ende Juli ein brandneues. Dieses Rad wird dann über www.bolle-bonn.de buchbar, und dann könnt ihr es gerne und häufig nicht nur probefahren, sondern für eure alltäglichen Transport nutzen. Nur gegen Spende, wie bei allen freien Lastenrädern.

4. "Was passiert mit Lastenrad und Kaffee, wenn das Ziel verfehlt wird?"

Das Lastenrad war nur geliehen, da sind keine Kosten angefallen.
Kosten für Zubehör (Schloss, Lenkertasche) und Zugtickets trage ich selbst.
750 Euro habe ich für Kaffee und Rum vorgestreckt, beides habe ich für die Aktion von Fairtransport.eu zum Einkaufspreis bekommen. Wenn die Kampagne scheitert würde ich zuerst den Unterstützer*innen, die Kaffee oder Rum gebucht hatten, anbieten , mir diesen zum Einkaufspreis abzunehmen. Was dann über ist würde ich den weiteren Unterstützer*innen anbieten, ebenfalls zum Einkaufspreis. Einen eventuellen Rest würde ich privat behalten. Ich bleibe dabei, ich bin nicht gefahren, um Kaffee zu verkaufen.

5. "Wo kann ich den Kaffee und Rum kaufen, was kostet er?"

Im Laden würde ein Kilo Kaffee 25 Euro Kosten, halbes Kilo 13€. Der Rum liegt zwischen 55 und 65 Euro, pro Flasche je nach Alter. Das ist relatv teuer, weil das Segelschiff von der Karibik bis Amsterdam 4 Monate unterwegs war, und daher eben auch 4 Monate laufende Kosten einkalkuliert werden müssen von FairTransport.
Ich verkaufe allerdings weder Kaffee noch Rum, das habe ich von Anfang an gesagt. Beides gibt es nur als Dankeschön für Unterstützer*innen des Crowdfunding. Und bisher gibt es in Bonn und Umgebung weder Rum noch Kaffee. Nur der Weltladen Bonn hatte Schokolade von der dritten Schokofahrt gekauft, ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob aktuell noch welche vorrätig ist.
Um den 6.Oktober herum wird die vierte "Schokofahrt" stattfinden, Bonn im Wandel organisiert die Beteiligung aus Bonn. Da kann man sicher auch Kaffee und Rum bestellen. Mehr dazu unter https://www.facebook.com/schokofahrt/ und demnächst bei Bonn im Wandel. Es werden dazu auch Läden gesucht, die Kaffee, Rum oder Schokolade bestellen und weiter verkaufen würden. Also auch gerne den "Laden eures Vertrauens" ansprechen, ob die für euch bestellen würden.

6. "Wann kommt endlich die Postkarte, warum höre ich nichts von dir?"

Tja. Ich kenne Crowdfunding auch so, dass jedes Update im Blog direkt per Mail an die Unterstützer und Fans geht. Darauf hatte ich mein ganzes Kommunikatiosnkonzept aufgebaut, dass die "kleine Crwod die größere Crowd" mobilisieren sollte, ich immer wieder direkt kommuniziere. Da hat mir aber die DSGVO einen Strich durch die Rechnung gemacht., diese Option gibt es genau seit Ende Mai nicht mehr. Ich bekomme wohl auch bis Kampagnenende nicht die Adressen der Unterstüzer*innen, und konnte daher leider von der Tour keine Postkarten schreiben. Aber ihr kriegt noch welche, wann und von wo wird eine Überraschung!

7. "Wie schaffst du das alles nebenbei?"

Gar nicht. Ich mache es ja nicht "nebenbei". Ich habe ein sabbatical genommen, d.h. ich bin seit 1.5. in einer beruflichen Auszeit. Und eins meiner Ziele in der Auszeit ist es, nicht nur über Klimaschutz zu reden, sondern ganz konkret etwas zu machen, lokal, im eigenen Umfeld. Nach Ende der Kampagne werde ich auch etwas reisen und mich anderen Themen widmen, aber mit dem Thema "Lastenrad" werde ich mich auf jeden Fall weiter beschäftigen.

8. "Warum machst du das überhaupt, wie bist du auf die Idee gekommen?"

Eine Fahrrad-Tour durch Holland wollte ich eh machen. Die "Schokofahrt" vor Ostern - 100 Leute aus über 30 Städten haben eine Tonne (!) Schokolade abgeholt - hat mich dann inspiriert, vom Tourenrad aufs Lastenrad umzusteigen, aus dem Urlaub eine Aktion zu machen. Mit Kaffee, denn für Schoki war es im Juni einfach zu heiß. Es wäre übrigens fast ein "einfach nur Rumfahren" geworden, denn Rum hat das Segelschiff ja auch geladen. Vielleicht beim nächsten Mal :)
Mehr Infos zu meiner Motivation auch im Artikel von Bonn im Wandel: https://bonnimwandel.de/kurz-mal-kaffee-holen-fuer-den-wandel/

9. "Ich finde die Idee super, kann ich auch mal mitfahren?"

Ja klar. Im Oktober wird es die vierte Schokofahrt geben, Treffpunkt zum Beladen der Lastenräder ist 6.Oktober im Hafen von Amsterdam. Jede Stadt, jede Gruppe organisiert sich selbst, kann also selbst festlegen wann man abfährt und wieder ankommen will. Aber natürlich macht es Sinn, sich mit anderen Gruppen abzustimmen. Bonn liegt z.B. auf dem "Südlink", hier werden ziemlich viele Gruppen aus dem südlichen Teil Deutschlands und z.T. auch Österreich durchkommen. Da kann man mitfahren, wenn man Lust hat auch nur ein Stück weit.
Mehr unter
https://www.facebook.com/schokofahrt/
oder www.schokofahrt.de
Allerdings bitte nicht direkt dort melden, das Orga-Team kann nicht alle Einzelinteressenten betreuen.
Für Bonn läuft die Koordination über Bonn im Wandel, bitte dort melden.
Natürlich kann man auch zu anderen Zeiten fahren - aber FairTransport ist Großhändler, kein Kiosk, die wollen und können nicht jede Woche jemandem fünf Tafeln Schokolade verkaufen. Bitte zur Abstimmung von weiteren Fahrten - und auch Bestellungen, damit es sich lohnt - bei Bonn im Wandel melden.

10. "Tolle Aktion - aber wie geht es denn nun weiter?"

Von der Fahrt bin ich längst zurück, auch die Crowdfunding-Kampagne endet bald. Die Diskussionen und Gespräche zur Lastenrad-Nutzung sollen antürlich weiter gehen. Über die Gespräche und Kostproben habe ich sehr viele Leute kennengelernt, die ebenfalls Lastenrad fahren in Bonn, privat und/oder beruflich. Die z.T. Lastenräder selbst bauen, wie Lastenrad-Designer Bastiaen und das Team des "Velowerft" Projekts. Und auch viele, die noch überlegen, sich eins zu kaufen, oder zumindest öfter zu nutzen. Ich plane daher, noch diese Woche, beim 3. Nachhaltigkeits-Camp in Bonn, eine neue Gruppe "Lastenrad-Fans Bonn" einzurichten, in der man sich dann vernetzen und weiter austauschen kann.
Seid ihr dabei? Einladung zur neuen Lastenrad-Gruppe, und weitere Infos dann bald hier im Blog

Herzliche Grüße

Uli

PS: Nächste Kostproben sind am Samstag, 23.6., ab 11 Uhr im Repaircafe Haus Müllestumpe, ab 14 Uhr im Cafe Orange. Danach ist mal 2-3 Tage Pause, da ich nicht in Bonn bin.
Natürlich wird es auch eine Feier zur Ende der Crwodfunding-Kampagne geben. Ich habe allerdings 2-3 Wochen Laufzeit-Verlängerung beantragt, da ADFC udn Bonn im Wandel noch einmal in ihren Juli-Newslettern darüber berichten wollen. Mehr dazu bald hier im Blog

Impressum
Ulrich Kindermann
Hermannstr. 38
53225 Bonn Deutschland